Posted on May 1, 2022
Die meisten Besucher in der venezianischen Lagune verbringen ihre Zeit auf der Hauptinsel und wagen sich selten zu den kleineren Inseln, die Venedig umgeben. Tatsächlich wissen viele Besucher nicht einmal, dass die Lagune aus mehr als nur Venedig besteht. Dabei beherbergen die umliegende Gewässer über 100 kleinere Inseln, die alle zur Stadt Venedig gehören und eine Fluchtmöglichkeit vor den Menschenmassen auf der Hauptinsel bieten.
Murano bei Venedig ist eine der nächstgelegenen Inseln, die von den Fondamenta Nove, dem Nordostufer, gut zu sehen ist, und verfügt über einen eigenen Canal Grande, der dem der Hauptinsel in nichts nachsteht – allerdings mit viel weniger Verkehr. (Und kürzer ist er auch.) Obwohl die Insel Murano der beliebteste Tagesausflug von Venedig aus ist, sind die Gassen weit weniger überlaufen als auf der Hauptinsel.

Um genau zu sein, müsste ich sagen, dass Murano keine Insel ist, sondern eine Inselansammlung, genauso wie Venedig. Murano ist eigentlich eine Ansammlung von sieben einzelnen Inseln, die alle durch Brücken miteinander verbunden sind.
Um einen authentischen Einblick in das venezianische Leben zu bekommen, ist es nur eine kurze Fahrt mit dem Wasserbus zu den Ufern des malerischen Murano bei Venedig. Hier herrscht eine ganz andere Atmosphäre als in Venedig, und ich verspreche Dir, dass es Dir gefallen wird.
Das Schönste am Reisen ist die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern und Neues zu entdecken. Für mich ist Reisen ist eine Chance, neue Dinge zu sehen, neue Traditionen zu erleben, neue Menschen kennenzulernen und – vor allem – neue Speisen zu probieren.
Dadurch, dass ich schon seit zwei Jahrzehnten im außeritalienischen Ausland verbracht habe, habe ich gelernt, dass ich Italien nicht überstürzen sollte. Und Gleiches lege ich Dir ans Herz.
Nimm Dir Zeit und beobachte das tägliche Leben in Murano bei Venedig: Mütter, die ihre weinenden Kinder vom Spielplatz nach Hause schleppen; aufgeregte Jugendliche mit Handys in der Hand; verhutzelte alte Damen, die Hand in Hand mit ihren geliebten Partnern spazieren gehen und entspannt die frische Meeresluft der Lagune einatmen.
Sitze für eine Weile still in einer Kirche und genieße die Ruhe. Oder nippe an einem Glas örtlichen Weins und genieße das fremdländische Geplapper der Kellner mit ihren Stammgästen. Einfach weil Du es kannst. Das alles kann Teil Deines Reiseerlebnisses.
Dies ist Deine Reise und deine Chance. Nimm Dir Zeit und mach das Beste draus.

Um nach Murano bei Venedig zu kommen, musst Du Dich von Venedig verabschieden und ein Vaporetto (die Wasserbusse rund um Venedig) nach Murano besteigen. Die meisten Wasserbusse nach Murano fahren von der Haltestelle Fondamente Nove ab, im Nordosten der Lagunenmetropole, aber einige auch vom Markusplatz.

Mehr zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in der venezianischen Lagune hier:
Die Anbindung von Murano an Venedig ist glücklicherweise ziemlich gut. Verschiedene Wasserbusse fahren Dich hin und zurück, so dass Du wenig auf Abfahrtzeiten oder Haltestellen achten musst. Es verkehren nämlich die Wasserbusse der Linien 3, 4.1, 4.2, 12 und 13 von Venedig nach Murano und umgekehrt. (Die Linie 18 verbindet die Insel Lido mit Murano, ohne in Venedig anzulegen.)
Die Linien 3, 4.1 und 4.2 halten mehrfach auf der Insel Murano, während die Linien 12, 13 und 18 nur an der Haltestelle “Faro”. Die Linie 12 führt Dich übrigens auch zu den entlegenen Inseln Mazzorbo, Torcello und Burano. Du kannst Murano und Burano problemlos an einem Tag besichtigen.


Das NH Collection Venezia Murano Villa bietet von seinen beiden Terrassen einen herrlichen Ausblick. Hier kannst Du ein Glas Wein oder ein komplettes Gourmet-Menü genießen, oder Du entscheidest Dich fürs moderne Restaurant im urbanen Stil mit Live-Cooking-Station.
Fondamenta Andrea Navagero 29, 30141 Venedig, Italien (Standort auf Google Maps)

Als urbaner Lifestyle-Rückzugsort in Venedig bietet das Hotel einen eigenen fesselnden Mikrokosmos aus kulinarischen Köstlichkeiten und sorgfältig kuratierten Erlebnissen, die seinen Gästen ein sehr venezianisches Flair vermitteln.
Riva Longa 49, 30141 Murano, Italien (Standort auf Google Maps)
Ich war bisher dreimal in Murano bei Venedig, bisher immer bei gleichem Wetter: Kühle Luft und dunkle Wolken waren meine zuverlässigen Begleiter. Dennoch lag das eher an der Saison, denn ich bin bevorzugt um Ostern herum in der venezianischen Lagune und zu dieser Jahreszeit gehören Regen und Wolken recht häufig zum Erscheinungsbild der Stadt.
Die Fahrt nach Murano dauert nur wenige Minuten. Der Wasserbus führt erst am Friedhof vorbei – der ebenso ein Besuch wert ist -, und bereits beim Verlassen des Boots ist es möglich, in eine andere Welt einzutauchen. Plötzlich befindest Du Dich auf einer ruhigen Insel, die entspannter und langsamer ist als Venedig. Sie verfügt über einen eigenen Canal Grande, faszinierende Glasläden im Süden und romantische Straßencafés in ihrer Mitte.
Murano ist seit der späten Römerzeit besiedelt, denn wie viele andere Inseln der nördlichen Lagune, wurde die Stadt von den Römern gegründet, die vor dem Untergang des Römischen Reiches und den Barbareninvasionen des späten 5. Jahrhunderts flüchteten. Jedes Jahrhundert brachte seinen eigenen architektonischen Stil auf die Insel. Sie sind alle noch da und wetteifern um Aufmerksamkeit, was die Insel Murano noch attraktiver macht.
Die ersten Belege für die Glasherstellung in der Lagune gehen auf das 6. Jahrhundert zurück, obwohl Murano ursprünglich hauptsächlich von Fischerei und Salzhandel lebte. In den Anfängen der venezianischen Republik umfasste das Gebiet von Murano auch die Inseln Sant’Erasmo, Vignole und San Michele. Sie hatte ihren eigenen Gran Consiglio, ähnlich dem Consiglio dei Dieci der Republik Venedig, und prägte sogar ihre eigene Währung. Erst im Jahr 1200 kam Murano unter die Magistratur der Republik Venedig und wurde von einem venezianischen Podestà regiert.

Wenn Du Dich für die Kunst der Glasherstellung interessierst, ist das Museo del Vetro genau das Richtige für Dich. Dieses historische Museum zeigt die venezianischen Glastechniken im Laufe der Jahrhunderte und stellt die verschiedensten Glasarten aus der Zeit der Ägypter aus.
Das Gebäude selbst diente im Laufe seines Lebens verschiedenen Zwecken: Zunächst wurde es als Patrizierpalast gebaut, 1659 wurde es Sitz der Bischöfe von Torcello und zwei Jahrhunderte später wurde es zum Rathaus von Murano bei Venedig.
Das Murano-Museum wurde 1861 vom Abt Vincenzo Zanetti ins Leben gerufen, erst als Archiv, das Zeugnisse der Geschichte der Insel zusammenfassen sollte, doch schnell entwickelte es sich zu einem Museum.
Mit der Eingliederung Muranos in die Stadt Venedig im Jahr 1923 wurde das Glasmuseum in die Städtischen Museen Venedigs aufgenommen.
Der Eintritt kostet 10 €. Du findest das Museum unter Fondamenta Giustinian 8, Murano.
Die Basilica di Santa Maria e Donato stammt aus dem 7. Jahrhundert und ist der Dom der Insel Murano bei Vendig. Im Inneren bedecken fantastische byzantinische Mosaike, ähnlich wie die in Ravenna, den Boden und die Kuppel. Der Glockenturm, wie die meisten Glockentürme, ist von der Kirche getrennt.
Während in vielen Kirchen die Gebeine von Heiligen aufbewahrt werden, um als Pilgerort zu dienen, enthält diese Basilika mehr als nur die Reliquie des Heiligen Donatus. Hinter dem Altar hängen vier Rippenknochen, die mehr als einen Meter lang sind. Der Legende nach stammen diese Knochen von einem Drachen, den St. Donatus in Griechenland erschlagen hat. (Dabei handelt es sich um Walrippen und die Überreste eines riesigen Zahns.)
Du findest die Basilica in Campo San Donato 11, Murano.

Die im Rio dei Vetrai gelegene und 1348 zu Ehren von Johannes dem Täufer gegründete Kirche wurde 1474 von einem Brand vollständig zerstört, 1511 wieder aufgebaut und zusätzlich dem heiligen Märtyrer Petrus geweiht. Charakteristisch und von unschätzbarem Wert sind die gläsernen Kronleuchter. In der Kirche kannst Du viele Kunstschätze finden, die vor Napoleons Kunstraub in Venedig gerettet und nach Murano gebracht werden konnten.
Im rechten Flügel kannst du die wunderschöne Kapelle der Familie Ballarin bewundern, die dem heiligen Josef und Maria gewidmet ist und die der berühmte Glasmacher Giorgio Ballarin für sich selbst – dort ruht er schon seit 1506 -, seine Familie und seine Nachkommen erbauen ließ.
In derselben Kapelle befindet sich auch ein Grabdenkmal, das dem Großkanzler der Republik Venedig, Giovanni Battista Ballarin, gewidmet ist, der 1666 in Mazedonien starb, sowie das Grab seines Sohnes Domenico Ballarin, der ebenfalls Großkanzler der Republik Venedig wurde und 1698 starb.
In der venezianischen Republik war das Amt des "Cancellier Grande" (auf Deusch Großkanzler) der höchste Rang, den nicht-adelige Bürgerinnen und Bürger anstreben konnten, für die er als Oberhaupt galt, so wie der Doge für die Adeligen.
Du findest sie in der Fondamento dei Vetrai in Murano bei Venedig.
Campo Santo Stefano ist vor allem für den “Comet Glass Star” von Simone Cenedese bekannt, eine abstrakte blaue Glassternschnuppe in der Mitte des Platzes. Daneben stehen die Kirche Santo Stefano und ein Uhrenturm aus dem 19. Jahrhundert. Beide dominieren die Insel und sind schon von weitem zu sehen.
Vielleicht ist das der Grund dafür, dass dieser Platz einer der meistbesuchten der Insel ist.
Du findest ihn am gleichnamigen Platz hier.

Der Palazzo da Mula ist eines der letzten erhaltenen Beispiele der venezianischen gotischen Architektur. Das Gebäude war einst eine luxuriöse Sommerresidenz der venezianischen Adeligen, die den Palazzo mit einer verzierten Fassade mit großen gotischen Fenstern schmücken ließen. Ein Garten und ein Innenhof kennzeichnen den Palazzo da Mula, der im Inselreich der Lagune von Venedig einzigartig bleibt.
Du findest ihn an den Fondamenta da Mula, Murano, Venedig, Italien.
Um Venedig vor Bränden zu schützen, befahl der Doge von Venedig 1291 allen venezianischen Glasmachern, ihre Öfen (“fornaci”) nach Murano zu verlegen. (Damals war die Kombination von den vielen Holzelementen der Häuser mit den offenen Öfen von Metall- oder Glashandwerkern nicht die beste Idee, um Brände zu vermeiden.)
Das hatte nicht nur zur Folge, dass in der venezianischen Hauptstadt eine Brandursache komplett entfernt wurde. Die Vollstreckung des Befehls hatte auch den positiven Nebeneffekt, dass durch den Umzug auf eine andere Insel die Werkstätten der Glasbläser vor neugierigen Augen geschützt, die die Geheimnisse des Handwerks hätten stehlen wollen.
Es dauerte nicht lange, bis die Insel Murano mit dem begehrtesten und hochwertigsten Glas der Welt in Verbindung gebracht wurde. Es wird erzählt, dass Glaskünstler, die der Insel den Rücken kehren wollten, um ihr Handwerk woanders zu betreiben, unter Druck gesetzt wurden und sogar ermordet wurden, sollten sie Murano verlassen haben.
Heutzutage ist die Geheimhaltung der Glashandwerkskunst in Murano keine Priorität mehr, im Gegenteil. Um ihren Ruf zu festigen, bieten viele der Glasfabriken in Murano für etwas Geld Vorführungen an und haben verschiedene Läden sowie Outlets auf der Insel. Einige bieten sogar Workshops zur Glasherstellung an.
Dies ist der Eingang zu Muranos legendärer Glasfabrik Cristalleria. Leider wurde sie in den 1960er Jahren geschlossen.

Die Insel Murano bei Venedig ist weltweit für ihr exquisites, handgefertigtes Glas bekannt. Auch wenn Du keine Glas kaufen möchtest – ich habe bisher noch nie was mitgenommen -, macht es Spaß, einen solchen Laden zu besuchen. Viele Glasfabriken haben Ausstellungsräume, in denen sie ihre besten Produkte präsentieren und ihre außergewöhnlichen Kunstwerke zur Schau stellen.
Außer dem Glas gibt es nur wenige andere Souvenirs, die es wert sind, gekauft zu werden. Verschwende Deine Zeit lieber nicht in einem der vielen Souvenirläden, die billigen Kram anbieten. Es sei denn, du bist auf der Suche nach Postkarten und Kühlschrankmagneten.


Zusätzlich zu den Orten, die du bei deinem Murano-Besuch unbedingt sehen musst, gibt es einen noch wichtigeren Punkt, den Du in Deinen Reiseplan aufnehmen solltest:
Du verpasst so viel, wenn Du an den vielen alten Gebäuden der Insel vorbeirennst. Das fängt bei all den Details an, die Murano bei Venedig so einzigartig machen, und hört bei den schrulligen Dingen auf, die die Kreativen auf ihrer Insel verteilt haben. Vermeide die Versuchung, von Ort zu Ort zu hetzen, um alles unterzubringen.
Murano lebt nicht nur in seinem vergangenen Glanz. Die Stadt hat auch eine lustige, moderne Ausstrahlung. Diese verrückten Laternenpfähle haben es mir besonders angetan.
Auch wenn Du auf einer Tour durch Norditalien bist und nur wenig Zeit in Venedig hast, kannst Du Murano an einem Nachmittag besuchen. Hier sind einige Antworten auf häufig gestellte Fragen:
Die Anreise nach Murano ist ziemlich einfach. Nimm die Linie 4.2 an der Haltestelle San Zaccaria, die sich in der Nähe des Markusplatzes befindet. Diese Linie bringt Dich in etwa 40 Minuten dorthin. Alternativ kannst Du auch die Linie 4.1 nehmen, die Dich in etwa einer Stunde dorthin bringt.
Du kannst zwar an jeder Haltestelle aussteigen, aber Colonna ist am besten für die Glasbläservorführungen geeignet. Museo ist besser für das Glasmuseum und die Basilika.
In einem Hotel auf Murano zu übernachten ist die perfekte Möglichkeit, um alles zu genießen, was die Glasinsel zu bieten hat. Stell Dir vor, Du erkundest abends die Insel, nachdem die Touristen bereits abgereist sind!
Das NH Collection Venezia Murano Villa bietet von seinen beiden Terrassen einen herrlichen Ausblick. Hier kannst Du ein Glas Wein oder ein komplettes Gourmet-Menü genießen, oder Du entscheidest Dich fürs moderne Restaurant im urbanen Stil mit Live-Cooking-Station.
Fondamenta Andrea Navagero 29, 30141 Venedig, Italien (Standort auf Google Maps)
Als urbaner Lifestyle-Rückzugsort in Venedig bietet das Hotel einen eigenen fesselnden Mikrokosmos aus kulinarischen Köstlichkeiten und sorgfältig kuratierten Erlebnissen, die seinen Gästen ein sehr venezianisches Flair vermitteln.
Riva Longa 49, 30141 Murano, Italien (Standort auf Google Maps)

Vergiss nicht, neben Murano auch Burano zu besuchen. Diese kleine Gemeinde auf einer Insel im nordöstlichen Teil der venezianischen Lagune hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Häuser in leuchtenden Neontönen zu streichen, und so sind die bunten Häuser von Burano in der ganzen Welt bekannt.

Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.
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Posted on January 23, 2022
Du bist auf dem Weg nach Venedig und weißt nicht, wie Du ohne Straßen von einem Ort zum anderen kommst? Im Grunde ist es eine Kombination aus Laufen, privaten Booten (Wassertaxis) und großen Wasserbussen, die meistgenutzten öffentlichen Verkehrsmittel in Venedig. Im Folgenden werde ich Dir alle Möglichkeiten vorstellen und noch ein paar Tipps geben.
Ein für die Stadt allgemeingültiges How-To findest Du hier: Venedig – Teil 1: Überlebenstipps.
Wenn Du Dich fragst, wie die Lagunenstadt Venedig funktioniert, solltest Du an Deinem ersten Tag eine geführte Tour in Betracht ziehen. Das ist der beste Weg, um die Stadt kennenzulernen!
Die wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel in Venedig, um ans Ziel zu kommen, sind das Boot oder der Fußweg. In der Lagune und entlang der Kanäle haben Reisende die Wahl zwischen verschiedenen Arten von öffentlichen und privaten Booten: die Wasserbusse (“Vaporetti”), die schnellen Wasserbusse der Kooperative “Alilaguna”, privates Wassertaxi, Gondeln und Fähren.
In diesem Artikel erkläre ich Dir die verschiedenen Transportmöglichkeiten und wie Du sie nutzen kannst, je nachdem, wo Du hin willst. Alle Preise habe ich zuletzt am 23.01.2022 überprüft.
Es gibt zwei Flughäfen nahe Venedig: den Flughafen Marco Polo, der dem Stadtzentrum am nächsten ist und von dem nördlichen Ufer der Stadt zu sehen ist, und den Flughafen Treviso, auf dem Festland und 30 km von Venedig entfernt.

Reisende, die am Flughafen Marco Polo ankommen, haben vier Möglichkeiten, um in das Stadtzentrum von Venedig zu gelangen: den Alilaguna-Wasserbus, einen Landbus, ein privates Wassertaxi oder ein Landtaxi zum Piazzale Roma.
Es gibt zwei verschiedene Arten von Bussen, die vom Flughafen Marco Polo nach Venedig fahren: Der ATVO-Bus zum Piazzale Roma (Venedig) oder der ACTV-Bus #5 Aerobus, der zuerst in Mestre und schließlich am Piazzale Roma in Venedig hält. Beide Verbindungen kosten das Gleiche: 8,00 € für die einfache Fahrt oder 15,00 € für die Hin- und Rückfahrt. Die Bushaltestellen findest du direkt nach dem Verlassen des Ankunftsterminals am Flughafen Marco Polo. Tickets kannst du an den Kiosken im Terminal oder bei den Angestellten an den Bushaltestellen kaufen.

Reisende können ein Landtaxi oder einen Autoservice vom Flughafen Marco Polo zum Ponte della Libertá nehmen, die das Festland mit der Insel Venedig verbindet. Die Kosten liegen in der Regel bei 60 Euro und die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Der Taxistand am Flughafen Marco Polo befindet sich auf dem Bürgersteig direkt vor der Ankunftshalle.
Die aufregendste Form der öffentlichen Verkehrsmittel in Venedig sind sicherlich die öffentlichen Wasserbusse vom Flughafen Venedig ins Stadtzentrum, die von der Kooperative Alilaguna betrieben werden. Es gibt drei Linien, die Venedigs berühmten Canal Grande mit dem Festland (am Lido), dem Kreuzfahrthafen (Marittima) und dem Flughafen Marco Polo verbinden: die Linea Blu (Blaue Linie), die Linea Arancia (Orange Linie) und die Linea Rossa (Rote Linie – diese Linie fährt nur von April bis September).
Die Tickets kosten 15 € für die einfache Fahrt und 27 € für die Hin- und Rückfahrt. Kinder unter sechs Jahren fahren kostenlos, und für jedes weitere Gepäckstück nach dem ersten werden 3 € berechnet. Fahrkarten sind an den Fahrkartenautomaten und am Fahrkartenschalter in der Ankunftshalle des Flughafens Marco Polo erhältlich. Die Strecke nach Venedig (Piazza San Marco) dauert etwas mehr als eine Stunde.

Zugegebenermaßen bin ich in Venedig noch nie Taxi gefahren. Wenn Du allerdings eine einmalige Reise planst oder Dich im Urlaub in Venedig wie James Bond fühlen willst, dann kann ein privates Wassertaxi ein großartiges Erlebnis werden. Einer der Vorteile eines Wassertaxis ist, dass es auch die inneren Kanäle jenseits des Canal Grande befahren kann und je nachdem, wo Du untergebracht bist, können diese Taxis direkt an der Anlegestelle Deines Hotel anlegen.
Um ein Wassertaxi zu benutzen, kannst Du einen Voucher am Wassertaxi-Schalter in der Ankunftshalle des Flughafens kaufen, dann zur Anlegestelle gehen, die direkt beim Terminal ist, und den Voucher dem Taxifahrer vorlegen. Die Anlegestelle ist übrigens mit den blauen Schildern für “Trasporto Acque” gekennzeichnet. Im ersten Stock des Terminals sind die Rolltreppen, die Dich zum Dock führen.

Der Flughafen Treviso ist ein kleinerer Flughafen, der 30 km vom Zentrum Venedigs entfernt liegt und dennoch von vielen internationalen Fluggesellschaften wie EasyJet und RyanAir angeflogen wird. Da der Flughafen Treviso auf dem Festland liegt, gibt es für die Anreise nach Venedig nur die Möglichkeit, über Land nach Piazzale Roma oder zum Zugbahnhof Santa Lucia zu fahren.
Die günstigste Option ist der Zug. Vom Flughafen fahren zweimal stündlich Busse zum Bahnhof von Treviso, von wo der Regionalzug nach Venedig fährt. Diese Kombination kostet 7,7 Euro und die Fahrt dauert 1 Stunde und 10 Minuten.
Den Bus zu nehmen ist ebenfalls günstig und Du fährst ohne Umwege oder Umstiege direkt vom Flughafen in die Lagunenstadt. Es gibt zwei Buslinien, die nach Venedig fahren: ATVO und Barzi. Die ATVO-Linie braucht wegen der vielen Haltestellen bis zu 70 Minuten, während Barzi etwa 40 Minuten benötigt, um Piazzale Roma in Venedig zu erreichen. Ein ATVO-Ticket für Hin- und Rückfahrt kostet 22 Euro – die einfache Fahrt 12 – und der Barzi-Bus kostet 10 Euro die einfache Fahrt oder 18 Hin und Rückfahrt. Die Tickets kannst du an den Automaten in der Ankunftshalle kaufen. Vergiss nicht, dein ATVO-Ticket an dem Automaten an der Haltestelle zu entwerten, bevor du in den Bus einsteigst. Die Bushaltestellen findest du direkt vor der Ankunftshalle.
Website des Busunternehmens ATVO
Website des Busunternehmens Barzi
Die andere Möglichkeit, um vom Flughafen Treviso nach Venedig zu kommen, ist ein Landtaxi oder ein Autoservice zu nehmen. Den Taxistand findest du direkt nach dem Verlassen der Ankunftshalle im Flughafen. Die Fahrt zum Piazzale Roma in Venedig dauert etwa 30-45 Minuten.

Zwar konnte bisher kein motorisiertes Verkehrsmittel meine Ankunft mit dem Rennrad in Venedig übertreffen, nachdem ich, in München gestartet, fünf Tage lang über die Alpen geradelt bin, aber auf eine Zugfahrt nach Venedig freue mich dennoch immer noch.
Schon als Kind fand ich es faszinierend, in diesen wohnzimmerähnlichen Abteilen zu spielen und vor allem zu lesen, ab und zu einen Blick aus dem Fenster zu werfen und mich zu wundern, dass die Landschaft schon wieder ganz anders aussah als beim letzten Glotzen durch die Scheibe, und plötzlich war ich am Ziel und voller Aufregung hätte ich bestimmt mehrmals mein Gepäck im Abteil vergessen, wenn nicht meine Eltern oder aufmerksame Passagiere mich daran erinnert hätten.
Die Zufahrt nach Venedig ist für mich ein besonderes Erlebnis, die meine Vorfreude beim ersten Anblick der Lagune ansteigen lässt und der Bahnhof Santa Lucia kommt mir inzwischen wie ein vertrauter Reisebegleiter vor.
Die Anreise nach Venedig mit dem Zug ist sehr bequem: Der Hauptbahnhof ist Venezia Santa Lucia, einer der größten und verkehrsreichsten in ganz Italien, der im Zentrum liegt und direkt auf den Canal Grande führt.
Die anderen Bahnhöfe in der Stadt sind Venezia Mestre und Venezia Porto Marghera: beide liegen an der gleichen Strecke, aber dennoch auf dem Festland!
Regional-, Intercity- und Hochgeschwindigkeitszüge von Trenitalia und Italo fahren vom Bahnhof Venezia Santa Lucia ab: Es gibt mehr als 50 Züge, die Dich zum Beispiel täglich zum Mailänder Hauptbahnhof (in knapp 2 Stunden und 30 Minuten) oder etwa 30, die Dich nach Bologna in anderthalb Stunden bringen, aber es gibt auch direkte Züge zu wichtigen europäischen Hauptstädten wie Paris, Wien Hauptbahnhof und München Hauptbahnhof (in 7 Stunden mit Trenitalia und der Deutschen Bahn).
Innerhalb Italiens kannst Du von Venedig die bereits erwähnten Bahnhöfe in Mailand (Milano Centrale), Rom (Roma Termini) über Florenz (Firenze Santa Maria Novella) und Bologna, außerdem auch Genova und Neapel erreichen.
Die öffentlichen Verkehrsmittel in Venedig
Sobald Du den Zugbahnhof verlässt, eröffnen sich vor Dir der Canal Grande, der Ponte degli Scalzi und das charakteristische Bild der Lagunenstadt offenbart sich: Überall geschäftige Menschenschlangen, Touristen aus allen Ecken der Welt, die mit Straßenverkäufern um Selfie-Sticks oder bei schlechtem Wetter um Regenschirme feilschen und ein auf den ersten Blick chaotisches Treiben auf dem Wasser.
Sobald Du Dich in diesem Durcheinander orientiert hast, kannst Du Deinen Blick auf die vielen Vaporetto-Anlegestellen und Fahrkartenschaltern, die sich vor dem Zugbahnhof am Canal Grande befinden. Es gibt mehrere Vaporetto-Linien, die in verschiedene Richtungen fahren. Es ist also wichtig, zu wissen, welche Linie Du brauchst, um an Dein Ziel zu kommen.

Die Fahrkarten für das Vaporetto sind nicht günstig, deshalb solltest Du Dir im Voraus überlegen, welche Art von Fahrkarte für Deinen Aufenthalt am besten geeignet ist und ob Du eine Mehrtageskarte kaufen möchtest oder nicht.
Glücklicherweise sind die Verbindungen der Vaporetti sowohl in Google Maps, Bing Maps und Apple hinterlegt und falls Du eins der genannten Systeme zur Navigation verwendest, kannst Du dort nach der bestern Verbindung, die Dich ans Ziel bringt.
AVM/ACTV-Tickets können über die folgenden Verkaufskanäle erworben werden:

Links von der letzten Vaporetto-Anlegestelle vor dem Bahnhof Santa Lucia findest du einen Wassertaxi-Schalter. Um ein Wassertaxi zu nehmen, musst du dir zuerst einen Voucher am Schalter holen und dann zum Dock gehen, um das Dir zugewiesene Wassertaxi zu finden.
Es lässt sich nicht leugnen: Eine Gondelfahrt ist keine günstige Attraktion ist, aber ihr Charme ist so groß, dass es eine Schande wäre, Venedig zu besuchen, ohne sich eine Fahrt zu gönnen. Das wäre, als würde man nach Paris fahren und den Eiffelturm nicht sehen! Da der Preis mittelhoch ist, ist es besser, im Voraus genau zu wissen, welche Tour Du machen möchtest und in aller Ruhe die Tour auszuwählen, die Deinen Bedürfnissen am besten entspricht.
Ich empfehle Dir, die Gondelfahrt in voraus zu buchen, denn die Gondelfahrt ist eine der Top-Attraktionen, die jeder in Venedig machen will. Das führt oft zu langen Schlangen von Touristen, die an den Gondelanlegern warten.

Wenn du online buchst, vermeidest du diesen Ärger und kannst zur Abfahrtszeit der Tour am Treffpunkt erscheinen, ohne Zeit zu verlieren.
Der Preis für eine klassische Gondelfahrt liegt zwischen 80 und 100 Euro für eine private Gondelfahrt – die Gondel ist nur für dich, max. 6 Personen – tagsüber und dauert 30 Minuten. Die Preise für Nachttouren beginnen bei 100 Euro. Der Preis gilt pro Gondel und ist unabhängig von der Personenanzahl. Wenn du dir eine Gondelfahrt mit anderen Personen teilen möchtest, sinkt der Preis auf etwa 25 Euro pro Person.
Die Mindestpreise werden von dem Ente Gondola festgelegt, der Organisation, die sich für den Erhalt dieser traditionellen Form des Wassertransports und den Schutz des Berufsbildes des Gondoliere einsetzt, sodass es nicht viel Spielraum für Verhandlungen gibt. Ein Gondoliere, der bereit ist, über den Preis zu verhandeln, sollte die Alarmglocken läuten lassen: Er hat vielleicht keine Lizenz dafür.
Preis pro Gondel oder pro Person? Bei privaten Touren gilt der Preis pro Gondel und ändert sich nicht je nach der Anzahl der Teilnehmer an der Tour.

Wenn eine private Gondeltour Dein Budget sprengt, Du aber nicht auf den Blick auf Venedig vom Wasser aus verzichten willst, ist eine kurze Tour auf dem Traghetto die Lösung für Dich: Weniger romantisch als eine Gondel, aber viel günstiger, kannst Du bei dieser Tour die Stadt aus demselben Blickwinkel wie eine Gondel sehen, also auf dem Wasser.
Eine Last-Minute-Lösung für Low-Cost-Reisende, die von den Kosten einer sehr touristischen Stadt wie Venedig bereits erschöpft sind, ist das Traghetto oder Paradegondel, eine größere Gondel, die von einem Ufer des Canal Grande zum anderen fährt und es Dir ermöglicht, schneller von einem Sestiere Venedigs zum anderen zu gelangen.
Das Traghetto besteht aus einer großen und breiten Paradegondel, die von zwei Gondolieri gesteuert wird und von einer Seite des Canal Grande zur anderen fährt. Geh einfach zur Haltestelle (“Stazio”) und warte, bis die Gondel abfährt, um dich abzuholen oder auf die andere Seite zu bringen. Es ist eine sehr bequeme Art, das Wasser vom Canal Grande zu überqueren: So vermeidest Du oft lange Fußmärsche oder teure ACTV-Tickets.
Es gibt aktuell vier offene Übergänge (“stazi”): Dogana und Santa Maria del Giglio im Süden, San Tomà und Riva del Vin/Riva del Carbon in der Mitte südlich von der Rialtobrücke und Santa Sofia im Norden. Die meisten Traghetti fahren von 9 bis 18 Uhr, das Traghetto Carbon fährt allerdings nur von 9 bis 12 Uhr unter der Woche und sonst gar nicht. Aktuelle Infos gibt es hier.
Das Traghetto ist ein sehr authentisches Erlebnis: Es wird tatsächlich immer noch von den Venezianern benutzt, um den Canal Grande zu überqueren.

Wahrscheinlich ist Dein Hotel oder Deine Wohnung nur 10-20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt, da es nur wenige Ecken Venedigs gibt, die weiter weg liegen. Es ist auf jeden Fall ratsam, leichtes Gepäck zu packen, wenn Du nach Venedig reist, vor allem, wenn Du Dein Gepäck zu Fuß zu deinem Hotel bringen willst!
Du solltest auf keinen Fall mit dem Auto nach Venedig fahren! Wenn Du mit dem Auto in Venedig ankommst, musst du planen, zum Piazzale Roma zu fahren und dort für einen Parkplatz zu bezahlen. Anschließend nimmst du eines der oben beschriebenen Verkehrsmittel, um zu deinem Hotel oder deiner Wohnung zu gelangen. Weiter als Piazzale Roma kommst Du mit dem Auto leider nicht.
Die Parkhäuser am Piazzale Roma liegen am nächsten zum Stadtzentrum von Venedig und sind auch am teuersten – ca. 50 Euro am Tag. Günstigere findest Du beim Hafen weiter im Westen; die Kosten dort betragen 30 Euro oder mehr am Tag.
Es ist zwar möglich, günstigere gebührenpflichtige Parkplätze in Mestre zu finden, aber meine Empfehlung ist, bei einem der kleinen Bahnhöfen entlang der Strecke der vielen Regionalzügen zu parken und von dort aus den Zug nach Venezia Santa Lucia zu nehmen.

Wie Du vielleicht schon gemerkt hast, schwimmt das Transportsystem in Venedig auf dem Wasser. Viele Reisende steigen in ein Vaporetto ein und hoffen, dass es an den richtigen Ort fährt. Im Gegensatz zu einem Bus können die Fahrer Dich nicht überall aussteigen lassen und Du könntest auf eine tragisch lange Schleife in die falsche Richtung geraten. Studiere die Karte oder das Navigationssystem und befrage die Angestellten der öffentlichen Verkehrsmittel in Venedig.
Ich hoffe, dass dieser Leitfaden nützlich sein wird und dazu beiträgt, dass Du Deinen Besuch in Venedig besser erleben kannst.
Die öffentlichen Verkehrsmittel in Venedig einfach erklärt: Wasserbusse (WVaporetti”), Wassertaxis und viel mehr auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
Posted on January 9, 2022
Das Besondere am Karneval in Venedig sind die farbenprächtigen Masken, die es gestatten, die eigene Persönlichkeit zu verstecken und in eine neue Rolle zu schlüpfen. Die fantasiereichen Kostüme sind Kunstwerke und zu eben diesen Preisen in Venedig zu kaufen. Der Karneval in Venedig hat eine Jahrhunderte alte Tradition; bereits Casanova liebte das bunte Treiben, bei dem er sich seinen Gelüsten unerkannt hingeben konnte. Ein wenig ist von dem bunten Zauber heute übrig geblieben, wenn Venedig und seine Gäste sich für ein paar närrische Tage verwandeln.
Mehr zu Venedig findest Du hier.

Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.
Die Stadtverwaltung von Venedig hat bestätigt, dass der Karneval 2022 stattfinden wird, wobei die großen, öffentlichen Veranstaltungen auf dem Markusplatz bei einer hohen Covid19-Inzidenz womöglich ausfallen werden, z.B. der Engelsflug oder die Preisverleihungen für die besten Kostüme.
Der diesjährige Karnevals von Venedig beginnt offiziell am 12. Februar 2022 und endet am Dienstag, den 1. März 2022.
Auf dieser Seite findest Du das vollständige Programm mit vielen interessanten Terminen und Veranstaltungen.
Ich empfehle Dir, im Voraus zu buchen, da viele der Veranstaltungen bereits ausverkauft sind!

Damit Du für Venedig bestens vorbereitet bist, findest Du hier meine persönliche Packliste für die Lagunenstadt, mit all dem, was im Reisegepäck nicht fehlen sollte.
Literatur über Venedig
Die Lektüre von Büchern über Venedig kann deine Erfahrung beim Besuch der Stadt in vielerlei Hinsicht verbessern:
Insgesamt kann die Lektüre von Büchern über Venedig zu einem besseren Verständnis und einer größeren Wertschätzung der Stadt führen, so dass du einen erfüllteren und angenehmeren Besuch erleben kannst.
Der offizielle Karneval dauert 10 Tage und beginng am Sonntag, dem 20. Februar, um 11 Uhr mit dem “Engelsflug” über dem Markusplatz. Währenddessen erklingt normalerweise Lifemusik und Konfetti regnen von oben, während bunte Luftballons in den Himmel steigen. Vom Markusturm schwebt der “Engel” zum Dogenpalast herab.
Die wichtigsten Termine vom 12.02. bis 01.03.2022 – ich versuche, etwaige Änderungen zeitnah einzutragen:
Um 14:30 beginnt der Umzugs der Festa delle Marie in Via Garibaldi. Um 15 Uhr erreicht er den Markusplatz, auf dem um 16 Uhr die zwölf schönsten Mädchen im Theater Gran Teatro di San Marco gewählt werden.
Er beginnt um 11:00 Uhr auf dem Markusplatz. Um 12 Uhr wird die Karnevalswoche in Venedig offiziell eröffnet.
In einem Hotel auf Venedig zu übernachten ist die perfekte Möglichkeit, um alles zu genießen, was die Lagunenstadt zu bieten hat. Dann kannst Du spätabends und frühmorgens die Insel erkunden, wenn die meisten Touristen bereits abgereist sind!
Inzwischen benutze ich bevorzugt Booking.com, um die passende Unterkunft für meine Reisen zu finden. Die Bewertungen anderer Reisenden helfen mir, herauszufinden, welches Hotel am besten zu mir passt. Das Hotel Rialto* ist meine erste Wahl, wenn ich in Venedig ein Hotel brauche: Es befindet sich im Zentrum Venedigs, direkt bei der Rialtobrücke, und von dort ist jede Ecke der Stadt in kürzester Zeit erreichbar.
Die Lage dieses 4-Sterne-Hotel ist ideal, um die Stadt zu erkunden und zu entdecken. Stell Dir vor, Du sitzt am Fenster deiner Junior Suite und bewunderst die Rialtobrücke. Unter dem Brückenbogen überqueren ständig Gondeln und Boote den Canal Grande und die Vaporetti halten nur wenige Schritte vom Hotel entfernt, um ganz Venedig zu Dir zu bringen.

Die Geschichte und die Ursprünge des Karnevals von Venedig sind Themen, die viel Faszination und Begeisterung auslösen. Ein Blick darauf lässt uns erfahren, wann und wie dieses außergewöhnliche Ereignis entstanden ist, wie sich Masken und Kostümen im Laufe der Zeit entwickelt haben, welche kuriosen Anekdoten und historischen Fakten den Carnevale di Venezia geprägt haben…
Der Karneval gehört zu den wichtigsten Ereignissen in der Region Venetien, und ist wahrscheinlich das wichtigste und berühmteste Fest Venedigs. Der Karneval, der Touristen aus aller Welt in die Lagunenstadt lockt, verwandelt die Stadt jedes Jahr in einen Potpourri aus Festlichkeit und Vergnügen, begleitet von einer Reihe an Unterhaltungs-, Gastronomie- und Musikveranstaltungen.
Willst Du mehr zum Karneval in Venedig, seiner Ursprünge und seiner Entwicklung lernen? Dann empfehle ich Dir diesen Blogartikel zum Thema: Die Geschichte des Karnevals von Venedig.
Woran das Marienfest erinnert und seit wann es gefeiert wird, erfährst Du in diesem Blogartikel: Das Marienfest – die Festa delle Marie in Venedig.
Der Karneval in Venedig, wie er heute gefeiert wird, wurde erst 1979 wiederbelebt. Ausgelöst wurde er durch den Film „Casanova” von Federico Fellini von 1976. Besonders die Tourismusbranche sah großes Potenzial in der Wiederbelebung. Dieses sich zum touristischen Spektakel entwickelte Ereignis hat aber mit dem historischen Karneval kaum noch etwas gemeinsam.

Einen hohen Stellenwert nehmen die Karnevalsmasken ein, die ebenfalls antike Tradition besitzen und nicht nur zum Karneval selbst getragen wurden.
Die Karnevalsmasken waren erlaubt von Tag des S. Stefano (26. Dezember) an, dem Tag an dem der Carnevale Veneziano begann bis Mitternacht des “Martedì Grasso” (Faschingdienstag), der den Karneval beendete. An kirchlichen Feiertagen war das Maskentragen allerdings verboten.
Aber auch an weiteren Tagen im Jahr sowie zu offiziellen Banketten und großen Festen der Seerepublik Venedig, genannt die Serenissima, war das Maskentragen erlaubt. Die Karnevalsmaske bot Schutz vor indiskreten Blicken vor den Schuldnern oder den als Bettlern verkleideten “nobiluomini”, den verarmten Patriziern, die an der Straßenecke um Almosen bettelten.

Der Karneval Venedig wird am Samstag mit dem Festa delle Marie und den 12 Mädchen in den schönsten Kostümen der Renaissance im “Gran Teatro” in Piazza San Marco eingeleitet. Am Sonntag findet die offizielle Eröffnung mit dem Engelsflug vom Glockenturm Campanile di San Marco statt.
Der gesamte venezianische Carneval wird von traditionellen Speisen und vorzüglichen Getränke begleitet, von der Eröffnung am Samstag, dem 12. Februar sowie allen venezianischen Festen.
Am Samstagabend und Sonntag findet der historische Umzug mit geschmückten Booten in den Kanälen statt. Die Tradition der venezianischen Ruderboote steht in enger Verbindung mit dem Karneval. Zugleich kann das Publikum entlang des Rio di Cannaregio Kostproben der venezianische Küche probieren.





Historisch gesehen geht der Engelsflug auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück, als ein junger Osmane an einem Seil vom Glockenturm des Markusdoms zum Dogenpalast lief, um ihm zu huldigen. Im Jahr 1759 musste diese Tradition, die seit zwei Jahrhunderten bestand, aufgrund eines tragischen Vorfalls unterbrochen werden, bei dem der Akrobat während des Engelsflugs starb.
Etwa drei Jahrhunderte lang wurde der Engelsflug durch den Flug der Taube ersetzt, bei dem eine hölzerne Taube den Seiltänzer ersetzte und Konfetti und Blumen über die Menge auf dem Markusplatz verteilte.
Im Jahr 2001, also erst kürzlich, wurde der traditionelle Volo dell’Angelo (Engelsflug) mit akrobatischen Darbietungen berühmter Persönlichkeiten aus der Welt der italienischen Unterhaltung und des Sports wieder ins Leben gerufen. Seit 2010 sind die Akrobaten des venezianischen Karnevals die Gewinner des Wettbewerbs Festa delle Marie, der schönsten Maske der aktuellen Ausgabe des Karnevals von Venedig.
Aufgrund des Erfolgs des Volo dell’Angelo (Engelsflug) wird seit 2013 ein weiterer akrobatischer Flug über die festliche Menge auf dem Markusplatz zum Karneval organisiert: der Volo dell’Aquila (Adlerflug).
Bei früheren Ausgaben des Adlerflugs flogen italienische Sportlerinnen in Kostümen über den Markusplatz, zum Beispiel die Eiskunstlaufmeisterin Carolina Kostner und die paralympische Sportlerin und TV-Persönlichkeit Giusy Versace.
Der Svolo del Leon ist eine Feier zu Ehren des geflügelten Markuslöwen, dem Symbol Venedigs, der ausnahmsweise den Campanile erklimmt und auf einer großen Leinwand über dem Publikum auf dem Platz schwebt.
Posted on January 9, 2022
Die Festa delle Marie in Venedig ist eine der wichtigsten Veranstaltungen des venezianischen Karnevals: Sie inszeniert die berühmte Entführung sowie die darauffolgende Rettung von zwölf Bräuten, die sich in Venedig zur Zeit des Dogen Candiano III. im Jahr 943 ereigneten.
Seit dem neunten Jahrhundert war in Venedig Brauch, am 2. Februar, dem Fest der Reinigung Mariens, alle Paare zu segnen, die im Laufe des Jahres heiraten sollten. Unter den Teilnehmern der Segnung, die in der Kirche San Pietro di Castello stattfand, wurden die zwölf ärmsten Frauen ausgewählt.
Sie wurden in prächtige Kleider gekleidet und mit kostbarem Schmuck geschmückt, der aus den wichtigsten Kirchen der Stadt entliehen wurde. Während der Zeremonie beschenkten die reichen venezianischen Familien der Stadt die jungen Damen mit Spenden; der Doge lieh ihnen manchmal sogar Juwelen aus der Schatzkammer vom Sankt Markus-Dom.

Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.
Im Jahr 943 kamen jedoch Piraten aus Istrien nach Venedig und sie entführten alle Bräute, um sie ihres Schmuckes zu berauben und sie selbst als Bräute zu nehmen. Zusammen mit einer Gruppe tapferer Männer verfolgte der Doge die Piraten, und in der Nähe von Caorle, 60 km nord-östlich von Venedig, holten die Venezianer sie ein und befreiten die zwölf Bräute, um sie sicher nach Venedig zurückzubringen. In Caorle wurden alle Piraten getötet und ihre Leichen ins Meer geworfen, damit niemand ihrer gedenken konnte. Zu Ehren der Damen wurde der Hafen, in dem sie gerettet wurden, “porto delle donzelle” genannt und er heißt immer noch so.
Um der Rettung zu gedenken und der heiligen Maria für den glücklichen Ausgang zu danken, rief der Doge die Festa delle Marie in Venedig ins Leben, die jedes Jahr mit einer schönen Prozession durch die Stadt gefeiert wird, um allen die Schönheit der Mädchen und ihrer eleganten Kleider zur Schau zu stellen, die von der venezianischen Aristokratie unterstützt wurden. Zusammen mit der Prozession organisierte der Doge auch Regatten, Feste und weitere Veranstaltungen, um Venedig jedes Jahr ein achttägiges Fest zu bescheren.
Das ursprüngliche Fest wurde viele Jahrhunderte lang abgehalten, bis 1349, dann wurden die Damen durch Holzfiguren verkörpert. Diese Entscheidung wurde getroffen, weil die Venezianer, und nicht nur sie, mehr daran interessiert waren, die Bräute zu umwerben, als religiöse Zeremonien zu befolgen. Die Entscheidung wurde bald ziemlich unpopulär und vor allem die männliche Bevölkerung reagierte mit Empörung und Zorn auf die Ersetzung, denn die Bürger begannen, die Figuren mit Gegenständen und Gemüse zu bewerfen.
Im selben Jahr (1349) musste die Republik Venedig ein Gesetz erlassen, das vorsah, dass jeder, der Gemüse auf den Umzug der Holzfiguren warf, mit einer Freiheitsstrafe bestraft wurde, was jedoch das Ansehen des Marienfestes nur noch weiter schwächte. Dreißig Jahre später (1379) wurde das Marienfest in Venedig endgültig abgeschafft.
Aus diesen Episoden stammt eine in Venedig verbreitete Redensart: Die Venezianer sagen immer noch Maria de Tola (wörtlich: Maria das Holzbrett), um auf eine kühle, distanzierte Frau hinzuweisen.

Die Festa delle Marie geriet jedoch allmählich in Vergessenheit, bis Bruno Tosi, ein bekannter venezianischer Journalist und Kulturkritiker, beschloss, das Fest wieder aufleben zu lassen und 1999 machte er zu einer der Eröffnungsveranstaltungen des Karnevals von Venedig. Die Schönheit der Damen und ihrer Kleider war in der Tat ideal, um dem Karneval einen idealen Start zu geben.
Bei der modernen Version werden aus den Bewerberinnen, die entweder in Venedig geboren oder in der Lagunenstadt ansässig sein müssen, zwölf Mädchen von einer Jury ausgewählt, und der Umzug mit mehr als 300 Teilnehmern zieht von San Pietro di Castello zum Sankt Markus-Dom. Das Ereignis ist fantastisch, denn alle Kleider und Ornamente entsprechen den Originales der Renaissance. Auf der Piazza San Marco wird dann die Maria des Jahres von der Jury gekürt.
Mehr zur diesjährigen Festa delle Marie in Venedig sowie zum berühmten Karneval von Venedig 2022 findest du hier.
Mehr zu Venedig findest Du hier.
Die offizielle Webseite der Festa delle Marie in Venedig lautet: https://www.festadellemarie.com. Offizielle Informationen zum Karneval von Venedig findest Du dagegen hier: https://www.carnevale.venezia.it/en.
Posted on January 9, 2022
Die Geschichte und die Ursprünge des Karnevals von Venedig sind Themen, die viel Faszination und Begeisterung auslösen. Ein Blick darauf lässt uns erfahren, wann und wie dieses außergewöhnliche Ereignis entstanden ist, wie sich Masken und Kostümen im Laufe der Zeit entwickelt haben, welche kuriosen Anekdoten und historischen Fakten den Carnevale di Venezia geprägt haben…
Der Karneval gehört zu den wichtigsten Ereignissen in der Region Venetien, und ist wahrscheinlich das wichtigste und berühmteste Fest Venedigs. Der Karneval, der Touristen aus aller Welt in die Lagunenstadt lockt, verwandelt die Stadt jedes Jahr in einen Potpourri aus Festlichkeit und Vergnügen, begleitet von einer Reihe an Unterhaltungs-, Gastronomie- und Musikveranstaltungen.
Mehr zu Venedig findest Du hier.

Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

Die historischen Ursprünge des Karnevals von Venedig liegen in zwei antiken Traditionen: den lateinischen Saturnalien und den griechischen dionysischen Kulten. Das waren zwei religiöse Feste, bei denen Masken und symbolische Darstellungen eine große Bedeutung spielten.
Die Ursprünge und die Bedeutung des Karnevals von Venedig sind von diesen Traditionen inspiriert, die sie für ihre eigenen Zwecke umgestaltet haben. Bei den Saturnalien im alten Rom wurde die soziale Ordnung umgestürzt, und Sklaven und freie Bürger strömten in die Stadt, um bei lauter Musik und im wilden Tänzen zu feiern. Bei den griechischen Dionysien sollten Prozessionen und Theateraufführungen die Menschen mit der Natur vereinen und eine Harmonie höherer Ordnung erstellen, frei von den vom Menschen geschaffenen sozialen Konventionen.
Venedig interpretierte daher die antiken griechischen und römischen Feste neu, um den Bedürfnissen der damaligen neuen Ordnung gerecht zu werden, die den Karneval förderte, um der Bevölkerung, insbesondere den unteren Schichten, eine Möglichkeit zum Vergnügen und Feierns bot. Im venezianischen Karneval garantierten Masken völlige Anonymität, eine Art Nivellierung der sozialen Unterschiede, die es den Bürgern manchmal sogar erlaubte, Verwaltung und Aristokratie öffentlich zu verspotten.
Literatur über Venedig
Die Lektüre von Büchern über Venedig kann deine Erfahrung beim Besuch der Stadt in vielerlei Hinsicht verbessern:
Insgesamt kann die Lektüre von Büchern über Venedig zu einem besseren Verständnis und einer größeren Wertschätzung der Stadt führen, so dass du einen erfüllteren und angenehmeren Besuch erleben kannst.

Diese großzügige und kurzweilige Erlaubnis war ein Ventil für die Spannungen und Missstimmungen, die in der Gesellschaft aufgrund der strengen Grenzen, der grundfest christlichen Moral und der öffentlichen Ordnung entstanden.
Der Ursprung des Wortes Karneval lässt sich bis zu einem Dokument des Dogen Vitale Falier aus dem Jahr 1094 zurückverfolgen, in dem es zum ersten Mal verwendet wird, wenn es um öffentliche Unterhaltung geht.
Die Geschichte des Karnevals in Venedig als offizieller Feiertag begann jedoch erst im Jahr 1296, als ein Edikt des Senats der Republik den Tag vor Beginn der Fastenzeit zum Feiertag erklärte. Viele Jahrhunderte lang wurde der Karneval in Venedig sechs Wochen lang, vom 26. Dezember bis zum Aschermittwoch, auf den Hauptplätzen der Stadt, der Riva degli Schiavoni und dem Markusplatz, gefeiert.

Doch schon bald hatten der ursprüngliche Zweck des Karnevals und der eigentliche Sinn des Festes, Spannungen und Unzufriedenheit abzubauen, eskalierte, um den gegenteiligen Effekt zu erreichen. Die Möglichkeit, seine Identität unter typisch venezianischen Masken und ausgefallenen Kostümen vollständig zu verschleiern, förderte immer mehr Diebstähle, Raubüberfälle und Belästigungen verschiedener Art. Diese schwerwiegenden Exzesse zwangen die Stadtverwaltung Venedigs dazu, eine lange Reihe von Dekreten zu erlassen, um den Missbrauch und die betrügerische Verwendung von Masken und Kostümen in der Lagunenstadt einzuschränken; Maßnahmen, die nach und nach das eigentliche Wesen des Karnevals und seine Ursprünge von Freiheit und Gleichheit untergruben.

Die schlimmste Zeit war die nach Sonnenuntergang, wenn Dunkelheit und Verkleidung Verbrechen aller Art möglich machten. 1339 wurde verboten, sich nachts mit Masken und Karnevalskostümen in Venedig zu bewegen. Ein weiterer Missbrauch, der eingedämmt werden musste, betraf die Möglichkeit für Männer, Frauen- oder Ordenskleidung zu tragen, um in Kirchen, Klöster oder Stifte einzubrechen und unanständige Handlungen zu begehen. Im Januar 1458 wurde es verboten, heilige Orte mit Masken zu betreten. Wegen der Gefahren für die öffentliche Sicherheit, Waffen oder andere gefährliche Gegenstände unter der Karnevalskleidung zu verstecken, wurden zahlreiche behördliche Verordnungen erlassen, die das Mitführen solcher gefährlichen Gegenständen verboten.
Im 18. Jahrhundert wurde der Karneval in Venedig zu einem echten Kulturevent und war in ganz Europa bekannt. Der prestigeträchtige Karneval von Venedig, der jedes Jahr Tausende von Besuchern anlockt, erreichte zu dieser Zeit seinen größten Glanz und seine internationale Anerkennung: Die überschäumende und grenzüberschreitende Atmosphäre, die Commedia dell’arte und die Masken, außergewöhnliche Shows und die öffentliche Spielbank machten Venedig zum “Magneten Europas”.

Mit dem Sturz der Serenissima im Jahr 1797 wurden die Karnevalskostüme endgültig verboten, mit Ausnahme von privaten Festen in venezianischen Palästen sowie dem exklusiven und elitären Ballo della Cavalchina im luxuriösen Theater La Fenice. Das verpasste dem Karnevals in Venedig einen schweren Rückschlag, und eine lange Phase des Niedergangs folgte, die zum allmählichen Aussterben aller damit verbundenen Festlichkeiten führte. Der letzte historische Karneval in Venedig geht auf dieses Jahr (1797) zurück. Die Eroberung Venedigs durch Napoleon bedeutete das Ende ihrer langen Unabhängigkeit und die Abschaffung der zahllosen Traditionen, auch des venezianischen Karnevals, für etwa zwei Jahrhunderte.

Erst 1967 wurden wieder Feiern mit Masken– und Kostümumzügen organisiert, die die Geschichte und die Traditionen des Karnevals von Venedig wieder aufleben ließen. 1979 wurde zum ersten Mal ein Programm erstellt, das die Venezianer selbst in die Feierlichkeiten einbezog und damit zu den Ursprüngen des Karnevals von Venedig zurückkehrt. Die neue Formel wurde zu einem Erfolg, der nun schon seit über vierzig Jahren anhält.
Mehr zum kommenden Karneval von Venedig findest du hier:
Die offizielle Webseite des Karnevals von Venedig lautet: https://www.carnevale.venezia.it/en.
Die Festa delle Marie in Venedig ist inzwischen eine der wichtigsten Veranstaltungen des venezianischen Karnevals: Sie inszeniert die berühmte Entführung sowie die darauffolgende Rettung von zwölf Bräuten, die sich in Venedig zur Zeit des Dogen Candiano III. im Jahr 943 ereigneten.
1999, als die Festa delle Marie in die Karnevalszeit fiel, organisierte das European Consortium of Historical Reenactments (C.E.R.S.) das Marienfest auf dem Markusplatz mit dem Ziel, dieses traditionelle und sehr besondere Fest wieder aufzuführen. Seitdem wird das Fest der Marien jedes Jahr im Karneval wiederholt, mit der Preisverleihung am letzten Tag der Veranstaltung für die Maria des Jahres.
Mehr zur Entstehung des Marienfests kannst Du hier erfahren.
Posted on November 22, 2020
In diesem Post verrate ich Dir meine fünf fotografischen Lieblingslocations in Venedig, Italien, die ich im Laufe der letzten Jahre entdeckt und immer wieder besucht habe. Den vorherigen Post über Venedig und wie Du in der Stadt am besten zurechtkommst, findest Du hier. (Öffnungszeiten und Preise wurden von mir zuletzt am 10.11.2020 überprüft und aktualisiert.)
Mehr zu Venedig findest Du hier.

Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.
Das Luxus-Einkaufszentrum am Canal Grande, in einem antiken Palast aus dem dreizehnten Jahrhundert, bietet nicht nur drei Stockwerke voller unbezahlbarer Markenartikel inmitten des ältesten Teils Venedigs, sondern auch den kostenlosen Besuch der Dachterrasse mit atemberaubendem Blick auf den Kanal und die Rialtobrücke. Dies ist allerdings nur nach vorheriger Buchung möglich: Es werden 15-minütige Slots von 10:30 bis 18:30 angeboten.
Tipp: Buche zwei Slots hintereinander. Du kannst beide Buchungen bei der ersten Kontrolle vorzeigen, damit Du beim „Schichtwechsel“ auf der Dachterrasse bleibst und nicht wieder in die Wartehalle geschickt wirst. So hast du die Terrasse eine oder zwei Minuten nur für dich und deine Fotos; Stative waren bisher übrigens erlaubt.
Der Name deutet darauf hin, dass das Gebäude im Spätmittelalter und in der Renaissance als Niederlassung deutschsprachiger Händler und Handwerker diente; sogar die Fugger hatten eine Handelsvertretung hier. Die Räumlichkeiten weisen heute immer noch Zeichen und Wappen verschiedener Händler auf, die auf Säulen, Regalen, Fenstern, Wänden, Fassaden und Sockeln eingraviert wurden, um den Raum für sich zu beanspruchen.




Die wunderschöne und recht überschaubare Insel südöstlich von San Marco diente schon den Malern der Renaissance als Inspiration und Motiv für ihre Bilder, da die majestätische und imposante Fassade der Basilika auf dem Wasser der Lagune sehr gut von der Piazzetta San Marco zu sehen und der Ausblick wirklich sehr malerisch ist. Bis zum elften Jahrhundert war auf der Insel jedoch nur eine kleine Kirche aus Holz; erst im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte wurde erst das angrenzende Kloster und später, im 16 Jahrhundert, auch die Basilika gebaut, wie wir sie heute kennen.
Der aktuelle Glockenturm stammt aus dem Jahre 1791, da der ursprüngliche 1774 stürzte. Er gehört zu den höchsten Türmen der Stadt und bietet einen fantastischen Blick auf die Altstadt Venedigs, besonders auf den Markusplatz und auf Santa Maria della Salute, da keine Gebäuden die Sicht beeinträchtigen. Den Glockenraum erreicht Du in einem gläsernen Aufzug und Du kannst so während der Fahrt nach oben noch das Gerüst der alten Holztreppe im Inneren des Glockenturms sehen, ohne Gefahr zu laufen, dass die modernden Stufen plötzlich beim Hochgehen zusammenbrechen.

Santa Maria della Salute und der Sankt Markus-Glockenturm im Sonnenuntergang, von San Giorgio Maggiore aufgenommen.
Tipp: Kleine Stative konnten bisher problemlos aufgestellt und für Zeitrafferaufnahmen oder Langzeitbelichtungen verwendet werden.
Der Glockenturm ist offen von 9:00 bis 19:00 von April bis Oktober (letzte Eintrittsmöglichkeit um 18:30), von November bis März von 8:30 bis 18:00 (letzte Eintrittsmöglichkeit um 17:30). Der Eintritt für den Glockenturm kostet 6 Euro – die Kirche kann kostenfrei betreten werden.
Vorsicht beim Glockenschlag, es kann richtig laut werden!




Die Rialtobrücke ist die älteste der vier Brücken, die heutzutage über den Canal Grande führen, und bis ca. 1850 war sie sogar die einzige, um von einem Ufer des Kanals zum anderen zu kommen. Sie ist die dritte Brücke, die an dieser Stelle errichtet wurde, denn beide vorherigen brachen in sich zusammen. Im 16. Jahrhundert fanden mehrere Ausschreibungen statt, an denen namhafte italienische Architekten teilnahmen, und 1588 gewann das Projekt von Antonio da Ponte; ausschlaggebend war seine Idee, die Brücke auf nur einem Bogen zu stützen, statt auf mehreren, um den Schiffsverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
Auf der Brücke befinden sich viele Geschäfte; die meisten von ihnen verkaufen Luxuswaren wie Juwelen, Uhren oder Murano-Glas. Schon auf der ersten Holzbrücke 1250 befanden sich Geschäfte; damals finanzierte die Stadt aus den Mieteinnahmen der Räumlichkeiten die Wartungsarbeiten an der Brücke.
Fun Fact 1: Die Miete für ca. 16m² auf der Brücke (8m² Erdgeschoss, 8m² 1. OG) beträgt ungefähr 5.000 Euro/Monat.
Die Lage der Brücke erlaubt es, die großartige Sonnenuntergangsstimmung bei Abenddämmerung über dem Canal Grande Richtung Südwesten fotografieren zu können; der rötliche Himmel und die letzten Sonnenstrahlen spiegeln sich auf dem Wasser und beleuchten die hellen Paläste an den Seiten des Kanals mit warmem Licht. Dabei fehlt es in Venedig ganz sicher nicht an romantischer Stimmung, aber beim Sonnenuntergang ist die Stadt noch schöner.
Auf der Brücke gibt es noch die Möglichkeit, lustige und spannende Zeitraffervideos zu drehen, da die vielen Wasserfahrzeuge sich in sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen und auf der Aufnahme wird dies noch stärker hervorgehoben.
Einige Dutzend Meter westlich der Brücke befindet sich der Rialtomarkt, der seit über tausend Jahren dort angesiedelt ist und im Laufe der Jahrhunderte sogar bis an die Ufer des Kanals bei der Brücke reichte. Inzwischen erfüllt der Markt keine Versorgungsfunktion mehr, sondern hat vielmehr einen folkloristischen Charakter, vor allem der Fischmarkt in den Hallen der Pescheria di Rialto ist eine beliebte touristische Anlaufstelle. Die antik wirkende Markthalle ist übrigens erst 1907 nach gotisch-venezianischen Stil erbaut worden, und dem Laien – also mir – war dies nie aufgefallen.
Fun Fact 2: Im Mittelalter durften nur gebürtige Venetianer, die das 50. Lebensjahr bereits bestritten und mindestens 20 Jahre selbst gefischt hatten, Fisch verkaufen.



Der Platz von San Marco bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten, einige von ihnen sind Dir bestimmt bekannt, andere womöglich noch nicht. Der Besuch des Markusplatz ist für mich bei jedem Aufenthalt in Venedig “Pflicht”.
Der Glockenturm vom Markusplatz ist wahrscheinlich das bekannteste Wahrzeichen Venedigs. Durch seine imposante Höhe (99m) überragt er jedes Gebäude der Lagunenstadt um einige Dutzend Meter und selbst Goethe war auf seiner Italienreise von der Aussicht vom Turm beeindruckt:
Aus Goethes Italienischer Reise:
Als ich ihn [den Stadtplan Venedigs] einigermaßen studiert, bestieg ich den Markusturm, wo sich dem Auge ein einziges Schauspiel darstellt. Es war um Mittag und heller Sonnenschein, daß ich ohne Perspektiv Nähen und Fernen genau erkennen konnte. Die Flut bedeckte die Lagunen, und als ich den Blick nach dem sogenannten Lido wandte (es ist ein schmaler Erdstreif, der die Lagunen schließt), sah ich zum erstenmal das Meer und einige Segel darauf. In den Lagunen selbst liegen Galeeren und Fregatten, die zum Ritter Emo stoßen sollten, der den Algierern den Krieg macht, die aber wegen ungünstiger Winde liegenbleiben. Die paduanischen und vicentinischen Berge und das Tiroler Gebirge schließen zwischen Abend und Mitternacht das Bild ganz trefflich schön.
Ein Aufzug bringt alle Besucher von der Basis zum Glockengeschoss in weniger als einer Minute und ohne jegliche Anstrengung, so dass Du dich auf den 360°-Panoramablick konzentrieren kannst. Übrigens sollen auch Menschen, die an Höhenangst leiden, den Blick genießen können, da es von oben nicht möglich ist, direkt zum Sockel runter zu schauen.
Der Glockenturm ist im Sommer von 9 bis 21 Uhr für Besucher offen, im Winter von 9:30 bis 15:45, sonst von 9 bis 19 Uhr. Der letzte Einlass ist eine Stunde vor Schluss, und trotz aller italienischer Gemütlichkeit wird das auch streng eingehalten. Ich wurde am Ticketschalter schon mal abgewiesen, weil ich ein paar Minuten zu spät da war. Der volle Preis beträgt 8 und der ermäßigte 4 Euro.
Der Markusplatz ist an drei Seiten von den Gebäuden der Prokuratie umschlossen, der mittelalterlichen Baubehörde, die im Verlauf der Jahrhunderte immer mehr Bedeutung und Einfluss gewann. Im Norden befinden sich die alten Prokuratie (Procuratie vecchie), im Süden die neuen (Procuratie nuove) und im Osten ist der Napoleonische Flügel (Ala napoleonica), der unter Napoleon erbaut wurde. Auf der Ostseite befinden sich Markusdom und Glockenturm.
Die Kirche wurde vom Doge Giustiniano Partecipazio in Auftrag gegeben, als 828 zwei venezianische Händler aus Alexandria in Ägypten die Reliquien vom Heiligen Markus schmuggelten. Mehrere Neubauten folgten, die letzte große Renovierung erfolgte 1231 nach einem verheerenden Brand.
Die Basilika ist in vielerlei Hinsichten einzigartig, denn zum einen finden sich hier viele architektonische Besonderheiten – im Inneren sind alle Wände und Decken ausschließlich von Mosaiken geschmückt, Fresken wirst Du vergeblich suchen; die Kirche weist einen seltenen romanischen Stil mit byzantinischen Einflüssen -, zum anderen war die Kirche Mittelpunkt des sozialen und politischen Lebens der venezianischen Republik und alle wichtigen Ereignisse, angefangen bei den vielen religiösen Veranstaltungen bis hin zu der Wahl des Dogen, fanden in der oder um die Kirche statt. Diese Funktion spiegelt sich nicht nur in den vielen Kunststücken, sondern auch in der Architektur wider.
Außerdem beherbergt das Museum der Kirche viele Schätze: die Originalpferde von San Marco (auch: Quadriga marciana, Quadriga des Markusdoms genannt) – auf der Loggia befinden sich lediglich Kopien davon – und die alte Bedeckung des goldenen Altarbildes, auf der Paolo Veneziano im 14. Jahrhundert die Geschichte des Heiligen Markus malte.
Der Glockenturm gilt noch heute als Geheimtipp, um einen Blick auf den Markusplatz zu werfen, ohne beim Einlass der Basilika oder des Glockenturms anzustehen, denn trotz seiner hervorragenden Lage wirkt der relativ hohe Preis oft abschreckend: 12 Euro pro Person werden nämlich für den Eintritt verlangt. Dafür kannst Du nicht nur den kompletten Markusplatz von oben überblicken – sogar von weiter oben als von der Loggia des Markusdoms -, sondern auf dem Weg nach oben bekommst Du auch das Uhrwerk zu sehen und auf der obersten Terrasse findest Du die zwei Moren, den “Alten” und den “Jungen”, die zu jeder vollen Stunden auf eine extra für diesen Turm gegossene Glocke schlagen.





In den letzten Jahren habe ich es sehr genossen, mich von meiner Neugier leiten zu lassen und planlos durch die Stadt zu laufen, um verlorene Geschäfte, geheime Gänge und vom Massentourismus noch verschonte Plätze zu entdecken. Zwar mündete mein Weg des Öfteren in Sackgassen, dennoch lohnt es sich, einen Blick abseits der touristischen Routen und der vielen “Pilgerstätten” zu werfen.
Zusätzlich empfehle ich Dir, recht früh aufzustehen, da es ein einzigartiges Erlebnis ist, morgens die Stadt beim Aufwachen zu beobachten, wenn die Touristen noch schlafen und viele Bäckereien sowie Konditoreien ihren Duft in die Gässchen ausströmen. Die Anwohner schicken sich an, ihre Kinder zur Schule zu bringen und danach zur Arbeit zu gehen, Waren werden per Boot geliefert, ebenso erfolgt die Müllentsorgung über den Wasserweg. Zu keiner anderen Zeit sonst zeigt sich Venedig von ihrer authentischen Seite.









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Posted on September 1, 2020
Von allen Städten, die ich besichtigt habe, fasziniert mich Venedig immer noch am meisten. Venedig ist wegen seiner Geschichte, Architektur und der Tatsache, dass es ins Meer gebaut wurde, vielleicht wirklich „die unwahrscheinlichste der Städte“, wie Thomas Mann schreibt. Andererseits macht sie die Nähe zu Süddeutschland – in 5 Stunden ist man schon an der italienischen Adria –zu einem leicht erreichbaren Ziel. Ich bin sehr gerne dort und versuche auch, mehrere Tage zu bleiben, vor allem zur Zeit des Karnevals.
Den nächsten Post über Venedig mit meinen fünf Lieblingsfotospots findest Du hier.

Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

Da ich in der Nähe Münchens wohne, fahre ich meistens mit dem Auto nach Venedig, da Italien quasi ein Katzensprung entfernt ist. Die Fahrt vergeht recht schnell, es gibt viel zu sehen, und ich verbinde mit dem Venedig-Ausflug noch einige Städtetrips und Verwandschaftsbesuche, so dass ich mit dem Wagen am besten bedient bin.
Für Wochenendausflüge kannst Du auch mit dem Zug nach Venezia Santa Lucia fahren. Das lohnt sich vor allem, wenn man früh – und vielleicht mit einer günstigen Bahncard 25 – bucht. Reist Du von weiter weg an, ist vielleicht ein Flug zum Aeroporto Marco Polo Tessera (VCE) zeit- und kosteneffizient; von dort gibt es viele Möglichkeiten, zur Lagunenstadt zu kommen.
Es ist zwar möglich, in Venedig in einem der Riesenparkhäuser direkt bei der Verbindungsbrücke zum Festland zu parken, günstig ist das jedoch nicht. Ich parke entlang der Eisenbahnlinie zwischen Treviso und Venedig an einem kleinen Bahnhof, vor Mestre, mit keinen oder sehr geringen Parkgebühren, und genieße so die zwanzig- oder dreißigminütige Fahrt in die Lagune über den Ponte della Libertà. Am Bahnhof Santa Lucia in Venedig angekommen, gibt es die ersten Möglichkeiten, sich günstig zu verpflegen: Ich bevorzuge den Relax & Caffé, denn Du kannst ordentlich viel essen zu verhältnismäßig niedrigen Preis und eine saubere Toilette ist auch vorhanden – beides sind nämlich nicht überall vorhanden, vor allem zu Coronazeiten.
Einmal den Bahnhof verlassen, bist Du sofort von der Schönheit der Stadt umgeben.

In Venedig wurden über 400 Brücken gebaut, um die etwa 150 Kanäle passieren zu können. Nur wenige von ihnen sind bequem mit Trolleys oder Kinderwagen zu überqueren. In den engen Gassen ist es manchmal schwierig, größere Tragetaschen neben sich zu schleppen, ohne sie an den Gebäuden zu reiben; ich reise deswegen nur mit dem Allernötigsten im Rucksack, auch an Kameraausrüstung (dazu später mehr).
Es gibt allerdings die „Vaporetti“, so werden die Wasserbusse genannt, mit denen man viele Punkte an den größeren Kanälen erreichen und so von einer Insel zur anderen fahren kann. Die Tickets sind sogar teurer als so manche Fahrkarte der Münchner S-Bahn, dennoch kann es sich bei viel Gepäck lohnen, diese Alternative zu nutzen. Wer die entfernten Inseln Murano und Burano besuchen will, kann überlegen, ob und wann ein 24-Stunden-Ticket (20 Euro pro Person) sinnvoll wäre. Die Tickets können an vielen Haltestellen an den Automaten erworben werden, und es gibt ebenso viele Schalter oder Geschäfte, wo Du sie kaufen kannst.

Mehr zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in der venezianischen Lagune hier:
Venedig wäre ohne die Gondeln undenkbar, und in der Vergangenheit hatte jede Familie der Mittel- und Oberschicht mindestens eine, mit der die Herrschaften durch die Kanäle gefahren wurden, während Dienerschaft und Unterschicht sich durch die dunklen und schmutzigen Gassen zwingen musste. In der Neuzeit sind Gondeln eher eine Touristenattraktion, und für 70-90 Euro je nach Tageszeit wird man eine Stunde lang durch die Stadt gefahren, was aber in Anbetracht der gelangweilten Gesichter vieler Passagiere, die lieber auf ihr Smartphone schauen als um sich herum, eine nicht so spannende Angelegenheit zu sein scheint.
Wer es eilig hat, kann ein Wassertaxi nehmen. Obwohl ihr Rumpf oft aus Holz besteht und die geölten sowie polierten Oberflächen den Eindruck vermitteln, die Boote seien nur dekorative Objekte, sind sie mit starken Motoren ausgestattet, und sie können außerhalb der Stadt hohe Geschwindigkeiten erreichen.
Wichtig: Venedig ist an sich eine sehr kleine Stadt, deswegen kommst du auch zu Fuß sehr schnell voran. Ich lasse mich regelmäßig von der Skala in Google Maps täuschen, weil ich von der Weitläufigkeit Münchens ausgehe; dabei dauert der Fußweg vom Bahnhof bis zur Rialtobrücke keine Viertelstunde und allgemein ist alles innerhalb weniger Minuten schnell erreicht.



Viele Lokale in Venedig locken mit ihrem internationalen kulinarischen Angebot und fabelhafter Lage: Wer würde nicht gerne am Canal Grande Martini schlürfen und ein paar Snacks essen? Doch manchmal sollte man lieber erst einen Blick auf die Preisliste werfen, bevor man sich hinsetzt. Denn am Ende des Aperitifs oder der Mahlzeit ist eine böse Überraschung hinsichtlich der Höhe der Rechnung nicht förderlich für die Verdauung.
Allgemein gilt:
Wenn ich neue Lokale aufsuchen will, lasse ich mich von Tripadvisor und ähnlichen Seiten inspirieren, denn die Bewertungen geben ein gutes Bild wider und zeichnen ein realistisches Bild der zu erwartenden Erfahrung in dem einen oder anderen Restaurant. Einen Blogpost über meine Lieblingslokale in Venedig wird folgen.



Je nachdem, wie Du Venedig erreicht hast, gibt es verschiedene Optionen:
Die Lage dieses 4-Sterne-Hotel ist ideal, um die Stadt zu erkunden und zu entdecken. Stell Dir vor, Du sitzt am Fenster deiner Junior Suite und bewunderst die Rialtobrücke. Unter dem Brückenbogen überqueren ständig Gondeln und Boote den Canal Grande und die Vaporetti halten nur wenige Schritte vom Hotel entfernt, um ganz Venedig zu Dir zu bringen.
Murano bei Venedig ist eine der nächstgelegenen Inseln und verfügt über einen eigenen Canal Grande, der dem der Hauptinsel in nichts nachsteht – allerdings mit viel weniger Verkehr.
Vergiss nicht, neben Murano auch Burano zu besuchen. Diese kleine Gemeinde auf einer Insel im nordöstlichen Teil der venezianischen Lagune hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Häuser in leuchtenden Neontönen zu streichen, und so sind die bunten Häuser von Burano in der ganzen Welt bekannt.

Nun zur entscheidenden Frage: Was nehme ich mit nach Venedig? Aus meiner Erfahrung mit APS-C und DSLR macht es schon einen großen Unterschied, ob ich mit einer Crop- oder Vollformatkamera unterwegs bin.
APS-C:
DSLR:

Venedig ist, trotz seines städtischen Charakters, im Meer auf Inseln gebaut und vom Meer umgeben. Hohe Luftfeuchtigkeit und Meeresluft mit hohem Salzgehalt können deine Kamera schädigen. Deswegen achte darauf, deine Kamera zu schützen und gut zu pflegen.
Die appetitlichen Essensangebote, die überall präsent sind, sorgen bei mir dafür, dass meine Hände selten wirklich sauber sind, und oft hinterlasse ich lästige Abdrücke auf Kamera und Objektiv. Aus diesem Grund habe ich – leider nicht immer – Taschentücher, Feuchttücher oder Desinfektionstücher mit mir, damit ich nach einem Leckerbissen wieder saubere Hände habe und mir keine Sorgen machen muss, die Linse damit zu verschmieren.
Generell sind in Italien die Steckdosen Typ-F noch nicht überall verbreitet; stattdessen ist man häufiger mit dem Typ-L konfrontiert. Für solche Fälle habe ich einen passenden Adapter dabei.
