Kategorie: Tipps und Tricks

  • Die öffentlichen Toiletten in Venedig – Alles, was Du zu wissen brauchst

    Neulich hat mich eine Leserin zu den öffentlichen Toiletten in Venedig gefragt, auch weil die wenigen, die sie gefunden hatte, dauerhaft oder vorübergehend geschlossen waren.

    In diesem Blogartikel werde ich deswegen einige Worte bezüglich den öffentlichen Toiletten in Venedig zum Besten geben, am Interessantesten wird jedoch der Stadtplan von Venedig sein mit den verschiedenen Standorten und die Alternativen, die aus meiner Sicht die beste Option im Vergleich zu den öffentlichen Toiletten in Venedig sind.

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    Die Bedeutung der öffentlichen Toiletten in Venedig – oder in jeder anderen fremden Stadt – liegt auf der Hand: Der Toilettengang ist eine unvermeidliche biologische Notwendigkeit.

    Den aktuellen Stand der Dinge findest du auf der Website von Veritas, dem städtischen Unternehmen für Umwelthygiene, auf dieser Seite. Auch wenn sie jetzt fast alle wieder offen sind, bleibt das “fast” leider, um ihre Nutzung zu erschweren.

    Die öffentlichen Toiletten in Venedig

    Die Preise der öffentlichen Toiletten in Venedig

    Der VERITAS-Toilettenpass, der für 2 oder 7 Eintritte gilt, ermöglicht den Zugang zu bemannten Einrichtungen mit Toiletten und teilweise auch mit Wickelräumen/Kinderkrippen, die sich im historischen Zentrum von Venedig und auf den Inseln Murano, Burano und Lido befinden.

    Auf der Website von Venezia Unica kannst du die Aufladekarte kaufen, mit der Du die (ohnehin fast vernachlässigbaren) Kosten für den Zugang zu den Toiletten sparst.

    Die Preise mittels Venezia Unica-Card für die öffentlichen Toiletten in Venedig sind die folgenden:

    • 2 Eintritte: 3 Euro
    • 7 Eintritte: 9 Euro

    Hier kannst Du eine Venezia Unica-Card kaufen und aufladen:

    Für Menschen mit Behinderungen und für Kinder unter 110 cm Körpergröße ist er kostenlos. Das Recht auf freien Eintritt wird direkt vom Betreiber der öffentlichen Toiletten in Venedig festgestellt.

    Reiseplanung: Packliste, Rucksack und Gepäck

    Damit Du für Venedig bestens vorbereitet bist, findest Du hier meine persönliche Packliste für die Lagunenstadt, mit all dem, was im Reisegepäck nicht fehlen sollte.

    Die Karte der öffentlichen Toiletten in Venedig, Murano, Burano und Lido

    Der Stadtplan mit den öffentlichen Toiletten in Venedig findest Du hier:

    Die öffentlichen Toiletten: Die beliebtesten Standorte

    • Bahnhof Santa Lucia. Dort kostete die Benutzung der sauberen und barrierefreien Toiletten des Bahnhofs einen Euro, im Vergleich zu den 1,50 Euro der anderen öffentlichen Toiletten in Venedig.
    • Piazzale Roma, wo die Flughafen- und Stadtbusse in Venedig ankommen.
    • Accademia, am Fuße der Accademia-Brücke auf der Dorsuduro-Seite des Canal Grande (in der Nähe der Vaporetto-Haltestelle Accademia).
    • Calle Large dell’ Ascensione, die sich gleich hinter dem schmalen Ende des Markusplatzes befindet. Gehe vom Platz aus durch den Torbogen, biege rechts ab und halte Ausschau nach den Toiletten (die sich in einer kurzen Gasse auf der linken Seite der Fußgängerzone befinden).
    • Giardini ex reali San Marco. Diese Toilette befindet sich direkt am Wasser, nicht weit von der Haltestelle der Vaporetto- und Flughafenboote San Marco Giardinetti.
    • Die Parkinsel Tronchetto, wenn du mit dem Auto oder einem Reisebus ankommst oder abreist. Als wir das letzte Mal dort waren, waren die öffentlichen Toiletten 50 Cent billiger als im Stadtzentrum.
    • Lido di Venezia, der Strandort von Venedig. Die bedienten Toiletten befinden sich in einem modernen Gebäude neben der ACTV-Station Santa Maria Elisabetta.
    Die öffentlichen Toiletten in Venedig, Murano, Burano und Lido
    Die öffentlichen Toiletten in Venedig, Murano, Burano und Lido

    Alle Standorte der öffentlichen Toiletten in Venedig

    StandortAdresseÖffnungszeiten
    Piazzale RomaCalle Cossetti 456/aTäglich: 8.00 – 20.30 Uhr
    San LeonardoCannaregio 1586/aMontag-Freitag: 11 – 16.30 Uhr
    Samstag und Sonntag: 11 – 18.30 Uhr
    Rialto NovoSan Polo 551Täglich: 9.30-7 Uhr
    San BortolomioSan Marco 5404Täglich: 10 – 20 Uhr
    AccademiaDorsoduro 1050Täglich: 10.00 – 19.30 Uhr
    Diurno San Marco San Marco 1265Täglich: 9.30-8 Uhr
    Giardini RealiSan Marco Montag-Freitag: 9.30-18 Uhr
    Samstag und Sonntag: 9.30 – 18.30 Uhr
    BragoraCastello 4053-54Täglich: 10 – 18 Uhr
    SS. FIlippo e GiacomoCastello 4332Täglich: 10 – 21.30 Uhr
    Giardini NapoleoniciCastelloTäglich: 10 – 19 Uhr
    Pineta Sant’ElenaGiardini di Sant’Elena
    TronchettoIsola nuova del TronchettoTäglich: 8 – 20 Uhr
    MuranoFondamenta SerenellaTäglich: 10 – 17 Uhr
    BuranoRio terà del Pizzo 32Täglich: 10 – 18 Uhr
    TorcelloVicino a museo e BasilicaMontag-Freitag: 11 – 16.30 Uhr.
    Samstag und Sonntag: 11 – 18.30 Uhr
    LidoPiazzale Santa Maria ElisabettaTäglich: 10 – 19 Uhr
    Auflistung der öffentlichen Toiletten in Venedig aus gruppoveritas.it

    Die Alternativen

    In Venedig, Mestre und Murano gibt es einige Kaufhäuser und Einkaufszentren mit öffentlichen Toiletten für Kunden.

    Wenn du in Dorsoduro bist, geh zum Ca’ Rezzonico in der Nähe der Vaporetto-Haltestelle und benutze die tadellos gepflegten Toiletten in der Lobby. Die Toiletten sind kostenlos, auch wenn Du das Museum im Obergeschoss nicht besuchst, und sie befinden sich neben dem Souvenirladen und der Garderobe im Erdgeschoss.

    Ansonsten gibt es immer die Möglichkeit, die Toiletten eines Cafés oder einer Bar zu benutzen. Bisher war das nie ein Problem, wenn ich freundlich gefragt habe, und schon gar nicht, wenn ich einen Espresso (“un caffé”) am Tresen bestellt habe.

    Zur Venedig-Übersichtsseite

    Alle Blogartikel zur Lagunenstadt findest Du hier:

    historische Regata Storica in Venedig
    Die öffentlichen Toiletten in Venedig auf dem Markusplatz

    Mehr Informationen

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

  • Belichtungsdreieck: Zusammenspiel von Belichtungszeit, Blende und ISO

    Dieser Artikel ist Teil der Fotografie lernen-Reihe “Grundwissen Fotografie: Lernen, wie was funktioniert” und erklärt das Belichtungsdreiecks und das Zusammenspiel von Blende, Belichtungszeit und ISO funktioniert.

    Das Belichtungsdreieck

    Heutzutage kann jeder professionelle Fotoausrüstung Kamera kaufen und damit Bilder aufnehmen. Doch was befriedigende von ausgezeichneten Fotos unterscheidet, ist oft der treibende Wunsch des Fotografen, alles, das die Fotografie betrifft, in- und auswendig zu lernen.

    Zu den wichtigsten Themen der Fotografie gehört das Zusammenspiel von Belichtungszeit, Blende und ISO und dies ist der Schwerpunkt dieses Artikels. Sobald Du diese Mechanismen beherrschst, werden Dir noch mehr Tools zur Verfügung stehen, um eine kraftvolle visuelle Geschichte über Deine Bilder zu vermitteln.

    Im Mittelpunkt des Belichtungsdreiecks steht das Licht. Besagtes Dreieck verdeutlicht das Zwischenspiel von Belichtungszeit, Blende und ISO, denn die drei Parameter sind voneinander abhängig und sie beeinflussen sich gegenseitig.

    Folgendes Bild verdeutlicht das Zusammenspiel dieser drei Elemente. An den Kanten befinden sich die Werte des jeweiligen Parameters: Die Blende (aperture) hat in diesem Beispiel Werte zwischen 1/1.4 und 1/11, Belichtungs- bzw. Verschlusszeit (shutter speed) 1/15 bis 1/1000 Sekunden und die abgebildeten ISO-Werte schwanken von 100 bis 6400.

    Aus Wikimedia, von users WClarke and Samsara, Verwendung unter CC BY-SA 4.0.

    Belichtungsdreieck: Beispiel 1

    Nun geht es darum, den ersten Parameterwert zu bestimmen. Ich empfehle Dir, mit der Blende anzufangen, aber je nach Situation kann es auch sinnvoll sein, die Verschlusszeit (shutter speed) zu bestimmen. Sagen wir, Du möchtest mit einer Blendenöffnung von 1/2.8 fotografieren, damit du noch genug Tiefenschärfe hast und dennoch genug Sicherheit hast, dass Dein Motiv scharf auf dem Bild erscheint, auch wenn der Autofokus nicht millimetergenau arbeitet.

    Dann brauchst Du jetzt noch ISO und Verschlusszeit: Auf dem Bild kannst Du sehen, dass je eine Linie von dem Blendenpunkt 2.8 zu den anderen zwei Kanten geht. Eine führt zu 400 ISO, die andere zu einer Verschlusszeit von 1/250. So weit so gut, jetzt weiß Du, dass bei durchschnittlichen Lichtverhältnisse mit einer Blendeöffnung von 1/2.8 der ISO-Wert bei 400 und die Verschlusszeit bei 1/250 Sekunden liegen soll.

    Was ist aber, wenn Du nicht nur die Blende, sondern auch einen zweiten Parameter bestimmen willst, zum Beispiel den ISO-Werte? Ich persönlich würde ihn immer so niedrig wie möglich halten, damit die Bildqualität nicht darunter leidet, deswegen belasse ich den Wert hierfür oft bei 100. Was würde ich für eine Verschlusszeit einstellen können bei diesen Werten?

    Das nächste Bild soll es veranschaulichen. Von dem Blendenpunkt 1/2.8 habe ich eine blaue Linie zu ISO 100 gezogen. Den Wert für die Verschlusszeit kann ich ermitteln, indem ich die Linie von ISO zu Blende als einen einfallenden Strahl betrachte, der dann Richtung Verschlusszeitkante reflektiert wird. Und nach dem Reflektionsgesetz sind Einfallswinkel und Ausfallswinkel gleich groß. Darum zeichne ich eine weitere blaue Linie, die um eine senkrechte zur Blendenkante gedachte Lotlinie die Spiegelung des Einfallsstrahls ist. Diese landet auf eine Verschlusszeit von 1/125 Sekunden.

    Das leuchtet ein: Ein niedrigerer ISO-Werte bedeutet eine schwächere Lichtempfindlichkeit des Bildsensors, deswegen ist die Verschlusszeit in diesem Fall länger.

    Blende (aperture), Belichtungs- bzw. Verschlusszeit (shutter speed) und ISO sind die primäre Parameter des Belichtungsdreiecks, die die Belichtung steuern, beeinflussen sie auch andere Aspekte des Fotos, wie Schärfentiefe (depth of field), und Bewegungsunschärfe (motion blur), und Rauschen (noise). Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Originalbild aus Wikimedia, von users WClarke and Samsara, eigene Bearbeitung, Verwendung unter CC BY-SA 4.0.

    Die dicke rote Linie markiert ein zweites Beispiel, in dem ich eine sehr niedrige Verschlusszeit haben möchte, genau genommen 1/500 Sekunden, damit ich die Bewegung meines Motivs einfriere. Analog zu dem vorherigen Beispiel zeichne ich Einfalls- und Ausfallslinie ein und stelle fest, dass ich einen ISO-Wert von 800 brauche.

    Belichtungsdreieck: Beispiel 2

    Allerdings verändert sich das Gleichgewicht je nach Lichtverhältnisse. So ist es bei Dunkelheit manchmal notwendig, einen hohen ISO-Wert und eine große Blendenöffnung einzustellen, um eine halbwegs passable Verschlusszeit (1/80 Sekunden) zu erreichen. Umgekehrt kannst du in Sommer unter der Mittagssonne selbst bei der kleinsten Blende keine Bewegungsunschärfe im Freien bekommen, weil die Verschlusszeit weiterhin sehr kurz ist, deswegen Du einen Graufilter vor der Linse montieren musst.

    Der Hafen von Koper bei Nacht.
    Der Hafen von Koper bei Nacht.

    Praxisbezug

    Wozu brauchst Du dieses Wissen?

    Zum einen ist es wichtig, um zu verstehen, wie Deine Kamera funktioniert und wie die einzelnen Parameter zusammenhängen. Jetzt weißt Du, wie die Kameraautomatik das Gleichgewicht zwischen Blende, Iso und Belichtungszeit erhält und an welcher Stelle Du schrauben kannst, um im Halbautomatikmodus das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

    Zum anderen ist dieses Wissen notwendig, um im manuellen Modus zu fotografieren. Es ist zwar letzten Endes Erfahrungssache, die richtige Einstellung zu treffen; für den Anfang ist jedoch wichtig, Orientierungswerte zu haben, um sich nach und nach der richtigen Einstellungen zu nähern und das Foto optimal zu belichten.

    Selbst “blutigen Anfängern” empfehle ich, den Vollautomatikmodus (P) nicht zu benutzen, da dabei alle Einstellungen der Kamera überlassen werden und kein Lerneffekt einsetzt, so dass jedes gelungene Foto aus dem Zufall heraus entstanden ist und nicht aus gekonntem Tuning von Blende, Iso und Verschlusszeit.

  • Reiseplanung: 5 essenzielle Tipps und Tricks für die Planung Deiner Reise

    Reiseplanung findet bei den vielen Reportagen oder Instagram-Stories, die mit wunderschönen Bilder geschmückt sind, selten Anklang und oft wird kaum ein Wort darüber verloren. Dennoch ist sie ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer (Foto-)Reise, egal ob Tagesausflug oder ein mehrwöchiger Aufenthalt im Ausland.

    In diesem Post habe ich meine fünf wichtigsten Tipps verfasst, die ich bei der Reiseplanung und -Durchführung immer berücksichtige.

    Preise vergleichen

    Flüge

    Reiseplanung: Flüge. airplane near blue and grey building auf dem Blog Salvati Photography

    Die Preise von Flügen kannst Du auf unzähligen Plattformen vergleichen. Meine Favoriten sind Skyscanner und Momondo, weil ich den Eindruck habe, dass wirklich alle Flugdatenbanken durchsucht werden und ich alles einstellen und filtern kann, worauf ich Lust habe.

    Für Hotels benutze ich hauptsächlich Booking für den besten Preis, die Standortsuche funktioniert bei google etwas besser und kann dann die gefundenen Unterkünfte bei Booking vergleichen.

    Skyscanner

    Momondo

    Booking.com

    Überprüfe die Filtereinstellungen

    Vergiss nicht, auf Umstiege und Flugdauer zu achten: Nicht, dass Du zwar 50 Euro sparst, dafür aber 10 Stunden in einem Flughafen am Ende der Welt auf deinen Anschlussflug wartest. Oder der Flughafen wird zwar einer Großstadt zugeordnet, befindet sich aber über hundert Kilometer von deinem Reiseziel entfernt.

    Gut zu wissen: Der Flughafen Memmingen wird auch München-West genannt, obwohl er 150 Km von München entfernt ist.

    Hotel oder Airbnb?

    Wahrscheinlich hast Du die Frage häufiger zu hören bekommen: Soll ich lieber in einem Hotel übernachten oder lieber über Airbnb eine Unterkunft buchen? Bevor ich die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht aufzähle, verrate ich Dir schon mal, dass es mehr Optionen gibt, als nur diese zwei.

    Es ist allerdings gar nicht notwendig, bei Deiner Reiseplanung alles in Vornherein durchzudenken: Es ist dennoch wichtig, dass Du Dir schon mal Gedanken darüber machst, ob du lieber spontan Tag für Tag entscheidest, wo Du schläfst und kurzfristig buchst, oder ob Du lieber schon jetzt alles organisierst, um böse Überraschungen zu meiden.

    Hotel

    Reiseplanung: Hotel. red and brown floral stair carpet auf dem Blog Salvati Photography

    Ich betrachte Hotels (und Pensionen) immer als ein Fels in der Brandung: Wo ich auch immer bin, es ist – zumindest in Europa – immer ein Hotel in der Nähe, das ich schnell mit dem Auto, aber auch innerhalb weniger Stunden auf dem Rad oder zu Fuß erreichen kann.

    Normalerweise halte ich Schnäppchen Ausschau, vor allem wenn ich bestimmte Ausflugsziele im Auge habe, und buche dann gerne etwas in renommierten Hotels, wenn die Konditionen besonders günstig sind. Pensionen sind allgemein etwas günstiger und bieten oft Hotels-ähnliche Leistungen samt Frühstück und Abendessen.

    Last-Minute-Anfragen außerhalb der touristischen Hochsaison können sich sogar als richtiges Schnäppchen im Vergleich zu anderen Übernachtungsmöglichkeiten entpuppen, allerdings kann auch das Gegenteil sein: Venedig zur Faschingszeit, München bei Messezeiten oder die Dolomiten im Sommer ziehen viele Touristen an, deswegen können sowohl die Verfügbarkeit als auch der Preis für eine Übernachtung ungünstig sein.

    Dennoch ist eine Unterbringung meist sehr sicher, denn ein Hotel ist vor allem in größeren Städten rund um die Uhr besetzt, und sowohl Familien mit vielen oder kleinen Kindern als auch Reisende mit Haustieren finden in einem Hotel eine professionelle und gastfreundliche Unterkunft für sich und ihre Begleitung.

    Airbnb

    Reiseplanung: Airbnb Innen Mietwohnung auf dem Blog Salvati Photography

    Viele gute Airbnb-Erfahrungen habe ich vor allem in ländlichen Gegenden gemacht: Die Gastgeber waren nicht nur freundlich, sondern auch sehr froh, in Kontakt mit auswärtigen Menschen zu kommen und sind mit ihrem einheimischen Wissen auch eine sehr willkommene Informationsquelle für Ausflugsziele, Gaststätten und sonstige lokale Besonderheiten der Umgebung.

    Allerdings ist schon mal passieren, dass ich stundenlang auf die Bestätigung meiner Reservierung gewartet habe und letzten Endes eine Absage bekam, weil der Anbieter zur Zeit nicht vor Ort sei oder die Wohnung noch nicht gereinigt sei.

    Bei kurzfristigen Anfragen ist das ärgerlich, wenn ich meine Reise durch Europa mit dem Rad bestreite und ich am Ende des Tages nicht noch zwei weitere Stunden in den nächsten Ort fahren will, weil ich schon müde bin.

    In Großstädten kann eine Airbnb-Wohnung sogar günstiger sein als ein Hotelzimmer, außerdem gibt es dann noch die Möglichkeit, selbst etwas zu kochen und so die Kosten für Essen und Trinken niedrig zu halten.

    Hostel

    Reiseplanung, Hostel , freunde, reisen man love people woman auf dem Blog Salvati Photography

    Eine Alternative, die preislich günstig ist und manchmal auch die Möglichkeit anbietet, selbst zu kochen, sind Hostels. Vor allem in größeren Städten gibt es viel Auswahl und von preisgünstig und spartanisch bis hin zu etwas teurer und Einzelzimmer mit Bad ist alles vertreten. Ich persönlich würde Hostels als Umschlagplatz nutzen, wenn ich abends in eine Stadt komme und früh morgen gleich woanders hinfahre, aber für Aufenthalte, die länger als zwei Nächte dauern, bevorzuge ich eine Unterkunft mit mehr Privatsphäre als in einem großen Schlafsaal.

    Sowohl diese als auch die nächste Option sind großartig, um unterwegs neue Menschen kennenzulernen und so neue Freundschaften zu knüpfen.

    Couchsurfing

    Reiseplanung, Freunde springen zusammen hoch am Strand auf dem Blog Salvati Photography

    Couchsurfing ist zwar kostenlos, aber nicht umsonst. Das klingt ein wenig abstrakt, beschreibt aber die Quintessenz des Portals (und des Mindsets der Mitglieder) ganz gut: Über Couchsurfing kannst du einen Gastgeber für einige Tage, neue Freunde oder Tipps für Deinen Aufenthalt finden, und das alles ohne monetäre Kosten; wichtig ist jedoch der Austausch mit und ein echtes Kennenlernen des Gastgebers.

    Der Grundgedanke der Gründer war nämlich, Menschen unterschiedlichster Kulturen und Nationalitäten zusammenzubringen, so dass Reisende einen authentischen Einblick in das Leben der Einheimischen werfen können, und die Einheimische kommen in Kontakt mit fremden Kulturen und neuen Eindrücken.

    Als Gast ist es immer eine nette Geste, den Gastgeber zum Essen einzuladen oder ein kleines Geschenk mitzunehmen, das an die Begegnung erinnern wird.

    Couchsurfing

    Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, sowohl eine Annonce in den verschiedenen Gruppen und in der Stadt, in der Du die Schlafgelegenheit suchst, zu posten, als auch einzelne Gastgeber proaktiv anzuschreiben und sie zu fragen, ob Du bei ihnen übernachten kannst. Zwei Wochen vor Deiner Ankunft ist ein guter Zeitpunkt, sie zu kontaktieren, damit die Anfrage nicht abgelehnt wird, weil sie zu kurzfristig ist, oder weil die Hosts nicht wissen, wo sie in zwei Monaten sein werden. 

    Flexibilität

    Es ist wichtig, bei deiner Reiseplanung auch die nötige Flexibilität zu berücksichtigen. Wenn Du einen Backpacktrip organisierst, möchtest Du bestimmt nicht an festen Abflugzeiten ohne Umbuchungs- oder Stornierungsmöglichkeiten gebunden sein. Achte auf die AGBs und investiere lieber ein paar Euro mehr, um Dich nicht einem rigiden Zeitplan zu unterwerfen, wenn Du eher der spontane Entdeckertyp bist.

    Sowohl beim Transport als auch bei den Unterkünften kannst Du darauf achten, dass Du genügend Vorlaufzeit hast, bei Änderung Deiner Pläne auch die Reservierungen zu stornieren,

    Reiseversicherung

    Reiseplanung: Eine Reiseversicherung schützt Dich im Falle von Krankheit, Verletzung, Diebstahl und Stornierung. Es ist ein umfassender Schutz für den Fall, dass bei Deiner Reise etwas schief geht.  auf dem Blog Salvati Photography

    Eine Reiseversicherung schützt Dich im Falle von Krankheit, Verletzung, Diebstahl und Stornierung. Es ist ein umfassender Schutz für den Fall, dass bei Deiner Reise etwas schief geht.

    Ich mache nie eine Reise ohne eine Reiseversicherung. Innerhalb Europa sind die gängigsten Fälle bereits durch meine gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland abgedeckt, aber ich habe auch mehrere Zusatzversicherungen, die auch bei Reisen schützen, z.B. vom ADAC und von AXA (über Komoot). Im Falle eines Unfalls beim Alpinsport oder sollte ich in Bergnot geraten, würde die DAV-Versicherung die Kosten der Bergung übernehmen – jedoch nicht im Ausland, wenn eine Reisewarnung für dieses Land besteht!

    Für jede Reise außerhalb Europa lohnt es sich, bei der eigenen Versicherung nachzufragen, ob und was in dem konkreten Fall versichert ist. Vielleicht bist du mit Deinen bestehenden Versicherungen im Ausland bereits geschützt, oder aber noch nicht und Du möchtest vor der Reise noch eine eine Extraversicherung abschließen.

    Folgende Auswahl entspricht meinen persönlichen guten Erfahrungen mit den Anbietern. Am besten schaust du auch auf ein Vergleichsportal, um herauszufinden, welche Reiseschutzversicherung Deine Ansprüchen bestens erfüllt.

    ADAC Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung

    Reiserücktritt, Reise-Assistance, Reiseabbruch, Reisegepäck und Reisekrankenversicherung von Allianz Travel* (Wenn Du den Link zur Allianz-Reiseversicherung nicht siehst, dann wird er von Deinem Adblocker ausgeblendet.)

    World Nomads*

    (Ich persönlich habe zwar schon eine ADAC-Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung abgeschlossen und genieße außerdem den AXA-Reiseschutz über Komoot und den Alpiner Sicherheitsservice über den DAV, allerdings habe ich noch keine Leistungen in Anspruch genommen , da bisher alles reibungslos verlief – hoffentlich bleibt es dabei!)

    Reiseimpfungen

    Zur Reiseplanung gehört auch die Einhaltung der unzähligen Bestimmungen, die im jeweiligen Land gelten, und darunter fällt gegebenenfalls auch die Impfpflicht, die es zu erfüllen gilt. auf dem Blog Salvati Photography

    Zur Reiseplanung gehört auch die Einhaltung der unzähligen Bestimmungen, die im jeweiligen Land gelten, und darunter fällt gegebenenfalls auch die Impfpflicht, die man erfüllen soll. Z.B. gilt für die Einreise in viele afrikanischen und südamerikanischen Länder Impfpflicht gegen Gelbfieber.

    Selbst wenn Dein Zielland keine solche Impfpflicht vorsieht, wenn man aus Europa anreist, kann sein, dass Du trotzdem wegen eines Zwischenstopps oder Umstiegs (Transitverkehr) die Impfung vorweisen musst.

    Zusätzlich zu den Pflichtimpfungen ist es sinnvoll, sich freiwillig gegen vor Ort verbreitete Krankheiten zu impfen bzw. prophylaktisch zu schützen. Das Robert-Koch-Institut, das inzwischen auf der ganzen Welt bekannt sein sollte, spricht regelmäßig Empfehlungen zu Reiseimpfungen – Kategorie “R”: Impfungen aufgrund von Reisen – aus.

    Auf dessen Seite findest du Informationen zu den verschiedenen Impfungen; weiterführende länderspezifische Informationen gibt es auch auf der Internetseite vom Centrum für Reisemedizin und vom Auswärtigen Amt.

    Vor der Durchführung von Impfungen und sonstigen Maßnahmen der Prophylaxe empfehle ich dir, die Kostenübernahme mit Deinem Versicherer abzuklären.

    Packliste

    Reiseplanung: packliste, rucksack und gepäck auf dem Blog Salvati Photography

    Eine Packliste gehört definitiv zu jeder Reiseplanung dazu. Schon als Kind habe ich meine Liebe für Excel-Tabellen entdeckt und auf dem Arbeitslaptop meines Vaters, auf dem Windows 3.x noch über DOS gestartet wurde, hatte ich bereits meine erste Packliste für die nächste Wanderung in den italienischen Bergen zusammengestellt.

    Seitdem hat sich zwar sowohl der Inhalt als auch das Aussehen meiner Listen geändert, ich führe sie dennoch weiter und inzwischen sind es ganz schön viele.

  • Fotoshooting in München – So kannst Du Dich als Model oder Fotograf am besten schützen

    Mit diesem Beitrag möchte ich Dir, ob Model oder Fotograf, einige Hinweise ans Herz legen, um beim nächsten Fotoshooting in München oder anderswo bestens geschützt zu sein. Denn durch mein TfP-Fotoshooting-Angebot begegne ich viele mir (noch) unbekannte Menschen, und für diese bin ich ebenfalls eine erst einmal völlig fremde Person. Damit beide Seiten sich wohlfühlen und gut zusammenarbeiten, habe ich die folgenden Tipps aus meinen Erfahrungen der letzten Jahre für Dich zusammengefasst.

    Wie Du Dich am besten schützt,

    kannst nur Du herausfinden. Die hier geschilderten Strategien sind aus meiner Erfahrung der letzten Jahre entstanden, hauptsächlich beim Planen und Durchführen von TfP-Fotoshootings in München und Umgebung, und geben meine Wahrnehmung wieder: die eines erwachsenen, männlichen Fotografen.

    Durch den Umgang und die Gesprächen mit vielen Models, weiblichen sowie männlichen, habe ich zwar auch die andere Perspektive kennengelernt, aber die Diskrepanz zwischen dem Verstehen und dem Erleben der Situation eines Anderen bleibt immer bestehen.

    Viele Hinweise sind für Dich womöglich schon selbstverständlich, dennoch für all diejenigen, die damit noch nicht vertraut sind, können sie relevant sein. Nichts davon ist ein Muss, manchmal reicht es, ein paar einzuhalten, um ein sicheres und entspanntes Shooting zu ermöglichen. Ziel ist es auch, ein Gespür zu entwickeln, um vertrauenswürdige Menschen schnell zu erkennen und ein Netzwerk an bekannten und befreundeten Fotografen und Models aufzubauen, mit denen Du gerne und sicher arbeiten kannst.

    Mir liegt es am Herzen, dass Du sicher und sorgenfrei viel Spaß an der Fotografie hast, denn für mich war es eine Bereicherung, auf diese Welt eingelassen zu haben, und ich wünsche jeder Person ebenfalls viele positive und bereichernde Erfahrungen, sei es als Model, als Fotograf, oder beides.

    Alleine sein – der größte Luxus?

    Es ist sinnvoll, eine Begleitperson zu einem TfP-Fotoshooting in München und Umgebung mitzunehmen. Die Begleitung kann dann auch am Fotoshooting mitwirken. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    “Was soll diese Obsession, sich ständig mit Leuten umgeben zu wollen? Das Alleinsein ist der größte Luxus.”

    Karl Lagerfeld soll das Alleinsein als größter Luxus bezeichnet haben. Das mag auf einige Situationen zutreffen, allerdings geht mein wichtigster Tipp an Dich genau in die entgegengesetzte Richtung: Nicht alleine sein beim Fotoshooting. Dies gilt sowohl für Neulinge als auch für Profis.

    Wenn Du noch minderjährig bist, empfehle ich Dir, einen Elternteil oder einen vertrauenswürdigen Vormund bei Dir zu haben. Die rechtliche Bedingungen, die beim Fotografieren von Minderjährigen gelten, solltest Du außerdem gut kennen.

    Bist Du schon älter, denkst Du vielleicht, Du bist reif genug, um alleine mit etwaigen Schwierigkeiten fertig zu werden. Das möchte ich nicht anzweifeln. Ich finde dennoch, dass eine Begleitperson dafür sorgt, dass viele Gefahrensituationen gar nicht entstehen.

    Leider ist es nicht immer möglich, eine Begleitperson zu finden. Wenn Du allein bist, habe ich folgende Anregungen für Dich:

    Du kannst Dein Telefon griffbereit halten – jedoch ohne ständig mit deinen Freunden zu chatten oder Dich anderweitig abzulenken. Wenn es Deine ersten Erfahrungen mit einem Fotoshooting sind, wird jede Person mit seriösen Absichten verstehen, wenn Du Dich in regelmäßigen Abständen bei einer Vertrauensperson meldest.

    Lasse Dich nicht darauf ein, beim Shooting plötzlich in ein fremdes Auto einzusteigen, um die Location ohne vorherige Absprache zu wechseln. (Einfach 30 Meter weiter zu gehen, um zum Beispiel eine andere Perspektive einzunehmen oder andere Lichtverhältnisse zu nutzen, finde ich unproblematisch.)

    Im Wesentlichen sollte das Fotoshooting so ablaufen, wie es abgesprochen wurde. Ausnahmen bestätigen die Regeln, da nichts in Stein gemeißelt ist und eine gewisse Flexibilität sowie Spontaneität wichtig für den künstlerischen Prozess ist, aber ich finde es wichtig, immer Vorsicht walten zu lassen. Dein Bauchgefühl sollte immer Vorrang haben.
    Es ist sinnvoll, eine Begleitperson zu einem TfP-Fotoshooting in München und Umgebung mitzunehmen. Die Begleitung kann dann auch am Fotoshooting mitwirken. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Selbst bei einem Paarshooting ist es sinnvoll, eine Begleitperson dabei zu haben.

    Erfahrungsgemäß ist es für weibliche Models hilfreich, wenn am Set noch eine gleichgeschlechtliche Person mit anwesend ist, um sich wohlzufühlen. Es kann eine zweite Fotografin, aber auch eine Visagistin, eine Haarkünstlerin oder eine Assistentin sein. Als Fotograf spüre ich sofort, ob das – in diesem Fall weibliche – Model sich behaglich fühlt, und beobachte, dass eine zusätzliche weibliche Person einen tendenziell positiven Einfluss auf die Stimmung des Models hat. Umgekehrt ist es beim Fotografieren von Männern manchmal von Vorteil, nur männliche Personen am Set zu haben.

    Letzten Endes ist nicht so sehr vom Geschlecht des Models abhängig, sondern vielmehr von dessen  Selbstbewusstsein und Erfahrung. Ich sehe es aber als meine Aufgabe, für eine entspannte und professionelle Situation zu sorgen, egal welches Geschlecht die Models haben. 

    Das führt erneut zum Punkt, dass es sinnvoll ist, eine Begleitperson mitzunehmen. Außerdem ist sie nicht nur mit ihrer Präsenz hilfreich, sondern ist es für mich beim Fotografieren sehr praktisch, wenn ein Model eine Begleitperson mitbringt.

    Denn selbst bei einem Paarshooting oder einem Partner-Fotoshooting kann sie beim Transportieren oder Halten von Reflektoren oder Ähnliches helfen oder einige “Making-Of”-Videos auf ihrem Telefon aufnehmen kann, die Fotograf und Model später in ihren sozialen Medien verwenden können. Und sie kann zusätzlich Ausrüstung und Taschen im Auge behalten.

    Das Kennenlernen

    Vor einem Fotoshooting in München möchte ich das Model kennenlernen. Oft ist ein Telefonat die einfachste Möglichkeit, zu erfahren, ob Du mit dem Model oder dem Fotografen zusammenarbeiten möchtest. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.

    Ich lege viel Wert auf ein telefonisches Kennenlernen vor dem ersten Fotoshooting, vor allem wenn es um ein TfP-Shooting geht. Dabei kann ich das Model kennenlernen, erfahren, welche seine Erwartungen und seine Vorstellungen sind. Umgekehrt hat das Model bei der Gelegenheit ebenfalls die Möglichkeit, mich kennenzulernen sowie Fragen zu stellen, und kann meine Motivation erfahren.

    Eine Alternative zum Telefonat ist es, sich vorab persönlich kennenzulernen. Dazu eignet sich ein neutraler, öffentlicher Ort, an dem sich beide Seiten wohlfühlen.

    Hast Du bestimmte Vorstellungen oder Regeln, die Du einhalten willst? Spreche sie einfach aus. Beim Kennenlerntermin wird über die eigenen Erwartungen an das Fotoshooting gesprochen und das Verhalten am Fotoshooting-Tag klar festgelegt. Es ist mir wichtig, zu helfen, Unsicherheiten zu überwinden oder gar zu vermeiden.

    Einige Beispielfragen, die ich als Fotograf vor einem Fotoshooting in München bespreche: „Gibt es irgendwelche Dinge, die ich beim Fotoshooting vermeiden soll? Welche Seite Deines Gesichts magst du mehr? Soll ich bei der Retusche etwas beachten?”

    Bei dem Telefonat nutze ich außerdem die Gelegenheit, um mit dem Model ein erstes Brainstorming bezüglich Ideen und Vorschläge des Fotoshootings anzuregen. Ist ein (oft nur grob umrissenes) Thema definiert, kann ich schon einige Locations für das Fotoshooting in München vorschlagen und das Model kann ebenso mögliche Orte nennen. Wichtig ist, dass beide Seiten sich auf eine Shooting-Location einigen und damit einverstanden sind.

    Fotocheck

    Ein Fotocheck ist eine hilfreiche Maßnahme, um mögliche Betrugsversuche aufzudecken.  Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.

    Eine andere gute Strategie ist es, eine “Reverse Image Search” vorzunehmen. Ausgehend von den Bildern, die der Fotograf bzw. das Model veröffentlich hat, kannst Du diese von Google oder anderen Anbietern im Netz suchen lassen, um festzustellen, ob die Bilder tatsächlich von dieser Person sind oder ob es sich um gestohlene Fotos anderer Fotografen oder Models handelt.

    Hier sind einige Anbieter, die ich selber nutze, um Fotos zu überprüfen:

    Warnsignale

    Vor einem Fotoshooting in München möchte ich das Model kennenlernen. Schlechte Manieren sollten nicht geduldet werden, egal wie viele Follower die Fotografen oder die Models haben, mit denen Du zusammenarbeiten möchtest. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Schlechte Manieren sollten nicht geduldet werden, egal wie viele Follower die Fotografen oder die Models haben, mit denen Du zusammenarbeiten möchtest.

    Wenn Du im Gespräch mit dem Fotografen folgende oder ähnliche Aussagen hörst, sollten Deine Alarmglocken läuten: “Ein anderes Model wollte jemanden zum Set bringen! Doch alleine arbeite ich immer besser!” oder “Mit Begleitpersonen habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht, deswegen lasse ich keine mehr zu.”

    Ich finde es äußerst bedenklich, wenn ein Fotograf sagt, dass er es vorzieht, alleine zu arbeiten und keine Begleitpersonen zulässt. Manchmal wird dies sogar im Vertrag so festgehalten, deswegen: Kleingedrucktes lesen, Fragen stellen. Kein Fotoshooting ist es wert, Deine Sicherheit zu gefährden.

    Muster-TfP-Verträge von mir findest Du auf der Seite Kostenloses TFP-Fotoshooting in München und Umgebung. Im Internet findest Du weitere Beispiele, die ähnlich aufgebaut sind. Bitte lese den Vertrag, den Du für Dein Shooting unterschreibst, genau durch: Auch wenn kein Geld fließt, ist er rechtlich verbindlich!

    Im Gespräch mit einer Person kannst Du Vieles über sie lernen: Achte auf ihre (Körper-)Sprache, darauf, wie sie andere Menschen behandeln oder wie über sie gesprochen wird. Muhammad Ali, eine Ikone der Boxgeschichte und Wehrdienstverweigerer während des Vietnamkrieges, sagte einmal:

    “I don’t trust anyone who’s nice to me but rude to the waiter. Because they would treat me the same way if I were in that position.”

    Muhammad Ali

    Ein guter Gesprächsstart ist die Frage nach den seltsamsten und den besten Erfahrungen mit einem Fotografen oder einem Model. Wenn Du feststellst, dass Dein Gesprächspartner mehr Negatives als Positives erzählt, ist es vielleicht an der Zeit, sich zu verabschieden, denn das Leben ist wirklich zu kurz, um es nicht mit positiven Menschen zu verbringen, die Freude und Enthusiasmus ausstrahlen.

    Manchmal kann ein kurzer Gespräch ausreichen, um festzustellen, dass Du die Zusammenarbeit lieber sein lassen solltest oder ob Du Dich richtig toll darauf freuen kannst.

    Alkohol oder bewusstseinsverändernde Substanzen

    Es gibt bestimmte No-Go-Situationen, die ich zwar bisher noch nicht im Rahmen eines Fotoshooting in München erlebt habe, aber auch nicht erleben möchte. Nämlich mit einer Person zusammenzuarbeiten, die Alkohol oder bewusstseinsverändernde Substanzen zu sich genommen hat. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.

    Es gibt bestimmte No-Go-Situationen, die ich zwar bisher noch nicht im Rahmen eines Fotoshooting in München erlebt habe, aber auch nicht erleben möchte. Nämlich mit einer Person zusammenzuarbeiten, die Alkohol oder bewusstseinsverändernde Substanzen zu sich genommen hat.

    Ich bin der Meinung, dass jeder erwachsene Mensch machen soll, was er will, sofern er andere nicht gefährdet; ob wandern, Netflix schauen oder Drogen konsumieren: das geht mich alles nichts an, sofern ich mit der Person nicht etwas vereinbart habe, das Nüchternheit und Konzentration erfordert.

    Sowohl für Fotografen als auch für Models ist es lästig, wenn die andere Person nicht bei der Sache ist, sich unprofessionell verhält und nicht zuverlässig ist. Manchmal kann es auch passieren, dass Dir Alkohol oder bewusstseinsverändernde Substanzen am Set angeboten werden.

    Meine Empfehlung für den Fall, dass Du etwas trinken oder rauchen möchtet: Warte, bis Du mit dem Shooting fertig bist.

    Fährt die Person unter dem Einfluss von Rauschmitteln zum Fotoshooting selber Auto fahren, ist das für mich eine rote Flagge und ein klarer Hinweis für Mangel an Verantwortung und Rücksicht.

    Werden Dir Alkohol oder andere Substanzen aufgezwungen, ist das eine klare Überschreitung der persönlichen Grenzen und für mich wäre das der Zeitpunkt, die Zusammenarbeit zu beenden.

    Wenn Du den Eindruck hast, ein einfaches “Nein” wäre nicht ausreichend oder würde die Situation sogar exazerbieren, kannst Du der Person sagen, dass Du gerade von Deiner Schwangerschaft erfahren hast oder zur Zeit Antibiotika nimmst, die sich nicht mit Alkohol oder anderen Drogen vertragen. Bringe Dich dann so schnell wie möglich in Sicherheit.

    Sonstige Warnzeichen

    Andere negative Auffälligkeiten sind Anzeichen von schizophrener Paranoia, unerwünschte Telefonanrufe ohne Bezug auf das Fotoshooting und zu unüblichen Zeiten.

    Weniger gefährlich, aber dennoch für mich unprofessionell, sind übermäßige Verspätungen, Absagen kurz vor Drehbeginn oder gar nicht beim Fotoshooting zu erscheinen, ohne etwas zu sagen.

    Schlusswort

    Ein Fotoshooting in München kann eine tolle Erfahrung für Dich sein, sei es als einziges Model oder zusammen mit Deinem Partner auf einem Paarshooting. 
 Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.

    Der beste Weg, unangenehme sowie gefährliche Situationen zu vermeiden, besteht darin, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Möglichkeit zu verhindern, dass sie überhaupt passieren.

    Das sollten wir nicht müssen und die Menschen könnten einfach anständig zueinander sein, aber wir sind anscheinend noch nicht soweit.

    Indem Du die Risiken minimierst, kannst Du beim Modeln oder Fotografieren Großartiges erleben, Dich auf professionelle und positive Menschen einlassen und vielleicht sogar viele Deiner zukünftigen engsten Freunde kennenlernen!

    Fotoshooting in München

    Wünschst Du als Model ein Fotoshooting in München mit mir, kannst Du einen Blick auf die Seite kostenloses TFP-Fotoshooting in München und Umgebung werfen, um zu erfahren, ob ein TfP-Fotoshooting etwas für Dich wäre und wie Du Dich dafür bewerben kannst.

    Wie ein TfP-Fotoshooting in München mit mir abläuft, kannst du in diesem Post lesen: Wie läuft ein TFP-Fotoshooting mit mir ab?

    Möchtest Du stattdessen ein individuelles Fotoshooting buchen, können wir bei einem gemeinsamen Vorgespräch (entweder persönlich oder telefonisch) auf alle Deine Wünsche eingehen, um zusammen ein individuelles Fotoshooting zu konzipieren, das auf Dich zugeschnitten ist.

  • Was ist der ISO-Wert?

    Dieser Artikel ist Teil der Fotografie lernen-Reihe “Grundwissen Fotografie: Lernen, wie was funktioniert” und erklärt die Rolle des ISO beim Fotografieren. ISO wird über den ISO-Wert gesteuert und ist einer der drei wichtigsten Parameter in der Fotografie – die anderen zwei sind Belichtungszeit und Blende.

    Was ist ISO in der Fotografie?

    Ich bin schon als Kind auf den Kürzel ISO gestoßen und habe mich gefragt, was das wohl heißen mag. Ich wusste, es gab Analogfilme mit ISO 200 und 400, letztere waren etwas günstiger und deswegen habe ich nur mit solchen fotografiert. Die Bedeutung des Akronyms war mir dennoch lange ein Rätsel.

    Inzwischen weiß ich, dass ISO für International Organization of Standardization steht, die Organisation, die die Empfindlichkeitsbewertungen für Kamerasensoren und Kamerafilme standardisiert. Die Methode zur Messung von Filmempfindlichkeit wurde von der American Standards Association entwickelt, deswegen steht auf älteren Kameras mit integriertem Belichtungsmesser nicht ISO, sondern ASA.

    Die ISO-Skala sagt aus, wie empfindlich der digitale Sensor für Licht ist. Diese wird in Zahlen wie 50, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200 usw. angegeben, wobei eine niedrige Zahl eine geringe Lichtempfindlichkeit und eine hohe eine große Lichtempfindlichkeit bedeutet. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Die ASA- bzw. ISO-Skala sagte früher aus, wie empfindlich der analoge Film fürs Licht ist. Bei digitalen Kameras bezieht sich der Wert auf die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors.

    Die ISO-Skala sagt aus, wie empfindlich der digitale Sensor für Licht ist. Diese wird in Zahlen wie 50, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200 usw. angegeben, wobei eine niedrige Zahl eine geringe Lichtempfindlichkeit und eine hohe eine große Lichtempfindlichkeit bedeutet.

    Wenn Du also den ISO-Wert von 100 auf 200 änderst, verdoppelst Du die Empfindlichkeit des Sensors.

    Der ISO-Wert aus der analogen Welt besteht bezieht sich auf die physikalischen Eigenschaften des von verwendeten Films, bei der Digitalfotografie dagegen bezieht er sich auf einen elektronischen Prozess. Dennoch ist das Konzept immer noch dasselbe: Der ISO-Wert steuert die Lichtempfindlichkeit.

    Hohe ISO-Werte eignen sich am besten für schlechte Lichtverhältnisse, denn je lichtempfindlicher der Sensor ist, desto weniger Licht muss darauf fallen, um ein gut beleuchtetes Bild zu erzeugen. Warum sollte ich mich also mit Stativ bei Dunkelheit quälen, wenn ich mit einem ISO-Wert von 25.600 auch in der Nacht von Hand fotografieren kann?

    ISO-Rauschen

    Die ISO-Skala sagt aus, wie empfindlich der digitale Sensor für Licht ist. Diese wird in Zahlen wie 50, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200 usw. angegeben, wobei eine niedrige Zahl eine geringe Lichtempfindlichkeit und eine hohe eine große Lichtempfindlichkeit bedeutet. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Diese Foto habe ich spät abends geschossen, bei größter Blendenöffnung, dennoch war ein ISO-Wert von 6400 nötig gewesen, um eine Belichtungszeit von 1/80 Sekunden zu bekommen, um ohne Stativ zu fotografieren.

    Der Haken ist, dass je höher der ISO-Wert, desto körniger erscheinen die Fotos, sowohl die analogen als auch die digitalen. In der digitalen Fotografie ist das Rauschen das Nebenprodukt der erhöhten elektrischen Ladung, die erforderlich ist, um den Sensor lichtempfindlicher zu machen. Das Ergebnis: Kleine Flecken auf dem Foto und eine verringerte Bildqualität.

    Die ISO-Skala sagt aus, wie empfindlich der digitale Sensor für Licht ist. Diese wird in Zahlen wie 50, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200 usw. angegeben, wobei eine niedrige Zahl eine geringe Lichtempfindlichkeit und eine hohe eine große Lichtempfindlichkeit bedeutet. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Hier die Vergrößerung des Ausschnitts mit der vorderen Boje. Die körnige Struktur wegen des hohen ISOs ist deutlich zu sehen.

    Luminanzrauschen und Chromarauschen

    Es gibt zwei Arten von Rauschen: Luminanzrauschen und Chromarauschen.

    Das Luminanzrauschen behält einen Großteil der ursprünglichen Farbe bei, da diese Art von Rauschen nur die Helligkeit der Pixel beeinflusst. Chromarauschen hingegen erscheint als farbige Flecken oder Körner und verfälscht die Farbe der betroffenen Pixel grundlegend.

    Glücklicherweise leistet Nachbearbeitungssoftware wie Lightroom gute Arbeit bei der Beseitigung von Chromarauschen, auch wenn es besser ist, gleich die Ursachen zu bekämpfen und den ISO-Wert niedrig zu halten.

    Chromarauschen und Luminanzrauschen. Das Luminanzrauschen behält einen Großteil der ursprünglichen Farbe bei, da diese Art von Rauschen nur die Helligkeit der Pixel beeinflusst. Chromarauschen hingegen erscheint als farbige Flecken oder Körner und verfälscht die Farbe der betroffenen Pixel grundlegend. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Chromarauschen und Luminanzrauschen. Die hellen Pixel sind deutlich im Bereich des schwarzen Armaturenbretts zu sehen, die Pixel der Karosserie weisen sehr viele Farben aus, obwohl sie nur weiß lackiert ist.

    Wann benutze ich welche ISO-Einstellung?

    Nun weißt Du über die Funktionsweise vom ISO und über die Nachteile von hohen ISO-Werten Bescheid. Was heißt es konkret für Dich und Deine Fotografie?

    In diesem Artikel erkläre ich, warum ich die Blende für den wichtigsten Parameter beim Fotografieren halte und weshalb ich meist im Blendenprioritätsmodus fotografiere. Je nachdem, welche Blendenöffnung ich brauche, lasse ich von der Kamera die Verschlusszeit automatisch ermitteln. Und nach ihr stelle ich den ISO-Wert dann ein, der prinzipiell immer so niedrig wie möglich ist.

    Wenn ich nämlich eine große Blendenöffnung möchte, aber die Verschlusszeit ist wegen der schlechten Lichtverhältnisse zu lang, erhöhe ich den ISO-Wert, bis die Verschlusszeit niedrig genug ist, um das Bild einzufangen, ohne ein Stativ benutzen zu müssen. 

    Doch die Bildqualität leidet schon bei einem ISO-Wert ab 800 unter dem Rauschen, so dass die Bilder, die bei höheren Werten entstehen, kaum meinen Ansprüchen genügen. Dann gilt es, die Blende entweder weiter zu vergrößern, oder doch ein Stativ zu nutzen bzw. die Kamera auf den Boden oder eine Sitzbank zu legen, damit ich durch das Halten das Bild nicht verwackle.

  • Was ist die Blende?

    Dieser Artikel ist Teil der Fotografie lernen-Reihe “Grundwissen Fotografie: Lernen, wie was funktioniert” und erklärt die Rolle der Blende beim Fotografieren. Die Blende ist einer der drei wichtigsten Parameter in der Fotografie – die anderen zwei sind Belichtungszeit und ISO – und sicherlich der vielfältigste.

    die Blende

    Die Blende (im Englischen “aperture”) kann als die Öffnung in einem Objektiv definiert werden, durch die Licht in die Kamera gelangt. Sie wird in Blendenzahlen wie 1:1,8, 1:2, 1:4,5 usw. ausgedrückt, um die Größe der Objektivöffnung widerzuspiegeln, die über das Objektiv oder die Kamera gesteuert werden kann.

    Ihre Funktionsweise ist ähnlich wie die der Regenbogenhaut/Iris im menschlichen Auge: Je nachdem, ob Du Dich in einer hellen oder dunklen Umgebungen befindest, zieht sich die Iris zusammen oder dehnt sich aus, wodurch die Größe Deiner Pupille gesteuert wird.

    In der Fotografie ist die „Pupille“ eines Objektivs die Blende. Du kannst die Blende verkleinern oder vergrößern, damit mehr oder weniger Licht auf den Kamerasensor gelangt. Die Blende kann sich öffnen und schließen, um die durchzulassende Lichtmenge zu ändern.

    Was bewirkt die Blende?

    Die Blende Deines Objektivs ist für vielerlei verantwortlich:

    • Tiefenschärfe
    • Schärfeverlust durch Beugung
    • Helligkeit / Belichtung Deiner Fotos
    • Starburst-Effekte
    • Sichtbarkeit von Staubflecken des Kamerasensors
    • Qualität des Bokeh
    • Fokusverschiebung
    • Fokussierung bei schlechten Lichtverhältnissen

    Blende und Schärfentiefe

    Die geringe Tiefenschärfe bei einer großen Blendenöffnung führt dazu, dass Vorder- und Hintergrund unscharf dargestellt sind und nur das Motiv in der Mitte scharf zu sehen ist.

    Die Schärfentiefe bezieht sich auf den Bereich zwischen dem nächsten und dem am weitesten entfernten Objekt in einem Foto, das scharf erscheint. Im Allgemeinen führt eine große Blende zu einer großen Vordergrund- und Hintergrundunschärfe, das eine geringe Schärfentiefe bedeutet. Andererseits führt eine kleine Blende zu einer geringen Unschärfe des Vordergrunds und des Hintergrunds, also zu einer großen Schärfentiefe.

    Durch die Einstellung der Blende kannst Du einerseits Deinen Bilder eine Tiefendimension hinzufügen, indem Du die Schärfentiefe steuerst. Im Extremfall liefert die Blende einen unscharfen Hintergrund mit einem schönen flachen Fokuseffekt.

    Andererseits kannst Du auch eine Blendeneinstellung auswählen, die ein vom nahe gelegenen Vordergrund bis hin zum fernen Horizont gleichermaßen scharfes Bild erzeugt.

    Wie sich die Blende auf die Schärfentiefe auswirkt

    Die Schärfentiefe ist also die Fläche des Fotos, die von vorne bis hinten scharf erscheint. Einige Fotos haben eine „dünne“ oder „flache“ Schärfentiefe, also nur einen kleinen Bereich, der scharf ist. Andere Bilder haben eine „große“ oder „tiefe“ Schärfentiefe, bei der sowohl der Vordergrund als auch der Hintergrund scharf sind.

    Porträt eines älteren Mannes mit Hut vor schwarzem Hintergrund, Senior-Fotografie, TFP-Shooting, kostenloses Fotoshooting in München, kleine Blende f/1.8. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Porträt eines älteren Mannes mit Hut vor schwarzem Hintergrund, fotografiert mit Blende 1/1.8.

    Im Bild kannst Du sehen, dass die Augenpartie des Mannes scharf erscheint, während Nase sowie Ohren unscharf sind. Die Wahl der Blende spielte hierbei eine große Rolle. Ich habe speziell eine große Blende (1/1.8) verwendet, um einen flachen Fokuseffekt zu erzielen. Damit kann ich die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das eigentliche Thema des Fotos – die Augen – zu lenken und nicht auf den hier unwichtigen Rest. Eine kleine Blende hätte das gesamte Gesicht scharf abgebildet.

    Zum besser Merken: Eine große Blende führt zu einer großen Unschärfe sowohl des Vordergrunds als auch des Hintergrunds. Dies ist häufig bei Porträts oder Nahaufnahmen von Objekten wünschenswert, bei denen Du das Motiv isolieren möchtest. Eine kleine Blende führt zu einer geringen Unschärfe, also zu einem großflächig scharfen Bild.

    Für Porträtfotos bevorzuge ich große Blenden wie 1:1,8 oder 1:2, um das Motiv vom Vordergrund und Hintergrund zu isolieren. Dadurch kann ich zum Beispiel nur die Augen des porträtierten Menschen scharf fokussieren und so in den Mittelpunkt rücken; dabei sind ablenkende Elemente unscharf und ihnen wird nicht allzu viel Aufmerksamkeit eingeräumt.

    Es ist jedoch gar nicht so, dass alle Bilder mit größtmöglicher Blende gemacht werden sollen. In der Landschafts- und Architekturfotografie arbeite ich eher mit kleinen Blenden, so ab 1:8, um möglichst viele Elemente im Vordergrund und Hintergrund gleichzeitig in den Fokus zu rücken. Beim folgenden Foto war es mir wichtig, eine möglichst große Tiefenschärfe zu erreichen, und deswegen habe ich trotz schlechter Lichtverhältnisse Blende 1/4 gewählt.

    Markusplatz, Blick auf Markusdom und Glockenturm bei Hochwasser, Venedig, Venezia, Italien.
    Markusplatz, Blick auf Markusdom und Glockenturm bei Hochwasser. Mit Blende 1/4 fotografiert.

    Der negative Effekt der Beugung

    Heißt es im Umkehrschluss, dass mit der niedrigsten Blende (zum Beispiel 1:22) die höchste Schärfe erreicht wird?

    Nein! Bilder mit extrem kleinen Blenden enthalten viel weniger Details. Durch den Effekt namens Beugung verliert das Bild viel an Schärfe!

    Die Beugung ist ganz einfach erklärt: Wenn Du eine winzige Blende verwenden, drückst du das Licht, das durch das Objektiv fällt, buchstäblich zusammen. Die Lichtstrahlen behindern sich gegenseitig, das Foto wird unscharf und Details gehen verloren.

    Doch woran erkennst Du, ob der Beugungseffekt eintritt? Es hängt von vielen Faktoren ab, wann die Beugung sichtbar wird, einschließlich der Größe des Kamerasensors und der Auflösung des Bildes. Ich persönlich gehe verringere die Blende selten über 1:16, doch den Effekt kann schon vorher sichtbar werden.

    Der Beugungseffekt ist kein Weltuntergang, aber Du solltest im Hinterkopf behalten, dass er existiert.

    Bei welcher Blende ist also alles im Fokus?

    Das hängt von der Sensorgröße Deiner Kamera, der Brennweite des Objektivs und der Nähe der Kamera zu dem zu fotografierenden Motiv ab. Im Allgemeinen bietet eine kleine Blende wie 1:8 eine ausreichende Schärfentiefe, um den größten Teil Deines Fotos scharf abzubilden. Wenn sich das Motiv jedoch zu nahe an der Kamera befindet, muss die Blendeöffnung noch weiter verringert werden oder Du gehst ein paar Schritte zurück.

    Zusammenfassend: Eine große Blende führt zu einer geringen Schärfentiefe, wodurch alles vor und hinter dem fokussierten Motiv unscharf wird und diese Teile des Fotos verschwommen erscheinen. Große Blendenöffnungen zeigen auch die Schwächen des optischen Designs der Linse, was häufig zu sichtbaren Linsenaberrationen führt. Eine kleine Blende hingegen führt zu einer großen Schärfentiefe, wodurch das Bild schärfer erscheint. Kleine Blendenöffnungen verbergen typischerweise auch Linsenaberrationen. 

    Blende und Belichtung

    Auf Punta Rossa liegt ein verlassenes Militärkomplex ("Batterie di Punta Rossa") und es bietet sehr viel zu erkunden bietet. Die Festung an der Südspitze der Insel Caprera stammt noch aus dem 19. Jahrhundert und blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein aktiver Stützpunkt wegen der strategischen Lage im nordwestlichen Mittelmeer
    Das verlassene Militärkomplex von Punta Rossa (“Batterie di Punta Rossa”) auf Caprera, La Maddalena, Sardinien. Bei schlechten Lichtverhältnisse, wie in diesem Fall, ist es ratsam, mit sehr großer Blendenöffnung zu fotografieren.

    Die Blende hat verschiedene Auswirkungen auf Deine Fotos. Eine der wichtigsten ist die Helligkeit oder Belichtung der Bilder. Wenn sich die Einstellung der Blende ändert, ändert sich die Gesamtlichtmenge, die den Kamerasensor erreicht, und damit die Helligkeit des Fotos.

    Durch Öffnen der Objektivblende gelangt mehr Licht in die Kamera, sodass Du ein ordnungsgemäß belichtetes Bild mit einer kürzeren Belichtungszeit aufnehmen kannst. Das Anhalten oder Verringern der Objektivblende verringert andererseits die Lichtmenge, die in die Kamera eintritt, was die Verwendung einer längeren Belichtungszeit erfordert, um ein Bild mit derselben Helligkeit zu erhalten.

    Eine große Blende, also eine große Öffnung, lässt viel Licht durch, was zu einem hellen Foto führt. Eine kleine Blende macht genau das Gegenteil: Das Foto wird dunkel.

    Blendeneffekt auf die Helligkeit

    In einer dunklen Umgebung, zum Beispiel nachts – möchtest Du wahrscheinlich eine große Blende auswählen, um so viel Licht wie möglich einzufangen. Dies ist übrigens der gleiche Grund, warum sich Deine Pupillen erweitern, wenn es dunkel wird.

    Aberrationen

    Blick auf den Canal Grande vom Fondaco dei Tedeschi, Venedig, Venezia, Italien.
    Blick auf den Canal Grande vom Fondaco dei Tedeschi, Venedig, Venezia, Italien. Die Aberrationen des Objektivs sind am Rand sehr gut zu sehen.

    Vielen Menschen vernachlässigen eine einfache Tatsache bezüglich der Blende: Sie blockiert buchstäblich das Licht, das von den Rändern Ihres Objektivs übertragen wird. Das heißt aber nicht, dass dies zu schwarzen Ecken in den Fotos führt, da die mittleren Bereiche eines Objektivs immer noch genug Licht an die Ränder des Kamerasensors durchlassen.

    Wenn sich die Blende schließt, wird immer mehr Licht von den Seiten des Objektivs blockiert und dieses gelangt nicht zum Kamerasensor. Nur das Licht aus dem mittleren Bereich tritt durch und führt zum Entstehen des Fotos. Das bedeutet, dass die Fotos bei immer kleineren Blendenöffnungen weniger Aberrationen aufweisen, bei großer Blendenöffnung die Aberrationen aber zunehmen!

    Zwar kann die Beugung dafür sorgen, dass einige Aberrationen abgeschwächt sind, aber das funktioniert nicht immer und manchmal wird die Verzerrung sogar verstärkt. Eine kleine Blende blockiert einfach Licht, das durch die Ränder des Objektivs gelangt ist. Wenn also die Linsenkanten nicht die Ursache des Problems sind, gibt es bei kleinerer Blende keine Verbesserung.

    Starburst-Effekte

    Starbust-/Blendensterneffekt mit sechs Sonnenstrahlen - Blick auf Manhattan, New York, vom Rockefeller Center. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Starbust-/Blendensterneffekt mit sechs Sonnenstrahlen – Blick auf Manhattan, New York, vom Rockefeller Center.

    Starbursts, auch Blendensterne oder Sterneffekte genannt, sind wunderschöne Elemente, die Du sicherlich schon mal auf Fotos gesehen hast: Lichtquellen werden als Sten abgebildet und verleihen dem Bild einen glamourösen Touch.

    Wie kommt der Effekt zustande? Im Wesentlichen hängt es vom Objektiv ab, denn für jedes Blendenblatt in dem Objektiv erhält die Lichtquelle einen Sonnenstrahl. Der Effekt wird nur dann sichtbar, wenn Du einen kleinen, hellen Lichtpunkt fotografierst, zum Beispiel die Sonne, und wenn diese Lichtquelle von der Blende teilweise blockiert ist. Wenn Du also einen möglichst starken Starburst wünschst, verwende eine möglichst kleine Blende.

    Außerdem sieht der Starburst-Effekt von Objektiv zu Objektiv unterschiedlich aus. Es hängt alles von den Blendenlamellen ab. Wenn das Objektiv sechs Blendenlamellen hat, werden sechs Sonnenstrahlen erzeugt. Wenn das Objektiv über acht Blendenlamellen verfügt, erhältst Du acht Sonnenstrahlen. Und wenn das Objektiv neun Blendenlamellen hat, gibt es achtzehn Sonnenstrahlen.

    Moment mal, neun Lamellen und achtzehn Sonnenstrahlen?

    Ja! Bei einer ungeraden Anzahl von Blendenlamellen werden doppelt so viele Sonnenstrahlen erzeugt. Es klingt zunächst seltsam, aber der Grund ist eigentlich ganz einfach. Bei Objektiven mit einer geraden Anzahl von Blendenlamellen – und einem deswegen vollständig symmetrischen Design – überlappt die Hälfte der Sonnenstrahlen die andere Hälfte und nur die Hälfte bekommst Du als Lichtstrahl auf dem Foto zu sehen.

    Blick auf Santa Maria della Salute vom Markusplatz aus, Venezia, Venedig, Italien.
    Starbust-/Blendenstern-Effekt mit 18 Sonnenstrahlen in Venedig, Blick auf Santa Maria della Salute vom Markusplatz.
    Canon-Objektive haben häufig acht Blendenlamellen, was zu acht Sonnenstrahlen führt. Dagegen haben viele Nikon-Objektive sieben oder neun Blendenlamellen, was zu 14 bzw. 18 Sonnenstrahlen führt.

    Es kommt jedoch nicht nur auf die Anzahl der Klingen an, sondern auch auf ihre Form. Einige Blendenlamellen sind abgerundet, um eine angenehme Hintergrundunschärfe zu erzeugen, andere sind gerade. Wenn Du gute Starbursts einfangen möchtest, sind gerade Lamellen im Vergleich besser.

    Kleine Blende und unerwünschte Elemente

    Das Forum Romanum in Rom, nach einem seltenen Schneefall 2018. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Das Forum Romanum in Rom, nach einem seltenen Schneefall. Findest Du die Stelle, auf der eine Schneeflocke die Line bedeckt hat?

    Wenn Du mit einer kleinen Blende durch Gegenstände wie Zäune, Fenster, Pflanzen und sogar Wassertropfen auf Deinem Objektiv fotografierst, wird Dir wahrscheinlich auffallen, dass das Foto nicht so geworden ist, wie Du es Dir gewünscht hast.

    Kleine Blenden ab 1:11 aufwärts bieten nämlich eine so große Schärfentiefe, dass auch ich manchmal versehentlich Elemente einschließen, die ich nicht scharfstellen möchten! Zum Beispiel wenn ich Wasser in Bewegung fotografiere und erst nach einigen Bildern fällt mir auch, dass auf der Linse Wassertropfen sind. Diese sind dann wegen der kleinen Blende sehr deutlich auf dem Foto zu sehen und zwar als hässlicher Fleck.

    Bei großen Blenden würden diese Störelemente zwar noch sichtbar sein, aber weniger deutlich. Tritt der Fall eines störenden Elements auf, ist es besser, eine große Blende zu verwenden, z. B. 1:5,6, um das Wassertropfen so unscharf abzubilden, dass es vielleicht nicht einmal auf dem Bild erscheint.

    Oder ich wische das Tröpfchen einfach ab. Diese Lösung gilt aber nicht für alle Störelemente, wie der nächste Fall zeigt.
    Das Forum Romanum in Rom, nach einem seltenen Schneefall 2018. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Hier die Vergrößerung der unerwünschten Stelle. Wegen der hellen Sonne und des reflektierenden Schnees habe ich mit einer kleinen Blendenöffnung fotografiert, deswegen ist die Stelle sehr sichtbar.

    Ein weiteres Beispiel, wie kleine Blenden ungewollte Elemente in den Fokus rücken, ist, wenn etwas Staub auf dem Kamerasensor landet. Leider kann dies beim Objektivwechsel immer wieder passieren. Staubflecken auf dem Kamerasensor werden bei kleinen Blenden (zum Beispiel ab 1:16) sehr deutlich sichtbar, mit einer großen Blende können sie aber wieder verschwinden.

    Sollte Dir auffallen, dass auf Deinem Sensor Staubpartikeln liegen, kannst Du diesen entweder selbst oder vom Profi wieder staubfrei machen.

    Bokeh

    photo of yellow lantern during night
    Die verschwommene Lichter im Hintergrund sind Teil des Bokehs.

    Bokeh ist, einfach gesagt, die Qualität der Hintergrundunschärfe.

    Ausführlicher erklärt, ist Bokeh die Qualität der unscharfen Glanzlichter des vom Kameraobjektiv aufgenommenen Bildes. Die Verwendung der größten Blende des Objektivs führt normalerweise zu kreisförmigen Hintergrundlichtern mit großer Größe, während kleine Blendenöffnungen normalerweise dazu führen, dass Glanzlichter kleiner aussehen und unterschiedlich eckige Formen annehmen.

    In der Porträt- oder Tierfotografie weisen viele Fotos stark unscharfe Hintergründe auf, die aber nicht alle gleich gut aussehen. Die Qualität der Hintergrundunschärfe kannst Du über die Blendeneinstellungen steuern. Doch warum ist das so?

    Weil die Hintergrundunschärfe immer die Form der Öffnung der Blendenlamellen annimmt. Wenn die Öffnung die Form eines Herzen hat, erhältst Du eine herzförmige Hintergrundunschärfe.

    Wie das funktioniert, kannst Du hier sehen.

    In vielen Objektiven ist die Form der Öffnung der Blendenlamellen nicht immer gleich, sondern sie ändert sich je nach Blendeneinstellung. Oft weisen große Blendeneinstellungen (z. B. 1:1,8) eine fast runde Hintergrundunschärfe auf als kleine Blendeneinstellungen. Bei großen Blendenöffnungen erhalten Sie auch mehr Hintergrundunschärfe.

    Wenn Dir die Bokeh-Qualität  wichtig ist, empfehle ich Dir, gezielt nach Bokeh-Objektiven zu schauen und die Blendeneinstellungen auch ausgiebig zu testen. 

    Fokusverschiebung

    Bei einigen Objektiven – selbst wenn Du den Fokus nicht änderst, im manuellen Fokusmodus bist und den Fokusring nicht bewegst – kann passieren, dass sich der Fokuspunkt verschiebt, wenn Du kleine Blenden verwendest.

    Folgende Schritte können Dir helfen, herauszufinden, ob Dein Objektiv eine Fokusverschiebung aufweist:

    1. Stelle die Kamera auf ein Stativ und wechsle zu manuellem Fokus.
    2. Suche einen Gegenstand, der sich in die Tiefe erstreckt, zum Beispiel ein Tisch, und fokussiere dessen Mitte.
    3. Wenn Du das Bild in Live-View vergrößerst, sollten sowohl die fokussierten Details gut zu sehen sowie der Rest des Fotos deutlich unscharf sein.
    4. Schieße ein Foto mit der größten Blende des Objektivs und dann mit immer kleineren Blenden. Achte darauf, den Fokus nicht zu verändern und nicht am Fokusring zu drehen.
    5. Nun brauchst Du einen großen Monitor, auf dem Du die Fotos vergrößerst und überprüfst, ob der Fokuspunkt in allen Fotos auf der selben Stelle bleibt oder sich nach hinten verschiebt. Je mehr er sich verschiebt, desto stärker ist die Fokusverschiebung Deines Objektivs.

    Wenn das Problem auftritt, ist es nichts Schlimmes, denn Du weißt jetzt Bescheid. Für Dich bedeutet es, dass Du immer wieder den Fokus überprüfen sollst, wenn Du im manuellen Fokusmodus bist und die Blendeneinstellungen veränderst, vor allem bei großen Blendenöffnungen. (Bei kleinen Blendenöffnungen ist die Tiefenschärfe oft groß genug, dass die Fokusverschiebung nicht sichtbar wird.)

    Blende und Autofokus

    Das Autofokus-System Deiner Kamera funktioniert nur dann gut, wenn es viel Licht empfängt.

    Normalerweise ist dies kein Problem. Selbst wenn Du eine kleine Blende einstellst, verwendet die Kamera zum Fokussieren die größte Blende und erst beim Auslösen wird die Blendenöffnung auf Deine Einstellung angepasst.

    Doch nicht immer ist die größte Blende groß genug. Zoom- und Teleobjektive haben als größte Blende vielleicht 1:4,5, manchmal auch 1:5,6. Oder dein Objektiv hat eine manuelle Blendeneinstellung und Du belässt diese auf einem hohen Wert wie 1:8. Vor allem günstigere Objektive haben relativ hohe Werte als größte Blendenöffnung. Das führt dazu, dass bei schlechten Lichtverhältnissen der Autofokus nicht gut arbeiten kann.

    Dieser Effekt ist nicht von großer Bedeutung, wenn viel Licht scheint, aber im Dunkeln kann er durchaus sehr wichtig werden, wenn Du Dich auf den Autofokus verlässt.

    Fazit

    Die Blende (im Englischen "aperture") kann als die Öffnung in einem Objektiv definiert werden, durch die Licht in die Kamera gelangt. Sie wird in Blendenzahlen wie 1: 1,8, 1:2, 1:4,5 usw. ausgedrückt, um die Größe der Objektivöffnung auszudrücken, die über das Objektiv oder die Kamera gesteuert werden kann. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Geschlossene Blendenöffnung.

    Die Blende ist eindeutig eine, wenn nicht die entscheidende Einstellung in der Fotografie. Die Blende wirkt sich auf verschiedene Aspekte Deines Fotos aus, so dass Du mit der richtigen Einstellung das Beste auf dem Bild rausholen kannst. Welche Einstellung die richtige ist, wirst du durch etwas Übung ziemlich schnell herausbekommen.

    Eine kleine Blende macht die Fotos dunkler, erhöht die Schärfentiefe, erhöht die Beugung, verringert den Effekt der meisten Linsenaberrationen und verstärkt den Starbursts-Effekt. Eine große Blende bewirkt das Gegenteil.

    Ich fotografiere die meiste Zeit im Aperture priority-Modus, abgekürzt A oder Av und auf Deutsch  Blendenvorwahl, damit ich immer volle Kontrolle über die Blende habe und die Kamera automatisch die Belichtungszeit meiner Blendeneinstellung anpasst. (Mehr zum Kameramodus in diesem Blogartikel.) 

    Das scheint jetzt vielleicht ziemlich kompliziert zu sein, aber bald wirst Du nicht mehr darüber nachdenken müssen. Für Starbust-Effekte ist eine sehr niedrige Blende nötig (zum Beispiel 1:16), bei schlechten Lichtverhältnisse und bei Porträts möchte ich eher eine große, eventuell die größtmögliche Blende einstellen (zum Beispiel 1:1,8) und in der Landschaftsfotografie – oder wann immer sowohl Vordergrund als auch Hintergrund scharf sein sollen – möchte ich eine mittlere Blendenöffnung haben (zum Beispiel 1:8).

    Welche Blende eignet sich am besten für die Porträtfotografie?

    Wenn Du ein Bild mit geringer Schärfentiefe erstellen möchtest, bei dem das eigentliche Motiv scharf erscheint, während der Vordergrund und der Hintergrund verschwommen sind, kannst Du eine sehr große Blende wie 1:1,8 oder 1:2,8 verwenden.

    Welche Blende eignet sich am besten für die Landschaftsfotografie?

    Wenn Du gerne Landschaften tagsüber fotografierst, möchtest Du wahrscheinlich eine möglichst große Schärfentiefe haben, damit sowohl Vordergrund als auch Hintergrund so scharf wie möglich abgelichtet werden. In solchen Fällen ist es am besten, eine kleine Blenden wie 1:8 oder 1:11 auszuwählen.

    Nachts kannst Du dann eine große Blende auswählen, damit Deine Belichtungszeit nicht zu hoch wird.

    Ist es besser, eine höhere oder niedrigere Blende zu haben?

    Es hängt wirklich davon ab, was Du fotografieren möchtest und wie das Foto aussehen soll. Niedrigere Blenden wie 1:1,8 lassen mehr Licht durch die Linse und erzeugen eine geringe Schärfentiefe. Im Vergleich dazu lassen kleinere Blendeneinstellungen wie 1:8 weniger Licht durch und erzeugen gleichzeitig eine große Schärfentiefe.

  • Fotografie lernen leicht gemacht – Teil 1

    Wenn Du gerade erst mit dem Fotografieren beginnst und nicht weißt, wo Du anfangen sollst, oder wenn Du schon eine Weile mit Deiner Kamera fotografierst und Dein Wissen erweitern möchtest, bist Du hier genau richtig.

    Das in diesem Artikel zusammengestellte Material hilft Dir nicht nur beim Aufbau Deiner fotografischen Kenntnisse, sondern auch bei Deiner Weiterentwicklung als (Hobby-)Fotograf. Auf dieser Seite findest Du wertvolle Tipps und Techniken, um Deine Fähigkeiten zu verbessern; von grundlegendem Fotografie-Wissen für Anfänger bis hin zu fortgeschrittenen Techniken und Tutorials, alles, was Dir helfen kann, wird hier besprochen.

    Fotografie Lernen: wie was funktioniert

    Was ist eine DSLR?

    Was ist eine spiegellose Kamera?

    Wie funktioniert ein Kamerasensor?

    Was ist die Belichtungszeit?

    Was ist Blende?

    Was ist der ISO-Wert in der Fotografie?

    belichtungsdreieck: belichtungszeit, blende, iso

    Was benutze ich welchen Kameramodus?

    Diese Blogartikel aus der Reihe "Fotografie lernen" helfen Dir, die Grundlagen zu beherrschen und mehr aus Deinen Fotos rauszuholen. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Diese Blogartikel aus der Reihe “Fotografie lernen” helfen Dir, die Grundlagen zu beherrschen und mehr aus Deinen Fotos rauszuholen.

    Folgt:

    Mess- und Messmodi

    Was ist eine Belichtungskorrektur?

    Autofokus-Modi erklärt

    Allgemeine Kameraeinstellungen

    So machst Du scharfe Fotos

  • Was ist die Belichtungszeit und warum ist sie wichtig?

    Dieser Artikel ist Teil der Fotografie lernen-Reihe “Grundwissen Fotografie: Lernen, wie was funktioniert” und erklärt die Rolle der Belichtungszeit beim Fotografieren.

    Die Belichtungszeit, auch als Verschlusszeit oder Belichtungsdauer bekannt, ist für zwei bestimmte Aspekte der Fotografie wichtig: Du kannst einerseits darüber die Helligkeit Deines Fotos regulieren, andererseits auch Dramatik und Dynamik durch Einfrieren oder Verwischen von Bewegungen erzeugen. Ich möchte Dir in diesem Artikel erklären, was die Belichtungszeit ist, wobei sie eine Rolle spielt und was Du bei der Einstellung beachten könntest.

    Was ist die Belichtungszeit?

    Marienkäfer im Schnee im Zillertal.
    Marienkäfer im Schnee im Zillertal. Da ich eine große Blendenöffnung für eine dünne Tiefenschärfe ausgewählt hatte und der Schnee die Mittagssonne stark reflektierte, lag die Belichtungszeit bei 1/1.000 Sek.

    Unsere Digitalkameras bieten uns hauptsächlich drei Parameter, an denen wir schrauben können, um das gewünschte fotografische Ergebnis zu erreichen: ISO, Blende und Belichtungszeit.

    Die Belichtungszeit gibt an, wie lange der Kameraverschluss geöffnet bleibt und so Licht auf den Bildsensor fällt. Im Wesentlichen hängt davon ab, wie lange Deine Kamera ein Foto aufnimmt. Bei dem Kameraverschluss handelt es sich um eine Art Vorhang vor dem Kamerasensor, der geschlossen bleibt, bis Du auf den Auslöser drückst, um ein Foto aufzunehmen.

    Bei der Auslösung öffnet sich der Verschluss und der Kamerasensor wird vollständig dem Licht ausgesetzt, das durch das Objektiv hindurch fällt. Nachdem für eine (automatisch oder manuell) eingestellte Dauer das Licht auf den Sensor gefallen ist, schließt der Verschluss und verhindert, dass weiteres Licht den Sensor erreicht.

    Die Dauer des Lichteinfalls hat einige wichtigen Auswirkungen auf Deine Fotos, die ich Dir im Folgenden präsentiere.

    Lange Belichtungszeit

    Langzeitbelichtung (1/3 Sek.) eines Wasserfalls. Dabei kam mir ein Stativ zu Hilfe, damit ich das Bild nicht verwackle und der Wasserfluss etwas verschwommen aussieht, während die statischen Elemente scharf bleiben.

    Wenn Du eine lange Belichtungszeit verwendest, wird Dein Sensor über einen langen Zeitraum belichtet. Die erste wichtige Folge davon ist Bewegungsunschärfe: Sich bewegende Motive erscheinen entlang der Bewegungsrichtung unscharf auf dem Foto.

    Dieser Effekt wird zum Beispiel in der Werbung für Autos und Motorräder verwendet, bei der dem Betrachter ein Gefühl von Geschwindigkeit und Bewegung vermittelt wird, indem die Drehung der Räder absichtlich verwischt erscheint.

    In der Landschaftsfotografie werden lange Verschlusszeiten absichtlich verwendet, um den Wasserstrom von Flüssen und Wasserfällen durch die Unschärfe hervorzuheben und die statischen Objekte weiter scharf abzubilden.

    Lange Belichtungszeiten werden auch verwendet, um Sterne oder andere Objekte nachts oder in dunklen Umgebungen mit einem Stativ zu fotografieren, da die lange Verschlusszeit dafür sorgt, dass viel Licht den Bildsensor erreicht.

    Kurze Belichtungszeit

    Eine sehr kurze Verschlusszeit (1/1.000 Sek.) bewirkt, dass Wasserspritzer wie eingefroren aussehen.

    Andererseits kann die Belichtungszeit auch verwendet werden, um genau das Gegenteil zu bewirken und die Bewegung des abgelichteten Motiv einzufrieren. Wenn Du eine besonders kurze Belichtungsdauer verwenden, kannst Du das Gefühl von Bewegungen auch von sich schnell bewegenden Objekten wie fliegenden Vögeln oder vorbeifahrenden Autos verbannen.

    Wenn Du beim Fotografieren von Wasser eine sehr kurze Belichtungszeit verwendest, hängt jedes Tröpfchen Wasser in der Luft, was wir mit unseren Augen möglicherweise gar nicht wahrnehmen können. Das Wasser sieht dann so aus, als wäre es genau so wie auf dem Foto eingefroren.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass kurze Verschlusszeiten die Bewegungen einfrieren, während lange Belichtungszeiten beim Fotografieren von sich bewegenden Objekten einen Bewegungseffekt erzeugen.

    Wie wird die Belichtungszeit gemessen?

    Belichtungszeit/Verschlusszeit (shutter speed). Wenn Du eine lange Belichtungszeit verwenden, wird Dein Sensor über einen langen Zeitraum belichtet. Die erste wichtige Folge davon ist Bewegungsunschärfe: Wenn Deine Belichtungszeit lang ist, erscheinen sich bewegende Motive entlang der Bewegungsrichtung unscharf auf dem Foto. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Für dieses Foto habe ich eine sehr kleine Blende gewählt und eine lange Belichtungszeit (30 Sek.), um möglichst viele Lichtstreifen zu sammeln.

    Die Belichtungszeit wird typischerweise in Bruchteilen einer Sekunde gemessen, solange sie unter einer Sekunde liegt. Zum Beispiel bedeutet 1/2 eine halbe Sekunde, während 1/250 eine Zweihundertfünfzigstel Sekunde (vier Millisekunden) bedeutet.

    Die meisten modernen DSLRs und spiegellosen Kameras können Verschlusszeiten von 1/4000 aufweisen, einige sogar 1/8000 oder noch weniger. Die längste verfügbare Verschlusszeit bei den meisten DSLRs oder spiegellosen Kameras beträgt normalerweise 30 Sekunden.

    Bei Bedarf kannst Du eine längere Belichtungszeit einstellen, indem Du den Bulb-Modus und einen externen Fernauslöser verwendest.

    Was hat die Verschlusszeit mit der Helligkeit des Fotos zu tun?

    Belichtungszeit/Verschlusszeit (shutter speed). Wenn Du eine lange Belichtungszeit verwenden, wird Dein Sensor über einen langen Zeitraum belichtet. Die erste wichtige Folge davon ist Bewegungsunschärfe: Wenn Deine Belichtungszeit lang ist, erscheinen sich bewegende Motive entlang der Bewegungsrichtung unscharf auf dem Foto. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Dieses Bild entstand in einer kalten Oktobernacht mit Hilfe eines Stativs. Um das Foto lange genug zu belichten, lag die Verschlusszeit bei 25 Sekunden.

    Der andere wichtige Effekt der Belichtungszeit ist die Auswirkung auf die Helligkeit eines Bildes. Wenn Du eine lange Verschlusszeit verwendest, sammelt der Kamerasensor viel Licht und das resultierende Foto ist ziemlich hell. Durch die Verwendung einer kurzen Belichtungsdauer wird der Kamerasensor nur kurz dem Licht ausgesetzt, was zu einem dunkleren Foto führt.

    Die Belichtungszeit ist jedoch nicht der einzige Parameter, der die Helligkeit eines Bildes beeinflusst. Auch Blende, ISO und die tatsächliche Helligkeit der Szene – ist es ein sonniger Sommertag oder eine mondlose Nacht? – spielen eine große Rolle. Du kannst also die Verschlusszeit mit einer gewissen Flexibilität einstellen, solange Du das Zusammenspiel der anderen Parameter in Deinen Einstellungen berücksichtigst.

    Die Belichtungszeit kann ein wichtiges Werkzeug sein, um für ein Foto die richtige Helligkeit einzustellen. An einem sonnigen Tag musst Du möglicherweise eine kurze Belichtungsdauer verwenden, sonst ist Dein Foto überbelichtet. Wenn es Nacht ist, können eine lange Verschlusszeit und ein Stativ erforderlich sein, um ein zu dunkles Bild zu vermeiden.

    Fotografie lernen mit Claudio Salvati Photography; richtige Verschlusszeit, optimale Belichtungsdauer, brennweite.

  • Venedig – Teil 2: Meine Lieblingsfotospots

    In diesem Post verrate ich Dir meine fünf fotografischen Lieblingslocations in Venedig, Italien, die ich im Laufe der letzten Jahre entdeckt und immer wieder besucht habe. Den vorherigen Post über Venedig und wie Du in der Stadt am besten zurechtkommst, findest Du hier. (Öffnungszeiten und Preise wurden von mir zuletzt am 10.11.2020 überprüft und aktualisiert.)

    Mehr zu Venedig findest Du hier.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

    Fondaco dei Tedeschi

    Das Luxus-Einkaufszentrum am Canal Grande, in einem antiken Palast aus dem dreizehnten Jahrhundert, bietet nicht nur drei Stockwerke voller unbezahlbarer Markenartikel inmitten des ältesten Teils Venedigs, sondern auch den kostenlosen Besuch der Dachterrasse mit atemberaubendem Blick auf den Kanal und die Rialtobrücke. Dies ist allerdings nur nach vorheriger Buchung möglich: Es werden 15-minütige Slots von 10:30 bis 18:30 angeboten.

    Tipp: Buche zwei Slots hintereinander. Du kannst beide Buchungen bei der ersten Kontrolle vorzeigen, damit Du beim „Schichtwechsel“ auf der Dachterrasse bleibst und nicht wieder in die Wartehalle geschickt wirst. So hast du die Terrasse eine oder zwei Minuten nur für dich und deine Fotos; Stative waren bisher übrigens erlaubt.

    Der Name deutet darauf hin, dass das Gebäude im Spätmittelalter und in der Renaissance als Niederlassung deutschsprachiger Händler und Handwerker diente; sogar die Fugger hatten eine Handelsvertretung hier. Die Räumlichkeiten weisen heute immer noch Zeichen und Wappen verschiedener Händler auf, die auf Säulen, Regalen, Fenstern, Wänden, Fassaden und Sockeln eingraviert wurden, um den Raum für sich zu beanspruchen.

    Campanile di San Giorgio Maggiore

    Die wunderschöne und recht überschaubare Insel südöstlich von San Marco diente schon den Malern der Renaissance als Inspiration und Motiv für ihre Bilder, da die majestätische und imposante Fassade der Basilika auf dem Wasser der Lagune sehr gut von der Piazzetta San Marco zu sehen und der Ausblick wirklich sehr malerisch ist. Bis zum elften Jahrhundert war auf der Insel jedoch nur eine kleine Kirche aus Holz; erst im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte wurde erst das angrenzende Kloster und später, im 16 Jahrhundert, auch die Basilika gebaut, wie wir sie heute kennen.

    Der aktuelle Glockenturm stammt aus dem Jahre 1791, da der ursprüngliche 1774 stürzte. Er gehört zu den höchsten Türmen der Stadt und bietet einen fantastischen Blick auf die Altstadt Venedigs, besonders auf den Markusplatz und auf Santa Maria della Salute, da keine Gebäuden die Sicht beeinträchtigen. Den Glockenraum erreicht Du in einem gläsernen Aufzug und Du kannst so während der Fahrt nach oben noch das Gerüst der alten Holztreppe im Inneren des Glockenturms sehen, ohne Gefahr zu laufen, dass die modernden Stufen plötzlich beim Hochgehen zusammenbrechen.

    Santa Maria della Salute und der Sankt Markus-Glockenturm im Sonnenuntergang, von San Giorgio Maggiore aufgenommen.

    Tipp: Kleine Stative konnten bisher problemlos aufgestellt und für Zeitrafferaufnahmen oder Langzeitbelichtungen verwendet werden.

    Der Glockenturm ist offen von 9:00 bis 19:00 von April bis Oktober (letzte Eintrittsmöglichkeit um 18:30), von November bis März von 8:30 bis 18:00 (letzte Eintrittsmöglichkeit um 17:30). Der Eintritt für den Glockenturm kostet 6 Euro – die Kirche kann kostenfrei betreten werden.

    Vorsicht beim Glockenschlag, es kann richtig laut werden!

    Ponte di Rialto

    Die Rialtobrücke ist die älteste der vier Brücken, die heutzutage über den Canal Grande führen, und bis ca. 1850 war sie sogar die einzige, um von einem Ufer des Kanals zum anderen zu kommen. Sie ist die dritte Brücke, die an dieser Stelle errichtet wurde, denn beide vorherigen brachen in sich zusammen. Im 16. Jahrhundert fanden mehrere Ausschreibungen statt, an denen namhafte italienische Architekten teilnahmen, und 1588 gewann das Projekt von Antonio da Ponte; ausschlaggebend war seine Idee, die Brücke auf nur einem Bogen zu stützen, statt auf mehreren, um den Schiffsverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

    Auf der Brücke befinden sich viele Geschäfte; die meisten von ihnen verkaufen Luxuswaren wie Juwelen, Uhren oder Murano-Glas. Schon auf der ersten Holzbrücke 1250 befanden sich Geschäfte; damals finanzierte die Stadt aus den Mieteinnahmen der Räumlichkeiten die Wartungsarbeiten an der Brücke.

    Fun Fact 1: Die Miete für ca. 16m² auf der Brücke (8m² Erdgeschoss, 8m² 1. OG) beträgt ungefähr 5.000 Euro/Monat.

    Die Lage der Brücke erlaubt es, die großartige Sonnenuntergangsstimmung bei Abenddämmerung über dem Canal Grande Richtung Südwesten fotografieren zu können; der rötliche Himmel und die letzten Sonnenstrahlen spiegeln sich auf dem Wasser und beleuchten die hellen Paläste an den Seiten des Kanals mit warmem Licht. Dabei fehlt es in Venedig ganz sicher nicht an romantischer Stimmung, aber beim Sonnenuntergang ist die Stadt noch schöner.

    Auf der Brücke gibt es noch die Möglichkeit, lustige und spannende Zeitraffervideos zu drehen, da die vielen Wasserfahrzeuge sich in sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen und auf der Aufnahme wird dies noch stärker hervorgehoben.

    Einige Dutzend Meter westlich der Brücke befindet sich der Rialtomarkt, der seit über tausend Jahren dort angesiedelt ist und im Laufe der Jahrhunderte sogar bis an die Ufer des Kanals bei der Brücke reichte. Inzwischen erfüllt der Markt keine Versorgungsfunktion mehr, sondern hat vielmehr einen folkloristischen Charakter, vor allem der Fischmarkt in den Hallen der Pescheria di Rialto ist eine beliebte touristische Anlaufstelle. Die antik wirkende Markthalle ist übrigens erst 1907 nach gotisch-venezianischen Stil erbaut worden, und dem Laien – also mir – war dies nie aufgefallen.

    Fun Fact 2: Im Mittelalter durften nur gebürtige Venetianer, die das 50. Lebensjahr bereits bestritten und mindestens 20 Jahre selbst gefischt hatten, Fisch verkaufen.

    San Marco

    Der Platz von San Marco bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten, einige von ihnen sind Dir bestimmt bekannt, andere womöglich noch nicht. Der Besuch des Markusplatz ist für mich bei jedem Aufenthalt in Venedig “Pflicht”.

    Campanile di San Marco

    Der Glockenturm vom Markusplatz ist wahrscheinlich das bekannteste Wahrzeichen Venedigs. Durch seine imposante Höhe (99m) überragt er jedes Gebäude der Lagunenstadt um einige Dutzend Meter und selbst Goethe war auf seiner Italienreise von der Aussicht vom Turm beeindruckt:

    Aus Goethes Italienischer Reise:

    Als ich ihn [den Stadtplan Venedigs] einigermaßen studiert, bestieg ich den Markusturm, wo sich dem Auge ein einziges Schauspiel darstellt. Es war um Mittag und heller Sonnenschein, daß ich ohne Perspektiv Nähen und Fernen genau erkennen konnte. Die Flut bedeckte die Lagunen, und als ich den Blick nach dem sogenannten Lido wandte (es ist ein schmaler Erdstreif, der die Lagunen schließt), sah ich zum erstenmal das Meer und einige Segel darauf. In den Lagunen selbst liegen Galeeren und Fregatten, die zum Ritter Emo stoßen sollten, der den Algierern den Krieg macht, die aber wegen ungünstiger Winde liegenbleiben. Die paduanischen und vicentinischen Berge und das Tiroler Gebirge schließen zwischen Abend und Mitternacht das Bild ganz trefflich schön.

    Ein Aufzug bringt alle Besucher von der Basis zum Glockengeschoss in weniger als einer Minute und ohne jegliche Anstrengung, so dass Du dich auf den 360°-Panoramablick konzentrieren kannst. Übrigens sollen auch Menschen, die an Höhenangst leiden, den Blick genießen können, da es von oben nicht möglich ist, direkt zum Sockel runter zu schauen.

    Der Glockenturm ist im Sommer von 9 bis 21 Uhr für Besucher offen, im Winter von 9:30 bis 15:45, sonst von 9 bis 19 Uhr. Der letzte Einlass ist eine Stunde vor Schluss, und trotz aller italienischer Gemütlichkeit wird das auch streng eingehalten. Ich wurde am Ticketschalter schon mal abgewiesen, weil ich ein paar Minuten zu spät da war. Der volle Preis beträgt 8 und der ermäßigte 4 Euro.

    Piazza san marco

    Der Markusplatz ist an drei Seiten von den Gebäuden der Prokuratie umschlossen, der mittelalterlichen Baubehörde, die im Verlauf der Jahrhunderte immer mehr Bedeutung und Einfluss gewann. Im Norden befinden sich die alten Prokuratie (Procuratie vecchie), im Süden die neuen (Procuratie nuove) und im Osten ist der Napoleonische Flügel (Ala napoleonica), der unter Napoleon erbaut wurde. Auf der Ostseite befinden sich Markusdom und Glockenturm.

    Basilica di San Marco

    Die Kirche wurde vom Doge Giustiniano Partecipazio in Auftrag gegeben, als 828 zwei venezianische Händler aus Alexandria in Ägypten die Reliquien vom Heiligen Markus schmuggelten. Mehrere Neubauten folgten, die letzte große Renovierung erfolgte 1231 nach einem verheerenden Brand.

    Die Basilika ist in vielerlei Hinsichten einzigartig, denn zum einen finden sich hier viele architektonische Besonderheiten – im Inneren sind alle Wände und Decken ausschließlich von Mosaiken geschmückt, Fresken wirst Du vergeblich suchen; die Kirche weist einen seltenen romanischen Stil mit byzantinischen Einflüssen -, zum anderen war die Kirche Mittelpunkt des sozialen und politischen Lebens der venezianischen Republik und alle wichtigen Ereignisse, angefangen bei den vielen religiösen Veranstaltungen bis hin zu der Wahl des Dogen, fanden in der oder um die Kirche statt. Diese Funktion spiegelt sich nicht nur in den vielen Kunststücken, sondern auch in der Architektur wider.

    Außerdem beherbergt das Museum der Kirche viele Schätze: die Originalpferde von San Marco (auch: Quadriga marciana, Quadriga des Markusdoms genannt) – auf der Loggia befinden sich lediglich Kopien davon – und die alte Bedeckung des goldenen Altarbildes, auf der Paolo Veneziano im 14. Jahrhundert die Geschichte des Heiligen Markus malte.

    Torre dell’orologio

    Der Glockenturm gilt noch heute als Geheimtipp, um einen Blick auf den Markusplatz zu werfen, ohne beim Einlass der Basilika oder des Glockenturms anzustehen, denn trotz seiner hervorragenden Lage wirkt der relativ hohe Preis oft abschreckend: 12 Euro pro Person werden nämlich für den Eintritt verlangt. Dafür kannst Du nicht nur den kompletten Markusplatz von oben überblicken – sogar von weiter oben als von der Loggia des Markusdoms -, sondern auf dem Weg nach oben bekommst Du auch das Uhrwerk zu sehen und auf der obersten Terrasse findest Du die zwei Moren, den “Alten” und den “Jungen”, die zu jeder vollen Stunden auf eine extra für diesen Turm gegossene Glocke schlagen.

    Sich in den Gässchen verlaufen

    In den letzten Jahren habe ich es sehr genossen, mich von meiner Neugier leiten zu lassen und planlos durch die Stadt zu laufen, um verlorene Geschäfte, geheime Gänge und vom Massentourismus noch verschonte Plätze zu entdecken. Zwar mündete mein Weg des Öfteren in Sackgassen, dennoch lohnt es sich, einen Blick abseits der touristischen Routen und der vielen “Pilgerstätten” zu werfen.

    Zusätzlich empfehle ich Dir, recht früh aufzustehen, da es ein einzigartiges Erlebnis ist, morgens die Stadt beim Aufwachen zu beobachten, wenn die Touristen noch schlafen und viele Bäckereien sowie Konditoreien ihren Duft in die Gässchen ausströmen. Die Anwohner schicken sich an, ihre Kinder zur Schule zu bringen und danach zur Arbeit zu gehen, Waren werden per Boot geliefert, ebenso erfolgt die Müllentsorgung über den Wasserweg. Zu keiner anderen Zeit sonst zeigt sich Venedig von ihrer authentischen Seite.

  • Venedig – Teil 1: Überlebenstipps

    Von allen Städten, die ich besichtigt habe, fasziniert mich Venedig immer noch am meisten. Venedig ist wegen seiner Geschichte, Architektur und der Tatsache, dass es ins Meer gebaut wurde, vielleicht wirklich „die unwahrscheinlichste der Städte“, wie Thomas Mann schreibt. Andererseits macht sie die Nähe zu Süddeutschland – in 5 Stunden ist man schon an der italienischen Adria –zu einem leicht erreichbaren Ziel.  Ich bin sehr gerne dort und versuche auch, mehrere Tage zu bleiben, vor allem zur Zeit des Karnevals.

    Den nächsten Post über Venedig mit meinen fünf Lieblingsfotospots findest Du hier.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

    Venedig Bilder- Venedig vom Wassertaxi fotografiert

    Ankunft in Venezia

    Da ich in der Nähe Münchens wohne, fahre ich meistens mit dem Auto nach Venedig, da Italien quasi ein Katzensprung entfernt ist. Die Fahrt vergeht recht schnell, es gibt viel zu sehen, und ich verbinde mit dem Venedig-Ausflug noch einige Städtetrips und Verwandschaftsbesuche, so dass ich mit dem Wagen am besten bedient bin.

    Für Wochenendausflüge kannst Du auch mit dem Zug nach Venezia Santa Lucia fahren. Das lohnt sich vor allem, wenn man früh – und vielleicht mit einer günstigen Bahncard 25 – bucht. Reist Du von weiter weg an, ist vielleicht ein Flug zum Aeroporto Marco Polo Tessera (VCE) zeit- und kosteneffizient; von dort gibt es viele Möglichkeiten, zur Lagunenstadt zu kommen.

    Es ist zwar möglich, in Venedig in einem der Riesenparkhäuser direkt bei der Verbindungsbrücke zum Festland zu parken, günstig ist das jedoch nicht. Ich parke entlang der Eisenbahnlinie zwischen Treviso und Venedig an einem kleinen Bahnhof, vor Mestre, mit keinen oder sehr geringen Parkgebühren, und genieße so die zwanzig- oder dreißigminütige Fahrt in die Lagune über den Ponte della Libertà. Am Bahnhof Santa Lucia in Venedig angekommen, gibt es die ersten Möglichkeiten, sich günstig zu verpflegen: Ich bevorzuge den Relax & Caffé, denn Du kannst ordentlich viel essen zu verhältnismäßig niedrigen Preis und eine saubere Toilette ist auch vorhanden – beides sind nämlich nicht überall vorhanden, vor allem zu Coronazeiten.

    Einmal den Bahnhof verlassen, bist Du sofort von der Schönheit der Stadt umgeben.

    Venedig - Zugbahnhof Venezia Santa Lucia

    Fortbewegung

    In Venedig wurden über 400 Brücken gebaut, um die etwa 150 Kanäle passieren zu können. Nur wenige von ihnen sind bequem mit Trolleys oder Kinderwagen zu überqueren. In den engen Gassen ist es manchmal schwierig, größere Tragetaschen neben sich zu schleppen, ohne sie an den Gebäuden zu reiben; ich reise deswegen nur mit dem Allernötigsten im Rucksack, auch an Kameraausrüstung (dazu später mehr).

    Es gibt allerdings die „Vaporetti“, so werden die Wasserbusse genannt, mit denen man viele Punkte an den größeren Kanälen erreichen und so von einer Insel zur anderen fahren kann. Die Tickets sind sogar teurer als so manche Fahrkarte der Münchner S-Bahn, dennoch kann es sich bei viel Gepäck lohnen, diese Alternative zu nutzen. Wer die entfernten Inseln Murano und Burano besuchen will, kann überlegen, ob und wann ein 24-Stunden-Ticket (20 Euro pro Person) sinnvoll wäre. Die Tickets können an vielen Haltestellen an den Automaten erworben werden, und es gibt ebenso viele Schalter oder Geschäfte, wo Du sie kaufen kannst.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Mehr zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in der venezianischen Lagune hier:



    Venedig wäre ohne die Gondeln undenkbar, und in der Vergangenheit hatte jede Familie der Mittel- und Oberschicht mindestens eine, mit der die Herrschaften durch die Kanäle gefahren wurden, während Dienerschaft und Unterschicht sich durch die dunklen und schmutzigen Gassen zwingen musste. In der Neuzeit sind Gondeln eher eine Touristenattraktion, und für 70-90 Euro je nach Tageszeit wird man eine Stunde lang durch die Stadt gefahren, was aber in Anbetracht der gelangweilten Gesichter vieler Passagiere, die lieber auf ihr Smartphone schauen als um sich herum, eine nicht so spannende Angelegenheit zu sein scheint.

    Wer es eilig hat, kann ein Wassertaxi nehmen. Obwohl ihr Rumpf oft aus Holz besteht und die geölten sowie polierten Oberflächen den Eindruck vermitteln, die Boote seien nur dekorative Objekte, sind sie mit starken Motoren ausgestattet, und sie können außerhalb der Stadt hohe Geschwindigkeiten erreichen.

    Wichtig: Venedig ist an sich eine sehr kleine Stadt, deswegen kommst du auch zu Fuß sehr schnell voran. Ich lasse mich regelmäßig von der Skala in Google Maps täuschen, weil ich von der Weitläufigkeit Münchens ausgehe; dabei dauert der Fußweg vom Bahnhof bis zur Rialtobrücke keine Viertelstunde und allgemein ist alles innerhalb weniger Minuten schnell erreicht.

    Verpflegung

    Viele Lokale in Venedig locken mit ihrem internationalen kulinarischen Angebot und fabelhafter Lage: Wer würde nicht gerne am Canal Grande Martini schlürfen und ein paar Snacks essen? Doch manchmal sollte man lieber erst einen Blick auf die Preisliste werfen, bevor man sich hinsetzt. Denn am Ende des Aperitifs oder der Mahlzeit ist eine böse Überraschung hinsichtlich der Höhe der Rechnung nicht förderlich für die Verdauung.

    Allgemein gilt:

    • In Venedig – sowie in vielen anderen größeren Städten Italiens – gibt es in Bars und Cafés unterschiedliche Preise für Selbstbestellung sowie Verzehr an der Theke und dem Sich Bedienen Lassen am Tisch: Am Tisch können die Preise bis doppelt so hoch sein, dafür kann man bequem sitzen bleiben, die Aussicht genießen und sogar etwas Sonne tanken. So kann ein Espresso plötzlich 3,5 statt 1,5 Euro kosten.
    • In der Nähe der Sehenswürdigkeiten und der Brücken über den Canal Grande kann es sehr schnell sehr teuer werden. Die Betreiber von Restaurants lassen sich die tolle Lage gut bezahlen und in einigen Fällen haben die Gerichte viel mehr mit Fast Food-Massenproduktion gemeinsam als mit italienischer Gourmetküche. Die Qualität des Essen war entgegen allgemeiner Annahmen bisher immer immer zufriedenstellend bis sehr gut.

    Wenn ich neue Lokale aufsuchen will, lasse ich mich von Tripadvisor und ähnlichen Seiten inspirieren, denn die Bewertungen geben ein gutes Bild wider und zeichnen ein realistisches Bild der zu erwartenden Erfahrung in dem einen oder anderen Restaurant. Einen Blogpost über meine Lieblingslokale in Venedig wird folgen.

    Übernachten in Venedig

    Je nachdem, wie Du Venedig erreicht hast, gibt es verschiedene Optionen:

    • Die günstigste, aber unglamouröseste ist auf dem Festland eine Schlafmöglichkeit zu finden, und Venedig mit dem Zug zu erreichen. Die Regionalzüge fahren bis tief in der Nacht, so dass es möglich ist, recht lange in der Lagunenstadt zu bleiben und auch einen romantischen Sonnenuntergang zu beobachten. Ich finde diese Lösung okay für Tagesausflüge, aber ein längerer Aufenthalt wird nicht unbedingt angenehm durch die Fahrerei. Wenn Karneval oder Biennale ist und viele Unterkünfte ausgebucht sind, ist diese Option allerdings durchaus sinnvoll.
    • Ich bevorzuge es jedoch, bei Airbnb nach Wohnungen (manchmal auch nur nach Zimmern), die in dem Viertel (in Venedig ‚Sestiere‘) sind, das ich entdecken möchte. San Polo ist eine gute Wahl, wenn Du noch keine festen Ziele hast und Venedig nicht so gut kennst, da dieses Viertel genau mittig liegt. Für Seebären gibt es auch die Möglichkeit, in einem Segelboot im östlichen Yacht-Hafen zu übernachten, und man findet noch skurrilere Annoncen.
    • Die luxuriösere Art, in Venedig seine Nächte zu verbringen, ist tatsächlich ein Zimmer in einem der vielen Hotel zu buchen. Die Preise variieren stark, von fensterlosen Zimmern bis Kleinapartments direkt am Canal Grande ist alles vertreten und die Preisspanne ist recht groß. Dennoch garantieren die vielen namhaften Hotels auch hohe Standards, und oft präsentieren sie Angebote für feste Zeiträume, die z.B. Airbnb unterbieten. Zur Hochsaison sind die Preise dennoch sehr hoch. Das Hotel Rialto* ist meine erste Wahl, wenn ich in Venedig ein Hotel brauche: Es befindet sich im Zentrum Venedigs, direkt bei der Rialtobrücke, und von dort ist jede Ecke der Stadt in kürzester Zeit erreichbar.

    Die Lage dieses 4-Sterne-Hotel ist ideal, um die Stadt zu erkunden und zu entdecken. Stell Dir vor, Du sitzt am Fenster deiner Junior Suite und bewunderst die Rialtobrücke. Unter dem Brückenbogen überqueren ständig Gondeln und Boote den Canal Grande und die Vaporetti halten nur wenige Schritte vom Hotel entfernt, um ganz Venedig zu Dir zu bringen.

    Lohnt es sich, auch Murano und Burano zu besuchen?

    Murano bei Venedig ist eine der nächstgelegenen Inseln und verfügt über einen eigenen Canal Grande, der dem der Hauptinsel in nichts nachsteht – allerdings mit viel weniger Verkehr.

    Die Torre dell'orologio (der Uhrturm) auf dem Campo Santo Stefano in Murano bei Venedig
    gemacht, ihre Häuser in leuchtenden Neontönen zu streichen, und so sind die bunten Häuser von Burano in der ganzen Welt bekannt. Venedig (Fondamenta Nove) - Insel Murano - Insel Mazzorbo - Insel Torcello - Insel Burano -Treporti - Punta Sabbioni. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.

    Vergiss nicht, neben Murano auch Burano zu besuchen. Diese kleine Gemeinde auf einer Insel im nordöstlichen Teil der venezianischen Lagune hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Häuser in leuchtenden Neontönen zu streichen, und so sind die bunten Häuser von Burano in der ganzen Welt bekannt.

    Fotoausrüstung für Venedig

    Nun zur entscheidenden Frage: Was nehme ich mit nach Venedig? Aus meiner Erfahrung mit APS-C  und DSLR macht es schon einen großen Unterschied, ob ich mit einer Crop- oder Vollformatkamera unterwegs bin.

    APS-C:

    • Mit der Canon EOS 7D hatte ich bei jedem Besuch in Venedig mindestens ein Weitwinkel– und ein Zoomobjektiv dabei (in meinem Fall: Canon EF-S 10-18mm bzw. EF Canon 24-105mm). Damit kannst Du die meisten Motive fotografieren, die Du bei der Erkundung der Stadt entdeckst. In den meisten Fällen hätte allerdings ein EF-S 17-55mm gereicht.

    DSLR:

    • Wegen der Größe des Sensors Deiner Vollformatkamera kannst Du auch mit nur einem Objektiv zurechtkommen; ich habe das Zoomobjektiv (Canon EF 24-105mm) am Häufigsten benutzt und kann damit auch einen Sonnenuntergang oder -Aufgang gut in Szene setzen. Damit kann ich fast alle Motive in Venedig fotografieren.
    • Ich hatte bei der letzten Tour auch ein Weitwinkelobjektiv (Canon EF 16-35mm) bei mir, und selten habe ich die 16mm wirklich gebraucht. (Dafür kam er in den Alpen auf der Rückfahrt gut zum Einsatz, aber das ist eine andere Geschichte.)

    In Venedig fotografieren – Sonstige Tipps

    • Ein kleines und leichtes Stativ für nächtliche Spaziergänge ist nicht schlecht, behelfsmäßig kann man auch Geländer, Treppenstufen o.Ä. nutzen.
    • Möchtest Du die Stadt ohne Menschen fotografieren, kannst Du tagsüber auf einen Graufilter und Einsatz eines Stativs zurückgreifen. Bei Hochsaison kann es dennoch schwierig sein, ein klares Bild ohne Farbstreifen und Leuchtspuren zu haben. Eine gute Möglichkeit, die Touristenmassen nicht auf deinen Bildern zu haben, ist, bei Sonnenaufgang schon unterwegs zu sein und so die Stadt beim Aufwachen zu fotografieren; viele Touristen kommen nämlich vom Festland und sind noch auf den Weg zur Lagunenstadt, die Anwohner frühstücken noch, und nur wenige Menschen sind zusammen mit dir auf den Straßen.
    • Willst Du von den höchsten Punkten der Stadt fotografieren (Markusturm, Glockenturm von San Giorgio uvm.), kann es sich für dich lohnen, ein Teleobjektiv mitzunehmen. Mit dem Canon 75-300mm kann ich alle Wünsche an Bildvergrößerung trotz hoher Blendenzahl erfüllen.

    Wichtig

    Venedig ist, trotz seines städtischen Charakters, im Meer auf Inseln gebaut und vom Meer umgeben. Hohe Luftfeuchtigkeit und Meeresluft mit hohem Salzgehalt können deine Kamera schädigen. Deswegen achte darauf, deine Kamera zu schützen und gut zu pflegen.

    Die appetitlichen Essensangebote, die überall präsent sind, sorgen bei mir dafür, dass meine Hände selten wirklich sauber sind, und oft hinterlasse ich lästige Abdrücke auf Kamera und Objektiv. Aus diesem Grund habe ich – leider nicht immer – Taschentücher, Feuchttücher oder Desinfektionstücher mit mir, damit ich nach einem Leckerbissen wieder saubere Hände habe und mir keine Sorgen machen muss, die Linse damit zu verschmieren.

    Generell sind in Italien die Steckdosen Typ-F noch nicht überall verbreitet; stattdessen ist man häufiger mit dem Typ-L konfrontiert. Für solche Fälle habe ich einen passenden Adapter dabei.