Das sind meine 5 wichtigsten Tipps fürs Fotografieren

In diesem Artikel findest Du die fünf wichtigsten Tipps, die ich selbst befolge und jeder Fotografin und jedem Fotografen auf Reisen ans Herz legen möchte. Damit kannst du schneller und besser fotografieren lernen, ohne viel Zeit und Geduld zu verlieren. Glaub mir, sie zahlen sich aus und tragen dazu bei, dass Deine Bilder richtig schön und die Eindrücke Deines Trips so stark wie möglich eingefangen werden.

Wenn Du übers Fotografieren Lernen etwas suchst, helfen Dir die Blogartikeln aus der Reihe “Fotografie lernen”, die Grundlagen zu beherrschen und mehr aus Deinen Fotos rauszuholen.

Fotografiere in RAW

Diese Empfehlung ist für alle Bereiche der Fotografie gültig, nicht nur beim Reisen. RAW ist ein Dateiformat, in dem alle Informationen abgespeichert werden, die der Sensor Deiner Kamera aufnimmt. Das ermöglicht Fotos hoher Qualität, ohne Komprimierung wie bei JPEG, und die Bilder können leichter und ohne Datenverlust bearbeitet werden. RAW-Formate sind zum Beispiel .CR2 für Canon und .NEF für Nikon.

Bei vielen neuen Kameramodellen ist es inzwischen möglich, Fotos sowohl in JPEG- als auch in RAW-Format abzuspeichern. Doch weil die hohe Qualität der Fotos ihren Preis bei der Dateigröße hat, rate ich davon ab, beides gleichzeitig zu wollen: Das verlangsamt Deine Kamera, und nach der Bearbeitung der RAW-Bilder kannst Du selbst entscheiden, in welchem Format Du sie haben möchtest.

Fotografie Tipps Nr. 1: in RAW-Format fotografieren, RAW Fotos bearbeiten.
So sieht die Menüauswahl bei meiner Canon 5Ds aus.

Die Option, Fotos in RAW abzuspeichern, ist womöglich auf Deiner Kamera nicht per Default aktiviert. Da die Größe der einzelnen RAW-Bilder der der Kameraauflösung entspricht (24 Megapixel Auflösung entsprechen dann einem RAW-Bild von ca. 24 MB), ist es ratsam, immer genügend (leere) Speicherkarten mit dir zu tragen. Ich persönlich nutze seit Jahren SanDisk Extreme Pro-Karten und war bisher immer höchstzufrieden damit.

Nutze die goldene und die blaue Stunde

Eine der einfachsten Möglichkeiten, Deine Reisebilder zu verbessern, besteht darin, kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang an Deinem bevorzugten Fotospot zu sein und das Licht zu Deinen Gunsten zu nutzen. Da die Sonne nicht in ihrer vollen Helligkeit zu sehen ist, können Fotos entstehen, die sich der warmen, orangenen Strahlen eines Sonnenaufgangs bedienen oder in der blauen und melancholischen Atmosphäre kurz nach Sonnenuntergang sehr bunt erscheinen.

Möchte man dabei die Sonne mit fotografieren, ist es wichtig, den Verlauf ihrer Bahn zu kennen und darauf zu achten, dass die Sicht auf den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang nicht durch Gebäude, Berge, herumstreunende Wolken oder Dunstschichten behindert wird.

Während eines viertägigen Aufenthalt in Grado, Italien, war es mir nicht möglich, den Sonnenuntergang zu fotografieren, weil immer zwei kleine Wolken dort am Horizont waren, wo die Sonne untergegangen ist. Sehr ärgerlich...
Fotografie Tipps Nr. 2: NUTZE DIE GOLDENE UND DIE BLAUE STUNDE
Bild: Hafen von Portoroz, Slowenien
Hafen von Portoroz, Slowenien, bei Sonnenaufgang.

Motivauswahl

Ein Merkmal der Reisefotografie ist, dass Motive oft statisch sind oder sich so bewegen, dass wir ihre Geschwindigkeit und Richtung vorhersagen können, z.B. ein Bus, der eine Haltestelle anfährt, wird bald darauf wieder losfahren, erst langsam, dann schneller. Dies ist ein mächtiger Vorteil für dich: Du hast nämlich Zeit, über das tatsächliche Foto nachzudenken.

Nicht nur das Motiv, sondern auch die Perspektive, die Komposition, eventuell die Objektiv-Auswahl, Blende und Verschlusszeit können bedacht werden. Du kannst dir um die Geschichte Gedanken machen, die Du erzählen willst. Storytelling ist das, was Deine Fotos zu etwas Außergewöhnliches machen wird.

Fotografie Tipps Nr. 3: Das Motiv bewusst auswählen

Vorbereitet sein

Es kann durchaus aufregend sein, ohne Ortskenntnisse in einem fremden Ort zu sein. Dennoch fand ich es immer hilfreich, bei Buchung der Unterkünfte zu wissen, welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind, wo sich die pittoresken Stadtviertel befinden oder wie die Öffnungszeiten der nahgelegenen Märkte, Kirchen usw. lauten. Manchmal habe ich die Wahl der Unterkünfte von der Nähe besonderer Orte, die ich unbedingt fotografieren wollte, abhängig gemacht. Meistens lässt sich auf Instagram leicht herausfinden, welche die beliebtesten Hotspots sind, und Google ist auch eine große Hilfe. Das erleichtert dir die Entscheidung, welche Ausrüstung Du mitnehmen möchtest: Stativ, Blitzlicht, Gimbal, GoPro, Drohne usw.

Fotografie Tipps Nr. 4: Vorbereitet sein

Rechtliche Lage

Der fünfte Punkt ist vielleicht der unspektakulärste und wohl trotzdem der wichtigste: Jedes Land hat seine eigenen Gesetze, was Datenschutz und die Rechte der zu fotografierende Gegenstände/Gebäude angeht. Deswegen ist es wichtig, sich zumindest mit den Hauptaspekten davon auseinanderzusetzen, besonders wenn Du dich in Ecken weit außerhalb des europäischen (Kultur-)Kreises bewegst: Manche Museen, einige religiöse Orte und militärische Anlagen dürfen eventuell nicht fotografiert werden.

Wenn Du Aufnahmen von Menschen nehmen möchtest, ist es ratsam, immer vorher zu fragen, ob das in Ordnung ist, und ein Nein sollte immer akzeptiert werden. Meine Erfahrung ist, dass die angesprochenen Menschen sich normalerweise freuen und dann auch vor Deiner Kamera gerne stehen werden.

In Europa sind die Verbote normalerweise immer gut gekennzeichnet, sei es in Florenz vor dem David von Michelangelo, in der Sixtinischen Kapelle in Rom oder im Tower of London. Andere wiederum nicht: Fotos vom Eiffelturm bei Nacht unter eingeschalteter Beleuchtung dürfen nicht ohne Erlaubnis der „Société d’Exploitation de la Tour Eiffel“ veröffentlicht oder sogar gemacht werden.

Fotografie Tipps Nr. 5: Rechtliche Lage kennen und sich an Gesetze halten 

Bild: Tour Eiffel in Paris, Frankreich.
Tour Eiffel in Paris, Frankreich, von der Seine aus gehesen.

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