Die Festa delle Marie in Venedig ist eine der wichtigsten Veranstaltungen des venezianischen Karnevals: Sie inszeniert die berühmte Entführung sowie die darauffolgende Rettung von zwölf Bräuten, die sich in Venedig zur Zeit des Dogen Candiano III. im Jahr 943 ereigneten.
Seit dem neunten Jahrhundert war in Venedig Brauch, am 2. Februar, dem Fest der Reinigung Mariens, alle Paare zu segnen, die im Laufe des Jahres heiraten sollten. Unter den Teilnehmern der Segnung, die in der Kirche San Pietro di Castello stattfand, wurden die zwölf ärmsten Frauen ausgewählt.
Sie wurden in prächtige Kleider gekleidet und mit kostbarem Schmuck geschmückt, der aus den wichtigsten Kirchen der Stadt entliehen wurde. Während der Zeremonie beschenkten die reichen venezianischen Familien der Stadt die jungen Damen mit Spenden; der Doge lieh ihnen manchmal sogar Juwelen aus der Schatzkammer vom Sankt Markus-Dom.
Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.
Im Jahr 943 kamen jedoch Piraten aus Istrien nach Venedig und sie entführten alle Bräute, um sie ihres Schmuckes zu berauben und sie selbst als Bräute zu nehmen. Zusammen mit einer Gruppe tapferer Männer verfolgte der Doge die Piraten, und in der Nähe von Caorle, 60 km nord-östlich von Venedig, holten die Venezianer sie ein und befreiten die zwölf Bräute, um sie sicher nach Venedig zurückzubringen. In Caorle wurden alle Piraten getötet und ihre Leichen ins Meer geworfen, damit niemand ihrer gedenken konnte. Zu Ehren der Damen wurde der Hafen, in dem sie gerettet wurden, “porto delle donzelle” genannt und er heißt immer noch so.
Um der Rettung zu gedenken und der heiligen Maria für den glücklichen Ausgang zu danken, rief der Doge die Festa delle Marie in Venedig ins Leben, die jedes Jahr mit einer schönen Prozession durch die Stadt gefeiert wird, um allen die Schönheit der Mädchen und ihrer eleganten Kleider zur Schau zu stellen, die von der venezianischen Aristokratie unterstützt wurden. Zusammen mit der Prozession organisierte der Doge auch Regatten, Feste und weitere Veranstaltungen, um Venedig jedes Jahr ein achttägiges Fest zu bescheren.
Die jungen Frauen wurden durch unattraktive Holzstatuen ersetzt
Das ursprüngliche Fest wurde viele Jahrhunderte lang abgehalten, bis 1349, dann wurden die Damen durch Holzfiguren verkörpert. Diese Entscheidung wurde getroffen, weil die Venezianer, und nicht nur sie, mehr daran interessiert waren, die Bräute zu umwerben, als religiöse Zeremonien zu befolgen. Die Entscheidung wurde bald ziemlich unpopulär und vor allem die männliche Bevölkerung reagierte mit Empörung und Zorn auf die Ersetzung, denn die Bürger begannen, die Figuren mit Gegenständen und Gemüse zu bewerfen.
Im selben Jahr (1349) musste die Republik Venedig ein Gesetz erlassen, das vorsah, dass jeder, der Gemüse auf den Umzug der Holzfiguren warf, mit einer Freiheitsstrafe bestraft wurde, was jedoch das Ansehen des Marienfestes nur noch weiter schwächte. Dreißig Jahre später (1379) wurde das Marienfest in Venedig endgültig abgeschafft.
Aus diesen Episoden stammt eine in Venedig verbreitete Redensart: Die Venezianer sagen immer noch Maria de Tola (wörtlich: Maria das Holzbrett), um auf eine kühle, distanzierte Frau hinzuweisen.
Die Wiederauflebung der Festa delle Marie in Venedig
Die Festa delle Marie wird heutzutage beim Karneval von Venedig gefeiert.
Die Festa delle Marie geriet jedoch allmählich in Vergessenheit, bis Bruno Tosi, ein bekannter venezianischer Journalist und Kulturkritiker, beschloss, das Fest wieder aufleben zu lassen und 1999 machte er zu einer der Eröffnungsveranstaltungen des Karnevals von Venedig. Die Schönheit der Damen und ihrer Kleider war in der Tat ideal, um dem Karneval einen idealen Start zu geben.
Bei der modernen Version werden aus den Bewerberinnen, die entweder in Venedig geboren oder in der Lagunenstadt ansässig sein müssen, zwölf Mädchen von einer Jury ausgewählt, und der Umzug mit mehr als 300 Teilnehmern zieht von San Pietro di Castello zum Sankt Markus-Dom. Das Ereignis ist fantastisch, denn alle Kleider und Ornamente entsprechen den Originales der Renaissance. Auf der Piazza San Marco wird dann die Maria des Jahres von der Jury gekürt.
Die Geschichte und die Ursprünge des Karnevals von Venedig sind Themen, die viel Faszination und Begeisterung auslösen. Ein Blick darauf lässt uns erfahren, wann und wie dieses außergewöhnliche Ereignis entstanden ist, wie sich Masken und Kostümen im Laufe der Zeit entwickelt haben, welche kuriosen Anekdoten und historischen Fakten den Carnevale di Venezia geprägt haben…
Der Karneval gehört zu den wichtigsten Ereignissen in der Region Venetien, und ist wahrscheinlich das wichtigste und berühmteste Fest Venedigs. Der Karneval, der Touristen aus aller Welt in die Lagunenstadt lockt, verwandelt die Stadt jedes Jahr in einen Potpourri aus Festlichkeit und Vergnügen, begleitet von einer Reihe an Unterhaltungs-, Gastronomie- und Musikveranstaltungen.
Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.
Blick auf Canal Grande aus der Rialtobrücke, Venedig
Die historischen Ursprünge des Karnevals von Venedig liegen in zwei antiken Traditionen: den lateinischen Saturnalien und den griechischen dionysischen Kulten. Das waren zwei religiöse Feste, bei denen Masken und symbolische Darstellungen eine große Bedeutung spielten.
Die Ursprünge und die Bedeutung des Karnevals von Venedig sind von diesen Traditionen inspiriert, die sie für ihre eigenen Zwecke umgestaltet haben. Bei den Saturnalien im alten Rom wurde die soziale Ordnung umgestürzt, und Sklaven und freie Bürger strömten in die Stadt, um bei lauter Musik und im wilden Tänzen zu feiern. Bei den griechischen Dionysien sollten Prozessionen und Theateraufführungen die Menschen mit der Natur vereinen und eine Harmonie höherer Ordnung erstellen, frei von den vom Menschen geschaffenen sozialen Konventionen.
Venedig interpretierte daher die antiken griechischen und römischen Feste neu, um den Bedürfnissen der damaligen neuen Ordnung gerecht zu werden, die den Karneval förderte, um der Bevölkerung, insbesondere den unteren Schichten, eine Möglichkeit zum Vergnügen und Feierns bot. Im venezianischen Karneval garantierten Masken völlige Anonymität, eine Art Nivellierung der sozialen Unterschiede, die es den Bürgern manchmal sogar erlaubte, Verwaltung und Aristokratie öffentlich zu verspotten.
Literatur über Venedig
Die Lektüre von Büchern über Venedig kann deine Erfahrung beim Besuch der Stadt in vielerlei Hinsicht verbessern:
Sie helfen, den historischen und kulturellen Kontext besser zu verstehen. Venedig hat eine sehr spannende und reiche Geschichte sowie Kultur, und die Lektüre von Büchern kann diesen Kontext liefern und dir helfen, die Kunst, Architektur und Traditionen der Stadt zu verstehen.
Die großen Touristenattraktionen in Venedig sind zwar bekannt, aber es gibt auch viele versteckte Juwelen, die du durch das Lesen von Büchern entdecken kannst.
Die Lagunenstadt war außerdem Schauplatz vieler berühmter literarischer Werke, darunter Shakespeares “Der Kaufmann von Venedig” und Thomas Manns “Tod in Venedig”. Die Lektüre dieser Werke kann deine Verbindung zur Stadt vertiefen und dir neue Einblicke in ihre Kultur und Geschichte geben.
Insgesamt kann die Lektüre von Büchern über Venedig zu einem besseren Verständnis und einer größeren Wertschätzung der Stadt führen, so dass du einen erfüllteren und angenehmeren Besuch erleben kannst.
Diese großzügige und kurzweilige Erlaubnis war ein Ventil für die Spannungen und Missstimmungen, die in der Gesellschaft aufgrund der strengen Grenzen, der grundfest christlichen Moral und der öffentlichen Ordnung entstanden.
Der Ursprung des Wortes Karneval lässt sich bis zu einem Dokument des Dogen Vitale Falier aus dem Jahr 1094 zurückverfolgen, in dem es zum ersten Mal verwendet wird, wenn es um öffentliche Unterhaltung geht.
Die Geschichte des Karnevals in Venedig als offizieller Feiertag begann jedoch erst im Jahr 1296, als ein Edikt des Senats der Republik den Tag vor Beginn der Fastenzeit zum Feiertag erklärte. Viele Jahrhunderte lang wurde der Karneval in Venedig sechs Wochen lang, vom 26. Dezember bis zum Aschermittwoch, auf den Hauptplätzen der Stadt, der Riva degli Schiavoni und dem Markusplatz, gefeiert.
Die Exzesse und Zügellosigkeit
Kostümierte Faschingssbesucherin beim Karneval von Venedig auf dem Markusplatz.
Doch schon bald hatten der ursprüngliche Zweck des Karnevals und der eigentliche Sinn des Festes, Spannungen und Unzufriedenheit abzubauen, eskalierte, um den gegenteiligen Effekt zu erreichen. Die Möglichkeit, seine Identität unter typisch venezianischen Masken und ausgefallenen Kostümen vollständig zu verschleiern, förderte immer mehr Diebstähle, Raubüberfälle und Belästigungen verschiedener Art. Diese schwerwiegenden Exzesse zwangen die Stadtverwaltung Venedigs dazu, eine lange Reihe von Dekreten zu erlassen, um den Missbrauch und die betrügerische Verwendung von Masken und Kostümen in der Lagunenstadt einzuschränken; Maßnahmen, die nach und nach das eigentliche Wesen des Karnevals und seine Ursprünge von Freiheit und Gleichheit untergruben.
Blick aus dem Glockenturm von San Giorgio Maggiore
Die schlimmste Zeit war die nach Sonnenuntergang, wenn Dunkelheit und Verkleidung Verbrechen aller Art möglich machten. 1339 wurde verboten, sich nachts mit Masken und Karnevalskostümen in Venedig zu bewegen. Ein weiterer Missbrauch, der eingedämmt werden musste, betraf die Möglichkeit für Männer, Frauen- oder Ordenskleidung zu tragen, um in Kirchen, Klöster oder Stifte einzubrechen und unanständige Handlungen zu begehen. Im Januar 1458 wurde es verboten, heilige Orte mit Masken zu betreten. Wegen der Gefahren für die öffentliche Sicherheit, Waffen oder andere gefährliche Gegenstände unter der Karnevalskleidung zu verstecken, wurden zahlreiche behördliche Verordnungen erlassen, die das Mitführen solcher gefährlichen Gegenständen verboten.
Im 18. Jahrhundert wurde der Karneval in Venedig zu einem echten Kulturevent und war in ganz Europa bekannt. Der prestigeträchtige Karneval von Venedig, der jedes Jahr Tausende von Besuchern anlockt, erreichte zu dieser Zeit seinen größten Glanz und seine internationale Anerkennung: Die überschäumende und grenzüberschreitende Atmosphäre, die Commedia dell’arte und die Masken, außergewöhnliche Shows und die öffentliche Spielbank machten Venedig zum “Magneten Europas”.
Schluss mit lustig: Das Ende der venezianischer Spaßgesellschaft
Der Karneval von Venedig vor dem Markusdom
Mit dem Sturz der Serenissima im Jahr 1797 wurden die Karnevalskostüme endgültig verboten, mit Ausnahme von privaten Festen in venezianischen Palästen sowie dem exklusiven und elitären Ballo della Cavalchina im luxuriösen Theater La Fenice. Das verpasste dem Karnevals in Venedig einen schweren Rückschlag, und eine lange Phase des Niedergangs folgte, die zum allmählichen Aussterben aller damit verbundenen Festlichkeiten führte. Der letzte historische Karneval in Venedig geht auf dieses Jahr (1797) zurück. Die Eroberung Venedigs durch Napoleon bedeutete das Ende ihrer langen Unabhängigkeit und die Abschaffung der zahllosen Traditionen, auch des venezianischen Karnevals, für etwa zwei Jahrhunderte.
Der heutige Karneval von Venedig
Karneval in Venedig, Italien.
Erst 1967 wurden wieder Feiern mit Masken– und Kostümumzügen organisiert, die die Geschichte und die Traditionen des Karnevals von Venedig wieder aufleben ließen. 1979 wurde zum ersten Mal ein Programm erstellt, das die Venezianer selbst in die Feierlichkeiten einbezog und damit zu den Ursprüngen des Karnevals von Venedig zurückkehrt. Die neue Formel wurde zu einem Erfolg, der nun schon seit über vierzig Jahren anhält.
Mehr zum kommenden Karneval von Venedig findest du hier:
Die Festa delle Marie in Venedig ist inzwischen eine der wichtigsten Veranstaltungen des venezianischen Karnevals: Sie inszeniert die berühmte Entführung sowie die darauffolgende Rettung von zwölf Bräuten, die sich in Venedig zur Zeit des Dogen Candiano III. im Jahr 943 ereigneten.
1999, als die Festa delle Marie in die Karnevalszeit fiel, organisierte das European Consortium of Historical Reenactments (C.E.R.S.) das Marienfest auf dem Markusplatz mit dem Ziel, dieses traditionelle und sehr besondere Fest wieder aufzuführen. Seitdem wird das Fest der Marien jedes Jahr im Karneval wiederholt, mit der Preisverleihung am letzten Tag der Veranstaltung für die Maria des Jahres.
Alle 11 Minuten verliebt sich ein Tourist in Bonifacio. Behauptet zumindest eine berühmte Reiseplattform – oder so ähnlich.
Das mag jetzt vielleicht nicht ganz stimmen, aber viele, die Bonifacio besucht haben, haben die Stadt mit einer unvergesslichen Erinnerung verlassen. Darunter auch viele berühmte Persönlichkeiten: Wie Charles Quint oder Napoleon Bonaparte war auch der Schriftsteller Antoine Pasquin vom Ort Bonifacio überwältigt. Indem er die Stadt als “malerische Hauptstadt” bezeichnete, fasst er in zwei gut gewählten Worten die starken Empfindungen und die extreme Erinnerung an die “Stadt der Klippen” zusammen.
Mit folgendem Artikel möchte ich Dir die besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten Bonifacios präsentieren und Dich für diese außergewöhnliche Stadt begeistern.
Es gibt nur wenige Städte, die sich einer so dramatischen, scheinbar prekären Lage rühmen können wie Bonifacio! Ich musste es gesehen haben, um es zu glauben, denn es thront gefährlich auf einem erodierenden Kalksteinvorsprung, der von Osten nach Westen etwa anderthalb Kilometer weit ins Meer ragt.
Diese atemberaubende Kulisse ist jedoch nicht die einzige Attraktion von Bonifacio. Das Panorama von Bonifacio ist außergewöhnlich, wirkt aber manchmal zerbrechlich und empfindlich. Du hast einen 360-Grad-Blick auf die Küste Korsikas, weite Teile des Tyrrhenischen Meeres und, 12 km weiter südlich, auf die Nachbarinsel Sardinien. An klaren Tagen kannst Du problemlos den Maddalena-Archipel und Santa Teresa di Gallura sehen, sowie den einsamen Leuchtturm auf Capo Testa erkennen.
Die besten Hotels in Bonifacio
Hôtel Cala di Greco
Das 4-Sterne-Hotel Cala di Greco befindet sich etwas abseits vom Stadtzentrum, zwischen Oliven- und Granatapfelhainen, dennoch bietet er eine grandiose Aussicht auf Bonifacio und die Zitadelle, sowie jeden Komfort, den ich mir vorstellen kann: beheizte Außenpools und eine Terrasse mit Sonnenliegen und Palmen. Das Tolle an diesem Hotel ist auch das leckere Frühstück mit vielen frischen und regionalen Produkten.
Das Drei-Sterne-Hotel Santateresa liegt direkt auf den Klippen von Bonifacio im Westen der Altstadt und, wie der Name schon vermuten lässt, von den Hotelzimmern kannst Du die fantastische Aussicht auf die Bonifacio-Straße und Santa Teresa sowie Capo Testa auf Sardinien genießen.
Die Unterkunft Faro della Madonnetta verbindet den typischen schlichten mediterraneren Stil mit ausgewählten Details und Dekorationen, und Du wirst Dir wünschen, noch länger in Bonifacio bleiben zu können. Die Unterkunft befindet sich mitten in der Altstadt von Bonifacio, also im oberen Teil der Stadt, und Du wirst die fantastische Aussicht über den pittoresken Hafen lieben!
Doch Bonifacio hat mehr zu bieten als seine atemberaubende Lage und Aussicht.
Gegründet wurde die Stadt 832 n. Chr., als der Graf Bonifacio II. aus der Toskana zur Abwehr der Sarazenen eine Zitadelle errichten ließ und der Stadt auch seinen Namen gab, die davor Calcosalto hieß. Dabei war die Gegend um Bonifacio schon 6.500 v. Chr. bewohnt, wie einige archäologische Funde, u.a. das Skelett der Dame de Bonifacio, belegen.
Die Altstadt, “Vieille Ville”, befindet sich umschlossen der Zitadelle, die der Graf im 9. Jahrhundert errichten ließ, deren befestigte Mauern der Stadt eine Aura der Uneinnehmbarkeit verleihen. Tatsächlich musste sich Bonifacio mehreren Belagerungen und Eroberungen beugen, zuletzt 1554, als die Stadt von den Osmanen eingenommen wurde.
Die Altstadt wurde in jüngster Zeit liebevoll restauriert und bietet Dir ein faszinierendes und leicht belebtes Labyrinth von Straßen und Gassen, das es zu erkunden gilt.
Brasseries, Cafés und Bars breiten sich auf den Gehwegen und Plätzen aus, Kunsthandwerksläden und Boutiquen bieten ihre farbenfrohen Waren an, und Kirchen, Kapellen und Palazzi sorgen für historisches und architektonisches Interesse.
In der korsischen Küche mischt sich Italienisches, Spanisches, Provenzalisches und sogar Arabisches, und die Korsen verstehen es gut, mit den würzigen mediterranen Kräutern umzugehen.
Es ist einfach, die Oberstadt zu erkunden: Da sie auf einer schmalen und kleinen Halbinsel liegt, ist es nicht leicht, sich zu verlaufen. Das Zentrum der Stadt befindet sich rund um den Place d’Armes und den Place du Vieux Marché sowie die umliegenden Straßen. Zu den wichtigsten religiösen Monumenten in diesem Teil von Bonifacio gehören die Kirche Saint-Dominique aus dem 13. Jahrhundert – und ist das einzige gotische Bauwerk auf ganz Korsika! – und die Kirche Sainte-Marie-Majeure aus dem 12. Jahrhundert, die älteste Kirche Bonifacios.
Von den weiteren drei Kirchen in Bonifacio, ist die Kirche Saint-Jean-Baptiste der Sitz der Barmherzigen Brüder, die Kirche Saint-Erasme ist die einzige, die sich im Hafen befindest und beherbergt die Bruderschaft der Fischer und Seefahrer, und die letzte Kirche Sainte-Croix ist in dem Besitz eines Stückes des Kreuzes Jesu Christi gekommen und hat daher ihren Namen.
Die Kirche Église Sainte-Marie-Majeure, die älteste Kirche in Bonifacio.
Insider-Tipp: Wenn Du zwischen April und Oktober nach Bonifacio kommst, kannst Du jeden Donnerstagabend in der Kirche St. Franziskus ein Konzert des korsischen mehrstimmigen Gesangs Paghjela besuchen, eine Tradition, die von der UNESCO als Kulturerbe der Menschheit anerkannt wurde.
Die besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten Bonifacios
Glücklicherweise sind viele der folgende Orte in Google Maps bereits eingetragen, so dass Du sie alle leicht finden kannst.
Escalier du Roi d’Aragon
Der Besuch der Zitadelle ist sehr zu empfehlen, ebenso wie ein Abstieg (und anschließender Aufstieg!) über die Escalier du Roi d’Aragon, deren 187 Stufen, die zum Meer führen, in die südliche Felswand gehauen sind. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro (respektive 6,50 Euro zusammen mit der Bastion de l’Etendard).
Um die Treppe Escalier du Roi d’Aragon, die in den steilen Felsen geschlagen ist, ranken sich viele Legenden. Eine erzählt, dass König Alfons V. während seiner Belagerung Bonifacios 1420 in nur einer Nacht in den Felsen hätte schlagen lassen, um die Stadt vom Meer her zu erobern und so die Bewohner zu überraschen.
Von den Korsen selbst wird aber die Auffassung vertreten, dass es die Einwohner Bonifacios selbst waren, die die Treppe erbauten. Sie wollten sich so einen Zugang zum offenen Meer sichern, da der König Alfons mit seinen Schiffen die Hafeneinfahrt auf der anderen Seite der Landzunge blockierte. Als die Rettung aus Genua nahte, soll ein mutiger Einheimischer die zusammengebundenen Schiffe gelöst haben, welche dann aufs offene Meer hinaustrieben. So war die Zufahrt frei für die Verstärkung aus Genua.
Die Altstadt liegt etwa 70 m über dem Meeresspiegel, und ganz unten auf der Nordseite befindet sich der geschützte Hafen mit seinen Fischerbooten und Ausflugsschiffen, seinen Fischrestaurants und den kleinen Sandbuchten. Ein kleiner Touristenzug, der Petit Train de Bonifacio, der zwischen der Ober- und der Unterstadt verkehrt, erleichtert die Fortbewegung – vor allem für Familien mit Kindern.
Porte de Gênes
Das bis 1854 einzige Stadttor Bonifacios, die Porte de Gênes.
Steigst Du dagegen die Montée Saint-Roch hinauf, gelangst Du durch das gut erhaltene Stadttor mit Zugbrücke, Porte de Gênes, in die Oberstadt. Es ist für mich kaum vorstellbar, dass dieses Tor bis 1854 der einzige Zugang zur Zitadelle war und alle diesen sehr steilen Weg gehen mussten, um zwischen Hafen und Stadt zu verkehren.
Bastion de l’etendard
Die Bastion de l’Étendard, ein emblematischer Ort, den man besuchen sollte. Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Bastion der Standarte, die den Hafen von ihrer 25 Meter hohen Spitze aus überblickt, ist die höchste Bastion Frankreichs und ist eine der besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten Bonifacios.
Gleich nach dem Stadttor liegt auf der rechten Seite der Eingang zur Bastion de l’Etendard. Von diesem Teil der Festung aus hast Du einen wunderschönen Blick über den Hafen und weite Teile der Oberstadt von Bonifacio.
Die Bastion de l’Étendard innerhalb des alten Tors der Zitadelle, der Porte de Gênes, war die wichtigste Festung der Stadt. Sie wurde für schwere Artillerie gebaut und beherbergt heute ein kleines Museum, das zu einem schönen Spaziergang über die Festungsmauern einlädt. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist mit ihren 25 Metern Höhe die höchste Festung Frankreichs.
Die unterirdischen Hallen, die zum Teil in die Felsen gegraben wurden, sind auf jeden Fall einen Besuch wert! Die kreisrunden Gewölbe der großen Halle erinnern an die mittelalterliche Architektur eines alten Wehrturms.
Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, zusammen mit dem Escalier du Roi d’Aragon beträgt der Preis für beide Sehenswürdigkeiten zusammen nur 6,50 Euro. Besichtigen kann die Bastion de l’Étendard zwischen 10 und 17 Uhr unter der Woche und zwischen 11 und 17 Uhr am Wochenende.
Meeresfriedhof Cimetière Marin de Saint-François
Der Bonifacio Meeresfriedhof heißt so, weil – wenig überraschend – er direkt am Meer liegt. Der auch als Saint-François oder “San Franzé” bekannte Friedhof wurde 1823 auf einem Grundstück neben dem ehemaligen Franziskanerkloster errichtet.
An der westlichen Spitze des Vorgebirges liegt der außergewöhnliche Meeresfriedhof Cimetière Marin de Saint-François: ein stimmungsvoller Ort, von dem aus man aufs Meer blicken und die Schönheit der Umgebung bewundern kann. Er befindet sich in direkter Näher der Kirche Saint-François aus dem 13. Jahrhundert(San Franzé auf Korsisch), in der die Begräbnisfeier abgehalten werden.
Zahlreiche Mausoleen bilden hier eine kleine Stadt. Mittendrin liegt der eigentliche Friedhof der Seemänner, die beim Untergang der Sémillante am 15. Februar 1855 ums Leben kamen und in Bonifacio begraben wurden. Das Schiff war eine französische Fregatte, die in der Bonifacio-Straße in einen Sturm geriet und vor der Insel Lavezzi Schiffbruch erlitt. Bis heute geht man davon aus, dass von den 773 Besatzungsmitgliedern keiner den Sturm überlebte.
Das Tourismusamt von Bonifacio hat zwar einen eigenen Webauftritt, allerdings erinnern mich die Texte auf der deutsche Seite an Übersetzungen mittels Google Translate aus den 2000er. Wer der englischen oder gar französischen Sprache mächtig ist, sollte die deutsche Version (leider) lieber meiden.
Die Umgebung Bonifacios
Chapelle Saint-Roch und Blick auf die Klippen und den Strand im Osten
Diese Kapelle wurde erbaut an einem Ort, wo die letzten Opfer der Pest-Epidemie von 1528 starben, die 75% der Bewohner von Bonifacio auslöschten.
Im Osten Bonifacios, außerhalb der Stadtmauern, liegt die Chapelle Saint-Roch, eine kleine Kapelle, die über die Montée Rastello erreichbar ist. Bis 2019 war es möglich, direkt zum Stand Plage de Sutta Rocca hinuntersteigen, wo es möglich war, sehr schöne Fotos der überhängenden Häuser zu machen. Leider hat die Gemeinde diesen Weg inzwischen gesperrt.
Folgst Du dem Weg entlang der Klippen in Richtung Osten, erreichst Du einen herrlichen Aussichtspunkt, von wo aus Du wunderbar auf die Stadt blicken kannst. Der breite Wanderweg führt weiter zum entfernten Leuchtturm Phare de Pertusatu und zum Strand Plage de Cala Sciumara.
Gouvernail im Westen
Das Gouvernail (auf Deutsch: Ruder) von Korsika wurde schon 1880 in den Fels gehauen und es ermöglicht die Überwachung des Hafens von Bonifacio
Im äußersten Westen der Halbinsel sind noch Spuren des 1. und 2. Weltkrieg zu sehen, hauptsächlich ehemalige Geschützstände. Mitten auf dem Platz führt eine Treppe hinunter zum Gouvernail, ein Gangsystem, das u.a. bis zum Meer führt und dazu diente, den Hafen von Bonifacio zu schützen.
Sämtliche Gänge und Treppen wurden zwar schon 1880 in den Fels gehauen, aber während des zweiten wurden sie erweitert und neue Räume erschlossen. In mehreren Räumen befinden sich Überreste des Kriegs: Gewehr- und Pistolenteile, Helme, Geschosshülsen, Gamellen und mehr. Höhepunkt der Besichtigung ist der kleine Balkon, welcher auf halber Höhe nach draußen führt. Hier wurde einst ein Leuchtfeuer positioniert. Der Blick auf die Hafeneinfahrt und über die Meerenge bis nach Sardinien ist fantastisch.
Die Treppen sind an einigen Stellen steil und der Boden nicht immer trocken. Gutes Schuhwerk kann hier einige Zusammenstoße mit dem Boden verhindern! Für kleine Kinder nur bedingt geeignet.
Geöffnet hat der Gouvernail täglich von Mitte Mai bis Mitte Oktober von 10 – 18 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.
Verbindung zwischen Bonifacio (Korsika) und Santa Teresa di Gallura (Sardinien)
Eine knappe Stunde braucht die kleine Fähre, welche von Korsika nach Sardinien mehrmals täglich die 12 km lange Strecke zwischen den zwei Inseln fährt. Für einen Tagesausflug lohnt es sich, mit der Fähre zur anderen Insel zu fahren, vor allem wenn Du auf Sardinien bist und einen Tag in Bonifacio verbringen möchtest. Die geologischen, kulturellen und historischen Unterschiede sind deutlich spürbar und eine willkommene Abwechslung zum sardischen (Urlaubs-)Alltag.
Hin- und Rückfahrt kostet ca. 60 Euro pro Person.
Die Fähre zwischen Bonifacio, Korsika, und Santa Teresa di Gallura, Sardinien, verkehrt mehrmals am Tag.
Wenn Du schon mal in Bonifacio bist, empfehle ich Dir, noch den nördlichen Teil Sardniens mit Capo Testa, Santa Teresa di Gallura und den La Maddalena-Archipels zu besuchen. Capo Testa befindet sich 5 km von Santa Teresa Gallura entfernt und ist wegen seiner Schönheit ein sehr beliebtes Reiseziel von Touristen aus der ganzen Welt. Dort sind gigantische Felsformationen mit überraschenden Formen direkt am Meer. Wirklich beeindruckend!
Palau dagegen liegt 25 Km östlich vom Hafen von Santa Teresa und von dort verkehrt stündlich eine Fähre zu La Maddalena, der größten Insel des Maddalena-Archipels. Er gehört zu den schönsten und größten Naturschutzgebieten Sardiniens.
Weitere Fotos
Die besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten Bonifacios, Korsikas südlichste Stadt. Die Altstadt, “Vieille Ville”, befindet sich umschlossen der Zitadelle, Place d’Armes und den Place du Vieux Marché, Kirche Saint-Jean-Baptiste, die Kirche Saint-Erasme, die Kirche Saint-Dominique und die Kirche Sainte-Marie-Majeure. Escalier du Roi d’Aragon, 187 Stufen lang, Porte de Gênes, Montée Saint-Roch, Festung Bastion de l’Etendard. Gangsystem Gouvernail aus dem ersten Weltkrieg. Meeresfriedhof Cimetière Marin de Saint-François, Chapelle Saint-Roch und Blick auf die Klippen und Standt im Osten.
Es ist kein Wunder, dass Rom die drittmeistbesuchte Stadt in Europa ist, mit lauter archäologischer und künstlerischer Schätze. Mit seinen prächtigen Brunnen, Statuen und Obelisken, könnte ich leicht einen Monat damit verbringen, Rom in seiner Gesamtheit zu erleben.
Hast Du schon immer von Rom geträumt, die Reise aber wegen der Verpflichtungen oder eines Vollzeitjobs aufgeschoben, solltest Du nicht länger zögern, denn es ist tatsächlich möglich, Rom in 48 Stunden zu erleben!
Was Du in Rom in 48 Stunden sehen kannst
Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe.
Da die Zeit, Rom in 48 Stunden – ein Wochenende – zu besichtigen, begrenzt ist, wird nicht möglich sein, wirklich alles zu sehen. Mein Vorschlag ist, Dich auf die Sehenswürdigkeiten im Freien zu beschränken, wenn es Dein erstes Mal in der Stadt für Dich ist. Dennoch werde ich Dir im Anschluss auch Vorschläge machen für Gebäuden, die manch einzigartige Kunstwerke beherbergen und an einem kalten Regentag kann es zum Beispiel eine gute Idee sein, im Trockenen die Sixtinische Kapelle zu bewundern.
In Rom hab ich mich selbst zuerst gefunden, ich bin zuerst übereinstimmend mit mir selbst glücklich und vernünftig geworden.
Johann Wolfgang Goethe – Zweiter römischer Aufenthalt
Wie Du Dir vorstellen kannst, gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die die Stadt anbietet, selbst wenn du in Rom nur 48 bleibst. Ich bin öfters in der Welthauptstadt – “Caput Mundi” – gewesen, weil Verwandte von mir dort leben und Rom selbst nicht allzu weit weg von meiner Heimatstadt ist. In Summe bin ich deutlich länger als nur 48 Stunden nur auf den Straßen Roms unterwegs gewesen.
Damit Du die berühmtesten Sehenswürdigkeiten nicht verpasst, findest Du hier eine Auflistung.
Das Kolosseum
Das Kolosseum ist ein absolutes Muss für alle Rom-Besucher, denn es ist ein beeindruckendes Bauwerk, das sogar als Kulisse – oder Inspiration – für spektakuläre Kämpfe in vielen Filmen gedient hat.
In dem Film "The way of the dragon", in dem Bruce Lee nicht nur Schauspieler, sondern auch Drehbuchautor und Regisseur war, entwarf Lee einen zehnminütigen Kampf zwischen seinem Charakter und Chuck Norris genau im Kolosseum. Der Kampf zwischen Bruce Lee und Chuck Norris in "The way of the dragon" ist nicht zuletzt deshalb in Erinnerung geblieben, weil er Norris' Durchbruch darstellte.
Die Aufnahmen, die im Hintergrund eingeblendet werden, wurden nach Bestechung der Wärter gedreht, was Bruce Lee selbst vorgeschlagen haben soll.
Im Kolosseum selbst zu wandern wird ein Erlebnis sein, das Dich umhaut. Dieses unglaubliche Amphitheater im Herzen Roms war nämlich der Ort, an dem sich Scharen von Menschen versammelten, um sich an blutigen Gladiatorenkämpfen und an der Jagd auf exotische Tiere aus eroberten Ländern zu erfreuen. (Weiß ich das aus den Asterix und Obelix-Comics und -Filmen!)
Wenn ich in solch antiken Überresten stehe, die in einer Zeit gebaut wurden, in der deren Konstruktion nur als genial bezeichnen werden kann, wünsche ich mir, dass diese Mauern sprechen könnten. Und es fällt mir mir echt schwer, mir dieses riesige Bauwerk in seiner ganzen Pracht im antiken Rom vorzustellen.
Die ersten Spiele im Kolosseum wurden im Jahr 80 n. Chr. unter Kaiser Titus (dem Sohn von Vespasian) abgehalten und dauerten 100 Tage am Stück.
Kolosseum – Forum Romanum – Palatinhügel | Kosten
Der normaler Eintritt kostet 16 Euro. Minderjährige zahlen nur die Online-Reservierungsgebühren: 2 Euro und EU-Bürger bis 25 Jahren nur 4 Euro. (Stand 2021.)
Das Forum Romanum und der Palatinhügel
Im Eintrittspreis für das Kolosseum ist ein Spaziergang durch das ehemalige Wohnviertel der römischen Aristokratie (Palatinhügel, auf Italienisch “colle Palatino”) und die ursprüngliche Piazza (Forum Romanum) von Rom enthalten.
Diese antike Gegend voller (leider nicht immer, aber immerhin oft) gut restaurierter Gebäude inmitten umgestürzter Säulen birgt Jahrhunderte politischer und religiöser Geschichte, die ich tatsächlich manchmal zu spüren glaube, wenn ich frühmorgens alleine durch die Jahrtausende alten Ruinen spaziere.
Ursprünglich war das Forum Romanum ein Marktplatz, doch zusammen mit der weltpolitischen Bedeutung von Rom wuchs dieser Platz in seiner Funktion zu einem Ort, an dem politisch sehr bedeutende Ereignisse stattfanden, von Triumphzügen und Wahlen bis hin zu öffentlichen Reden und Hinrichtungen.
Große und einflussreiche Männer wie Julius Cäsar selbst, dessen Parodie wir alle aus den vielen Asterix-Filmen kennen, gingen durch diese Straßen, die damals voll von gewaltigen Tempeln zu Ehren aller möglichen Götter und Statuen der großen Herrscher der Stadt gewesen sind.
Julius Cäsar wurde übrigens im Forum Romanum im Tempel des Divus Iulius nach seiner Ermordung verbrannt.
Kolosseum – Forum Romanum – Palatinhügel | Kosten
Kosten: Der Eintritt ist bereits im Preis des Ticket für das Kolosseum inbegriffen.
Der normaler Eintritt kostet 16 Euro. Minderjährige zahlen nur die Online-Reservierungsgebühren: 2 Euro und EU-Bürger bis 25 Jahren nur 4 Euro. (Stand 2021.)
Nach dem Untergang des römischen Kaiserreichs verfiel das Forum Romanum und viele seiner Monumente wurden entweder für Stein und Marmor geplündert oder unter Schutt begraben. Schließlich wurde dieses vernachlässigte Stück Land als Viehweide genutzt und erhielt den Spitznamen “Campo Vaccino” (auf Deutsch: Kuhfeld).
Basilika Sankt Peter im Vatikan
Die Vatikanstadt ist DIE Sehenswürdigkeit, die ich in Rom nicht verpassen will, auch wenn ich sie schon dutzende Male besucht habe. Diese von Mauern umgebene Stadt, die das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, den Papst, beherbergt und in der der Katholizismus regiert, ist ein eigener, unabhängiger Staat und außerdem das kleinste Land der Welt noch dazu.
Als souveräner Staat besitzt der Vatikan auch eine eigene Armee, die Du vielleicht schon kennst: die Päpstliche Schweizergarde (auf Italienisch: Guardia svizzera pontificia) mit ihrer charakteristischen Uniform, die mich an einem Faschingskostüm erinnert.
Die Gala-Uniform der päpstlichen Schweizergarde, die wahrscheinlich berühmteste Uniform der Welt, verdankt ihre Existenz dem Kommandanten Jules Repond (1910-1921).
Die Kirche ist auch während der Gottesdienste offen, die in der Kapelle Santissimo Sacramento stattfinden. Bitte beachte, dass hier eine strikte Kleiderordnung herrscht, wie in allen anderen religiösen Gebäuden in Italien auch: Keine kurzen Hosen oder Röcke, die Schultern müssen bedeckt sein.
Die Kapelle, die einige der berühmtesten Gemälde und Skulpturen der Welt beherbergt, ist an jedem Tag der Woche spektakulär. Ich denke jedoch, dass es etwas Besonderes war, sie an einem Sonntag während des Gottesdienstes zu sehen.
Falls Du die Ansprache des Papstes erleben möchtest, die üblicherweise sonntags um 12 Uhr am Petersplatz ist, empfehle ich Dir, bereits um 9 Uhr dort zu sein, da sich danach der Platz schnell füllt und Du womöglich nicht mehr hineingelassen wirst.
Der Obelisk und die Sonnenwenden: 1817 wurden eine Windrose und ein Meridian in den Boden der Piazza eingelassen. Der Schatten des Obelisken markiert die Tierkreiszeichen zur Mittagszeit und die Sommer- und Wintersonnenwende, wenn der Schatten die zwei Scheiben bedeckt.
Doch Vorsicht: Sonntags sind sowohl die sixtinische Kapelle als auch die Vatikanischen Museen normalerweise geschlossen; Du hast allerdings die Möglichkeit, die Ansprache des Papstes zu erleben.
Basilika Sankt Peter im Vatikan | Kosten
Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos. Um in die Kuppel zu gelangen, gibt es zwei Optionen: mit Aufzug kostet es 10 Euro, zu Fuß (551 Stufen) 8 Euro (Stand 10/2021).
Eintritt in die Sixtinische Kapelle und in das Vatikanische Museum: Der volle Preis beträgt 17 Euro; ermäßigt (Minderjährige und Studenten) 8 Euro; Kinder bis inklusive 5 Jahren kostenlos (Stand 10/2021).
Trevi-Brunnen
Die Fontana di Trevi ist der größte Brunnen barocker Architektur in Rom und soll einer der schönsten der Welt sein. Bei einem abendlichen Spaziergang ist dieses außergewöhnliche Kunstwerk wegen der Beleuchtung besonders beeindruckend und fotogen.
Der Brunnen geht auf die römische Antike zurück, seit dem Bau des Aquädukts Aqua Virgo im Jahr 19 v. Chr., das die römischen Bäder und die Brunnen im Zentrum Roms mit Wasser versorgte. Man sagt, dass die Aqua Virgo, also die jungfräulichen Gewässer, zu Ehren eines jungen römischen Mädchens benannt wurde, das durstige Soldaten zum Trinken an die Quelle führte.
Der Trevi-Brunnen wurde am Endpunkt des Aquädukts errichtet, an der Kreuzung von drei Straßen. Diese drei Straßen (“tre vie”) geben dem Trevi-Brunnen seinen Namen: Drei-Straßen-Brunnen.
Die beste Zeit, um die volle Schönheit des Brunnens aufzunehmen, ist tatsächlich nachts, denn tagsüber sind nicht nur unzählige Menschenmassen mit dem gleichen Ziel unterwegs, sondern auch aufdringliche Verkäufer von fragwürdiger Ware. Aus diesem Grund ist ein Besuch des Brunnens bei Nacht eines der besten Tipps, die ich Dir für ein Wochenende in Rom geben kann, da Du so den Menschenmassen am Tag entgehst und den majestätischen Anblick noch intensiver genießen kannst.
Ich kann mich zwar nicht entsinnen, wann ich als Kind das erste Mal in Rom gewesen bin, aber die Erinnerung, wie ich als Sieben- oder Achtjähriger versuche, den Trevi-Brunnen zu erklimmen, ist noch sehr präsent. Denn das Beispiel meines Vaters folgend - der damals zwar am Berg und nicht auf Brunnen kletterte - wollte ich auch meine Kraxelfähigkeiten auf die Probe stellen und bei diesem Rombesuch bot der Brunnen eine hervorragende Möglichkeit dafür. Ich fing also an, auf die über 400 Jahre alten Marmorstatuen zu klettern. Bald darauf schrie jemand in meine Richtung, ich solle herunterkommen, weil der Brunnen nicht zum Klettern da sei, so dass ich glücklicherweise keinen Schaden anrichten konnte.
Der Besuch ist natürlich kostenlos. Aber vergiss nicht, eine Münze in den Brunnen zu werfen. Das bringt Glück!
Es werde täglich bis zu 3.000 Euro in den Brunnen geworfen, täglich! Der Grund ist einfach: Die Legende besagt, dass eine Münze, die in den Brunnen geworfen wird, eine Rückkehr nach Rom garantiert. Diese Tradition geht auf die alten Römer zurück, die oft Münzen ins Wasser warfen, damit die Wassergötter ihre Reise begünstigten oder ihnen halfen, sicher nach Hause zu kommen.
Das Pantheon
Das Pantheon (griechisch für “alle Götter”) ist ein römischer Tempel, der vor ca. 2.000 Jahren zu Ehren aller Götter des heidnischen Roms erbaut wurde – und es waren viele damals.
Es ist sehenswert, weil es immer noch das am besten erhaltene und einflussreichste Gebäude des antiken Roms ist und für mich ist es ein Rätsel, wie dieses Bauwerk große Brände, Blitzeinschläge, Gallierüberfälle und die vielen Zerstörungen im Mittelalter überstanden hat.
Am besten gefällt mir an diesem Gebäude, dass es keine Fenster hat. Nur eine riesige Öffnung an der oberen Spitze der Kuppel. Es heißt, wenn die Sonne einen bestimmten Punkt am Himmel trifft, erhellt ein Sonnenstrahl die Mitte des Tempels und wirkt wie ein Fenster zum Himmel.
Kosten: Kostenlos!
Spanische Treppe
Die Spanische Treppe wurde in den Jahren 1723-1725 nach einem Entwurf des wenig bekannten Architekten Francesco de Sanctis erbaut und aus dem Nachlass des französischen Diplomaten Étienne Gueffier finanziert. Sie wurde gebaut, um die Kirche Trinità dei Monti, die unter der Schirmherrschaft des französischen Königs stand, mit dem darunter liegenden spanischen Platz zu verbinden.
Die wunderschöne “Scalinata di Spagna”, die Spanische Treppe, ist an sich womöglich nicht sehr aufregend. Schließlich geht es hier nur um 135 Stufen, die von der Piazza di Spagna hinauf zur Kirche Trinità dei Monti führen.
Okay, sie mag ja die breiteste Treppe Europas sein, aber wer bitte schön möchte damit prahlen, die breiteste Treppe Europas besucht zu haben?
Nein, ihre Besonderheit ist eine ganz andere, und zwar die kulturelle Umgebung.
Direkt an der Treppe sind nämlich ehemalige Unterkünfte namhafter Künstler, die als Museum besuchbar sind. Das Keats-Shelley Memorial House ist dort, zwei britischen Schriftstellern zu Ehren. Direkt an der Piazza di Spagna ist das Giorgio de Chirico Museum, das dem gleichnamigen italienischen Maler und Hauptvertreter der Metaphysischen Malerei gewidmet ist.
Am Fuße der Treppe ist die Fontana della Barcaccia (“Barkassen-Brunnen”), ein barocker Brunnen in Rom, der trotz seiner sehr modernen und eher abstrakten Erscheinungsform aus dem Jahre 1629 entstammt.
Fun Fact: Am 20. März 1986 wurde das erste McDonalds-Restaurant in Italien in der Nähe der Spanischen Treppe eröffnet. Die dortigen Proteste gegen Fast Food führten dazu, dass Carlo Petrini drei Jahre später die internationale Slow-Food-Bewegung gründete.
Die Spanische Treppe ist auch ein traditioneller Treffpunkt und wohl der beliebteste Ort, um in Italien Menschen zu beobachten. Das Spanische Viertel ist auf jeden Fall ein Besuch wert, sei es, um auf den Stufen der Spanischen Treppe oder des Barcaccia-Brunnen zu sitzen und sich eine Pause vom Laufen zu gönnen oder um die Designerläden, Cafés oder die Museen zu besuchen, die hier direkt am Platz sind.
Ob Du Rom in 48 Stunden oder mehr besuchst: Die Aussicht von Trinità dei Monti zur Vatikanstadt über den Dächern Roms ist atemberaubend.
Andere Aktivitäten in Rom
Die Metropole Rom ist ein fraktales, vielschichtiges, vieldimensionales Gebilde, oder nicht mal ein Gebilde, sondern ein unordentlich geordnetes Chaos mit schönen Steinhaufen im Kern und bestürzender Hässlichkeit nicht nur in den Außenbezirken, dazwischen die lethargisch geschäftigen, eher mürrischen als herzlichen Römer, darüber der bekannte blaue oder der verdrängte graue Himmel und die ausgeleierten Umlaufbahnen der abendländischen Ideen und Mythen – schon solche verkrampften Metaphern zeigen, dass sich schnell blamiert, wer so töricht ist, die ewig genannte Stadt auf einen Nenner, in ein Bild, auf eine Linie von ein paar Zeilen bringen zu wollen.
Friedrich Christian Delius – Einst hatte ich ein Rom-Bild
Obwohl ich ein ganzes Wochenende nur mit den genannten Sehenswürdigkeiten verbringen könnte, gibt es noch viele andere Möglichkeiten, in Rom eine tolle Zeit zu haben, je nachdem, worauf Du Lust hast.
Kochkurse
Warst Du schon öfters in Rom, oder möchtest Du Deinen Kochskills einen italienischen Touch geben wollen, ist ein Kochkurs genau das Richtige für Dich! Es gibt sehr viele Anbieter, die Dir garantiert das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen werden.
Ein solcher Kochkurs ist die perfekte Möglichkeit, einen besonderen und genüsslichen Abend zu verbringen und dabei neue Menschen bei selbstgemachter Pasta und einem Glas Wein kennenzulernen.
Es war der Tiber, in dem der Legende nach die neugeborenen Romulus und Remus, die Gründer Roms, ertränkt werden sollten. Historiker glauben, dass Rom 753 v. Chr. an den Ufern des Tibers, etwa 25 km von der Küste Ostias entfernt, gegründet wurde. In der Antike diente der Fluss als Grenze zwischen den Etruskern im Westen, den Sabinern im Osten und den Lateinern im Süden.
Food-Tours
Für die Naschkatzen unter uns – ich bin selbst eine und weiß, wovon ich spreche , ist eine Food-Tour in Rom etwas Besonderes. Nicht nur, weil Rom Spezialitäten aus ganz Italien bietet, sondern auch, weil Rom als Caput Mundi auch jede Menge exotische und außergewöhnliche kulinarische Erfahrungen bereitstellt.
Ob alleine, zu zweit oder in einer geführten Gruppe, in Roms Feinschmeckerviertel Testaccio kannst Du viele kulinarischen Stationen vorfinden und dort Verkostungen vornehmen.
Das Schöne an organisierten Touren ist die Verbindung von der modernen römischen Küche mit der antiken Geschichte der Stadt, denn auf der Tour gibt es nicht nur die Herstellung von Bruschetta zu staunen, sondern Du wirst auch an einiger berühmter Sehenswürdigkeiten Roms geführt.
Eine solche Tour, bei der Du Neues über die römische Geschichte und die Küche abseits der ausgetretenen Pfade erfährst, ist genau das Richtige, wenn Du Rom wie die Einheimische erleben möchtest.
Rad- und Segwaytouren
Rom ist eine Stadt, die sich über eine sehr große Fläche ausgebreitet hat. Im Vergleich dazu sind andere Städte, zum Beispiel Florenz, ja richtige Dörfer. Und so wundert es nicht, dass es unzählige Möglichkeiten gibt, die Stadt auf dem Rad oder dem Segway zu erkunden. Von ganztägigen Radtouren bis hin zu Morgen- oder Abendtouren, die in Länge und Schwierigkeitsgrad variieren, sowie Segwaytouren für jeden Geschmack, in Rom ist alles machbar.
Circa 50€ kosten größere Radtouren, bei denen Du in knappen 5 Stunden viele der Sehenswürdigkeiten und Hauptplätze Roms sehen und kennenlernen kannst.
Mit dem Segway die Stadt zu erkunden ist etwas teurer, aber deutlich entspannter. Dabei ist eine solche Aktivität sehr angesagt, und Du wirst unzählige Gruppen sehen, die sich beim Fahren aneinander “kuscheln” oder im Gänsemarsch mit hochkonzentriertem Blick zur nächsten Sehenswürdigkeit fahren.
Für Preise ab 65 € erhältst Du ein Segway-Training und eine 3-stündige Tour durch Rom. Ein seriöser Anbieter ist zum Beispiel Italy Segway Tours.
Wenn Du auf der Suche nach etwas Abenteuerlichem bist und beim Sightseeing Zeit sparen möchtest, ist eine solche Tour das Richtige für Dich.
Im antiken Rom durften nur frei geborene Männer Togas tragen, ein Zeichen des römischen Bürgerrechts. Frauen trugen Stolas, die weibliche Version der Togas, die aus Leinen gefertigt waren.
Tagesausflüge
Wenn Du mehr von Italien sehen möchtest, kannst Du von Rom aus zahlreiche Tagesausflüge unternehmen. Viele Zielorte kannst Du sogar bereits mit der günstigen Regionalbahn erreichen. Ob Du nun andere große, pulsierende Städte oder winzige, mittelalterliche Dörfer besuchen möchtest, vom glänzendem Rom aus kannst Du fast alles erreichen!
Mehr dazu in einem neuen Blogartikel, da Tagesausflüge ins Umland nicht von Vorteil sind, wenn du Rom in 48 Stunden sehen möchtest.
Wo in Rom übernachten
Mein bester Aufenthalt in Rom war im Bed & Breakfast “La Chiave di Roma” in San Giovanni, einem der ältesten Viertel Roms. Das schöne und modern eingerichtete Bed & Breakfast bot alles, was ich für meinen Aufenthalt brauchte: sehr saubere und ordentliche Zimmer mit allen notwendigen Annehmlichkeiten (natürlich mit schnellem WIFI) und äußerst hilfsbereite und zuvorkommende Betreiber: Veronica und Giovanni.
Das kontinentale Frühstück war der beste Start in den Tag, nicht nur wegen der leckeren Cornetti, sondern auch der Herzlichkeit des Betreiberpaares, mit denen Du Dich auf Englisch, Spanisch und natürlich Italienisch unterhalten kannst.
Die Lage ist fantastisch, denn gleich um die Ecke ist die Metrostation San Giovanni, die von den Linien A und C bedient wird! San Giovanni ist der perfekte Startpunkt, auch weil er nur einen kurzen Spaziergang von dem Kolosseum, der Bocca della Verità, den Thermen von Caracalla entfernt ist.
Das B&B La Chiave di Roma bietet nur drei Zimmer an und ist deswegen oft ausgebucht, aber bei meinem nächsten Besuch möchte ich nicht woanders übernachten!
Literaturempfehlung
Stefan Ulrich hat einen sehr schönen Rom-Reiseführer geschrieben, der Dich liebevoll bei Deinem – auch längeren – Besuch in Rom begleiten kann: Rom – Lieblingsorte*. Als ehemaliger Rom-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung konnte er nicht nur als Tourist die Stadt erkunden, sondern auch die Seite Roms kennenlernen, die sich nur den Einheimischen zeigt.
Sonstiges
Hast Du fromme Wünsche, Anregungen oder konstruktive Kritik? Dann kontaktiere mich hier und lass mich wissen, was Du von dem Vorschlag, Rom in 48 Stunden zu besuchen, denkst.
Wie Einheimische essen und lokale Produkte sowie Speisen probieren ist gut für Dich als Reisender, für die Gemeinden, die Du besuchst, und für den Planeten. Angesichts der vergangenen, gegenwärtigen – ja, das mit dem Virus ist noch nicht ganz vorbei – und zukünftigen weltverändernden Ereignisse, ist die Unterstützung lokaler Erzeuger, Restaurants und Gemeinden wichtiger denn je.
Ganz gleich, welches Land oder welche Region Du besuchst. Überall auf der Welt gibt es lokale Spezialitäten, die nur darauf warten, von Dir probiert zu werden.
Kennenlernen durch Essen
Eine Maistortilla eingewickelt in einem Bananenblatt an der Westküste Mexikos, die während eines Dorffests von einer älteren Frau mit vielen Falten und einem herzlichen Lächeln im Gesicht allen Besuchern, egal ob Einheimischer oder Ausländer, ausgehändigt wurden. Die frischen Austern am Markt von Cancale, in der Bretagne, mit der Atlantik und die Austernfarmen im Hintergrund. Die ciambelline al vino, vegane Kekse aus der ländlichen Tradition von Antrodoco, einer kleinen Stadt mitten in den Bergen im Landkreis Rieti.
Das sind die Momente, die meine Reisen geprägt haben, meine Geschmacksnerven kitzeln und sich in mein Gedächtnis einprägen. Laut einer Umfrage von Booking.com machen 34% der Reisenden Urlaub, um neue lokale Köstlichkeiten zu probieren.
Wenn Du in lokalen Restaurants isst, Street Food-Stände oder -Trucks probierst und über Märkte schlenderst (und dort probierst), kannst Du nicht nur neue gastronomische Erfahrungen machen, sondern auch mit den Einheimischen ins Gespräch kommen, erfahren, worauf sie stolz sind (und wofür sie bekannt sind) und die Atmosphäre des Ortes auf Dich wirken lassen.
Wie Einheimische essen, neue Spezialitäten probieren und regionale Produkte entdecken; das ist eine der einfachsten Möglichkeiten, ein Gefühl für einen neuen Ort, seine Geschichte, seine Traditionen und Bräuche zu bekommen.
Literaturempfehlung
Es ist schwer für mich, mich auf wenige Bücher zu beschränken, da ich schon als Kind ein echter Bücherwurm und seit damals hunderte von Büchern gekauft und verschlungen habe, viele davon auch zu den gastronomischen Traditionen und den kulinarischen Kulturen (mir) fremder Regionen und Länder.
Die ganze Welt der Kulinarik: Eine Reise zu Küchen, Märkten und Geschmacksgurus*
Eine interessante und gute Übersicht bietet das Buch Die ganze Welt der Kulinarik: Eine Reise zu Küchen, Märkten und Geschmacksgurus*. Zwar klingt der Titel echt anmaßend und die 384 Seiten reichen leider nicht aus, die lokale Küche aller Weltregionen in all ihren Facetten und Variationen darzustellen, aber es ist ein guter Anfang. Viele Anekdoten und Hintergrundinformationen runden das Gesamtpaket ab.
Ein persönliche Empfehlung an Alpenliebhaber und Feinschmecker der Südtiroler Küche: Cook The Mountain – The Nature Around You*. Der Autor Norbert Niederkofler begleitet Dich auf eine kulinarische Reise in die Bozener Alpen und mit vielen Fotos lässt er eine unendliche Sehnsucht nach der Gegend entfachen. (Zumindest war das für mich der Fall.) Die vielen Rezepte sind allerdings nicht ganz einfach zu reproduzieren, da einige Zutaten sehr speziell sind und Du wahrscheinlich keine Räucherkammer bei Dir zu Hause hast.
Möchtest Du eine Buchempfehlung zu einer bestimmten Region? Hinterlasse mir eine Nachricht und ich werde meine Bibliothek durchstöbern.
Nicht nur wie Einheimische essen, sondern sie auch treffen und mit ihnen essen
Außerdem lernst Du durch lokale und traditionelle Gerichte die Bräuche, die Geschichte und die regionalen Zutaten einer Region kennen und schätzen. Noch besser ist es, wenn Du dies in Gesellschaft der Einheimische selbst tun kannst, die ihr Insiderwissen weitergeben, Deine Fragen beantworten und mit etwas Glück sogar Deine Freunde werden.
Aber der Kontakt zu Einheimischen entsteht nicht durch einen Reiseführer. Nutze stattdessen Deine sozialen Netzwerke, um nach Freunden – oder Freunden von Freunden – zu suchen, die schon einmal dort waren, wo Du hinwillst, oder noch besser, die dort jemanden kennen. Frage sie, wo man dort essen kann, wo die Einheimische essen – und welche Orte man meiden sollte, um zu verhindern, dass ein Magenkrampf – oder Montezumas Rache! – Deine Reise unterbricht.
Wie Einheimische essen und die Kultur einer Region erleben.
Ein alter Trick, den ich gelernt habe, um nicht krank zu werden, ist es, nach Cafés und Restaurants Ausschau zu halten, in denen viel los ist, vorzugsweise mit einheimischer Kundschaft. Die Logik ist ziemlich einfach: Wenn viel los ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Essen frisch und gut verdaulich ist. Wenn die Leute bereit sind, auf einen Tisch zu warten oder sich in eine Schlange zu stellen, dann ist das Essen meist auch besonders lecker.
Im Netz findest Du Platformen wie eatwith.com und BonAppetour, auf denen Du wie Einheimische essen und sogar mit ihnen Zeit verbringen kannst. Nimm an einer gemeinsamen Mahlzeit teil, mache eine kulinarische Tour mit einem lokalen Host oder buche einen traditionellen Kochkurs. Bist auch Du ein großer Käsefan wie ich? Finde einen Kurs zur Käseherstellung. Besuche den Keller eines Weinguts und gönne Dir eine Verkostung – oder fünf! – eines besonderen Jahrgangs.
Ansonsten lasse ich mich gerne von meinen Airbnb-Hosts oder dem Personal der Bars und Cafés, in denen ich frühstücke, beraten, wo oft Einheimische essen gehen und welche Spezialitäten es in dem Ort gibt.
Rezepte, die über Generationen hinweg verfeinert und weitergegeben werden, bieten Reisenden die Möglichkeit, mit Menschen auf einer grundlegend menschlichen Ebene in Kontakt zu treten.
Lokal essen hilft auch der Umwelt
Neben den kulinarischen, kulturellen und persönlichen Vorteilen, die Du durch den Verzehr lokaler Produkte erzielst, profitiert auch unsere Umwelt davon. Je weniger Kilometer die Lebensmittel zurücklegen, desto besser, denn der Transport verbraucht weniger Kraftstoff und erzeugt weniger Treibhausgase.
Es ist auch besser für Dich. Weil sie weniger Zeit auf dem Weg vom Ursprungs- zum Zielort verbringen, sind lokale und regionale Lebensmittel frischer, verlieren weniger Nährstoffe auf dem Transportweg und verderben weniger.
Der Verzehr von lokal produzierten Lebensmitteln auf Deinen Reisen mag zwar nebensächlich erscheinen, aber die Vorteile sind weitreichend.
Saisonal essen
Das Gleiche gilt für die saisonale Ernährung auf Reisen. Frische Lebensmittel schmecken aus zwei Gründen besser, wenn sie gerade Saison haben: Sie wurden nicht monatelang gelagert und nicht gespritzt, atmosphärisch kontrolliert oder verpackt, um eine lange Reise zu überstehen. Außerdem kosten sie im Durchschnitt weniger als Lebensmittel aus fernen Regionen.
Je weiter die Lebensmittel transportiert und je länger sie gelagert werden, desto mehr Geschmack und Nährstoffe gehen verloren.
Wenn Du also unterwegs bist, kannst Du gerne einen Bauernmarkt in Deiner Nähe aufsuchen. Du bereicherst Dein Reiseerlebnis, sparst Geld und hilfst den lokalen Erzeugern. Und in jeder Saison gibt es etwas Neues zu probieren. Und Bauernmärkte machen oft einfach Spaß!
Dabei ist es sehr einfach, herauszufinden, wo und wann Bauernmarkt ist, weil oft Informationen darüber im Internet zu finden sind, oder die Einheimische, mit denen Du Kontakt hast, darüber Bescheid wissen. Du musst nichts kaufen, sondern einfach nur zuschauen oder ein paar Dinge probieren. Das ist der perfekte Weg, um deinen Appetit zu wecken.
Lokal und regionale Zutaten, die mit den Jahreszeiten wechseln, sind der beste Weg zu einer großartigen kulinarischen Erfahrung. Hier auf dem Foto ist der Mercato di Rialto in Venedig zu sehen.
Unterstütze die lokalen Erzeuger
Es gibt noch viele andere Vorteile, wenn Reisende lokal und wie Einheimische essen, abgesehen vom Energiesparen. Es gibt nämlich noch den wichtigen Vorteil, dass die Landwirte im Geschäft bleiben.
Wenn Du auf Reisen Lebensmittel aus der Region kaufst und das Geld in der Region lässt, unterstützt Du die örtlichen Bauernhöfe und Erzeuger, sicherst die Arbeitsplätze für Landwirte und Beschäftigten in den örtlichen Lebensmittelverarbeitungsbetrieben und Vertriebszentren und förderst die Wirtschaft der Gemeinde.
Wenn die Region außerdem versucht, den Agrotourismus zu fördern, was immer beliebter wird, trägst Du dazu bei, während Du dort bist. Außerdem kann Deine positive Resonanz nach Deinem Besuch weitere Reisende in die Region locken.
Mit dem Verzehr regionaler Speisen unterstützt du die lokale Wirtschaft. Hier abgebildet ist der Austernmarkt in Cancale, in der Bretagne. Die Austernfarmen befinden sich wenige hundert Meter an der Küste.
Agrotourismus
In deutschsprachigen Raum auch als Urlaub auf dem Bauernhof bekannt, ist der Agrotourismus als typischer Nebenerwerb eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes zu sehen. Solche Betriebe verkörpern die landwirtschaftlichen, selbstbewussten Traditionen auch im gastronomischen Bereich und bei einem längeren Urlaub in einer Region ist es für mich immer eine Freude, diese Reminiszenz an alte Zeiten zu erleben und an einer kulinarischen Tradition teilzuhaben, die in den Städten oft ganz anders ist.
Jeden Donnerstagmorgen kannst Du durch die Stände des Marktes von Santa Teresa di Gallura schlendern und die kulinarischen Schätze Sardiniens entdecken. Zum Beispiel Dutzende Käsesorten: Pecorino, Zucchetta, Peretta. Außerdem weitere Erzeugnisse wie Olivenöl, Papassini, Formagelle, Amaretti und viel mehr!
Mit dem Verzehr regionaler Speisen unterstützt du die lokale Wirtschaft; wie die Einheimische essen und die Kultur einer Region erleben. auf einer Reise umweltbewusst und menschenfreundlich wie Einheimische essen. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
In diesem Post verrate ich Dir meine fünf fotografischen Lieblingslocations in Venedig, Italien, die ich im Laufe der letzten Jahre entdeckt und immer wieder besucht habe. Den vorherigen Post über Venedig und wie Du in der Stadt am besten zurechtkommst, findest Du hier. (Öffnungszeiten und Preise wurden von mir zuletzt am 10.11.2020 überprüft und aktualisiert.)
Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.
Das Luxus-Einkaufszentrum am Canal Grande, in einem antiken Palast aus dem dreizehnten Jahrhundert, bietet nicht nur drei Stockwerke voller unbezahlbarer Markenartikel inmitten des ältesten Teils Venedigs, sondern auch den kostenlosen Besuch der Dachterrasse mit atemberaubendem Blick auf den Kanal und die Rialtobrücke. Dies ist allerdings nur nach vorheriger Buchung möglich: Es werden 15-minütige Slots von 10:30 bis 18:30 angeboten.
Tipp: Buche zwei Slots hintereinander. Du kannst beide Buchungen bei der ersten Kontrolle vorzeigen, damit Du beim „Schichtwechsel“ auf der Dachterrasse bleibst und nicht wieder in die Wartehalle geschickt wirst. So hast du die Terrasse eine oder zwei Minuten nur für dich und deine Fotos; Stative waren bisher übrigens erlaubt.
Der Name deutet darauf hin, dass das Gebäude im Spätmittelalter und in der Renaissance als Niederlassung deutschsprachiger Händler und Handwerker diente; sogar die Fugger hatten eine Handelsvertretung hier. Die Räumlichkeiten weisen heute immer noch Zeichen und Wappen verschiedener Händler auf, die auf Säulen, Regalen, Fenstern, Wänden, Fassaden und Sockeln eingraviert wurden, um den Raum für sich zu beanspruchen.
Das Innere vom FondacoAusblick auf den Rialto-MarktFish-Eye-Foto vom Canal Grande Sonnenuntergang über dem Canal Grande
Campanile di San Giorgio Maggiore
Die wunderschöne und recht überschaubare Insel südöstlich von San Marco diente schon den Malern der Renaissance als Inspiration und Motiv für ihre Bilder, da die majestätische und imposante Fassade der Basilika auf dem Wasser der Lagune sehr gut von der Piazzetta San Marco zu sehen und der Ausblick wirklich sehr malerisch ist. Bis zum elften Jahrhundert war auf der Insel jedoch nur eine kleine Kirche aus Holz; erst im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte wurde erst das angrenzende Kloster und später, im 16 Jahrhundert, auch die Basilika gebaut, wie wir sie heute kennen.
Der aktuelle Glockenturm stammt aus dem Jahre 1791, da der ursprüngliche 1774 stürzte. Er gehört zu den höchsten Türmen der Stadt und bietet einen fantastischen Blick auf die Altstadt Venedigs, besonders auf den Markusplatz und auf Santa Maria della Salute, da keine Gebäuden die Sicht beeinträchtigen. Den Glockenraum erreicht Du in einem gläsernen Aufzug und Du kannst so während der Fahrt nach oben noch das Gerüst der alten Holztreppe im Inneren des Glockenturms sehen, ohne Gefahr zu laufen, dass die modernden Stufen plötzlich beim Hochgehen zusammenbrechen.
Santa Maria della Salute und der Sankt Markus-Glockenturm im Sonnenuntergang, von San Giorgio Maggiore aufgenommen.
Tipp: Kleine Stative konnten bisher problemlos aufgestellt und für Zeitrafferaufnahmen oder Langzeitbelichtungen verwendet werden.
Der Glockenturm ist offen von 9:00 bis 19:00 von April bis Oktober (letzte Eintrittsmöglichkeit um 18:30), von November bis März von 8:30 bis 18:00 (letzte Eintrittsmöglichkeit um 17:30). Der Eintritt für den Glockenturm kostet 6 Euro – die Kirche kann kostenfrei betreten werden.
Vorsicht beim Glockenschlag, es kann richtig laut werden!
Blick auf San MarcoSanta Maria della SaluteSan Marco vom Wasserbus ausLangzeitbelichtung von Santa Maria della SaluteAufnahmen aus dem Glockenturm von San Giorgio Maggiore.
Ponte di Rialto
Die Rialtobrücke ist die älteste der vier Brücken, die heutzutage über den Canal Grande führen, und bis ca. 1850 war sie sogar die einzige, um von einem Ufer des Kanals zum anderen zu kommen. Sie ist die dritte Brücke, die an dieser Stelle errichtet wurde, denn beide vorherigen brachen in sich zusammen. Im 16. Jahrhundert fanden mehrere Ausschreibungen statt, an denen namhafte italienische Architekten teilnahmen, und 1588 gewann das Projekt von Antonio da Ponte; ausschlaggebend war seine Idee, die Brücke auf nur einem Bogen zu stützen, statt auf mehreren, um den Schiffsverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
Auf der Brücke befinden sich viele Geschäfte; die meisten von ihnen verkaufen Luxuswaren wie Juwelen, Uhren oder Murano-Glas. Schon auf der ersten Holzbrücke 1250 befanden sich Geschäfte; damals finanzierte die Stadt aus den Mieteinnahmen der Räumlichkeiten die Wartungsarbeiten an der Brücke.
Fun Fact 1: Die Miete für ca. 16m² auf der Brücke (8m² Erdgeschoss, 8m² 1. OG) beträgt ungefähr 5.000 Euro/Monat.
Die Lage der Brücke erlaubt es, die großartige Sonnenuntergangsstimmung bei Abenddämmerung über dem Canal Grande Richtung Südwesten fotografieren zu können; der rötliche Himmel und die letzten Sonnenstrahlen spiegeln sich auf dem Wasser und beleuchten die hellen Paläste an den Seiten des Kanals mit warmem Licht. Dabei fehlt es in Venedig ganz sicher nicht an romantischer Stimmung, aber beim Sonnenuntergang ist die Stadt noch schöner.
Auf der Brücke gibt es noch die Möglichkeit, lustige und spannende Zeitraffervideos zu drehen, da die vielen Wasserfahrzeuge sich in sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen und auf der Aufnahme wird dies noch stärker hervorgehoben.
Einige Dutzend Meter westlich der Brücke befindet sich der Rialtomarkt, der seit über tausend Jahren dort angesiedelt ist und im Laufe der Jahrhunderte sogar bis an die Ufer des Kanals bei der Brücke reichte. Inzwischen erfüllt der Markt keine Versorgungsfunktion mehr, sondern hat vielmehr einen folkloristischen Charakter, vor allem der Fischmarkt in den Hallen der Pescheria di Rialto ist eine beliebte touristische Anlaufstelle. Die antik wirkende Markthalle ist übrigens erst 1907 nach gotisch-venezianischen Stil erbaut worden, und dem Laien – also mir – war dies nie aufgefallen.
Fun Fact 2: Im Mittelalter durften nur gebürtige Venetianer, die das 50. Lebensjahr bereits bestritten und mindestens 20 Jahre selbst gefischt hatten, Fisch verkaufen.
Die Rialtobrücke vom Ufer des Rialto-MarktesCanal Grande von der Rialto-Brücke fotografiertDer Canal Grande und die Rialto-Brücke vom Dach des Fondaco dei Tedeschi aufgenommen
San Marco
Der Platz von San Marco bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten, einige von ihnen sind Dir bestimmt bekannt, andere womöglich noch nicht. Der Besuch des Markusplatz ist für mich bei jedem Aufenthalt in Venedig “Pflicht”.
Campanile di San Marco
Der Glockenturm vom Markusplatz ist wahrscheinlich das bekannteste Wahrzeichen Venedigs. Durch seine imposante Höhe (99m) überragt er jedes Gebäude der Lagunenstadt um einige Dutzend Meter und selbst Goethe war auf seiner Italienreise von der Aussicht vom Turm beeindruckt:
Aus Goethes Italienischer Reise:
Als ich ihn [den Stadtplan Venedigs] einigermaßen studiert, bestieg ich den Markusturm, wo sich dem Auge ein einziges Schauspiel darstellt. Es war um Mittag und heller Sonnenschein, daß ich ohne Perspektiv Nähen und Fernen genau erkennen konnte. Die Flut bedeckte die Lagunen, und als ich den Blick nach dem sogenannten Lido wandte (es ist ein schmaler Erdstreif, der die Lagunen schließt), sah ich zum erstenmal das Meer und einige Segel darauf. In den Lagunen selbst liegen Galeeren und Fregatten, die zum Ritter Emo stoßen sollten, der den Algierern den Krieg macht, die aber wegen ungünstiger Winde liegenbleiben. Die paduanischen und vicentinischen Berge und das Tiroler Gebirge schließen zwischen Abend und Mitternacht das Bild ganz trefflich schön.
Ein Aufzug bringt alle Besucher von der Basis zum Glockengeschoss in weniger als einer Minute und ohne jegliche Anstrengung, so dass Du dich auf den 360°-Panoramablick konzentrieren kannst. Übrigens sollen auch Menschen, die an Höhenangst leiden, den Blick genießen können, da es von oben nicht möglich ist, direkt zum Sockel runter zu schauen.
Der Glockenturm ist im Sommer von 9 bis 21 Uhr für Besucher offen, im Winter von 9:30 bis 15:45, sonst von 9 bis 19 Uhr. Der letzte Einlass ist eine Stunde vor Schluss, und trotz aller italienischer Gemütlichkeit wird das auch streng eingehalten. Ich wurde am Ticketschalter schon mal abgewiesen, weil ich ein paar Minuten zu spät da war. Der volle Preis beträgt 8 und der ermäßigte 4 Euro.
Piazza san marco
Der Markusplatz ist an drei Seiten von den Gebäuden der Prokuratie umschlossen, der mittelalterlichen Baubehörde, die im Verlauf der Jahrhunderte immer mehr Bedeutung und Einfluss gewann. Im Norden befinden sich die alten Prokuratie (Procuratie vecchie), im Süden die neuen (Procuratie nuove) und im Osten ist der Napoleonische Flügel (Ala napoleonica), der unter Napoleon erbaut wurde. Auf der Ostseite befinden sich Markusdom und Glockenturm.
Basilica di San Marco
Die Kirche wurde vom Doge Giustiniano Partecipazio in Auftrag gegeben, als 828 zwei venezianische Händler aus Alexandria in Ägypten die Reliquien vom Heiligen Markus schmuggelten. Mehrere Neubauten folgten, die letzte große Renovierung erfolgte 1231 nach einem verheerenden Brand.
Die Basilika ist in vielerlei Hinsichten einzigartig, denn zum einen finden sich hier viele architektonische Besonderheiten – im Inneren sind alle Wände und Decken ausschließlich von Mosaiken geschmückt, Fresken wirst Du vergeblich suchen; die Kirche weist einen seltenen romanischen Stil mit byzantinischen Einflüssen -, zum anderen war die Kirche Mittelpunkt des sozialen und politischen Lebens der venezianischen Republik und alle wichtigen Ereignisse, angefangen bei den vielen religiösen Veranstaltungen bis hin zu der Wahl des Dogen, fanden in der oder um die Kirche statt. Diese Funktion spiegelt sich nicht nur in den vielen Kunststücken, sondern auch in der Architektur wider.
Außerdem beherbergt das Museum der Kirche viele Schätze: die Originalpferde von San Marco (auch: Quadriga marciana, Quadriga des Markusdoms genannt) – auf der Loggia befinden sich lediglich Kopien davon – und die alte Bedeckung des goldenen Altarbildes, auf der Paolo Veneziano im 14. Jahrhundert die Geschichte des Heiligen Markus malte.
Torre dell’orologio
Der Glockenturm gilt noch heute als Geheimtipp, um einen Blick auf den Markusplatz zu werfen, ohne beim Einlass der Basilika oder des Glockenturms anzustehen, denn trotz seiner hervorragenden Lage wirkt der relativ hohe Preis oft abschreckend: 12 Euro pro Person werden nämlich für den Eintritt verlangt. Dafür kannst Du nicht nur den kompletten Markusplatz von oben überblicken – sogar von weiter oben als von der Loggia des Markusdoms -, sondern auf dem Weg nach oben bekommst Du auch das Uhrwerk zu sehen und auf der obersten Terrasse findest Du die zwei Moren, den “Alten” und den “Jungen”, die zu jeder vollen Stunden auf eine extra für diesen Turm gegossene Glocke schlagen.
Basilica di San MarcoMarkusdom und -glockenturm von der westlichen GalerieMarkusplatz bei leichter ÜberschwemmungDer Markusplatz vom südlichen Ufer aus fotografiertMarkusdom und Dogenpalast
Sich in den Gässchen verlaufen
In den letzten Jahren habe ich es sehr genossen, mich von meiner Neugier leiten zu lassen und planlos durch die Stadt zu laufen, um verlorene Geschäfte, geheime Gänge und vom Massentourismus noch verschonte Plätze zu entdecken. Zwar mündete mein Weg des Öfteren in Sackgassen, dennoch lohnt es sich, einen Blick abseits der touristischen Routen und der vielen “Pilgerstätten” zu werfen.
Zusätzlich empfehle ich Dir, recht früh aufzustehen, da es ein einzigartiges Erlebnis ist, morgens die Stadt beim Aufwachen zu beobachten, wenn die Touristen noch schlafen und viele Bäckereien sowie Konditoreien ihren Duft in die Gässchen ausströmen. Die Anwohner schicken sich an, ihre Kinder zur Schule zu bringen und danach zur Arbeit zu gehen, Waren werden per Boot geliefert, ebenso erfolgt die Müllentsorgung über den Wasserweg. Zu keiner anderen Zeit sonst zeigt sich Venedig von ihrer authentischen Seite.
La scala del bovolo contariniMaskierte KarnevalsbesucherEine Gondelfahrt ist zwar nicht die günstigste, aber die traditionelle Art, Venedig zu entdeckenDie Katze des Bücherladens Acqua AltaBlick auf Santa Maria della Salute von den Giardini Reali aus gesehenÜberflutete Plätze sind keine Seltenheit “Acqua alta” (Hochwasser) in dem gleichnamigen Bücherladen Oft ist Venedig nachts wie entvölkertCalle Giazzo nördlich des Arsenals
Von allen Städten, die ich besichtigt habe, fasziniert mich Venedig immer noch am meisten. Venedig ist wegen seiner Geschichte, Architektur und der Tatsache, dass es ins Meer gebaut wurde, vielleicht wirklich „die unwahrscheinlichste der Städte“, wie Thomas Mann schreibt. Andererseits macht sie die Nähe zu Süddeutschland – in 5 Stunden ist man schon an der italienischen Adria –zu einem leicht erreichbaren Ziel. Ich bin sehr gerne dort und versuche auch, mehrere Tage zu bleiben, vor allem zur Zeit des Karnevals.
Den nächsten Post über Venedig mit meinen fünf Lieblingsfotospots findest Du hier.
Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.
Da ich in der Nähe Münchens wohne, fahre ich meistens mit dem Auto nach Venedig, da Italien quasi ein Katzensprung entfernt ist. Die Fahrt vergeht recht schnell, es gibt viel zu sehen, und ich verbinde mit dem Venedig-Ausflug noch einige Städtetrips und Verwandschaftsbesuche, so dass ich mit dem Wagen am besten bedient bin.
Für Wochenendausflüge kannst Du auch mit dem Zug nach Venezia Santa Lucia fahren. Das lohnt sich vor allem, wenn man früh – und vielleicht mit einer günstigen Bahncard 25 – bucht. Reist Du von weiter weg an, ist vielleicht ein Flug zum Aeroporto Marco Polo Tessera (VCE) zeit- und kosteneffizient; von dort gibt es viele Möglichkeiten, zur Lagunenstadt zu kommen.
Es ist zwar möglich, in Venedig in einem der Riesenparkhäuser direkt bei der Verbindungsbrücke zum Festland zu parken, günstig ist das jedoch nicht. Ich parke entlang der Eisenbahnlinie zwischen Treviso und Venedig an einem kleinen Bahnhof, vor Mestre, mit keinen oder sehr geringen Parkgebühren, und genieße so die zwanzig- oder dreißigminütige Fahrt in die Lagune über den Ponte della Libertà. Am Bahnhof Santa Lucia in Venedig angekommen, gibt es die ersten Möglichkeiten, sich günstig zu verpflegen: Ich bevorzuge den Relax & Caffé, denn Du kannst ordentlich viel essen zu verhältnismäßig niedrigen Preis und eine saubere Toilette ist auch vorhanden – beides sind nämlich nicht überall vorhanden, vor allem zu Coronazeiten.
Einmal den Bahnhof verlassen, bist Du sofort von der Schönheit der Stadt umgeben.
Fortbewegung
In Venedig wurden über 400 Brücken gebaut, um die etwa 150 Kanäle passieren zu können. Nur wenige von ihnen sind bequem mit Trolleys oder Kinderwagen zu überqueren. In den engen Gassen ist es manchmal schwierig, größere Tragetaschen neben sich zu schleppen, ohne sie an den Gebäuden zu reiben; ich reise deswegen nur mit dem Allernötigsten im Rucksack, auch an Kameraausrüstung (dazu später mehr).
Es gibt allerdings die „Vaporetti“, so werden die Wasserbusse genannt, mit denen man viele Punkte an den größeren Kanälen erreichen und so von einer Insel zur anderen fahren kann. Die Tickets sind sogar teurer als so manche Fahrkarte der Münchner S-Bahn, dennoch kann es sich bei viel Gepäck lohnen, diese Alternative zu nutzen. Wer die entfernten Inseln Murano und Burano besuchen will, kann überlegen, ob und wann ein 24-Stunden-Ticket (20 Euro pro Person) sinnvoll wäre. Die Tickets können an vielen Haltestellen an den Automaten erworben werden, und es gibt ebenso viele Schalter oder Geschäfte, wo Du sie kaufen kannst.
Mehr zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in der venezianischen Lagune hier:
Venedig wäre ohne die Gondeln undenkbar, und in der Vergangenheit hatte jede Familie der Mittel- und Oberschicht mindestens eine, mit der die Herrschaften durch die Kanäle gefahren wurden, während Dienerschaft und Unterschicht sich durch die dunklen und schmutzigen Gassen zwingen musste. In der Neuzeit sind Gondeln eher eine Touristenattraktion, und für 70-90 Euro je nach Tageszeit wird man eine Stunde lang durch die Stadt gefahren, was aber in Anbetracht der gelangweilten Gesichter vieler Passagiere, die lieber auf ihr Smartphone schauen als um sich herum, eine nicht so spannende Angelegenheit zu sein scheint.
Wer es eilig hat, kann ein Wassertaxi nehmen. Obwohl ihr Rumpf oft aus Holz besteht und die geölten sowie polierten Oberflächen den Eindruck vermitteln, die Boote seien nur dekorative Objekte, sind sie mit starken Motoren ausgestattet, und sie können außerhalb der Stadt hohe Geschwindigkeiten erreichen.
Wichtig: Venedig ist an sich eine sehr kleine Stadt, deswegen kommst du auch zu Fuß sehr schnell voran. Ich lasse mich regelmäßig von der Skala in Google Maps täuschen, weil ich von der Weitläufigkeit Münchens ausgehe; dabei dauert der Fußweg vom Bahnhof bis zur Rialtobrücke keine Viertelstunde und allgemein ist alles innerhalb weniger Minuten schnell erreicht.
Wasserbus auf dem Canal Grande in Venedig
Verpflegung
Viele Lokale in Venedig locken mit ihrem internationalen kulinarischen Angebot und fabelhafter Lage: Wer würde nicht gerne am Canal Grande Martini schlürfen und ein paar Snacks essen? Doch manchmal sollte man lieber erst einen Blick auf die Preisliste werfen, bevor man sich hinsetzt. Denn am Ende des Aperitifs oder der Mahlzeit ist eine böse Überraschung hinsichtlich der Höhe der Rechnung nicht förderlich für die Verdauung.
Allgemein gilt:
In Venedig – sowie in vielen anderen größeren Städten Italiens – gibt es in Bars und Cafés unterschiedliche Preise für Selbstbestellung sowie Verzehr an der Theke und dem Sich Bedienen Lassen am Tisch: Am Tisch können die Preise bis doppelt so hoch sein, dafür kann man bequem sitzen bleiben, die Aussicht genießen und sogar etwas Sonne tanken. So kann ein Espresso plötzlich 3,5 statt 1,5 Euro kosten.
In der Nähe der Sehenswürdigkeiten und der Brücken über den Canal Grande kann es sehr schnell sehr teuer werden. Die Betreiber von Restaurants lassen sich die tolle Lage gut bezahlen und in einigen Fällen haben die Gerichte viel mehr mit Fast Food-Massenproduktion gemeinsam als mit italienischer Gourmetküche. Die Qualität des Essen war entgegen allgemeiner Annahmen bisher immer immer zufriedenstellend bis sehr gut.
Wenn ich neue Lokale aufsuchen will, lasse ich mich von Tripadvisor und ähnlichen Seiten inspirieren, denn die Bewertungen geben ein gutes Bild wider und zeichnen ein realistisches Bild der zu erwartenden Erfahrung in dem einen oder anderen Restaurant. Einen Blogpost über meine Lieblingslokale in Venedig wird folgen.
Übernachten in Venedig
Je nachdem, wie Du Venedig erreicht hast, gibt es verschiedene Optionen:
Die günstigste, aber unglamouröseste ist auf dem Festland eine Schlafmöglichkeit zu finden, und Venedig mit dem Zug zu erreichen. Die Regionalzüge fahren bis tief in der Nacht, so dass es möglich ist, recht lange in der Lagunenstadt zu bleiben und auch einen romantischen Sonnenuntergang zu beobachten. Ich finde diese Lösung okay für Tagesausflüge, aber ein längerer Aufenthalt wird nicht unbedingt angenehm durch die Fahrerei. Wenn Karneval oder Biennale ist und viele Unterkünfte ausgebucht sind, ist diese Option allerdings durchaus sinnvoll.
Ich bevorzuge es jedoch, bei Airbnb nach Wohnungen (manchmal auch nur nach Zimmern), die in dem Viertel (in Venedig ‚Sestiere‘) sind, das ich entdecken möchte. San Polo ist eine gute Wahl, wenn Du noch keine festen Ziele hast und Venedig nicht so gut kennst, da dieses Viertel genau mittig liegt. Für Seebären gibt es auch die Möglichkeit, in einem Segelboot im östlichen Yacht-Hafen zu übernachten, und man findet noch skurrilere Annoncen.
Die luxuriösere Art, in Venedig seine Nächte zu verbringen, ist tatsächlich ein Zimmer in einem der vielen Hotel zu buchen. Die Preise variieren stark, von fensterlosen Zimmern bis Kleinapartments direkt am Canal Grande ist alles vertreten und die Preisspanne ist recht groß. Dennoch garantieren die vielen namhaften Hotels auch hohe Standards, und oft präsentieren sie Angebote für feste Zeiträume, die z.B. Airbnb unterbieten. Zur Hochsaison sind die Preise dennoch sehr hoch. Das Hotel Rialto* ist meine erste Wahl, wenn ich in Venedig ein Hotel brauche: Es befindet sich im Zentrum Venedigs, direkt bei der Rialtobrücke, und von dort ist jede Ecke der Stadt in kürzester Zeit erreichbar.
Die Lage dieses 4-Sterne-Hotel ist ideal, um die Stadt zu erkunden und zu entdecken. Stell Dir vor, Du sitzt am Fenster deiner Junior Suite und bewunderst die Rialtobrücke. Unter dem Brückenbogen überqueren ständig Gondeln und Boote den Canal Grande und die Vaporetti halten nur wenige Schritte vom Hotel entfernt, um ganz Venedig zu Dir zu bringen.
Lohnt es sich, auch Murano und Burano zu besuchen?
Murano bei Venedig ist eine der nächstgelegenen Inseln und verfügt über einen eigenen Canal Grande, der dem der Hauptinsel in nichts nachsteht – allerdings mit viel weniger Verkehr.
Vergiss nicht, neben Murano auch Burano zu besuchen. Diese kleine Gemeinde auf einer Insel im nordöstlichen Teil der venezianischen Lagune hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Häuser in leuchtenden Neontönen zu streichen, und so sind die bunten Häuser von Burano in der ganzen Welt bekannt.
Nun zur entscheidenden Frage: Was nehme ich mit nach Venedig? Aus meiner Erfahrung mit APS-C und DSLR macht es schon einen großen Unterschied, ob ich mit einer Crop- oder Vollformatkamera unterwegs bin.
APS-C:
Mit der Canon EOS 7D hatte ich bei jedem Besuch in Venedig mindestens ein Weitwinkel– und ein Zoomobjektiv dabei (in meinem Fall: Canon EF-S 10-18mm bzw. EF Canon 24-105mm). Damit kannst Du die meisten Motive fotografieren, die Du bei der Erkundung der Stadt entdeckst. In den meisten Fällen hätte allerdings ein EF-S 17-55mm gereicht.
DSLR:
Wegen der Größe des Sensors Deiner Vollformatkamera kannst Du auch mit nur einem Objektiv zurechtkommen; ich habe das Zoomobjektiv (Canon EF 24-105mm) am Häufigsten benutzt und kann damit auch einen Sonnenuntergang oder -Aufgang gut in Szene setzen. Damit kann ich fast alle Motive in Venedig fotografieren.
Ich hatte bei der letzten Tour auch ein Weitwinkelobjektiv (Canon EF 16-35mm) bei mir, und selten habe ich die 16mm wirklich gebraucht. (Dafür kam er in den Alpen auf der Rückfahrt gut zum Einsatz, aber das ist eine andere Geschichte.)
In Venedig fotografieren – Sonstige Tipps
Ein kleines und leichtes Stativ für nächtliche Spaziergänge ist nicht schlecht, behelfsmäßig kann man auch Geländer, Treppenstufen o.Ä. nutzen.
Möchtest Du die Stadt ohne Menschen fotografieren, kannst Du tagsüber auf einen Graufilter und Einsatz eines Stativs zurückgreifen. Bei Hochsaison kann es dennoch schwierig sein, ein klares Bild ohne Farbstreifen und Leuchtspuren zu haben. Eine gute Möglichkeit, die Touristenmassen nicht auf deinen Bildern zu haben, ist, bei Sonnenaufgang schon unterwegs zu sein und so die Stadt beim Aufwachen zu fotografieren; viele Touristen kommen nämlich vom Festland und sind noch auf den Weg zur Lagunenstadt, die Anwohner frühstücken noch, und nur wenige Menschen sind zusammen mit dir auf den Straßen.
Willst Du von den höchsten Punkten der Stadt fotografieren (Markusturm, Glockenturm von San Giorgio uvm.), kann es sich für dich lohnen, ein Teleobjektiv mitzunehmen. Mit dem Canon 75-300mm kann ich alle Wünsche an Bildvergrößerung trotz hoher Blendenzahl erfüllen.
Wichtig
Venedig ist, trotz seines städtischen Charakters, im Meer auf Inseln gebaut und vom Meer umgeben. Hohe Luftfeuchtigkeit und Meeresluft mit hohem Salzgehalt können deine Kamera schädigen. Deswegen achte darauf, deine Kamera zu schützen und gut zu pflegen.
Die appetitlichen Essensangebote, die überall präsent sind, sorgen bei mir dafür, dass meine Hände selten wirklich sauber sind, und oft hinterlasse ich lästige Abdrücke auf Kamera und Objektiv. Aus diesem Grund habe ich – leider nicht immer – Taschentücher, Feuchttücher oder Desinfektionstücher mit mir, damit ich nach einem Leckerbissen wieder saubere Hände habe und mir keine Sorgen machen muss, die Linse damit zu verschmieren.
Generell sind in Italien die Steckdosen Typ-F noch nicht überall verbreitet; stattdessen ist man häufiger mit dem Typ-L konfrontiert. Für solche Fälle habe ich einen passenden Adapter dabei.