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  • Das Marienfest – Die Festa delle Marie in Venedig

    Die Festa delle Marie in Venedig ist eine der wichtigsten Veranstaltungen des venezianischen Karnevals: Sie inszeniert die berühmte Entführung sowie die darauffolgende Rettung von zwölf Bräuten, die sich in Venedig zur Zeit des Dogen Candiano III. im Jahr 943 ereigneten.

    Seit dem neunten Jahrhundert war in Venedig Brauch, am 2. Februar, dem Fest der Reinigung Mariens, alle Paare zu segnen, die im Laufe des Jahres heiraten sollten. Unter den Teilnehmern der Segnung, die in der Kirche San Pietro di Castello stattfand, wurden die zwölf ärmsten Frauen ausgewählt.

    Sie wurden in prächtige Kleider gekleidet und mit kostbarem Schmuck geschmückt, der aus den wichtigsten Kirchen der Stadt entliehen wurde. Während der Zeremonie beschenkten die reichen venezianischen Familien der Stadt die jungen Damen mit Spenden; der Doge lieh ihnen manchmal sogar Juwelen aus der Schatzkammer vom Sankt Markus-Dom.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

    Im Jahr 943 kamen jedoch Piraten aus Istrien nach Venedig und sie entführten alle Bräute, um sie ihres Schmuckes zu berauben und sie selbst als Bräute zu nehmen. Zusammen mit einer Gruppe tapferer Männer verfolgte der Doge die Piraten, und in der Nähe von Caorle, 60 km nord-östlich von Venedig, holten die Venezianer sie ein und befreiten die zwölf Bräute, um sie sicher nach Venedig zurückzubringen. In Caorle wurden alle Piraten getötet und ihre Leichen ins Meer geworfen, damit niemand ihrer gedenken konnte. Zu Ehren der Damen wurde der Hafen, in dem sie gerettet wurden, “porto delle donzelle” genannt und er heißt immer noch so.

    Um der Rettung zu gedenken und der heiligen Maria für den glücklichen Ausgang zu danken, rief der Doge die Festa delle Marie in Venedig ins Leben, die jedes Jahr mit einer schönen Prozession durch die Stadt gefeiert wird, um allen die Schönheit der Mädchen und ihrer eleganten Kleider zur Schau zu stellen, die von der venezianischen Aristokratie unterstützt wurden. Zusammen mit der Prozession organisierte der Doge auch Regatten, Feste und weitere Veranstaltungen, um Venedig jedes Jahr ein achttägiges Fest zu bescheren.

    Die jungen Frauen wurden durch unattraktive Holzstatuen ersetzt

    Das ursprüngliche Fest wurde viele Jahrhunderte lang abgehalten, bis 1349, dann wurden die Damen durch Holzfiguren verkörpert. Diese Entscheidung wurde getroffen, weil die Venezianer, und nicht nur sie, mehr daran interessiert waren, die Bräute zu umwerben, als religiöse Zeremonien zu befolgen. Die Entscheidung wurde bald ziemlich unpopulär und vor allem die männliche Bevölkerung reagierte mit Empörung und Zorn auf die Ersetzung, denn die Bürger begannen, die Figuren mit Gegenständen und Gemüse zu bewerfen.

    Im selben Jahr (1349) musste die Republik Venedig ein Gesetz erlassen, das vorsah, dass jeder, der Gemüse auf den Umzug der Holzfiguren warf, mit einer Freiheitsstrafe bestraft wurde, was jedoch das Ansehen des Marienfestes nur noch weiter schwächte. Dreißig Jahre später (1379) wurde das Marienfest in Venedig endgültig abgeschafft.

    Aus diesen Episoden stammt eine in Venedig verbreitete Redensart: Die Venezianer sagen immer noch Maria de Tola (wörtlich: Maria das Holzbrett), um auf eine kühle, distanzierte Frau hinzuweisen.

    Die Wiederauflebung der Festa delle Marie in Venedig

    Carnevale di Venezia mit kostümierten Teilnehmern. Fotos von kostümierten Faschingssbesucher beim Karneval von Venedig auf dem Markusplatz. Karneval in Venedig, Italien. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Die Festa delle Marie wird heutzutage beim Karneval von Venedig gefeiert.

    Die Festa delle Marie geriet jedoch allmählich in Vergessenheit, bis Bruno Tosi, ein bekannter venezianischer Journalist und Kulturkritiker, beschloss, das Fest wieder aufleben zu lassen und 1999 machte er zu einer der Eröffnungsveranstaltungen des Karnevals von Venedig. Die Schönheit der Damen und ihrer Kleider war in der Tat ideal, um dem Karneval einen idealen Start zu geben.

    Bei der modernen Version werden aus den Bewerberinnen, die entweder in Venedig geboren oder in der Lagunenstadt ansässig sein müssen, zwölf Mädchen von einer Jury ausgewählt, und der Umzug mit mehr als 300 Teilnehmern zieht von San Pietro di Castello zum Sankt Markus-Dom. Das Ereignis ist fantastisch, denn alle Kleider und Ornamente entsprechen den Originales der Renaissance. Auf der Piazza San Marco wird dann die Maria des Jahres von der Jury gekürt.

    Mehr zur diesjährigen Festa delle Marie in Venedig sowie zum berühmten Karneval von Venedig 2022 findest du hier.

    Mehr zu Venedig findest Du hier.

    Die offizielle Webseite der Festa delle Marie in Venedig lautet: https://www.festadellemarie.com. Offizielle Informationen zum Karneval von Venedig findest Du dagegen hier: https://www.carnevale.venezia.it/en.

  • Die Geschichte des Karnevals von Venedig

    Die Geschichte und die Ursprünge des Karnevals von Venedig sind Themen, die viel Faszination und Begeisterung auslösen. Ein Blick darauf lässt uns erfahren, wann und wie dieses außergewöhnliche Ereignis entstanden ist, wie sich Masken und Kostümen im Laufe der Zeit entwickelt haben, welche kuriosen Anekdoten und historischen Fakten den Carnevale di Venezia geprägt haben…

    Der Karneval gehört zu den wichtigsten Ereignissen in der Region Venetien, und ist wahrscheinlich das wichtigste und berühmteste Fest Venedigs. Der Karneval, der Touristen aus aller Welt in die Lagunenstadt lockt, verwandelt die Stadt jedes Jahr in einen Potpourri aus Festlichkeit und Vergnügen, begleitet von einer Reihe an Unterhaltungs-, Gastronomie- und Musikveranstaltungen.

    Mehr zu Venedig findest Du hier.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

    Der Ursprung des Karnevals von Venedig

    Blick auf Canal Grande aus der Rialtobrücke, Venedig, Italien.
    Blick auf Canal Grande aus der Rialtobrücke, Venedig

    Die historischen Ursprünge des Karnevals von Venedig liegen in zwei antiken Traditionen: den lateinischen Saturnalien und den griechischen dionysischen Kulten. Das waren zwei religiöse Feste, bei denen Masken und symbolische Darstellungen eine große Bedeutung spielten.

    Die Ursprünge und die Bedeutung des Karnevals von Venedig sind von diesen Traditionen inspiriert, die sie für ihre eigenen Zwecke umgestaltet haben. Bei den Saturnalien im alten Rom wurde die soziale Ordnung umgestürzt, und Sklaven und freie Bürger strömten in die Stadt, um bei lauter Musik und im wilden Tänzen zu feiern. Bei den griechischen Dionysien sollten Prozessionen und Theateraufführungen die Menschen mit der Natur vereinen und eine Harmonie höherer Ordnung erstellen, frei von den vom Menschen geschaffenen sozialen Konventionen.

    Venedig interpretierte daher die antiken griechischen und römischen Feste neu, um den Bedürfnissen der damaligen neuen Ordnung gerecht zu werden, die den Karneval förderte, um der Bevölkerung, insbesondere den unteren Schichten, eine Möglichkeit zum Vergnügen und Feierns bot. Im venezianischen Karneval garantierten Masken völlige Anonymität, eine Art Nivellierung der sozialen Unterschiede, die es den Bürgern manchmal sogar erlaubte, Verwaltung und Aristokratie öffentlich zu verspotten.

    Literatur über Venedig

    Die Lektüre von Büchern über Venedig kann deine Erfahrung beim Besuch der Stadt in vielerlei Hinsicht verbessern:

    • Sie helfen, den historischen und kulturellen Kontext besser zu verstehen. Venedig hat eine sehr spannende und reiche Geschichte sowie Kultur, und die Lektüre von Büchern kann diesen Kontext liefern und dir helfen, die Kunst, Architektur und Traditionen der Stadt zu verstehen.
    • Die großen Touristenattraktionen in Venedig sind zwar bekannt, aber es gibt auch viele versteckte Juwelen, die du durch das Lesen von Büchern entdecken kannst.
    • Die Lagunenstadt war außerdem Schauplatz vieler berühmter literarischer Werke, darunter Shakespeares “Der Kaufmann von Venedig” und Thomas Manns “Tod in Venedig”. Die Lektüre dieser Werke kann deine Verbindung zur Stadt vertiefen und dir neue Einblicke in ihre Kultur und Geschichte geben.

    Insgesamt kann die Lektüre von Büchern über Venedig zu einem besseren Verständnis und einer größeren Wertschätzung der Stadt führen, so dass du einen erfüllteren und angenehmeren Besuch erleben kannst.

    Carnevale di Venezia mit kostümierten Teilnehmern. Fotos von kostümierten Faschingssbesucher während des Karnevals von Venedig auf dem Markusplatz. Karneval in Venedig, Italien. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Der Karneval von Venedig auf dem Markusplatz

    Diese großzügige und kurzweilige Erlaubnis war ein Ventil für die Spannungen und Missstimmungen, die in der Gesellschaft aufgrund der strengen Grenzen, der grundfest christlichen Moral und der öffentlichen Ordnung entstanden.

    Der Ursprung des Wortes Karneval lässt sich bis zu einem Dokument des Dogen Vitale Falier aus dem Jahr 1094 zurückverfolgen, in dem es zum ersten Mal verwendet wird, wenn es um öffentliche Unterhaltung geht.

    Die Geschichte des Karnevals in Venedig als offizieller Feiertag begann jedoch erst im Jahr 1296, als ein Edikt des Senats der Republik den Tag vor Beginn der Fastenzeit zum Feiertag erklärte. Viele Jahrhunderte lang wurde der Karneval in Venedig sechs Wochen lang, vom 26. Dezember bis zum Aschermittwoch, auf den Hauptplätzen der Stadt, der Riva degli Schiavoni und dem Markusplatz, gefeiert.

    Die Exzesse und Zügellosigkeit

    Carnevale di Venezia mit kostümierten Teilnehmern. Fotos von kostümierten Faschingssbesucher beim Karneval von Venedig auf dem Markusplatz. Karneval in Venedig, Italien. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Kostümierte Faschingssbesucherin beim Karneval von Venedig auf dem Markusplatz.

    Doch schon bald hatten der ursprüngliche Zweck des Karnevals und der eigentliche Sinn des Festes, Spannungen und Unzufriedenheit abzubauen, eskalierte, um den gegenteiligen Effekt zu erreichen. Die Möglichkeit, seine Identität unter typisch venezianischen Masken und ausgefallenen Kostümen vollständig zu verschleiern, förderte immer mehr Diebstähle, Raubüberfälle und Belästigungen verschiedener Art. Diese schwerwiegenden Exzesse zwangen die Stadtverwaltung Venedigs dazu, eine lange Reihe von Dekreten zu erlassen, um den Missbrauch und die betrügerische Verwendung von Masken und Kostümen in der Lagunenstadt einzuschränken; Maßnahmen, die nach und nach das eigentliche Wesen des Karnevals und seine Ursprünge von Freiheit und Gleichheit untergruben.

    Langzeitbelichtung aus San Giorgio Maggiore in Venedig, Venezia, Italien.
    Blick aus dem Glockenturm von San Giorgio Maggiore

    Die schlimmste Zeit war die nach Sonnenuntergang, wenn Dunkelheit und Verkleidung Verbrechen aller Art möglich machten. 1339 wurde verboten, sich nachts mit Masken und Karnevalskostümen in Venedig zu bewegen. Ein weiterer Missbrauch, der eingedämmt werden musste, betraf die Möglichkeit für Männer, Frauen- oder Ordenskleidung zu tragen, um in Kirchen, Klöster oder Stifte einzubrechen und unanständige Handlungen zu begehen. Im Januar 1458 wurde es verboten, heilige Orte mit Masken zu betreten. Wegen der Gefahren für die öffentliche Sicherheit, Waffen oder andere gefährliche Gegenstände unter der Karnevalskleidung zu verstecken, wurden zahlreiche behördliche Verordnungen erlassen, die das Mitführen solcher gefährlichen Gegenständen verboten.

    Im 18. Jahrhundert wurde der Karneval in Venedig zu einem echten Kulturevent und war in ganz Europa bekannt. Der prestigeträchtige Karneval von Venedig, der jedes Jahr Tausende von Besuchern anlockt, erreichte zu dieser Zeit seinen größten Glanz und seine internationale Anerkennung: Die überschäumende und grenzüberschreitende Atmosphäre, die Commedia dell’arte und die Masken, außergewöhnliche Shows und die öffentliche Spielbank machten Venedig zum “Magneten Europas”.

    Schluss mit lustig: Das Ende der venezianischer Spaßgesellschaft

    Carnevale di Venezia mit kostümierten Teilnehmern. Fotos von kostümierten Faschingssbesucher während des Karnevals von Venedig auf dem Markusplatz. Karneval in Venedig, Italien. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Der Karneval von Venedig vor dem Markusdom

    Mit dem Sturz der Serenissima im Jahr 1797 wurden die Karnevalskostüme endgültig verboten, mit Ausnahme von privaten Festen in venezianischen Palästen sowie dem exklusiven und elitären Ballo della Cavalchina im luxuriösen Theater La Fenice. Das verpasste dem Karnevals in Venedig einen schweren Rückschlag, und eine lange Phase des Niedergangs folgte, die zum allmählichen Aussterben aller damit verbundenen Festlichkeiten führte. Der letzte historische Karneval in Venedig geht auf dieses Jahr (1797) zurück. Die Eroberung Venedigs durch Napoleon bedeutete das Ende ihrer langen Unabhängigkeit und die Abschaffung der zahllosen Traditionen, auch des venezianischen Karnevals, für etwa zwei Jahrhunderte.

    Der heutige Karneval von Venedig

    Carnevale di Venezia mit kostümierten Teilnehmern. Fotos von kostümierten Faschingssbesucher beim Karneval von Venedig auf dem Markusplatz. Karneval in Venedig, Italien. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Karneval in Venedig, Italien.

    Erst 1967 wurden wieder Feiern mit Masken– und Kostümumzügen organisiert, die die Geschichte und die Traditionen des Karnevals von Venedig wieder aufleben ließen. 1979 wurde zum ersten Mal ein Programm erstellt, das die Venezianer selbst in die Feierlichkeiten einbezog und damit zu den Ursprüngen des Karnevals von Venedig zurückkehrt. Die neue Formel wurde zu einem Erfolg, der nun schon seit über vierzig Jahren anhält.

    Mehr zum kommenden Karneval von Venedig findest du hier:

    Die offizielle Webseite des Karnevals von Venedig lautet: https://www.carnevale.venezia.it/en.

    Das Marienfest – Die Festa delle Marie in Venedig

    Die Festa delle Marie in Venedig ist inzwischen eine der wichtigsten Veranstaltungen des venezianischen Karnevals: Sie inszeniert die berühmte Entführung sowie die darauffolgende Rettung von zwölf Bräuten, die sich in Venedig zur Zeit des Dogen Candiano III. im Jahr 943 ereigneten.

    1999, als die Festa delle Marie in die Karnevalszeit fiel, organisierte das European Consortium of Historical Reenactments (C.E.R.S.) das Marienfest auf dem Markusplatz mit dem Ziel, dieses traditionelle und sehr besondere Fest wieder aufzuführen. Seitdem wird das Fest der Marien jedes Jahr im Karneval wiederholt, mit der Preisverleihung am letzten Tag der Veranstaltung für die Maria des Jahres.

    Mehr zur Entstehung des Marienfests kannst Du hier erfahren.

  • Das Beste von Rom in 48 Stunden – Ein ernst gemeinter Vorschlag für ein Wochenende in der “Welthauptstadt”

    Es ist kein Wunder, dass Rom die drittmeistbesuchte Stadt in Europa ist, mit lauter archäologischer und künstlerischer Schätze. Mit seinen prächtigen Brunnen, Statuen und Obelisken, könnte ich leicht einen Monat damit verbringen, Rom in seiner Gesamtheit zu erleben.

    Hast Du schon immer von Rom geträumt, die Reise aber wegen der Verpflichtungen oder eines Vollzeitjobs aufgeschoben, solltest Du nicht länger zögern, denn es ist tatsächlich möglich, Rom in 48 Stunden zu erleben!

    Was Du in Rom in 48 Stunden sehen kannst

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe.

    Da die Zeit, Rom in 48 Stunden – ein Wochenende – zu besichtigen, begrenzt ist, wird nicht möglich sein, wirklich alles zu sehen. Mein Vorschlag ist, Dich auf die Sehenswürdigkeiten im Freien zu beschränken, wenn es Dein erstes Mal in der Stadt für Dich ist. Dennoch werde ich Dir im Anschluss auch Vorschläge machen für Gebäuden, die manch einzigartige Kunstwerke beherbergen und an einem kalten Regentag kann es zum Beispiel eine gute Idee sein, im Trockenen die Sixtinische Kapelle zu bewundern.

    In Rom hab ich mich selbst zuerst gefunden, ich bin zuerst übereinstimmend mit mir selbst glücklich und vernünftig geworden.

    Johann Wolfgang Goethe – Zweiter römischer Aufenthalt

    Wie Du Dir vorstellen kannst, gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die die Stadt anbietet, selbst wenn du in Rom nur 48 bleibst. Ich bin öfters in der Welthauptstadt – “Caput Mundi” – gewesen, weil Verwandte von mir dort leben und Rom selbst nicht allzu weit weg von meiner Heimatstadt ist. In Summe bin ich deutlich länger als nur 48 Stunden nur auf den Straßen Roms unterwegs gewesen.

    Damit Du die berühmtesten Sehenswürdigkeiten nicht verpasst, findest Du hier eine Auflistung.

    Das Kolosseum

    Das Kolosseum ist ein absolutes Muss für alle Rom-Besucher, denn es ist ein beeindruckendes Bauwerk, das sogar als Kulisse – oder Inspiration – für spektakuläre Kämpfe in vielen Filmen gedient hat.

    In dem Film "The way of the dragon", in dem Bruce Lee nicht nur Schauspieler, sondern auch Drehbuchautor und Regisseur war, entwarf Lee einen zehnminütigen Kampf zwischen seinem Charakter und Chuck Norris genau im Kolosseum. Der Kampf zwischen Bruce Lee und Chuck Norris in "The way of the dragon" ist nicht zuletzt deshalb in Erinnerung geblieben, weil er Norris' Durchbruch darstellte.
    Die Aufnahmen, die im Hintergrund eingeblendet werden, wurden nach Bestechung der Wärter gedreht, was Bruce Lee selbst vorgeschlagen haben soll.

    Im Kolosseum selbst zu wandern wird ein Erlebnis sein, das Dich umhaut. Dieses unglaubliche Amphitheater im Herzen Roms war nämlich der Ort, an dem sich Scharen von Menschen versammelten, um sich an blutigen Gladiatorenkämpfen und an der Jagd auf exotische Tiere aus eroberten Ländern zu erfreuen. (Weiß ich das aus den Asterix und Obelix-Comics und -Filmen!)

    Wenn ich in solch antiken Überresten stehe, die in einer Zeit gebaut wurden, in der deren Konstruktion nur als genial bezeichnen werden kann, wünsche ich mir, dass diese Mauern sprechen könnten. Und es fällt mir mir echt schwer, mir dieses riesige Bauwerk in seiner ganzen Pracht im antiken Rom vorzustellen.

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Die ersten Spiele im Kolosseum wurden im Jahr 80 n. Chr. unter Kaiser Titus (dem Sohn von Vespasian) abgehalten und dauerten 100 Tage am Stück.

    Kolosseum – Forum Romanum – Palatinhügel | Kosten

    Der normaler Eintritt kostet 16 Euro. Minderjährige zahlen nur die Online-Reservierungsgebühren: 2 Euro und EU-Bürger bis 25 Jahren nur 4 Euro. (Stand 2021.)

    Das Forum Romanum und der Palatinhügel

    Im Eintrittspreis für das Kolosseum ist ein Spaziergang durch das ehemalige Wohnviertel der römischen Aristokratie (Palatinhügel, auf Italienisch “colle Palatino”) und die ursprüngliche Piazza (Forum Romanum) von Rom enthalten.

    Diese antike Gegend voller (leider nicht immer, aber immerhin oft) gut restaurierter Gebäude inmitten umgestürzter Säulen birgt Jahrhunderte politischer und religiöser Geschichte, die ich tatsächlich manchmal zu spüren glaube, wenn ich frühmorgens alleine durch die Jahrtausende alten Ruinen spaziere.

    Ursprünglich war das Forum Romanum ein Marktplatz, doch zusammen mit der weltpolitischen Bedeutung von Rom wuchs dieser Platz in seiner Funktion zu einem Ort, an dem politisch sehr bedeutende Ereignisse stattfanden, von Triumphzügen und Wahlen bis hin zu öffentlichen Reden und Hinrichtungen.

    Große und einflussreiche Männer wie Julius Cäsar selbst, dessen Parodie wir alle aus den vielen Asterix-Filmen kennen, gingen durch diese Straßen, die damals voll von gewaltigen Tempeln zu Ehren aller möglichen Götter und Statuen der großen Herrscher der Stadt gewesen sind.

    Julius Cäsar wurde übrigens im Forum Romanum im Tempel des Divus Iulius nach seiner Ermordung verbrannt.

    Kolosseum – Forum Romanum – Palatinhügel | Kosten

    Kosten: Der Eintritt ist bereits im Preis des Ticket für das Kolosseum inbegriffen.

    Der normaler Eintritt kostet 16 Euro. Minderjährige zahlen nur die Online-Reservierungsgebühren: 2 Euro und EU-Bürger bis 25 Jahren nur 4 Euro. (Stand 2021.)

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Nach dem Untergang des römischen Kaiserreichs verfiel das Forum Romanum und viele seiner Monumente wurden entweder für Stein und Marmor geplündert oder unter Schutt begraben. Schließlich wurde dieses vernachlässigte Stück Land als Viehweide genutzt und erhielt den Spitznamen “Campo Vaccino” (auf Deutsch: Kuhfeld).

    Basilika Sankt Peter im Vatikan

    Die Vatikanstadt ist DIE Sehenswürdigkeit, die ich in Rom nicht verpassen will, auch wenn ich sie schon dutzende Male besucht habe. Diese von Mauern umgebene Stadt, die das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, den Papst, beherbergt und in der der Katholizismus regiert, ist ein eigener, unabhängiger Staat und außerdem das kleinste Land der Welt noch dazu.

    Als souveräner Staat besitzt der Vatikan auch eine eigene Armee, die Du vielleicht schon kennst: die Päpstliche Schweizergarde (auf Italienisch: Guardia svizzera pontificia) mit ihrer charakteristischen Uniform, die mich an einem Faschingskostüm erinnert.
    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Die Gala-Uniform der päpstlichen Schweizergarde, die wahrscheinlich berühmteste Uniform der Welt, verdankt ihre Existenz dem Kommandanten Jules Repond (1910-1921).

    Die Kirche ist auch während der Gottesdienste offen, die in der Kapelle Santissimo Sacramento stattfinden. Bitte beachte, dass hier eine strikte Kleiderordnung herrscht, wie in allen anderen religiösen Gebäuden in Italien auch: Keine kurzen Hosen oder Röcke, die Schultern müssen bedeckt sein.

    Die Kapelle, die einige der berühmtesten Gemälde und Skulpturen der Welt beherbergt, ist an jedem Tag der Woche spektakulär. Ich denke jedoch, dass es etwas Besonderes war, sie an einem Sonntag während des Gottesdienstes zu sehen.

    Falls Du die Ansprache des Papstes erleben möchtest, die üblicherweise sonntags um 12 Uhr am Petersplatz ist, empfehle ich Dir, bereits um 9 Uhr dort zu sein, da sich danach der Platz schnell füllt und Du womöglich nicht mehr hineingelassen wirst.
    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Der Obelisk und die Sonnenwenden: 1817 wurden eine Windrose und ein Meridian in den Boden der Piazza eingelassen. Der Schatten des Obelisken markiert die Tierkreiszeichen zur Mittagszeit und die Sommer- und Wintersonnenwende, wenn der Schatten die zwei Scheiben bedeckt.
    Doch Vorsicht: Sonntags sind sowohl die sixtinische Kapelle als auch die Vatikanischen Museen normalerweise geschlossen; Du hast allerdings die Möglichkeit, die Ansprache des Papstes zu erleben. 

    Basilika Sankt Peter im Vatikan | Kosten

    Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos. Um in die Kuppel zu gelangen, gibt es zwei Optionen: mit Aufzug kostet es 10 Euro, zu Fuß (551 Stufen) 8 Euro (Stand 10/2021).

    Eintritt in die Sixtinische Kapelle und in das Vatikanische Museum: Der volle Preis beträgt 17 Euro; ermäßigt (Minderjährige und Studenten) 8 Euro; Kinder bis inklusive 5 Jahren kostenlos (Stand 10/2021).

    Trevi-Brunnen

    Die Fontana di Trevi ist der größte Brunnen barocker Architektur in Rom und soll einer der schönsten der Welt sein. Bei einem abendlichen Spaziergang ist dieses außergewöhnliche Kunstwerk wegen der Beleuchtung besonders beeindruckend und fotogen.

    Der Brunnen geht auf die römische Antike zurück, seit dem Bau des Aquädukts Aqua Virgo im Jahr 19 v. Chr., das die römischen Bäder und die Brunnen im Zentrum Roms mit Wasser versorgte. Man sagt, dass die Aqua Virgo, also die jungfräulichen Gewässer, zu Ehren eines jungen römischen Mädchens benannt wurde, das durstige Soldaten zum Trinken an die Quelle führte.

    Der Trevi-Brunnen wurde am Endpunkt des Aquädukts errichtet, an der Kreuzung von drei Straßen. Diese drei Straßen (“tre vie”) geben dem Trevi-Brunnen seinen Namen: Drei-Straßen-Brunnen.

    Die beste Zeit, um die volle Schönheit des Brunnens aufzunehmen, ist tatsächlich nachts, denn tagsüber sind nicht nur unzählige Menschenmassen mit dem gleichen Ziel unterwegs, sondern auch aufdringliche Verkäufer von fragwürdiger Ware. Aus diesem Grund ist ein Besuch des Brunnens bei Nacht eines der besten Tipps, die ich Dir für ein Wochenende in Rom geben kann, da Du so den Menschenmassen am Tag entgehst und den majestätischen Anblick noch intensiver genießen kannst.

    Ich kann mich zwar nicht entsinnen, wann ich als Kind das erste Mal in Rom gewesen bin, aber die Erinnerung, wie ich als Sieben- oder Achtjähriger versuche, den Trevi-Brunnen zu erklimmen, ist noch sehr präsent. Denn das Beispiel meines Vaters folgend - der damals zwar am Berg und nicht auf Brunnen kletterte - wollte ich auch meine Kraxelfähigkeiten auf die Probe stellen und bei diesem Rombesuch bot der Brunnen eine hervorragende Möglichkeit dafür. Ich fing also an, auf die über 400 Jahre alten Marmorstatuen zu klettern. Bald darauf schrie jemand in meine Richtung, ich solle herunterkommen, weil der Brunnen nicht zum Klettern da sei, so dass ich glücklicherweise keinen Schaden anrichten konnte.

    Der Besuch ist natürlich kostenlos. Aber vergiss nicht, eine Münze in den Brunnen zu werfen. Das bringt Glück!

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Es werde täglich bis zu 3.000 Euro in den Brunnen geworfen, täglich! Der Grund ist einfach: Die Legende besagt, dass eine Münze, die in den Brunnen geworfen wird, eine Rückkehr nach Rom garantiert. Diese Tradition geht auf die alten Römer zurück, die oft Münzen ins Wasser warfen, damit die Wassergötter ihre Reise begünstigten oder ihnen halfen, sicher nach Hause zu kommen.

    Das Pantheon

    Das Pantheon (griechisch für “alle Götter”) ist ein römischer Tempel, der vor ca. 2.000 Jahren zu Ehren aller Götter des heidnischen Roms erbaut wurde – und es waren viele damals.

    Es ist sehenswert, weil es immer noch das am besten erhaltene und einflussreichste Gebäude des antiken Roms ist und für mich ist es ein Rätsel, wie dieses Bauwerk große Brände, Blitzeinschläge, Gallierüberfälle und die vielen Zerstörungen im Mittelalter überstanden hat.

    Am besten gefällt mir an diesem Gebäude, dass es keine Fenster hat. Nur eine riesige Öffnung an der oberen Spitze der Kuppel. Es heißt, wenn die Sonne einen bestimmten Punkt am Himmel trifft, erhellt ein Sonnenstrahl die Mitte des Tempels und wirkt wie ein Fenster zum Himmel.

    Kosten: Kostenlos!

    Spanische Treppe

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Die Spanische Treppe wurde in den Jahren 1723-1725 nach einem Entwurf des wenig bekannten Architekten Francesco de Sanctis erbaut und aus dem Nachlass des französischen Diplomaten Étienne Gueffier finanziert. Sie wurde gebaut, um die Kirche Trinità dei Monti, die unter der Schirmherrschaft des französischen Königs stand, mit dem darunter liegenden spanischen Platz zu verbinden.

    Die wunderschöne “Scalinata di Spagna”, die Spanische Treppe, ist an sich womöglich nicht sehr aufregend. Schließlich geht es hier nur um 135 Stufen, die von der Piazza di Spagna hinauf zur Kirche Trinità dei Monti führen.

    Okay, sie mag ja die breiteste Treppe Europas sein, aber wer bitte schön möchte damit prahlen, die breiteste Treppe Europas besucht zu haben?

    Nein, ihre Besonderheit ist eine ganz andere, und zwar die kulturelle Umgebung.

    Direkt an der Treppe sind nämlich ehemalige Unterkünfte namhafter Künstler, die als Museum besuchbar sind. Das Keats-Shelley Memorial House ist dort, zwei britischen Schriftstellern zu Ehren. Direkt an der Piazza di Spagna ist das Giorgio de Chirico Museum, das dem gleichnamigen italienischen Maler und Hauptvertreter der Metaphysischen Malerei gewidmet ist.

    Am Fuße der Treppe ist die Fontana della Barcaccia (“Barkassen-Brunnen”), ein barocker Brunnen in Rom, der trotz seiner sehr modernen und eher abstrakten Erscheinungsform aus dem Jahre 1629 entstammt. 

    Fun Fact: Am 20. März 1986 wurde das erste McDonalds-Restaurant in Italien in der Nähe der Spanischen Treppe eröffnet. Die dortigen Proteste gegen Fast Food führten dazu, dass Carlo Petrini drei Jahre später die internationale Slow-Food-Bewegung gründete.

    Die Spanische Treppe ist auch ein traditioneller Treffpunkt und wohl der beliebteste Ort, um in Italien Menschen zu beobachten. Das Spanische Viertel ist auf jeden Fall ein Besuch wert, sei es, um auf den Stufen der Spanischen Treppe oder des Barcaccia-Brunnen zu sitzen und sich eine Pause vom Laufen zu gönnen oder um die Designerläden, Cafés oder die Museen zu besuchen, die hier direkt am Platz sind.

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Ob Du Rom in 48 Stunden oder mehr besuchst: Die Aussicht von Trinità dei Monti zur Vatikanstadt über den Dächern Roms ist atemberaubend.

    Andere Aktivitäten in Rom

    Die Metropole Rom ist ein fraktales, vielschichtiges, vieldimensionales Gebilde, oder nicht mal ein Gebilde, sondern ein unordentlich geordnetes Chaos mit schönen Steinhaufen im Kern und bestürzender Hässlichkeit nicht nur in den Außenbezirken, dazwischen die lethargisch geschäftigen, eher mürrischen als herzlichen Römer, darüber der bekannte blaue oder der verdrängte graue Himmel und die ausgeleierten Umlaufbahnen der abendländischen Ideen und Mythen – schon solche verkrampften Metaphern zeigen, dass sich schnell blamiert, wer so töricht ist, die ewig genannte Stadt auf einen Nenner, in ein Bild, auf eine Linie von ein paar Zeilen bringen zu wollen.

    Friedrich Christian Delius – Einst hatte ich ein Rom-Bild

    Obwohl ich ein ganzes Wochenende nur mit den genannten Sehenswürdigkeiten verbringen könnte, gibt es noch viele andere Möglichkeiten, in Rom eine tolle Zeit zu haben, je nachdem, worauf Du Lust hast.

    Kochkurse

    Warst Du schon öfters in Rom, oder möchtest Du Deinen Kochskills einen italienischen Touch geben wollen, ist ein Kochkurs genau das Richtige für Dich! Es gibt sehr viele Anbieter, die Dir garantiert das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen werden.

    Ein solcher Kochkurs ist die perfekte Möglichkeit, einen besonderen und genüsslichen Abend zu verbringen und dabei neue Menschen bei selbstgemachter Pasta und einem Glas Wein kennenzulernen.

    Folgende Anbieter sind nur eine kleine Auswahl:

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Es war der Tiber, in dem der Legende nach die neugeborenen Romulus und Remus, die Gründer Roms, ertränkt werden sollten. Historiker glauben, dass Rom 753 v. Chr. an den Ufern des Tibers, etwa 25 km von der Küste Ostias entfernt, gegründet wurde. In der Antike diente der Fluss als Grenze zwischen den Etruskern im Westen, den Sabinern im Osten und den Lateinern im Süden.

    Food-Tours

    Für die Naschkatzen unter uns – ich bin selbst eine und weiß, wovon ich spreche , ist eine Food-Tour in Rom etwas Besonderes. Nicht nur, weil Rom Spezialitäten aus ganz Italien bietet, sondern auch, weil Rom als Caput Mundi auch jede Menge exotische und außergewöhnliche kulinarische Erfahrungen bereitstellt.

    Ob alleine, zu zweit oder in einer geführten Gruppe, in Roms Feinschmeckerviertel Testaccio kannst Du viele kulinarischen Stationen vorfinden und dort Verkostungen vornehmen.

    Das Schöne an organisierten Touren ist die Verbindung von der modernen römischen Küche mit der antiken Geschichte der Stadt, denn auf der Tour gibt es nicht nur die Herstellung von Bruschetta zu staunen, sondern Du wirst auch an einiger berühmter Sehenswürdigkeiten Roms geführt.

    Eine solche Tour, bei der Du Neues über die römische Geschichte und die Küche abseits der ausgetretenen Pfade erfährst, ist genau das Richtige, wenn Du Rom wie die Einheimische erleben möchtest.

    Rad- und Segwaytouren

    Rom ist eine Stadt, die sich über eine sehr große Fläche ausgebreitet hat. Im Vergleich dazu sind andere Städte, zum Beispiel Florenz, ja richtige Dörfer. Und so wundert es nicht, dass es unzählige Möglichkeiten gibt, die Stadt auf dem Rad oder dem Segway zu erkunden. Von ganztägigen Radtouren bis hin zu Morgen- oder Abendtouren, die in Länge und Schwierigkeitsgrad variieren, sowie Segwaytouren für jeden Geschmack, in Rom ist alles machbar.

    Circa 50€ kosten größere Radtouren, bei denen Du in knappen 5 Stunden viele der Sehenswürdigkeiten und Hauptplätze Roms sehen und kennenlernen kannst.

    Mit dem Segway die Stadt zu erkunden ist etwas teurer, aber deutlich entspannter. Dabei ist eine solche Aktivität sehr angesagt, und Du wirst unzählige Gruppen sehen, die sich beim Fahren aneinander “kuscheln” oder im Gänsemarsch mit hochkonzentriertem Blick zur nächsten Sehenswürdigkeit fahren.

    Für Preise ab 65 € erhältst Du ein Segway-Training und eine 3-stündige Tour durch Rom. Ein seriöser Anbieter ist zum Beispiel Italy Segway Tours.

    Wenn Du auf der Suche nach etwas Abenteuerlichem bist und beim Sightseeing Zeit sparen möchtest, ist eine solche Tour das Richtige für Dich.

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Im antiken Rom durften nur frei geborene Männer Togas tragen, ein Zeichen des römischen Bürgerrechts. Frauen trugen Stolas, die weibliche Version der Togas, die aus Leinen gefertigt waren.

    Tagesausflüge

    Wenn Du mehr von Italien sehen möchtest, kannst Du von Rom aus zahlreiche Tagesausflüge unternehmen. Viele Zielorte kannst Du sogar bereits mit der günstigen Regionalbahn erreichen. Ob Du nun andere große, pulsierende Städte oder winzige, mittelalterliche Dörfer besuchen möchtest, vom glänzendem Rom aus kannst Du fast alles erreichen!

    Mehr dazu in einem neuen Blogartikel, da Tagesausflüge ins Umland nicht von Vorteil sind, wenn du Rom in 48 Stunden sehen möchtest.

    Wo in Rom übernachten

    Mein bester Aufenthalt in Rom war im Bed & Breakfast “La Chiave di Roma” in San Giovanni, einem der ältesten Viertel Roms. Das schöne und modern eingerichtete Bed & Breakfast bot alles, was ich für meinen Aufenthalt brauchte: sehr saubere und ordentliche Zimmer mit allen notwendigen Annehmlichkeiten (natürlich mit schnellem WIFI) und äußerst hilfsbereite und zuvorkommende Betreiber: Veronica und Giovanni.

    Das kontinentale Frühstück war der beste Start in den Tag, nicht nur wegen der leckeren Cornetti, sondern auch der Herzlichkeit des Betreiberpaares, mit denen Du Dich auf Englisch, Spanisch und natürlich Italienisch unterhalten kannst.

    Die Lage ist fantastisch, denn gleich um die Ecke ist die Metrostation San Giovanni, die von den Linien A und C bedient wird! San Giovanni ist der perfekte Startpunkt, auch weil er nur einen kurzen Spaziergang von dem Kolosseum, der Bocca della Verità, den Thermen von Caracalla entfernt ist.

    Das B&B La Chiave di Roma bietet nur drei Zimmer an und ist deswegen oft ausgebucht, aber bei meinem nächsten Besuch möchte ich nicht woanders übernachten!

    Literaturempfehlung

    Stefan Ulrich hat einen sehr schönen Rom-Reiseführer geschrieben, der Dich liebevoll bei Deinem – auch längeren – Besuch in Rom begleiten kann: Rom – Lieblingsorte*. Als ehemaliger Rom-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung konnte er nicht nur als Tourist die Stadt erkunden, sondern auch die Seite Roms kennenlernen, die sich nur den Einheimischen zeigt.

    Sonstiges

    Hast Du fromme Wünsche, Anregungen oder konstruktive Kritik? Dann kontaktiere mich hier und lass mich wissen, was Du von dem Vorschlag, Rom in 48 Stunden zu besuchen, denkst.

  • Die Schönheit von Santa Teresa di Gallura – Sardinien

    Im äußersten Norden Sardiniens gelegen, ist das Meer der unbestrittene Mittelpunkt von Santa Teresa di Gallura. Es ist ein kleines Küstendorf mit rund 5.000 Einwohnern, deren Zahl sich im Sommer mit der Ankunft von zehntausenden Urlaubern und Touristen vervielfacht, wodurch der Ort mit Aperitifs in trendigen Lokalen und Livemusik belebt wird.

    Obwohl es in der Hochsaison ziemlich voll ist – und ich bin deswegen auch froh, dass mein Großvater eine kleine Ferienwohnung auf Capo Testa und nicht in Santa Teresa hatte -, ist dies zweifellos eines der authentischeren und farbenfroheren Dörfer Sardiniens und sicherlich weit entfernt von den eher verschwenderischen Resorts anderswo an der Costa Smeralda.

    Die Stadt an der Nordküste Sardiniens hat einen wunderschönen Hafen und eine atemberaubende Lage direkt am Meer, ist aber auch eine historische und lebendige Stadt. Es stimmt, Santa Teresa di Gallura ist eine beliebte Touristenstadt mit vielen Cafés und schicken Bars mit Live-Musik.

    Tatsächlich ist auch das kulinarische Angebot besonders beeindruckend, und wie zu erwarten, bieten die meisten Restaurants Meeresfrüchte- und Fischgerichte, Pasta, Pizza sowie eine Reihe von lokalen sardischen Gerichten.

    Santa teresa di gallura ist ein kleines Küstendorf, oft auch Santa teresa gallura gennant, in der Provinz von olbia-tempio, Sardegna. Früher gehörte es zum Landkreis von Sassari, Sardinien. Wahrzeichen der Stadt ist die Torre di longosardo und der Strand Santa reparata. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Der Longosardo-Turm (“torre di longosardo”), der den Eingang zum Hafen von Santa Teresa Gallura bewacht und vom gegenüberliegenden Korsika noch gut sichtbar ist.

    Die Geschichte Von Santa Teresa di Gallura

    Der 1808 von König Vittorio Emanuele I. gegründete und nach seiner Ehefrau Maria Teresa von Österreich benannte Ort Santa Teresa ist einer der bekanntesten Badeorte im Norden Sardiniens.

    Elegante Gebäude in Pastelltönen säumen die Hauptstraße, die zur Kirche San Vittorio und dem zentralen Platz führt, der der Mittelpunkt des Stadtlebens ist. Kleine Boutiquen, Nachtclubs, Cafés und einladende Geschäfte finden sich in der historischen Altstadt, die im Sommer dank Ausstellungen, Veranstaltungen und Shows noch lebendiger ist.

    Wenn Du in Richtung Meer gehst, kommst du zum imposanten Longosardo-Turm, der auf das sechzehnte Jahrhundert zurückgeht und auf Befehl von Philipp II von Spanien erbaut wurde. Er ist der größte von den Spaniern auf Sardinien erbaute Turm und dominiert das Panorama mit Blick auf Korsika und den La Maddalena-Archipel. Dies ist ein symbolträchtiger Ort in Santa Teresa, wo ein Urlaubsfoto mit Mitreisenden ein Muss ist!

    Seit einigen Jahren ist der Turm für die Öffentlichkeit geöffnet und von oben ist der Blick sowohl auf Korsika als auch auf das Inland fantastisch. Wichtig ist, dass Du für Deinen Besuch einen klaren Tag ohne Dunst, damit die Berge Korsikas gut sichtbar sind. 

    Der touristische Hafen der Stadt ist einer der wichtigsten der Gallura und verbindet die Insel dank der Fährverbindung Santa Teresa – Bonifacio mit dem nahen Korsika.

    Santa teresa di gallura ist ein kleines Küstendorf, oft auch Santa teresa gallura gennant, in der Provinz von olbia-tempio, Sardegna. Früher gehörte es zum Landkreis von Sassari, Sardinien. Wahrzeichen der Stadt ist die Torre di longosardo und der Strand Santa reparata. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Vom nördlichsten Punktes des renommierten Ferienorts von Sardinien, Santa Teresa Gallura, aus, erscheint Dir der zauberhafte ‘weiße Sand’: Dies wird eine unauslöschliche Erinnerung Deines Urlaubs sein, in den Du am Ende eines langen und ‘süßen’ Abstiegs eintauchst.

    Aktivitäten in Santa Teresa di Gallura

    Die Strände sind sicherlich der Hauptgrund der Beliebtheit von Santa Teresa di Gallura, vor allem weil Du die Möglichkeit hast, Dich Tag für Tag von einem Strand zu einem anderen zu bewegen und je nach Wetter, Wind, Menschen oder einfach nach Lust und Laune die eine oder andere Bucht zu genießen.

    Der Hauptstrand des Ortes ist La Rena Bianca, der am einfachsten und am schnellsten zu erreichen und etwa 700 Meter lang ist. Er bietet einen fantastischen Blick auf den Turm von Longosardo.

    Die korsische Küste ist gute 15 Kilometer entfernt, und an klaren Tagen kann man nicht nur die Kalksteinklippen von Bonifacio sehen, sondern auch die korsischen Berge. 

    Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen weißen Sandstrand, der aufgrund zahlreicher Korallenfragmente rosafarbene Töne aufweist. Das Wasser dagegen zeigt alle möglichen Blautöne und fällt sehr sanft ab, was La Rena Bianca zu einem der beliebtesten Strände für Familien mit Kindern macht.

    In Santa Teresa di Gallura mangelt es nicht an Geschäften für jeden Bedarf: Typische Produkte sind vor allem Leinenstoffe, Korkwaren, leckere Lebensmittel, vor allem Käse, Weine und traditionelle Süßigkeiten, aber es gibt auch Geschäfte für Teppiche, Keramik, Haushaltswaren und wie in jedem anderen touristischen Ort findest Du problemlos Sportbekleidungsgeschäfte, Buchhandlungen usw.

    Jeden Donnerstagmorgen kannst Du durch die Stände des Marktes von Santa Teresa di Gallura schlendern und die kulinarischen Schätze Sardiniens entdecken: Käse: Pecorino, Zucchetta, Peretta... Olivenöl, Süßgebäck: Papassini, Formagelle, Amaretti... Selbst Eisenwaren, einschließlich einer Maschine zur Herstellung frischer Nudeln, Lederwaren und Kleidung sind immer vorhanden. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Jeden Donnerstagmorgen kannst Du durch die Stände des Marktes von Santa Teresa di Gallura schlendern und die kulinarischen Schätze Sardiniens entdecken: Käse: Pecorino, Zucchetta, Peretta… Olivenöl, Süßgebäck: Papassini, Formagelle, Amaretti… Selbst Eisenwaren, einschließlich einer Maschine zur Herstellung frischer Nudeln, Lederwaren und Kleidung sind immer vorhanden.

    Ein guter Ort zum Einkaufen ist der wöchentliche Markt, der donnerstags morgens im Dorfzentrum in der Nähe der Post und des Busbahnhofs abgehalten wird: Dort findest Du frisches Obst und Gemüse, die unvermeidlichen sardischen Süßigkeiten, lokal hergestellten Käse, Kunsthandwerk, Gebrauchtwaren und Modeschmuck.

    Das Nachtleben in Santa Teresa di Gallura ist sehr vielfältig und es gibt zahlreiche Diskotheken und Strandbäder, in denen man bis zum Morgengrauen tanzen kann, vor allem in der Nähe des Wassers, mit herrlichem Blick auf die Bocche di Bonifacio, den Maddalena-Archipel usw., aber auch in abgelegenen Gegenden, oft in der Nähe von Dörfern und Hotelanlagen, wenn nicht direkt dort.

    Im Sommer wird Santa Teresa di Gallura mit Veranstaltungen sowie Musik-, Essens- und Weinfestivals belebt. Unter der sehr großen Auswahl an kulturellen und kulinarischen Aktivitäten ist das am meisten erwartete Ereignis das Musica sulle Bocche, ein internationales Jazzfestival, das fantastische Musik mit der atemberaubenden Landschaft von Capo Testa verbindet.

    Jedes Jahr im August wird die schönste Landschaft im Norden Sardiniens zur Kulisse und Bühne für talentierte Künstler, die vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung begeistern und eine unvergessliche Bandbreite an Emotionen an einzigartigen Orten bieten.

    Santa teresa di gallura ist ein kleines Küstendorf, oft auch Santa teresa gallura gennant, in der Provinz von olbia-tempio, Sardegna. Früher gehörte es zum Landkreis von Sassari, Sardinien. Wahrzeichen der Stadt ist die Torre di longosardo und der Strand Santa reparata. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Die Innenstadt von Santa Teresa Gallura ist recht klein; es ist wahrlich ein kleines Dorf mir farbigen Gassen und leckeren Restaurants. 

    Die besten Unterkünfte in Santa Teresa di Gallura

    Diese und noch mehr Hotels in Santa Teresa di Gallura findest Du hier:

    Hotel Corallaro

    Das Hotel Corallaro in Santa Teresa di Gallura ist eins der besten Hotels Sardiniens
    Das Hotel Corallaro in Santa Teresa di Gallura

    Äußerst elegant und sehr stilvoll. Das Hotel Corallaro liegt im historischen Zentrum von Santa Teresa di Gallura und nur 200 Meter vom beliebten Strand Rena Bianca entfernt, außerdem bietet es einen Außenpool und eine Sonnenterrasse mit Meerblick. Die Zimmer wurden kürzlich renoviert und sind im maritimen Stil eingerichtet.

    Hotel La Coluccia

    Das Hotel La Coluccia in Santa Teresa di Gallura ist für Wellness, Spa und Fitness bekannt
    Das Hotel La Coluccia

    Das Hotel Coluccia ist ein wunderschönes Anwesen und liegt 50 m vom Strand entfernt, mit Blick auf die Insel Spargi. Der Schwerpunkt des Hotels liegt auf Wellness in entspannter Atmosphäre, denn das Hotel bietet alles, was das Herz begeht: Fitnessraum, türkisches Bad, Entspannungsbereich, Außenpool mit Sonnenterrasse und Liegestühlen.

    Bed&Breakfast Villa Elena

    Das ruhige Bed&Breakfast Villa Elena in Santa Teresa di Gallura

    Wenn Du lieber nicht direkt im Zentrum von Santa Teresa di Gallura in ruhiger Lage Dich entspannen willst, empfehle ich Dir das Bed&Breakfast Villa Elena: Es liegt an der Ostseite der Hafenbucht und bietet einen fantastischen Blick auf den Hafen, auf die Altstadt von Santa Teresa und auch auf Bonifacio.

    Öffentlicher Nah- und Fernverkehr

    Santa Teresa di Gallura mag zwar ein größerer Dorf sein, dennoch sorgt seine strategische Lage für eine sehr gute Anbindung in das eher fragwürdige öffentlicher Verkehrsnetz Sardinien. Das öffentliche Nah- und Fernverkehr – wobei beide Begriffe in Relation zu Größe der Insel gesetzt werden sollten – decken einen großen Teil der Küstenstraßen und Santa Teresa di Gallura ist ein wichtiger Anlaufpunkt der verschiedenen Transportgesellschaften der Insel.

    Eine ausführliche und detaillierte Übersicht der Linien, die Santa Teresa di Gallura bedienen, findest du auf moovit. Hier ist erst mal eine Liste der vorhandenen Verbindungen mit der jeweiligen Busgesellschaft in Klammern:

    • Sassari – Castelsardo – Badesi – Santa Teresa Di Gallura (ARST)
    • Porto Cervo – Azachena – Palau – Santa Teresa (CARAMELLI TOURS)
    • Fertilia Aeroporto | Alghero – Porto Torres – Castelsardo – Badesi – Santa Teresa di Gallura (DIGITUR)
    • La Marmorata – Santa Teresa di Gallura – Baia Santa Reparata (SARDABUS)
    • Costa Paradiso – Santa Teresa di Gallura – Tempio (SARDABUS)
    • Olbia Aeroporto – Palau – Santa Teresa di Gallura (TURMO TRAVEL)
    • Cagliari – Nuoro – Olbia Aeroporto – Palau – Santa Teresa di Gallura (TURMO TRAVEL)

    Nahverkehr – Von Baia Santa Reparata bis La Marmorata

    Der Strand Rena di Levante, direkt gegenüber dem Rena di Ponente, auf dem Weg zu Capo Testa, Sardinien.
    Der Strand Rena di Levante, direkt gegenüber dem Rena di Ponente, auf dem Weg zu Capo Testa, Sardinien. Diese fantastischen Strände gehören zu den Highlights Sardiniens und sind auf der ganzen Welt wegen ihrer Schönheit und Sauberkeit bekannt.

    Mit den Nahverkehrsmitteln sind viele wunderschöne Orte rund um Santa Teresa di Gallura leider nicht gut erreichbar. Denn schon vor Corona gab es wenige Linien, die die Umgebung bedient haben. Inzwischen habe ich mit großem Bedauern festgestellt, dass nur noch die Linie 108 in Betrieb ist.

    Diese verläuft von Baia Santa Reparata, südwestlich von Santa Teresa, bis zum Strand von La Marmorata, im Westen der Stadt. Diese Linie fährt über das “Colonna Grand Hotel Capo Testa*“, der an Capo Testa nächstgelegene Punkt.

    Es ist von Vorteil, wenn Du eine gute Portion Geduld mitbringst, denn so klischeehaft es auch klingen mag, mit der Pünktlichkeit haben es die dortigen Busfahrer nicht immer. Ich muss allerdings auch hinzufügen, dass die meisten extrem nett sind und mich auch mitgenommen haben, wenn ich nicht an der Haltestelle gewartet habe, sondern schon zu Fuß am Straßenrand unterwegs war.

    Fernverkehr – Sassari, Olbia und sogar Cagliari!

    Capo d’Orso ist ein Kap an der Nordostküste Sardiniens, östlich der Hafenstadt Palau, mit einem markanten Felsen nahe dem Gipfel, der Punta d’Orso, das der Form nach einem Bären ähnelt. Maddalena Lines ist eine der zwei Gesellschaften, die eine Fahrt von Palau nach La Maddalena ermöglichen. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Maddalena Lines ist eine der zwei Gesellschaften, die eine Fahrt von Palau nach La Maddalena ermöglichen. Den Hafen kannst Du leicht mit dem Bus von Santa Teresa Gallura aus erreichen.

    Die etwas fernere Ziele sind deutlich leichter erreichbar per Bus: Die drei größeren Flughäfen des nördlichen Teil der Insel, nämlich Alghero (Ryanair-Stützpunkt), Olbia und Cagliari, sind alle mit Santa Teresa verbunden.

    Außerdem gibt es Verbindungen zu Palau, um mit der Fähre nach La Maddalena zu fahren; der Bus bringt Dich auch nach Costa Paradiso, die ihrem Namen (“Paradiesküste”) alle Ehre macht: Die Küste und die Landschaft dort sind auf jeden Fall eine Reise wert. In diesem Teil der nordsardischen Küste findest Du Sandstrände, ein in der Sonne glitzerndes Meer und einige herrliche, abgelegene Orte zum Entspannen.

    Innerhalb von sechs Stunden kannst Du sogar nach Cagliari, Hauptstadt und südlichster Punkt der Insel, fahren. Dort warten auf Dich der Anfiteatro Romano, das größte römische Bauwerk auf Sardinien aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.. die Kathedrale Santa Maria di Castello, Bischofskirche des Erzbistums Cagliari und ab dem 13. Jahrhundert n. Chr. von den Pisanern im romanisch-pisanischen Stil erbaut, und weitere historische sowie religiöse Bauten, die in der Dichte nirgendwo sonst auf der Insel zu finden sind.

    Was gibt es in der Nähe von Santa Teresa di Gallura?

    Die Bocche di Bonifacio: Im Vordergrund die Brandung an der sardischen Küste, hinten die kalksteinhaltige Klippen von Korsika, Frankreich. Santa Teresa di Gallura, Sardinien, Italien.
    Die Bocche di Bonifacio: Im Vordergrund die Brandung an der sardischen Küste, hinten die kalksteinhaltige Klippen von Korsika, Frankreich.

    Rund um den Ort liegen weitere bezaubernde Strände: der große, gut ausgestattete Strand La Marmorata, die malerische Cala Sambuco, die reizende Cala Balcaccia und der Strand Santa Reparata, dessen glasklares Wasser und felsige Klippen besonders faszinieren und der wie geschaffen für Schnorchel- und Tauchgänge ist.

    Nach Westen

    Die Lage von Santa Teresa di Gallura erlaubt Dir, nicht nur einen Blick auf die Bocche di Bonifacio zu werfen. Der Ort folgt dem kurvigen Verlauf zweier Buchten: Im Osten ist Porto Longone, der Touristenhafen, und im Westen die Bucht von Rena Bianca, ein strahlender, besonders feiner Sandstrand und nur wenige Schritte vom Hauptplatz des Ortes entfernt. Das glasklare Wasser mit seinen tausenden Farbnuancen wurden schon mehrmals mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet.

    Die Blaue Flagge ("Bandiera blu") ist eine internationale Anerkennung, die von der Fee-Gesellschaft ("Foundation for Environmental Education", Stiftung für Umwelterziehung) an Badeorte am Meer vergeben wird, die alle Kriterien für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Gebiets erfüllen und so besonders nachhaltig betrieben werden.

    Die interessantesten archäologischen Fundstätten sind nuraghischen Ursprungs: Lu Brandali und Sa Testa. Lu Brandali liegt auf dem Weg nach Capo Testa, Sa Testa ist etwas weiter weg Richtung Olbia.

    Capo Testa

    Der Leuchturm von Capo Testa, berühmtes Wahrzeichen der Bocche di Bonifacio mitten im Naturschutzgebiet und beliebtes Reiseziel von Naturliebhabern . Santa Teresa di Gallura, Sardinien, Italien.
    Der Leuchturm von Capo Testa, berühmtes Wahrzeichen der Bocche di Bonifacio mitten im Naturschutzgebiet und beliebtes Reiseziel von Naturliebhabern. Von Santa Teresa di Gallura benötigst Du eine Viertelstunde mit dem Auto oder eine Stunde zu Fuß, um hinzukommen.

    Weiter nach Westen stößt man auf den Felsvorsprung Capo Testa, der Nordspitze der Insel. Capo Testa ist wegen seiner Schönheit ein sehr beliebtes Reiseziel von Einheimischen und Touristen aus der ganzen Welt. Dort sind gigantische Felsformationen mit überraschenden Formen direkt am Meer. Wirklich beeindruckend!

    Am Wall, der die Halbinsel-Landzunge mit dem Festland verbindet, erstrecken sich zwei wunderschöne Strände: Rena di Ponente und Rena di Levante. je nach Wind kannst Du hier auf einem der beiden Stränden immer ruhiges Meer genießen. Vom westlichen Strand gelangt man bis nach Capicciolu (oder „Zia Colomba“-Strand). Hier lag vermutlich die römische Siedlung Tibula und dessen Hafen, von wo aus schwer mit Granit beladene Schiffe abfuhren, der die Paläste des antiken Roms zieren sollte.

    An der Westseite von Capo Testa liegt die zauberhafte Cala Lunga – Valle della Luna, das Wahrzeichen des Kaps: Zwischen den von der Natur geformten Granitwänden verbirgt sich so manche wunderschöne kleine Bucht. Das ist übrigens auch die Kulisse des Festival Musiche sulle Bocche, das beim Mondschein noch spektakulärer ist.

    Nach Osten

    Chiesa di Buon Cammino, Santa teresa di gallura ist ein kleines Küstendorf, oft auch Santa teresa gallura gennant, in der Provinz von olbia-tempio, Sardegna. Früher gehörte es zum Landkreis von Sassari, Sardinien. Wahrzeichen der Stadt ist die Torre di longosardo und der Strand Santa reparata. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Die Kirche Buoncammino (“Chiesa del Buoncammino”), wurde auf einem mittelalterlichen Vorgängerbau errichtet und Anfang des 20. Jahrhunderts vollständig umgebaut. Sie ist nur wenige Kilometer von Santa Teresa di Gallura entfernt.

    Absolut sehenswert ist die Batteria Ferrero und der Semaforo di Punta Falcone, eine Befestigungsruine aus den Unabhängigkeitskriegen des 19. Jahrhunderts mit Artillerieposten, Bunkern, Kasernen und Gruben aus dem zweiten Weltkrieg. Wenn Du mehr erfahren willst, geht es hier zum Blogartikel.

    Wenn Du Santa Teresa di Gallura hingegen in östlicher Richtung verlässt, findest Du die Granitbecken von Valle dell’Erica, der lange Porto LisciaSciumara – ein wahres Surferparadies -, und die friedliche Conca Verde.

    Doch bevor Du Santa Teresa verlässt, empfehle ich Dir, in einem romantischen Pinienhain 3 km vom Ort entfernt, die Kirche Chiesa del Buoncammino zu besuchen, die Anfang des 20.Jh. auf einem mittelalterlichen Bau errichtet wurde und eine mit Kupfer gedeckte Kuppel hat.

    Noch weiter nach Osten liegen Palau und das Maddalena-Archipel. Wenn Du schon mal in Santa Teresa di Gallura bist, empfehle ich Dir, auch den Maddalena-Archipel zu besuchen. Er gehört zu den beliebtesten Reiseziele der Region, auch weil es zu den größten Naturschutzgebieten Sardiniens gehört. Einen Blogeintrag über La Maddalena und die weiteren Inseln des Archipels findest du hier.

  • Reiseplanung: 5 essenzielle Tipps und Tricks für die Planung Deiner Reise

    Reiseplanung findet bei den vielen Reportagen oder Instagram-Stories, die mit wunderschönen Bilder geschmückt sind, selten Anklang und oft wird kaum ein Wort darüber verloren. Dennoch ist sie ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer (Foto-)Reise, egal ob Tagesausflug oder ein mehrwöchiger Aufenthalt im Ausland.

    In diesem Post habe ich meine fünf wichtigsten Tipps verfasst, die ich bei der Reiseplanung und -Durchführung immer berücksichtige.

    Preise vergleichen

    Flüge

    Reiseplanung: Flüge. airplane near blue and grey building auf dem Blog Salvati Photography

    Die Preise von Flügen kannst Du auf unzähligen Plattformen vergleichen. Meine Favoriten sind Skyscanner und Momondo, weil ich den Eindruck habe, dass wirklich alle Flugdatenbanken durchsucht werden und ich alles einstellen und filtern kann, worauf ich Lust habe.

    Für Hotels benutze ich hauptsächlich Booking für den besten Preis, die Standortsuche funktioniert bei google etwas besser und kann dann die gefundenen Unterkünfte bei Booking vergleichen.

    Skyscanner

    Momondo

    Booking.com

    Überprüfe die Filtereinstellungen

    Vergiss nicht, auf Umstiege und Flugdauer zu achten: Nicht, dass Du zwar 50 Euro sparst, dafür aber 10 Stunden in einem Flughafen am Ende der Welt auf deinen Anschlussflug wartest. Oder der Flughafen wird zwar einer Großstadt zugeordnet, befindet sich aber über hundert Kilometer von deinem Reiseziel entfernt.

    Gut zu wissen: Der Flughafen Memmingen wird auch München-West genannt, obwohl er 150 Km von München entfernt ist.

    Hotel oder Airbnb?

    Wahrscheinlich hast Du die Frage häufiger zu hören bekommen: Soll ich lieber in einem Hotel übernachten oder lieber über Airbnb eine Unterkunft buchen? Bevor ich die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht aufzähle, verrate ich Dir schon mal, dass es mehr Optionen gibt, als nur diese zwei.

    Es ist allerdings gar nicht notwendig, bei Deiner Reiseplanung alles in Vornherein durchzudenken: Es ist dennoch wichtig, dass Du Dir schon mal Gedanken darüber machst, ob du lieber spontan Tag für Tag entscheidest, wo Du schläfst und kurzfristig buchst, oder ob Du lieber schon jetzt alles organisierst, um böse Überraschungen zu meiden.

    Hotel

    Reiseplanung: Hotel. red and brown floral stair carpet auf dem Blog Salvati Photography

    Ich betrachte Hotels (und Pensionen) immer als ein Fels in der Brandung: Wo ich auch immer bin, es ist – zumindest in Europa – immer ein Hotel in der Nähe, das ich schnell mit dem Auto, aber auch innerhalb weniger Stunden auf dem Rad oder zu Fuß erreichen kann.

    Normalerweise halte ich Schnäppchen Ausschau, vor allem wenn ich bestimmte Ausflugsziele im Auge habe, und buche dann gerne etwas in renommierten Hotels, wenn die Konditionen besonders günstig sind. Pensionen sind allgemein etwas günstiger und bieten oft Hotels-ähnliche Leistungen samt Frühstück und Abendessen.

    Last-Minute-Anfragen außerhalb der touristischen Hochsaison können sich sogar als richtiges Schnäppchen im Vergleich zu anderen Übernachtungsmöglichkeiten entpuppen, allerdings kann auch das Gegenteil sein: Venedig zur Faschingszeit, München bei Messezeiten oder die Dolomiten im Sommer ziehen viele Touristen an, deswegen können sowohl die Verfügbarkeit als auch der Preis für eine Übernachtung ungünstig sein.

    Dennoch ist eine Unterbringung meist sehr sicher, denn ein Hotel ist vor allem in größeren Städten rund um die Uhr besetzt, und sowohl Familien mit vielen oder kleinen Kindern als auch Reisende mit Haustieren finden in einem Hotel eine professionelle und gastfreundliche Unterkunft für sich und ihre Begleitung.

    Airbnb

    Reiseplanung: Airbnb Innen Mietwohnung auf dem Blog Salvati Photography

    Viele gute Airbnb-Erfahrungen habe ich vor allem in ländlichen Gegenden gemacht: Die Gastgeber waren nicht nur freundlich, sondern auch sehr froh, in Kontakt mit auswärtigen Menschen zu kommen und sind mit ihrem einheimischen Wissen auch eine sehr willkommene Informationsquelle für Ausflugsziele, Gaststätten und sonstige lokale Besonderheiten der Umgebung.

    Allerdings ist schon mal passieren, dass ich stundenlang auf die Bestätigung meiner Reservierung gewartet habe und letzten Endes eine Absage bekam, weil der Anbieter zur Zeit nicht vor Ort sei oder die Wohnung noch nicht gereinigt sei.

    Bei kurzfristigen Anfragen ist das ärgerlich, wenn ich meine Reise durch Europa mit dem Rad bestreite und ich am Ende des Tages nicht noch zwei weitere Stunden in den nächsten Ort fahren will, weil ich schon müde bin.

    In Großstädten kann eine Airbnb-Wohnung sogar günstiger sein als ein Hotelzimmer, außerdem gibt es dann noch die Möglichkeit, selbst etwas zu kochen und so die Kosten für Essen und Trinken niedrig zu halten.

    Hostel

    Reiseplanung, Hostel , freunde, reisen man love people woman auf dem Blog Salvati Photography

    Eine Alternative, die preislich günstig ist und manchmal auch die Möglichkeit anbietet, selbst zu kochen, sind Hostels. Vor allem in größeren Städten gibt es viel Auswahl und von preisgünstig und spartanisch bis hin zu etwas teurer und Einzelzimmer mit Bad ist alles vertreten. Ich persönlich würde Hostels als Umschlagplatz nutzen, wenn ich abends in eine Stadt komme und früh morgen gleich woanders hinfahre, aber für Aufenthalte, die länger als zwei Nächte dauern, bevorzuge ich eine Unterkunft mit mehr Privatsphäre als in einem großen Schlafsaal.

    Sowohl diese als auch die nächste Option sind großartig, um unterwegs neue Menschen kennenzulernen und so neue Freundschaften zu knüpfen.

    Couchsurfing

    Reiseplanung, Freunde springen zusammen hoch am Strand auf dem Blog Salvati Photography

    Couchsurfing ist zwar kostenlos, aber nicht umsonst. Das klingt ein wenig abstrakt, beschreibt aber die Quintessenz des Portals (und des Mindsets der Mitglieder) ganz gut: Über Couchsurfing kannst du einen Gastgeber für einige Tage, neue Freunde oder Tipps für Deinen Aufenthalt finden, und das alles ohne monetäre Kosten; wichtig ist jedoch der Austausch mit und ein echtes Kennenlernen des Gastgebers.

    Der Grundgedanke der Gründer war nämlich, Menschen unterschiedlichster Kulturen und Nationalitäten zusammenzubringen, so dass Reisende einen authentischen Einblick in das Leben der Einheimischen werfen können, und die Einheimische kommen in Kontakt mit fremden Kulturen und neuen Eindrücken.

    Als Gast ist es immer eine nette Geste, den Gastgeber zum Essen einzuladen oder ein kleines Geschenk mitzunehmen, das an die Begegnung erinnern wird.

    Couchsurfing

    Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, sowohl eine Annonce in den verschiedenen Gruppen und in der Stadt, in der Du die Schlafgelegenheit suchst, zu posten, als auch einzelne Gastgeber proaktiv anzuschreiben und sie zu fragen, ob Du bei ihnen übernachten kannst. Zwei Wochen vor Deiner Ankunft ist ein guter Zeitpunkt, sie zu kontaktieren, damit die Anfrage nicht abgelehnt wird, weil sie zu kurzfristig ist, oder weil die Hosts nicht wissen, wo sie in zwei Monaten sein werden. 

    Flexibilität

    Es ist wichtig, bei deiner Reiseplanung auch die nötige Flexibilität zu berücksichtigen. Wenn Du einen Backpacktrip organisierst, möchtest Du bestimmt nicht an festen Abflugzeiten ohne Umbuchungs- oder Stornierungsmöglichkeiten gebunden sein. Achte auf die AGBs und investiere lieber ein paar Euro mehr, um Dich nicht einem rigiden Zeitplan zu unterwerfen, wenn Du eher der spontane Entdeckertyp bist.

    Sowohl beim Transport als auch bei den Unterkünften kannst Du darauf achten, dass Du genügend Vorlaufzeit hast, bei Änderung Deiner Pläne auch die Reservierungen zu stornieren,

    Reiseversicherung

    Reiseplanung: Eine Reiseversicherung schützt Dich im Falle von Krankheit, Verletzung, Diebstahl und Stornierung. Es ist ein umfassender Schutz für den Fall, dass bei Deiner Reise etwas schief geht.  auf dem Blog Salvati Photography

    Eine Reiseversicherung schützt Dich im Falle von Krankheit, Verletzung, Diebstahl und Stornierung. Es ist ein umfassender Schutz für den Fall, dass bei Deiner Reise etwas schief geht.

    Ich mache nie eine Reise ohne eine Reiseversicherung. Innerhalb Europa sind die gängigsten Fälle bereits durch meine gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland abgedeckt, aber ich habe auch mehrere Zusatzversicherungen, die auch bei Reisen schützen, z.B. vom ADAC und von AXA (über Komoot). Im Falle eines Unfalls beim Alpinsport oder sollte ich in Bergnot geraten, würde die DAV-Versicherung die Kosten der Bergung übernehmen – jedoch nicht im Ausland, wenn eine Reisewarnung für dieses Land besteht!

    Für jede Reise außerhalb Europa lohnt es sich, bei der eigenen Versicherung nachzufragen, ob und was in dem konkreten Fall versichert ist. Vielleicht bist du mit Deinen bestehenden Versicherungen im Ausland bereits geschützt, oder aber noch nicht und Du möchtest vor der Reise noch eine eine Extraversicherung abschließen.

    Folgende Auswahl entspricht meinen persönlichen guten Erfahrungen mit den Anbietern. Am besten schaust du auch auf ein Vergleichsportal, um herauszufinden, welche Reiseschutzversicherung Deine Ansprüchen bestens erfüllt.

    ADAC Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung

    Reiserücktritt, Reise-Assistance, Reiseabbruch, Reisegepäck und Reisekrankenversicherung von Allianz Travel* (Wenn Du den Link zur Allianz-Reiseversicherung nicht siehst, dann wird er von Deinem Adblocker ausgeblendet.)

    World Nomads*

    (Ich persönlich habe zwar schon eine ADAC-Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung abgeschlossen und genieße außerdem den AXA-Reiseschutz über Komoot und den Alpiner Sicherheitsservice über den DAV, allerdings habe ich noch keine Leistungen in Anspruch genommen , da bisher alles reibungslos verlief – hoffentlich bleibt es dabei!)

    Reiseimpfungen

    Zur Reiseplanung gehört auch die Einhaltung der unzähligen Bestimmungen, die im jeweiligen Land gelten, und darunter fällt gegebenenfalls auch die Impfpflicht, die es zu erfüllen gilt. auf dem Blog Salvati Photography

    Zur Reiseplanung gehört auch die Einhaltung der unzähligen Bestimmungen, die im jeweiligen Land gelten, und darunter fällt gegebenenfalls auch die Impfpflicht, die man erfüllen soll. Z.B. gilt für die Einreise in viele afrikanischen und südamerikanischen Länder Impfpflicht gegen Gelbfieber.

    Selbst wenn Dein Zielland keine solche Impfpflicht vorsieht, wenn man aus Europa anreist, kann sein, dass Du trotzdem wegen eines Zwischenstopps oder Umstiegs (Transitverkehr) die Impfung vorweisen musst.

    Zusätzlich zu den Pflichtimpfungen ist es sinnvoll, sich freiwillig gegen vor Ort verbreitete Krankheiten zu impfen bzw. prophylaktisch zu schützen. Das Robert-Koch-Institut, das inzwischen auf der ganzen Welt bekannt sein sollte, spricht regelmäßig Empfehlungen zu Reiseimpfungen – Kategorie “R”: Impfungen aufgrund von Reisen – aus.

    Auf dessen Seite findest du Informationen zu den verschiedenen Impfungen; weiterführende länderspezifische Informationen gibt es auch auf der Internetseite vom Centrum für Reisemedizin und vom Auswärtigen Amt.

    Vor der Durchführung von Impfungen und sonstigen Maßnahmen der Prophylaxe empfehle ich dir, die Kostenübernahme mit Deinem Versicherer abzuklären.

    Packliste

    Reiseplanung: packliste, rucksack und gepäck auf dem Blog Salvati Photography

    Eine Packliste gehört definitiv zu jeder Reiseplanung dazu. Schon als Kind habe ich meine Liebe für Excel-Tabellen entdeckt und auf dem Arbeitslaptop meines Vaters, auf dem Windows 3.x noch über DOS gestartet wurde, hatte ich bereits meine erste Packliste für die nächste Wanderung in den italienischen Bergen zusammengestellt.

    Seitdem hat sich zwar sowohl der Inhalt als auch das Aussehen meiner Listen geändert, ich führe sie dennoch weiter und inzwischen sind es ganz schön viele.

  • Fotoshooting in München – So kannst Du Dich als Model oder Fotograf am besten schützen

    Mit diesem Beitrag möchte ich Dir, ob Model oder Fotograf, einige Hinweise ans Herz legen, um beim nächsten Fotoshooting in München oder anderswo bestens geschützt zu sein. Denn durch mein TfP-Fotoshooting-Angebot begegne ich viele mir (noch) unbekannte Menschen, und für diese bin ich ebenfalls eine erst einmal völlig fremde Person. Damit beide Seiten sich wohlfühlen und gut zusammenarbeiten, habe ich die folgenden Tipps aus meinen Erfahrungen der letzten Jahre für Dich zusammengefasst.

    Wie Du Dich am besten schützt,

    kannst nur Du herausfinden. Die hier geschilderten Strategien sind aus meiner Erfahrung der letzten Jahre entstanden, hauptsächlich beim Planen und Durchführen von TfP-Fotoshootings in München und Umgebung, und geben meine Wahrnehmung wieder: die eines erwachsenen, männlichen Fotografen.

    Durch den Umgang und die Gesprächen mit vielen Models, weiblichen sowie männlichen, habe ich zwar auch die andere Perspektive kennengelernt, aber die Diskrepanz zwischen dem Verstehen und dem Erleben der Situation eines Anderen bleibt immer bestehen.

    Viele Hinweise sind für Dich womöglich schon selbstverständlich, dennoch für all diejenigen, die damit noch nicht vertraut sind, können sie relevant sein. Nichts davon ist ein Muss, manchmal reicht es, ein paar einzuhalten, um ein sicheres und entspanntes Shooting zu ermöglichen. Ziel ist es auch, ein Gespür zu entwickeln, um vertrauenswürdige Menschen schnell zu erkennen und ein Netzwerk an bekannten und befreundeten Fotografen und Models aufzubauen, mit denen Du gerne und sicher arbeiten kannst.

    Mir liegt es am Herzen, dass Du sicher und sorgenfrei viel Spaß an der Fotografie hast, denn für mich war es eine Bereicherung, auf diese Welt eingelassen zu haben, und ich wünsche jeder Person ebenfalls viele positive und bereichernde Erfahrungen, sei es als Model, als Fotograf, oder beides.

    Alleine sein – der größte Luxus?

    Es ist sinnvoll, eine Begleitperson zu einem TfP-Fotoshooting in München und Umgebung mitzunehmen. Die Begleitung kann dann auch am Fotoshooting mitwirken. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    “Was soll diese Obsession, sich ständig mit Leuten umgeben zu wollen? Das Alleinsein ist der größte Luxus.”

    Karl Lagerfeld soll das Alleinsein als größter Luxus bezeichnet haben. Das mag auf einige Situationen zutreffen, allerdings geht mein wichtigster Tipp an Dich genau in die entgegengesetzte Richtung: Nicht alleine sein beim Fotoshooting. Dies gilt sowohl für Neulinge als auch für Profis.

    Wenn Du noch minderjährig bist, empfehle ich Dir, einen Elternteil oder einen vertrauenswürdigen Vormund bei Dir zu haben. Die rechtliche Bedingungen, die beim Fotografieren von Minderjährigen gelten, solltest Du außerdem gut kennen.

    Bist Du schon älter, denkst Du vielleicht, Du bist reif genug, um alleine mit etwaigen Schwierigkeiten fertig zu werden. Das möchte ich nicht anzweifeln. Ich finde dennoch, dass eine Begleitperson dafür sorgt, dass viele Gefahrensituationen gar nicht entstehen.

    Leider ist es nicht immer möglich, eine Begleitperson zu finden. Wenn Du allein bist, habe ich folgende Anregungen für Dich:

    Du kannst Dein Telefon griffbereit halten – jedoch ohne ständig mit deinen Freunden zu chatten oder Dich anderweitig abzulenken. Wenn es Deine ersten Erfahrungen mit einem Fotoshooting sind, wird jede Person mit seriösen Absichten verstehen, wenn Du Dich in regelmäßigen Abständen bei einer Vertrauensperson meldest.

    Lasse Dich nicht darauf ein, beim Shooting plötzlich in ein fremdes Auto einzusteigen, um die Location ohne vorherige Absprache zu wechseln. (Einfach 30 Meter weiter zu gehen, um zum Beispiel eine andere Perspektive einzunehmen oder andere Lichtverhältnisse zu nutzen, finde ich unproblematisch.)

    Im Wesentlichen sollte das Fotoshooting so ablaufen, wie es abgesprochen wurde. Ausnahmen bestätigen die Regeln, da nichts in Stein gemeißelt ist und eine gewisse Flexibilität sowie Spontaneität wichtig für den künstlerischen Prozess ist, aber ich finde es wichtig, immer Vorsicht walten zu lassen. Dein Bauchgefühl sollte immer Vorrang haben.
    Es ist sinnvoll, eine Begleitperson zu einem TfP-Fotoshooting in München und Umgebung mitzunehmen. Die Begleitung kann dann auch am Fotoshooting mitwirken. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Selbst bei einem Paarshooting ist es sinnvoll, eine Begleitperson dabei zu haben.

    Erfahrungsgemäß ist es für weibliche Models hilfreich, wenn am Set noch eine gleichgeschlechtliche Person mit anwesend ist, um sich wohlzufühlen. Es kann eine zweite Fotografin, aber auch eine Visagistin, eine Haarkünstlerin oder eine Assistentin sein. Als Fotograf spüre ich sofort, ob das – in diesem Fall weibliche – Model sich behaglich fühlt, und beobachte, dass eine zusätzliche weibliche Person einen tendenziell positiven Einfluss auf die Stimmung des Models hat. Umgekehrt ist es beim Fotografieren von Männern manchmal von Vorteil, nur männliche Personen am Set zu haben.

    Letzten Endes ist nicht so sehr vom Geschlecht des Models abhängig, sondern vielmehr von dessen  Selbstbewusstsein und Erfahrung. Ich sehe es aber als meine Aufgabe, für eine entspannte und professionelle Situation zu sorgen, egal welches Geschlecht die Models haben. 

    Das führt erneut zum Punkt, dass es sinnvoll ist, eine Begleitperson mitzunehmen. Außerdem ist sie nicht nur mit ihrer Präsenz hilfreich, sondern ist es für mich beim Fotografieren sehr praktisch, wenn ein Model eine Begleitperson mitbringt.

    Denn selbst bei einem Paarshooting oder einem Partner-Fotoshooting kann sie beim Transportieren oder Halten von Reflektoren oder Ähnliches helfen oder einige “Making-Of”-Videos auf ihrem Telefon aufnehmen kann, die Fotograf und Model später in ihren sozialen Medien verwenden können. Und sie kann zusätzlich Ausrüstung und Taschen im Auge behalten.

    Das Kennenlernen

    Vor einem Fotoshooting in München möchte ich das Model kennenlernen. Oft ist ein Telefonat die einfachste Möglichkeit, zu erfahren, ob Du mit dem Model oder dem Fotografen zusammenarbeiten möchtest. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.

    Ich lege viel Wert auf ein telefonisches Kennenlernen vor dem ersten Fotoshooting, vor allem wenn es um ein TfP-Shooting geht. Dabei kann ich das Model kennenlernen, erfahren, welche seine Erwartungen und seine Vorstellungen sind. Umgekehrt hat das Model bei der Gelegenheit ebenfalls die Möglichkeit, mich kennenzulernen sowie Fragen zu stellen, und kann meine Motivation erfahren.

    Eine Alternative zum Telefonat ist es, sich vorab persönlich kennenzulernen. Dazu eignet sich ein neutraler, öffentlicher Ort, an dem sich beide Seiten wohlfühlen.

    Hast Du bestimmte Vorstellungen oder Regeln, die Du einhalten willst? Spreche sie einfach aus. Beim Kennenlerntermin wird über die eigenen Erwartungen an das Fotoshooting gesprochen und das Verhalten am Fotoshooting-Tag klar festgelegt. Es ist mir wichtig, zu helfen, Unsicherheiten zu überwinden oder gar zu vermeiden.

    Einige Beispielfragen, die ich als Fotograf vor einem Fotoshooting in München bespreche: „Gibt es irgendwelche Dinge, die ich beim Fotoshooting vermeiden soll? Welche Seite Deines Gesichts magst du mehr? Soll ich bei der Retusche etwas beachten?”

    Bei dem Telefonat nutze ich außerdem die Gelegenheit, um mit dem Model ein erstes Brainstorming bezüglich Ideen und Vorschläge des Fotoshootings anzuregen. Ist ein (oft nur grob umrissenes) Thema definiert, kann ich schon einige Locations für das Fotoshooting in München vorschlagen und das Model kann ebenso mögliche Orte nennen. Wichtig ist, dass beide Seiten sich auf eine Shooting-Location einigen und damit einverstanden sind.

    Fotocheck

    Ein Fotocheck ist eine hilfreiche Maßnahme, um mögliche Betrugsversuche aufzudecken.  Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.

    Eine andere gute Strategie ist es, eine “Reverse Image Search” vorzunehmen. Ausgehend von den Bildern, die der Fotograf bzw. das Model veröffentlich hat, kannst Du diese von Google oder anderen Anbietern im Netz suchen lassen, um festzustellen, ob die Bilder tatsächlich von dieser Person sind oder ob es sich um gestohlene Fotos anderer Fotografen oder Models handelt.

    Hier sind einige Anbieter, die ich selber nutze, um Fotos zu überprüfen:

    Warnsignale

    Vor einem Fotoshooting in München möchte ich das Model kennenlernen. Schlechte Manieren sollten nicht geduldet werden, egal wie viele Follower die Fotografen oder die Models haben, mit denen Du zusammenarbeiten möchtest. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Schlechte Manieren sollten nicht geduldet werden, egal wie viele Follower die Fotografen oder die Models haben, mit denen Du zusammenarbeiten möchtest.

    Wenn Du im Gespräch mit dem Fotografen folgende oder ähnliche Aussagen hörst, sollten Deine Alarmglocken läuten: “Ein anderes Model wollte jemanden zum Set bringen! Doch alleine arbeite ich immer besser!” oder “Mit Begleitpersonen habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht, deswegen lasse ich keine mehr zu.”

    Ich finde es äußerst bedenklich, wenn ein Fotograf sagt, dass er es vorzieht, alleine zu arbeiten und keine Begleitpersonen zulässt. Manchmal wird dies sogar im Vertrag so festgehalten, deswegen: Kleingedrucktes lesen, Fragen stellen. Kein Fotoshooting ist es wert, Deine Sicherheit zu gefährden.

    Muster-TfP-Verträge von mir findest Du auf der Seite Kostenloses TFP-Fotoshooting in München und Umgebung. Im Internet findest Du weitere Beispiele, die ähnlich aufgebaut sind. Bitte lese den Vertrag, den Du für Dein Shooting unterschreibst, genau durch: Auch wenn kein Geld fließt, ist er rechtlich verbindlich!

    Im Gespräch mit einer Person kannst Du Vieles über sie lernen: Achte auf ihre (Körper-)Sprache, darauf, wie sie andere Menschen behandeln oder wie über sie gesprochen wird. Muhammad Ali, eine Ikone der Boxgeschichte und Wehrdienstverweigerer während des Vietnamkrieges, sagte einmal:

    “I don’t trust anyone who’s nice to me but rude to the waiter. Because they would treat me the same way if I were in that position.”

    Muhammad Ali

    Ein guter Gesprächsstart ist die Frage nach den seltsamsten und den besten Erfahrungen mit einem Fotografen oder einem Model. Wenn Du feststellst, dass Dein Gesprächspartner mehr Negatives als Positives erzählt, ist es vielleicht an der Zeit, sich zu verabschieden, denn das Leben ist wirklich zu kurz, um es nicht mit positiven Menschen zu verbringen, die Freude und Enthusiasmus ausstrahlen.

    Manchmal kann ein kurzer Gespräch ausreichen, um festzustellen, dass Du die Zusammenarbeit lieber sein lassen solltest oder ob Du Dich richtig toll darauf freuen kannst.

    Alkohol oder bewusstseinsverändernde Substanzen

    Es gibt bestimmte No-Go-Situationen, die ich zwar bisher noch nicht im Rahmen eines Fotoshooting in München erlebt habe, aber auch nicht erleben möchte. Nämlich mit einer Person zusammenzuarbeiten, die Alkohol oder bewusstseinsverändernde Substanzen zu sich genommen hat. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.

    Es gibt bestimmte No-Go-Situationen, die ich zwar bisher noch nicht im Rahmen eines Fotoshooting in München erlebt habe, aber auch nicht erleben möchte. Nämlich mit einer Person zusammenzuarbeiten, die Alkohol oder bewusstseinsverändernde Substanzen zu sich genommen hat.

    Ich bin der Meinung, dass jeder erwachsene Mensch machen soll, was er will, sofern er andere nicht gefährdet; ob wandern, Netflix schauen oder Drogen konsumieren: das geht mich alles nichts an, sofern ich mit der Person nicht etwas vereinbart habe, das Nüchternheit und Konzentration erfordert.

    Sowohl für Fotografen als auch für Models ist es lästig, wenn die andere Person nicht bei der Sache ist, sich unprofessionell verhält und nicht zuverlässig ist. Manchmal kann es auch passieren, dass Dir Alkohol oder bewusstseinsverändernde Substanzen am Set angeboten werden.

    Meine Empfehlung für den Fall, dass Du etwas trinken oder rauchen möchtet: Warte, bis Du mit dem Shooting fertig bist.

    Fährt die Person unter dem Einfluss von Rauschmitteln zum Fotoshooting selber Auto fahren, ist das für mich eine rote Flagge und ein klarer Hinweis für Mangel an Verantwortung und Rücksicht.

    Werden Dir Alkohol oder andere Substanzen aufgezwungen, ist das eine klare Überschreitung der persönlichen Grenzen und für mich wäre das der Zeitpunkt, die Zusammenarbeit zu beenden.

    Wenn Du den Eindruck hast, ein einfaches “Nein” wäre nicht ausreichend oder würde die Situation sogar exazerbieren, kannst Du der Person sagen, dass Du gerade von Deiner Schwangerschaft erfahren hast oder zur Zeit Antibiotika nimmst, die sich nicht mit Alkohol oder anderen Drogen vertragen. Bringe Dich dann so schnell wie möglich in Sicherheit.

    Sonstige Warnzeichen

    Andere negative Auffälligkeiten sind Anzeichen von schizophrener Paranoia, unerwünschte Telefonanrufe ohne Bezug auf das Fotoshooting und zu unüblichen Zeiten.

    Weniger gefährlich, aber dennoch für mich unprofessionell, sind übermäßige Verspätungen, Absagen kurz vor Drehbeginn oder gar nicht beim Fotoshooting zu erscheinen, ohne etwas zu sagen.

    Schlusswort

    Ein Fotoshooting in München kann eine tolle Erfahrung für Dich sein, sei es als einziges Model oder zusammen mit Deinem Partner auf einem Paarshooting. 
 Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.

    Der beste Weg, unangenehme sowie gefährliche Situationen zu vermeiden, besteht darin, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Möglichkeit zu verhindern, dass sie überhaupt passieren.

    Das sollten wir nicht müssen und die Menschen könnten einfach anständig zueinander sein, aber wir sind anscheinend noch nicht soweit.

    Indem Du die Risiken minimierst, kannst Du beim Modeln oder Fotografieren Großartiges erleben, Dich auf professionelle und positive Menschen einlassen und vielleicht sogar viele Deiner zukünftigen engsten Freunde kennenlernen!

    Fotoshooting in München

    Wünschst Du als Model ein Fotoshooting in München mit mir, kannst Du einen Blick auf die Seite kostenloses TFP-Fotoshooting in München und Umgebung werfen, um zu erfahren, ob ein TfP-Fotoshooting etwas für Dich wäre und wie Du Dich dafür bewerben kannst.

    Wie ein TfP-Fotoshooting in München mit mir abläuft, kannst du in diesem Post lesen: Wie läuft ein TFP-Fotoshooting mit mir ab?

    Möchtest Du stattdessen ein individuelles Fotoshooting buchen, können wir bei einem gemeinsamen Vorgespräch (entweder persönlich oder telefonisch) auf alle Deine Wünsche eingehen, um zusammen ein individuelles Fotoshooting zu konzipieren, das auf Dich zugeschnitten ist.

  • Venedig – Teil 2: Meine Lieblingsfotospots

    In diesem Post verrate ich Dir meine fünf fotografischen Lieblingslocations in Venedig, Italien, die ich im Laufe der letzten Jahre entdeckt und immer wieder besucht habe. Den vorherigen Post über Venedig und wie Du in der Stadt am besten zurechtkommst, findest Du hier. (Öffnungszeiten und Preise wurden von mir zuletzt am 10.11.2020 überprüft und aktualisiert.)

    Mehr zu Venedig findest Du hier.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

    Fondaco dei Tedeschi

    Das Luxus-Einkaufszentrum am Canal Grande, in einem antiken Palast aus dem dreizehnten Jahrhundert, bietet nicht nur drei Stockwerke voller unbezahlbarer Markenartikel inmitten des ältesten Teils Venedigs, sondern auch den kostenlosen Besuch der Dachterrasse mit atemberaubendem Blick auf den Kanal und die Rialtobrücke. Dies ist allerdings nur nach vorheriger Buchung möglich: Es werden 15-minütige Slots von 10:30 bis 18:30 angeboten.

    Tipp: Buche zwei Slots hintereinander. Du kannst beide Buchungen bei der ersten Kontrolle vorzeigen, damit Du beim „Schichtwechsel“ auf der Dachterrasse bleibst und nicht wieder in die Wartehalle geschickt wirst. So hast du die Terrasse eine oder zwei Minuten nur für dich und deine Fotos; Stative waren bisher übrigens erlaubt.

    Der Name deutet darauf hin, dass das Gebäude im Spätmittelalter und in der Renaissance als Niederlassung deutschsprachiger Händler und Handwerker diente; sogar die Fugger hatten eine Handelsvertretung hier. Die Räumlichkeiten weisen heute immer noch Zeichen und Wappen verschiedener Händler auf, die auf Säulen, Regalen, Fenstern, Wänden, Fassaden und Sockeln eingraviert wurden, um den Raum für sich zu beanspruchen.

    Campanile di San Giorgio Maggiore

    Die wunderschöne und recht überschaubare Insel südöstlich von San Marco diente schon den Malern der Renaissance als Inspiration und Motiv für ihre Bilder, da die majestätische und imposante Fassade der Basilika auf dem Wasser der Lagune sehr gut von der Piazzetta San Marco zu sehen und der Ausblick wirklich sehr malerisch ist. Bis zum elften Jahrhundert war auf der Insel jedoch nur eine kleine Kirche aus Holz; erst im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte wurde erst das angrenzende Kloster und später, im 16 Jahrhundert, auch die Basilika gebaut, wie wir sie heute kennen.

    Der aktuelle Glockenturm stammt aus dem Jahre 1791, da der ursprüngliche 1774 stürzte. Er gehört zu den höchsten Türmen der Stadt und bietet einen fantastischen Blick auf die Altstadt Venedigs, besonders auf den Markusplatz und auf Santa Maria della Salute, da keine Gebäuden die Sicht beeinträchtigen. Den Glockenraum erreicht Du in einem gläsernen Aufzug und Du kannst so während der Fahrt nach oben noch das Gerüst der alten Holztreppe im Inneren des Glockenturms sehen, ohne Gefahr zu laufen, dass die modernden Stufen plötzlich beim Hochgehen zusammenbrechen.

    Santa Maria della Salute und der Sankt Markus-Glockenturm im Sonnenuntergang, von San Giorgio Maggiore aufgenommen.

    Tipp: Kleine Stative konnten bisher problemlos aufgestellt und für Zeitrafferaufnahmen oder Langzeitbelichtungen verwendet werden.

    Der Glockenturm ist offen von 9:00 bis 19:00 von April bis Oktober (letzte Eintrittsmöglichkeit um 18:30), von November bis März von 8:30 bis 18:00 (letzte Eintrittsmöglichkeit um 17:30). Der Eintritt für den Glockenturm kostet 6 Euro – die Kirche kann kostenfrei betreten werden.

    Vorsicht beim Glockenschlag, es kann richtig laut werden!

    Ponte di Rialto

    Die Rialtobrücke ist die älteste der vier Brücken, die heutzutage über den Canal Grande führen, und bis ca. 1850 war sie sogar die einzige, um von einem Ufer des Kanals zum anderen zu kommen. Sie ist die dritte Brücke, die an dieser Stelle errichtet wurde, denn beide vorherigen brachen in sich zusammen. Im 16. Jahrhundert fanden mehrere Ausschreibungen statt, an denen namhafte italienische Architekten teilnahmen, und 1588 gewann das Projekt von Antonio da Ponte; ausschlaggebend war seine Idee, die Brücke auf nur einem Bogen zu stützen, statt auf mehreren, um den Schiffsverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

    Auf der Brücke befinden sich viele Geschäfte; die meisten von ihnen verkaufen Luxuswaren wie Juwelen, Uhren oder Murano-Glas. Schon auf der ersten Holzbrücke 1250 befanden sich Geschäfte; damals finanzierte die Stadt aus den Mieteinnahmen der Räumlichkeiten die Wartungsarbeiten an der Brücke.

    Fun Fact 1: Die Miete für ca. 16m² auf der Brücke (8m² Erdgeschoss, 8m² 1. OG) beträgt ungefähr 5.000 Euro/Monat.

    Die Lage der Brücke erlaubt es, die großartige Sonnenuntergangsstimmung bei Abenddämmerung über dem Canal Grande Richtung Südwesten fotografieren zu können; der rötliche Himmel und die letzten Sonnenstrahlen spiegeln sich auf dem Wasser und beleuchten die hellen Paläste an den Seiten des Kanals mit warmem Licht. Dabei fehlt es in Venedig ganz sicher nicht an romantischer Stimmung, aber beim Sonnenuntergang ist die Stadt noch schöner.

    Auf der Brücke gibt es noch die Möglichkeit, lustige und spannende Zeitraffervideos zu drehen, da die vielen Wasserfahrzeuge sich in sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen und auf der Aufnahme wird dies noch stärker hervorgehoben.

    Einige Dutzend Meter westlich der Brücke befindet sich der Rialtomarkt, der seit über tausend Jahren dort angesiedelt ist und im Laufe der Jahrhunderte sogar bis an die Ufer des Kanals bei der Brücke reichte. Inzwischen erfüllt der Markt keine Versorgungsfunktion mehr, sondern hat vielmehr einen folkloristischen Charakter, vor allem der Fischmarkt in den Hallen der Pescheria di Rialto ist eine beliebte touristische Anlaufstelle. Die antik wirkende Markthalle ist übrigens erst 1907 nach gotisch-venezianischen Stil erbaut worden, und dem Laien – also mir – war dies nie aufgefallen.

    Fun Fact 2: Im Mittelalter durften nur gebürtige Venetianer, die das 50. Lebensjahr bereits bestritten und mindestens 20 Jahre selbst gefischt hatten, Fisch verkaufen.

    San Marco

    Der Platz von San Marco bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten, einige von ihnen sind Dir bestimmt bekannt, andere womöglich noch nicht. Der Besuch des Markusplatz ist für mich bei jedem Aufenthalt in Venedig “Pflicht”.

    Campanile di San Marco

    Der Glockenturm vom Markusplatz ist wahrscheinlich das bekannteste Wahrzeichen Venedigs. Durch seine imposante Höhe (99m) überragt er jedes Gebäude der Lagunenstadt um einige Dutzend Meter und selbst Goethe war auf seiner Italienreise von der Aussicht vom Turm beeindruckt:

    Aus Goethes Italienischer Reise:

    Als ich ihn [den Stadtplan Venedigs] einigermaßen studiert, bestieg ich den Markusturm, wo sich dem Auge ein einziges Schauspiel darstellt. Es war um Mittag und heller Sonnenschein, daß ich ohne Perspektiv Nähen und Fernen genau erkennen konnte. Die Flut bedeckte die Lagunen, und als ich den Blick nach dem sogenannten Lido wandte (es ist ein schmaler Erdstreif, der die Lagunen schließt), sah ich zum erstenmal das Meer und einige Segel darauf. In den Lagunen selbst liegen Galeeren und Fregatten, die zum Ritter Emo stoßen sollten, der den Algierern den Krieg macht, die aber wegen ungünstiger Winde liegenbleiben. Die paduanischen und vicentinischen Berge und das Tiroler Gebirge schließen zwischen Abend und Mitternacht das Bild ganz trefflich schön.

    Ein Aufzug bringt alle Besucher von der Basis zum Glockengeschoss in weniger als einer Minute und ohne jegliche Anstrengung, so dass Du dich auf den 360°-Panoramablick konzentrieren kannst. Übrigens sollen auch Menschen, die an Höhenangst leiden, den Blick genießen können, da es von oben nicht möglich ist, direkt zum Sockel runter zu schauen.

    Der Glockenturm ist im Sommer von 9 bis 21 Uhr für Besucher offen, im Winter von 9:30 bis 15:45, sonst von 9 bis 19 Uhr. Der letzte Einlass ist eine Stunde vor Schluss, und trotz aller italienischer Gemütlichkeit wird das auch streng eingehalten. Ich wurde am Ticketschalter schon mal abgewiesen, weil ich ein paar Minuten zu spät da war. Der volle Preis beträgt 8 und der ermäßigte 4 Euro.

    Piazza san marco

    Der Markusplatz ist an drei Seiten von den Gebäuden der Prokuratie umschlossen, der mittelalterlichen Baubehörde, die im Verlauf der Jahrhunderte immer mehr Bedeutung und Einfluss gewann. Im Norden befinden sich die alten Prokuratie (Procuratie vecchie), im Süden die neuen (Procuratie nuove) und im Osten ist der Napoleonische Flügel (Ala napoleonica), der unter Napoleon erbaut wurde. Auf der Ostseite befinden sich Markusdom und Glockenturm.

    Basilica di San Marco

    Die Kirche wurde vom Doge Giustiniano Partecipazio in Auftrag gegeben, als 828 zwei venezianische Händler aus Alexandria in Ägypten die Reliquien vom Heiligen Markus schmuggelten. Mehrere Neubauten folgten, die letzte große Renovierung erfolgte 1231 nach einem verheerenden Brand.

    Die Basilika ist in vielerlei Hinsichten einzigartig, denn zum einen finden sich hier viele architektonische Besonderheiten – im Inneren sind alle Wände und Decken ausschließlich von Mosaiken geschmückt, Fresken wirst Du vergeblich suchen; die Kirche weist einen seltenen romanischen Stil mit byzantinischen Einflüssen -, zum anderen war die Kirche Mittelpunkt des sozialen und politischen Lebens der venezianischen Republik und alle wichtigen Ereignisse, angefangen bei den vielen religiösen Veranstaltungen bis hin zu der Wahl des Dogen, fanden in der oder um die Kirche statt. Diese Funktion spiegelt sich nicht nur in den vielen Kunststücken, sondern auch in der Architektur wider.

    Außerdem beherbergt das Museum der Kirche viele Schätze: die Originalpferde von San Marco (auch: Quadriga marciana, Quadriga des Markusdoms genannt) – auf der Loggia befinden sich lediglich Kopien davon – und die alte Bedeckung des goldenen Altarbildes, auf der Paolo Veneziano im 14. Jahrhundert die Geschichte des Heiligen Markus malte.

    Torre dell’orologio

    Der Glockenturm gilt noch heute als Geheimtipp, um einen Blick auf den Markusplatz zu werfen, ohne beim Einlass der Basilika oder des Glockenturms anzustehen, denn trotz seiner hervorragenden Lage wirkt der relativ hohe Preis oft abschreckend: 12 Euro pro Person werden nämlich für den Eintritt verlangt. Dafür kannst Du nicht nur den kompletten Markusplatz von oben überblicken – sogar von weiter oben als von der Loggia des Markusdoms -, sondern auf dem Weg nach oben bekommst Du auch das Uhrwerk zu sehen und auf der obersten Terrasse findest Du die zwei Moren, den “Alten” und den “Jungen”, die zu jeder vollen Stunden auf eine extra für diesen Turm gegossene Glocke schlagen.

    Sich in den Gässchen verlaufen

    In den letzten Jahren habe ich es sehr genossen, mich von meiner Neugier leiten zu lassen und planlos durch die Stadt zu laufen, um verlorene Geschäfte, geheime Gänge und vom Massentourismus noch verschonte Plätze zu entdecken. Zwar mündete mein Weg des Öfteren in Sackgassen, dennoch lohnt es sich, einen Blick abseits der touristischen Routen und der vielen “Pilgerstätten” zu werfen.

    Zusätzlich empfehle ich Dir, recht früh aufzustehen, da es ein einzigartiges Erlebnis ist, morgens die Stadt beim Aufwachen zu beobachten, wenn die Touristen noch schlafen und viele Bäckereien sowie Konditoreien ihren Duft in die Gässchen ausströmen. Die Anwohner schicken sich an, ihre Kinder zur Schule zu bringen und danach zur Arbeit zu gehen, Waren werden per Boot geliefert, ebenso erfolgt die Müllentsorgung über den Wasserweg. Zu keiner anderen Zeit sonst zeigt sich Venedig von ihrer authentischen Seite.

  • Venedig – Teil 1: Überlebenstipps

    Von allen Städten, die ich besichtigt habe, fasziniert mich Venedig immer noch am meisten. Venedig ist wegen seiner Geschichte, Architektur und der Tatsache, dass es ins Meer gebaut wurde, vielleicht wirklich „die unwahrscheinlichste der Städte“, wie Thomas Mann schreibt. Andererseits macht sie die Nähe zu Süddeutschland – in 5 Stunden ist man schon an der italienischen Adria –zu einem leicht erreichbaren Ziel.  Ich bin sehr gerne dort und versuche auch, mehrere Tage zu bleiben, vor allem zur Zeit des Karnevals.

    Den nächsten Post über Venedig mit meinen fünf Lieblingsfotospots findest Du hier.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

    Venedig Bilder- Venedig vom Wassertaxi fotografiert

    Ankunft in Venezia

    Da ich in der Nähe Münchens wohne, fahre ich meistens mit dem Auto nach Venedig, da Italien quasi ein Katzensprung entfernt ist. Die Fahrt vergeht recht schnell, es gibt viel zu sehen, und ich verbinde mit dem Venedig-Ausflug noch einige Städtetrips und Verwandschaftsbesuche, so dass ich mit dem Wagen am besten bedient bin.

    Für Wochenendausflüge kannst Du auch mit dem Zug nach Venezia Santa Lucia fahren. Das lohnt sich vor allem, wenn man früh – und vielleicht mit einer günstigen Bahncard 25 – bucht. Reist Du von weiter weg an, ist vielleicht ein Flug zum Aeroporto Marco Polo Tessera (VCE) zeit- und kosteneffizient; von dort gibt es viele Möglichkeiten, zur Lagunenstadt zu kommen.

    Es ist zwar möglich, in Venedig in einem der Riesenparkhäuser direkt bei der Verbindungsbrücke zum Festland zu parken, günstig ist das jedoch nicht. Ich parke entlang der Eisenbahnlinie zwischen Treviso und Venedig an einem kleinen Bahnhof, vor Mestre, mit keinen oder sehr geringen Parkgebühren, und genieße so die zwanzig- oder dreißigminütige Fahrt in die Lagune über den Ponte della Libertà. Am Bahnhof Santa Lucia in Venedig angekommen, gibt es die ersten Möglichkeiten, sich günstig zu verpflegen: Ich bevorzuge den Relax & Caffé, denn Du kannst ordentlich viel essen zu verhältnismäßig niedrigen Preis und eine saubere Toilette ist auch vorhanden – beides sind nämlich nicht überall vorhanden, vor allem zu Coronazeiten.

    Einmal den Bahnhof verlassen, bist Du sofort von der Schönheit der Stadt umgeben.

    Venedig - Zugbahnhof Venezia Santa Lucia

    Fortbewegung

    In Venedig wurden über 400 Brücken gebaut, um die etwa 150 Kanäle passieren zu können. Nur wenige von ihnen sind bequem mit Trolleys oder Kinderwagen zu überqueren. In den engen Gassen ist es manchmal schwierig, größere Tragetaschen neben sich zu schleppen, ohne sie an den Gebäuden zu reiben; ich reise deswegen nur mit dem Allernötigsten im Rucksack, auch an Kameraausrüstung (dazu später mehr).

    Es gibt allerdings die „Vaporetti“, so werden die Wasserbusse genannt, mit denen man viele Punkte an den größeren Kanälen erreichen und so von einer Insel zur anderen fahren kann. Die Tickets sind sogar teurer als so manche Fahrkarte der Münchner S-Bahn, dennoch kann es sich bei viel Gepäck lohnen, diese Alternative zu nutzen. Wer die entfernten Inseln Murano und Burano besuchen will, kann überlegen, ob und wann ein 24-Stunden-Ticket (20 Euro pro Person) sinnvoll wäre. Die Tickets können an vielen Haltestellen an den Automaten erworben werden, und es gibt ebenso viele Schalter oder Geschäfte, wo Du sie kaufen kannst.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Mehr zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in der venezianischen Lagune hier:



    Venedig wäre ohne die Gondeln undenkbar, und in der Vergangenheit hatte jede Familie der Mittel- und Oberschicht mindestens eine, mit der die Herrschaften durch die Kanäle gefahren wurden, während Dienerschaft und Unterschicht sich durch die dunklen und schmutzigen Gassen zwingen musste. In der Neuzeit sind Gondeln eher eine Touristenattraktion, und für 70-90 Euro je nach Tageszeit wird man eine Stunde lang durch die Stadt gefahren, was aber in Anbetracht der gelangweilten Gesichter vieler Passagiere, die lieber auf ihr Smartphone schauen als um sich herum, eine nicht so spannende Angelegenheit zu sein scheint.

    Wer es eilig hat, kann ein Wassertaxi nehmen. Obwohl ihr Rumpf oft aus Holz besteht und die geölten sowie polierten Oberflächen den Eindruck vermitteln, die Boote seien nur dekorative Objekte, sind sie mit starken Motoren ausgestattet, und sie können außerhalb der Stadt hohe Geschwindigkeiten erreichen.

    Wichtig: Venedig ist an sich eine sehr kleine Stadt, deswegen kommst du auch zu Fuß sehr schnell voran. Ich lasse mich regelmäßig von der Skala in Google Maps täuschen, weil ich von der Weitläufigkeit Münchens ausgehe; dabei dauert der Fußweg vom Bahnhof bis zur Rialtobrücke keine Viertelstunde und allgemein ist alles innerhalb weniger Minuten schnell erreicht.

    Verpflegung

    Viele Lokale in Venedig locken mit ihrem internationalen kulinarischen Angebot und fabelhafter Lage: Wer würde nicht gerne am Canal Grande Martini schlürfen und ein paar Snacks essen? Doch manchmal sollte man lieber erst einen Blick auf die Preisliste werfen, bevor man sich hinsetzt. Denn am Ende des Aperitifs oder der Mahlzeit ist eine böse Überraschung hinsichtlich der Höhe der Rechnung nicht förderlich für die Verdauung.

    Allgemein gilt:

    • In Venedig – sowie in vielen anderen größeren Städten Italiens – gibt es in Bars und Cafés unterschiedliche Preise für Selbstbestellung sowie Verzehr an der Theke und dem Sich Bedienen Lassen am Tisch: Am Tisch können die Preise bis doppelt so hoch sein, dafür kann man bequem sitzen bleiben, die Aussicht genießen und sogar etwas Sonne tanken. So kann ein Espresso plötzlich 3,5 statt 1,5 Euro kosten.
    • In der Nähe der Sehenswürdigkeiten und der Brücken über den Canal Grande kann es sehr schnell sehr teuer werden. Die Betreiber von Restaurants lassen sich die tolle Lage gut bezahlen und in einigen Fällen haben die Gerichte viel mehr mit Fast Food-Massenproduktion gemeinsam als mit italienischer Gourmetküche. Die Qualität des Essen war entgegen allgemeiner Annahmen bisher immer immer zufriedenstellend bis sehr gut.

    Wenn ich neue Lokale aufsuchen will, lasse ich mich von Tripadvisor und ähnlichen Seiten inspirieren, denn die Bewertungen geben ein gutes Bild wider und zeichnen ein realistisches Bild der zu erwartenden Erfahrung in dem einen oder anderen Restaurant. Einen Blogpost über meine Lieblingslokale in Venedig wird folgen.

    Übernachten in Venedig

    Je nachdem, wie Du Venedig erreicht hast, gibt es verschiedene Optionen:

    • Die günstigste, aber unglamouröseste ist auf dem Festland eine Schlafmöglichkeit zu finden, und Venedig mit dem Zug zu erreichen. Die Regionalzüge fahren bis tief in der Nacht, so dass es möglich ist, recht lange in der Lagunenstadt zu bleiben und auch einen romantischen Sonnenuntergang zu beobachten. Ich finde diese Lösung okay für Tagesausflüge, aber ein längerer Aufenthalt wird nicht unbedingt angenehm durch die Fahrerei. Wenn Karneval oder Biennale ist und viele Unterkünfte ausgebucht sind, ist diese Option allerdings durchaus sinnvoll.
    • Ich bevorzuge es jedoch, bei Airbnb nach Wohnungen (manchmal auch nur nach Zimmern), die in dem Viertel (in Venedig ‚Sestiere‘) sind, das ich entdecken möchte. San Polo ist eine gute Wahl, wenn Du noch keine festen Ziele hast und Venedig nicht so gut kennst, da dieses Viertel genau mittig liegt. Für Seebären gibt es auch die Möglichkeit, in einem Segelboot im östlichen Yacht-Hafen zu übernachten, und man findet noch skurrilere Annoncen.
    • Die luxuriösere Art, in Venedig seine Nächte zu verbringen, ist tatsächlich ein Zimmer in einem der vielen Hotel zu buchen. Die Preise variieren stark, von fensterlosen Zimmern bis Kleinapartments direkt am Canal Grande ist alles vertreten und die Preisspanne ist recht groß. Dennoch garantieren die vielen namhaften Hotels auch hohe Standards, und oft präsentieren sie Angebote für feste Zeiträume, die z.B. Airbnb unterbieten. Zur Hochsaison sind die Preise dennoch sehr hoch. Das Hotel Rialto* ist meine erste Wahl, wenn ich in Venedig ein Hotel brauche: Es befindet sich im Zentrum Venedigs, direkt bei der Rialtobrücke, und von dort ist jede Ecke der Stadt in kürzester Zeit erreichbar.

    Die Lage dieses 4-Sterne-Hotel ist ideal, um die Stadt zu erkunden und zu entdecken. Stell Dir vor, Du sitzt am Fenster deiner Junior Suite und bewunderst die Rialtobrücke. Unter dem Brückenbogen überqueren ständig Gondeln und Boote den Canal Grande und die Vaporetti halten nur wenige Schritte vom Hotel entfernt, um ganz Venedig zu Dir zu bringen.

    Lohnt es sich, auch Murano und Burano zu besuchen?

    Murano bei Venedig ist eine der nächstgelegenen Inseln und verfügt über einen eigenen Canal Grande, der dem der Hauptinsel in nichts nachsteht – allerdings mit viel weniger Verkehr.

    Die Torre dell'orologio (der Uhrturm) auf dem Campo Santo Stefano in Murano bei Venedig
    gemacht, ihre Häuser in leuchtenden Neontönen zu streichen, und so sind die bunten Häuser von Burano in der ganzen Welt bekannt. Venedig (Fondamenta Nove) - Insel Murano - Insel Mazzorbo - Insel Torcello - Insel Burano -Treporti - Punta Sabbioni. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.

    Vergiss nicht, neben Murano auch Burano zu besuchen. Diese kleine Gemeinde auf einer Insel im nordöstlichen Teil der venezianischen Lagune hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Häuser in leuchtenden Neontönen zu streichen, und so sind die bunten Häuser von Burano in der ganzen Welt bekannt.

    Fotoausrüstung für Venedig

    Nun zur entscheidenden Frage: Was nehme ich mit nach Venedig? Aus meiner Erfahrung mit APS-C  und DSLR macht es schon einen großen Unterschied, ob ich mit einer Crop- oder Vollformatkamera unterwegs bin.

    APS-C:

    • Mit der Canon EOS 7D hatte ich bei jedem Besuch in Venedig mindestens ein Weitwinkel– und ein Zoomobjektiv dabei (in meinem Fall: Canon EF-S 10-18mm bzw. EF Canon 24-105mm). Damit kannst Du die meisten Motive fotografieren, die Du bei der Erkundung der Stadt entdeckst. In den meisten Fällen hätte allerdings ein EF-S 17-55mm gereicht.

    DSLR:

    • Wegen der Größe des Sensors Deiner Vollformatkamera kannst Du auch mit nur einem Objektiv zurechtkommen; ich habe das Zoomobjektiv (Canon EF 24-105mm) am Häufigsten benutzt und kann damit auch einen Sonnenuntergang oder -Aufgang gut in Szene setzen. Damit kann ich fast alle Motive in Venedig fotografieren.
    • Ich hatte bei der letzten Tour auch ein Weitwinkelobjektiv (Canon EF 16-35mm) bei mir, und selten habe ich die 16mm wirklich gebraucht. (Dafür kam er in den Alpen auf der Rückfahrt gut zum Einsatz, aber das ist eine andere Geschichte.)

    In Venedig fotografieren – Sonstige Tipps

    • Ein kleines und leichtes Stativ für nächtliche Spaziergänge ist nicht schlecht, behelfsmäßig kann man auch Geländer, Treppenstufen o.Ä. nutzen.
    • Möchtest Du die Stadt ohne Menschen fotografieren, kannst Du tagsüber auf einen Graufilter und Einsatz eines Stativs zurückgreifen. Bei Hochsaison kann es dennoch schwierig sein, ein klares Bild ohne Farbstreifen und Leuchtspuren zu haben. Eine gute Möglichkeit, die Touristenmassen nicht auf deinen Bildern zu haben, ist, bei Sonnenaufgang schon unterwegs zu sein und so die Stadt beim Aufwachen zu fotografieren; viele Touristen kommen nämlich vom Festland und sind noch auf den Weg zur Lagunenstadt, die Anwohner frühstücken noch, und nur wenige Menschen sind zusammen mit dir auf den Straßen.
    • Willst Du von den höchsten Punkten der Stadt fotografieren (Markusturm, Glockenturm von San Giorgio uvm.), kann es sich für dich lohnen, ein Teleobjektiv mitzunehmen. Mit dem Canon 75-300mm kann ich alle Wünsche an Bildvergrößerung trotz hoher Blendenzahl erfüllen.

    Wichtig

    Venedig ist, trotz seines städtischen Charakters, im Meer auf Inseln gebaut und vom Meer umgeben. Hohe Luftfeuchtigkeit und Meeresluft mit hohem Salzgehalt können deine Kamera schädigen. Deswegen achte darauf, deine Kamera zu schützen und gut zu pflegen.

    Die appetitlichen Essensangebote, die überall präsent sind, sorgen bei mir dafür, dass meine Hände selten wirklich sauber sind, und oft hinterlasse ich lästige Abdrücke auf Kamera und Objektiv. Aus diesem Grund habe ich – leider nicht immer – Taschentücher, Feuchttücher oder Desinfektionstücher mit mir, damit ich nach einem Leckerbissen wieder saubere Hände habe und mir keine Sorgen machen muss, die Linse damit zu verschmieren.

    Generell sind in Italien die Steckdosen Typ-F noch nicht überall verbreitet; stattdessen ist man häufiger mit dem Typ-L konfrontiert. Für solche Fälle habe ich einen passenden Adapter dabei.

  • Das sind meine fünf wichtigsten Tipps

    Das sind die fünf wichtigsten Tipps, die ich selbst befolge und jeder Fotografin und jedem Fotografen bei Reisen ans Herz legen möchte. Glaub mir, sie zahlen sich aus und tragen dazu bei, dass deine Bilder richtig schön und die Eindrücke deines Trips so stark wie möglich eingefangen werden.

    1. Fotografiere in RAW

    Diese Empfehlung ist für alle Bereiche der Fotografie gültig, nicht nur beim Reisen. RAW ist ein Dateiformat, in dem alle Informationen abgespeichert werden, die der Sensor deiner Kamera aufnimmt. Das ermöglicht Bilder hoher Qualität, ohne Komprimierung wie bei JPEG, und die Bilder können leichter und ohne Datenverlust bearbeitet werden. RAW-Formate sind zum Beispiel .CR2 für Canon und .NEF für Nikon.

    Bei vielen neuen Kameramodellen ist es inzwischen möglich, Bilder sowohl in JPEG- als auch in RAW-Format abzuspeichern. Doch weil die hohe Qualität der Fotos ihren Preis bei der Dateigröße hat, rate ich davon ab, beides gleichzeitig zu wollen: Das verlangsamt deine Kamera, und nach der Bearbeitung der RAW-Bilder kannst du selbst entscheiden, in welchem Format du sie haben möchtest.

    So sieht die Menüauswahl bei meiner Canon 5Ds aus. Die Option, Bilder in RAW abzuspeichern, ist womöglich auf deiner Kamera nicht nicht aktiviert.

    Da die Größe der einzelnenRAW-Bilder der der Kameraauflösung entspricht (24 Megapixel Auflösung entsprechen dann einem RAW-Bild von 24MB), ist es ratsam, immer genügend (leere) Speicherkarten mit dir zu tragen.

     

    2. Nutze die goldene und die blaue Stunde

    Eine der einfachsten Möglichkeiten, deine Reisebilder zu verbessern, besteht darin, kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang an deinem bevorzugten Fotospot zu sein und das Licht zu deinen Gunsten zu nutzen. Da die Sonne nicht in ihrer vollen Helligkeit zu sehen ist, können Bilder entstehen, die sich der warmen, orangenen Strahlen eines Sonnenaufgangs bedienen oder in der blauen und melancholischen Atmosphäre kurz nach Sonnenuntergang sehr bunt erscheinen.

    Möchte man dabei die Sonne mit fotografieren, ist wichtig, den Verlauf ihrer Bahn zu kennen und darauf zu achten, dass die Sicht auf den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang nicht durch Gebäude, Berge, herumstreunende Wolken oder Dunstschichten behindert wird. (Während eines viertägigen Aufenthalt in Grado, Italien war es mir nicht möglich, den Sonnenuntergang zu fotografieren, weil immer zwei, kleine Wolken dort am Horizont waren, wo die Sonne untergegangen wäre.)

     

    3. Motivauswahl

    Ein Merkmal der Reisefotografie ist, dass Motive oft statisch sind oder sich so bewegen, dass wir ihre Geschwindigkeit und Richtung vorhersagen können, z.B. ein Bus, der eine Haltestelle anfährt, wird bald darauf wieder losfahren, erst langsam, dann schneller. Dies ist ein mächtiger Vorteil für dich: Du hast nämlich Zeit, über das tatsächliche Bild nachzudenken. Nicht nur das Motiv, sondern auch die Perspektive, die Komposition, eventuell die Objektiv-Auswahl, Blende und Verschlusszeit können bedacht werden. Du kannst dir um die Geschichte Gedanken machen, die du erzählen willst. Storytelling ist das, was deine Bilder zu etwas Außergewöhnlichem machen wird.

     

    4. Vorbereitet sein

    Es kann durchaus aufregend sein, ohne Ortskenntnisse in einem fremden Ort zu sein. Dennoch fand ich es immer hilfreich, bei Buchung der Unterkünfte zu wissen, welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind, wo sich die pittoresken Stadtviertel befinden oder wie die Öffnungszeiten der nahgelegenen Märkte, Kirchen usw. lauten. Manchmal habe ich die Wahl der Unterkünfte von der Nähe besonderer Orte, die ich unbedingt fotografieren wollte, abhängig gemacht. Meistens lässt sich auf Instagram leicht herausfinden, welche die beliebtesten Hotspots sind, und Google ist auch eine große Hilfe. Das erleichtert dir die Entscheidung, welche Ausrüstung du mitnehmen möchtest: Stativ, Blitzlicht, Gimbal, GoPro, Drohne usw.

     

    5. Rechtliche Lage

    Der fünfte Punkt ist vielleicht der unspektakulärste und wohl trotzdem der wichtigste: Jedes Land hat seine eigenen Gesetze, was Datenschutz und die Rechte der zu fotografierende Gegenstände/Gebäude angeht. Deswegen ist es wichtig, sich zumindest mit den Hauptaspekten davon auseinanderzusetzen, besonders wenn du dich in Ecken weit außerhalb des europäischen (Kultur-)Kreises bewegst: Manche Museen, einige religiöse Orte und militärische Anlagen dürfen eventuell nicht fotografiert werden.

    Wenn du Aufnahmen von Menschen nehmen möchtest, ist es ratsam, immer vorher zu fragen, ob das in Ordnung ist, und ein Nein sollte immer akzeptiert werden. Meine Erfahrung ist, dass die angesprochenen Menschen sich normalerweise freuen und auch vor deiner Kamera werden sie gerne stehen.

    In Europa sind die Verbote normalerweise immer gut kennzeichnet, sei es in Florenz vor dem David von Michelangelo, in der Sixtinischen Kapelle in Rom oder im Tower of London. Andere wiederum nicht: Fotos vom Eiffelturm bei Nacht unter eingeschalteter Beleuchtung dürfen nicht ohne Erlaubnis der „Société d’Exploitation de la Tour Eiffel“ veröffentlicht oder sogar gemacht werden.

  • Das sind meine 5 wichtigsten Tipps fürs Fotografieren

    In diesem Artikel findest Du die fünf wichtigsten Tipps, die ich selbst befolge und jeder Fotografin und jedem Fotografen auf Reisen ans Herz legen möchte. Damit kannst du schneller und besser fotografieren lernen, ohne viel Zeit und Geduld zu verlieren. Glaub mir, sie zahlen sich aus und tragen dazu bei, dass Deine Bilder richtig schön und die Eindrücke Deines Trips so stark wie möglich eingefangen werden.

    Wenn Du übers Fotografieren Lernen etwas suchst, helfen Dir die Blogartikeln aus der Reihe “Fotografie lernen”, die Grundlagen zu beherrschen und mehr aus Deinen Fotos rauszuholen.

    Fotografiere in RAW

    Diese Empfehlung ist für alle Bereiche der Fotografie gültig, nicht nur beim Reisen. RAW ist ein Dateiformat, in dem alle Informationen abgespeichert werden, die der Sensor Deiner Kamera aufnimmt. Das ermöglicht Fotos hoher Qualität, ohne Komprimierung wie bei JPEG, und die Bilder können leichter und ohne Datenverlust bearbeitet werden. RAW-Formate sind zum Beispiel .CR2 für Canon und .NEF für Nikon.

    Bei vielen neuen Kameramodellen ist es inzwischen möglich, Fotos sowohl in JPEG- als auch in RAW-Format abzuspeichern. Doch weil die hohe Qualität der Fotos ihren Preis bei der Dateigröße hat, rate ich davon ab, beides gleichzeitig zu wollen: Das verlangsamt Deine Kamera, und nach der Bearbeitung der RAW-Bilder kannst Du selbst entscheiden, in welchem Format Du sie haben möchtest.

    Fotografie Tipps Nr. 1: in RAW-Format fotografieren, RAW Fotos bearbeiten.
    So sieht die Menüauswahl bei meiner Canon 5Ds aus.

    Die Option, Fotos in RAW abzuspeichern, ist womöglich auf Deiner Kamera nicht per Default aktiviert. Da die Größe der einzelnen RAW-Bilder der der Kameraauflösung entspricht (24 Megapixel Auflösung entsprechen dann einem RAW-Bild von ca. 24 MB), ist es ratsam, immer genügend (leere) Speicherkarten mit dir zu tragen. Ich persönlich nutze seit Jahren SanDisk Extreme Pro-Karten und war bisher immer höchstzufrieden damit.

    Nutze die goldene und die blaue Stunde

    Eine der einfachsten Möglichkeiten, Deine Reisebilder zu verbessern, besteht darin, kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang an Deinem bevorzugten Fotospot zu sein und das Licht zu Deinen Gunsten zu nutzen. Da die Sonne nicht in ihrer vollen Helligkeit zu sehen ist, können Fotos entstehen, die sich der warmen, orangenen Strahlen eines Sonnenaufgangs bedienen oder in der blauen und melancholischen Atmosphäre kurz nach Sonnenuntergang sehr bunt erscheinen.

    Möchte man dabei die Sonne mit fotografieren, ist es wichtig, den Verlauf ihrer Bahn zu kennen und darauf zu achten, dass die Sicht auf den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang nicht durch Gebäude, Berge, herumstreunende Wolken oder Dunstschichten behindert wird.

    Während eines viertägigen Aufenthalt in Grado, Italien, war es mir nicht möglich, den Sonnenuntergang zu fotografieren, weil immer zwei kleine Wolken dort am Horizont waren, wo die Sonne untergegangen ist. Sehr ärgerlich...
    Fotografie Tipps Nr. 2: NUTZE DIE GOLDENE UND DIE BLAUE STUNDE
Bild: Hafen von Portoroz, Slowenien
    Hafen von Portoroz, Slowenien, bei Sonnenaufgang.

    Motivauswahl

    Ein Merkmal der Reisefotografie ist, dass Motive oft statisch sind oder sich so bewegen, dass wir ihre Geschwindigkeit und Richtung vorhersagen können, z.B. ein Bus, der eine Haltestelle anfährt, wird bald darauf wieder losfahren, erst langsam, dann schneller. Dies ist ein mächtiger Vorteil für dich: Du hast nämlich Zeit, über das tatsächliche Foto nachzudenken.

    Nicht nur das Motiv, sondern auch die Perspektive, die Komposition, eventuell die Objektiv-Auswahl, Blende und Verschlusszeit können bedacht werden. Du kannst dir um die Geschichte Gedanken machen, die Du erzählen willst. Storytelling ist das, was Deine Fotos zu etwas Außergewöhnliches machen wird.

    Fotografie Tipps Nr. 3: Das Motiv bewusst auswählen

    Vorbereitet sein

    Es kann durchaus aufregend sein, ohne Ortskenntnisse in einem fremden Ort zu sein. Dennoch fand ich es immer hilfreich, bei Buchung der Unterkünfte zu wissen, welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind, wo sich die pittoresken Stadtviertel befinden oder wie die Öffnungszeiten der nahgelegenen Märkte, Kirchen usw. lauten. Manchmal habe ich die Wahl der Unterkünfte von der Nähe besonderer Orte, die ich unbedingt fotografieren wollte, abhängig gemacht. Meistens lässt sich auf Instagram leicht herausfinden, welche die beliebtesten Hotspots sind, und Google ist auch eine große Hilfe. Das erleichtert dir die Entscheidung, welche Ausrüstung Du mitnehmen möchtest: Stativ, Blitzlicht, Gimbal, GoPro, Drohne usw.

    Fotografie Tipps Nr. 4: Vorbereitet sein

    Rechtliche Lage

    Der fünfte Punkt ist vielleicht der unspektakulärste und wohl trotzdem der wichtigste: Jedes Land hat seine eigenen Gesetze, was Datenschutz und die Rechte der zu fotografierende Gegenstände/Gebäude angeht. Deswegen ist es wichtig, sich zumindest mit den Hauptaspekten davon auseinanderzusetzen, besonders wenn Du dich in Ecken weit außerhalb des europäischen (Kultur-)Kreises bewegst: Manche Museen, einige religiöse Orte und militärische Anlagen dürfen eventuell nicht fotografiert werden.

    Wenn Du Aufnahmen von Menschen nehmen möchtest, ist es ratsam, immer vorher zu fragen, ob das in Ordnung ist, und ein Nein sollte immer akzeptiert werden. Meine Erfahrung ist, dass die angesprochenen Menschen sich normalerweise freuen und dann auch vor Deiner Kamera gerne stehen werden.

    In Europa sind die Verbote normalerweise immer gut gekennzeichnet, sei es in Florenz vor dem David von Michelangelo, in der Sixtinischen Kapelle in Rom oder im Tower of London. Andere wiederum nicht: Fotos vom Eiffelturm bei Nacht unter eingeschalteter Beleuchtung dürfen nicht ohne Erlaubnis der „Société d’Exploitation de la Tour Eiffel“ veröffentlicht oder sogar gemacht werden.

    Fotografie Tipps Nr. 5: Rechtliche Lage kennen und sich an Gesetze halten 

Bild: Tour Eiffel in Paris, Frankreich.
    Tour Eiffel in Paris, Frankreich, von der Seine aus gehesen.