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  • Meine persönliche Packliste für Venedig, damit Du bei Deiner Reise an alles denkst!

    Venedig ist eine wunderschöne Stadt, die jedes Jahr mit ihrem Charme Millionen von Besuchern bezirzt. Im Frühling ist das Wetter oft launisch, im Sommer scheint die Hitze endlos und in der kalten Jahreszeit sorgt der Nebel für eine mystische Stimmung – und prekäre Sichtverhältnisse.

    Für Deine Stadterkundung ist es deswegen von Vorteil, vorbereitet zu sein, und die folgende Packliste hilft Dir, an alles zu denken. Allgemeine Tipps für Venedig findest du hier:

    Das Klima Venedigs

    Das Wetter in Venedig ist zwar recht mild für italienische Verhältnisse, dennoch solltest Du das wechselhafte Wetter abseits der heißen Sommerperioden nicht unterschätzen.

    Das Klima in Venedig ist gemäßigt kontinental und typisch für die italienische Poebene, mit kalten, feuchten Wintern und heißen, schwülen Sommern; die Präsenz der Adria trägt dazu bei, die Temperaturen zu beeinflussen.
    Zwischen Mai und Juni ist die Niederschlagsmenge recht hoch, ebenso wie in der ersten Hälfte des Winters, wo es häufig zu Überschwemmungen und Nebel kommt. Januar und Februar sind die kältesten Monate des Jahres, mit Temperaturen zwischen 0°C und 7°C, aber dafür gibt es kaum Schnee. Die Zwischensaison ist besonders angenehm und die Temperaturen pendeln sich zwischen 16°C und 19°C ein.

    Die beste Zeit aus klimatischer Sicht ist sicherlich der Frühling – zwischen Ostern und Juni – oder der Frühherbst – vor allem in September – zu empfehlen; die Stadt ist aber auch im Winter, während des Karnevals von Venedig, wunderschön.

    Die ungünstigste Zeit, um nach Venedig zu fahren: Im Sommer liegen die Temperaturen bei 27°C, aber die gefühlte Hitze ist aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit deutlich größer. Mitten im Herbst dagegen können Regenfälle den Wasserspiegel ansteigen lassen und gepaart mit dem Schirokko-Wind zu Überschwemmungen (“Acqua Alta”) führen.

    Mehr zum Hochwasser in Venedig findest Du hier:

    Packliste Venedig

    Rucksack

    Mein Tipp für Venedig: Nimm nur einen Rucksack (Click) mit. Damit sparst Du Zeit und Geld beim Ein- und Auschecken am Flughafen, falls Du fliegst, und bist sehr flexibel und mobil in Venedig, unabhängig davon, wie Du die Stadt erreichst.

    Ein Rucksack wiegt außerdem weniger als ein Koffer und Du hast immer beide Hände frei, was sehr hilfreich ist, wenn Du unterwegs noch fotografierst, mit Handy navigierst oder den analogen Stadtplan aus Papier lesen willst.

    Ich wurde neulich von einer Freundin auf die Rucksäcke von Tropicfeel aufmerksam gemacht, weil sie einen für ihre Weltreise gekauft hat, und ich war sofort begeistert. Es gibt drei verschiedene Modelle, und der Shell-Rucksack ist perfekt für einen längeren Aufenthalt geeignet. Damit bist Du sicherlich gut bedient.

    AllgemeinE Bekleidung

    Packliste Venedig: Was brauche ich an Klamotten?
    Packliste Venedig: Was brauche ich an Klamotten?

    Im Sommer ist es in Venedig oft heiß und schwül, im Winter feucht und kalt. Zwar kannst Du das eine oder andere Kleidungsstück vor Ort kaufen, bereite Dich aber gut vor, damit Du nicht überrascht wirst.

    Regenjacke
    Windjacke/Softshell Jacke
    Warme Mütze
    Fleecepulli
    Lange Hose
    T-Shirts
    Lange warme Socken
    Unterwäsche
    Windjacke/Softshell Jacke
    Dünner Pullover
    T-Shirts
    Kurze Hose
    Socken
    Unterwäsche
    Badeklamotten

    Schuhwerk

    Im Winter: Bequeme Schuhe, am besten wasserfest und hoch
    Im Winter: Gummistiefeln – wegen Hochwassergefahr
    Im Sommer: (Wander-)Sandalen
    Im Sommer: Sneakers
    Hausschuhe (kuschelig-warm)

    Dokumente und Sonstiges

    Packliste Venedig: Was ist wichtig?

    Wichtiges

    Personalausweis
    Bargeld (vor allem Münzen für Traghetti und Naschereien)
    EC- und/oder Kreditkarte
    Krankenkassenausweis (für alle Fälle)

    Elektronik

    Smartphone
    eBook-Reader (oder analoge Bücher)*
    Kopfhörer (ggf. kabellos)*
    Multifunktionsladegerät*
    Powerbank*

    Kulturbeutel und Reiseapotheke

    Deospray oder -Stick
    Zahnseide, Zahnpasta und Zahnbürste
    Ohropax
    Sonnenschutzcreme (erfahrungsgemäß von Februar bis Oktober)
    Shampoo und Duschbad
    Mikrofaser-Handtücher
    Aspirin Complex, gegen Erkältungssymptome
    Paracetamol, gegen Fieber und Schmerzen
    Sagrotan, zur Desinfektion

    Venedig Fotoausrüstung

    Packliste Venedig: Was brauche ich an Fotoausrüstung?

    Für APS-C-Fotokamera

    Fotokamera: Canon 7D Mark 2*
    Akkus und Ladegerät*
    Weitwinkel-Zoomobjektiv: Canon EF-S 17-55mm*
    oder
    Ultraweitwinkelobjektiv: Canon EF-S 10-18mm*
    Zoomobjektiv: Canon EF 24-105mm*

    Für DSLR-Fotokamera

    Fotokamera: Canon EOS 5D Mark IV*
    Akkus und Ladegerät*
    Zoomobjektiv: Canon EF Canon 24-70mm*
    und gegebenenfalls
    Weitwinkelobjektiv: Canon EF 16-35mm*

    Allgemeine Fotoausrüstung

    Reisestativ: Dieser von Neewer ist eins der leichtesten*
    Filter: ND, Polfilter*
    Saubere Mikrofasertücher*
    Speicherkarten*
    und gegebenenfalls
    Glaskugel*
    Blitzgerät: Canon 600EX II-RT Speedlite*
    Canon Kabelfernauslöser mit Timerfunktionen*
    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

    Welche Kleidung soll ich im Sommer mitnehmen?

    Feuchtigkeit kann das Hitzegefühl verstärken, daher sind leichte Kleidung, ein Hut und eine Brille mit dunklen Gläsern zum Schutz vor Sonnenstrahlen vorzuziehen.
    Im Sommer empfehle ich Dir, helle und luftige Sommerkleidung mitzunehmen. Die Sonne kann sehr stark werden, so dass eine Kopfbedeckung hilfreich ist – und vor einem Sonnenstich schützt! Denke dabei auch an Sonnencreme. Eine leichte Regenjacke oder wasserabweisende Softshelljacke, um Dich vor Wind und Sommerregen zu schützen, ist ebenfalls empfehlenswert.

    Welche Klamotten sind für Venedig im Winter geeignet?

    Die Temperaturen in Vendig im Winter fallen zwar nicht unter den Nullpunkt, aber die Kälte kann heftig sein, besonders wenn Du mit der Gondel oder dem Vaporetto fährst. Ich emfehle Dir daher typische Winterkleidung, mit einer Windjacke und wasserdichten Schuhen.

    Welche Kleidung ziehe ich an im Frühling und im Herbst?

    Im Herbst und im Frühling wird klassische “Zwiebel”-Kleidung mit wasserdichtem Schuhwerk und Jacken empfohlen, um den unvorhersehbaren Temperaturen und dem Regen zu trotzen.

    Welche Ausweise brauche ich in Venedig?

    Wenn Du die Deutsche, Österreiche oder Schweizerische Staatsbürgerschaft hast,musst Du lediglich einen gültigen Personalausweis mitnehmen.
    Wie bei jeder Reise ins Ausland, empfehle ich Dir, eine Kopie Deines Ausweises mit auf Deine Venedigreise zu nehmen. Im Fall des Verlustes kann Dir so ein neuer Ausweis erheblich schneller ausgestellt werden.

    Was brauche ich nicht in Venedig?

    Einen Regenschirm: Manche Gassen in Venedig sind so eng, dass ich dort keinen Regenschirm offen tragen könnte; außerdem ist jede Begegnung mit anderen Regenschirmträgern problematisch.
    Eine große Trinkflasche: Venedig ist zwar eine besondere, aber dennoch ganz normal mit Supermärkten versorgte Stadt; ich nehme nur eine 0.5 Flasche mit und fülle sie an den vielen Brunnen auf; Essen kann ich entweder to-go kaufen oder in einem der vielen Supermärkten einkaufen.

  • Was ist die Belichtungszeit und warum ist sie wichtig?

    Dieser Artikel ist Teil der Fotografie lernen-Reihe “Grundwissen Fotografie: Lernen, wie was funktioniert” und erklärt die Rolle der Belichtungszeit beim Fotografieren.

    Die Belichtungszeit, auch als Verschlusszeit oder Belichtungsdauer bekannt, ist für zwei bestimmte Aspekte der Fotografie wichtig: Du kannst einerseits darüber die Helligkeit Deines Fotos regulieren, andererseits auch Dramatik und Dynamik durch Einfrieren oder Verwischen von Bewegungen erzeugen. Ich möchte Dir in diesem Artikel erklären, was die Belichtungszeit ist, wobei sie eine Rolle spielt und was Du bei der Einstellung beachten könntest.

    Was ist die Belichtungszeit?

    Marienkäfer im Schnee im Zillertal.
    Marienkäfer im Schnee im Zillertal. Da ich eine große Blendenöffnung für eine dünne Tiefenschärfe ausgewählt hatte und der Schnee die Mittagssonne stark reflektierte, lag die Belichtungszeit bei 1/1.000 Sek.

    Unsere Digitalkameras bieten uns hauptsächlich drei Parameter, an denen wir schrauben können, um das gewünschte fotografische Ergebnis zu erreichen: ISO, Blende und Belichtungszeit.

    Die Belichtungszeit gibt an, wie lange der Kameraverschluss geöffnet bleibt und so Licht auf den Bildsensor fällt. Im Wesentlichen hängt davon ab, wie lange Deine Kamera ein Foto aufnimmt. Bei dem Kameraverschluss handelt es sich um eine Art Vorhang vor dem Kamerasensor, der geschlossen bleibt, bis Du auf den Auslöser drückst, um ein Foto aufzunehmen.

    Bei der Auslösung öffnet sich der Verschluss und der Kamerasensor wird vollständig dem Licht ausgesetzt, das durch das Objektiv hindurch fällt. Nachdem für eine (automatisch oder manuell) eingestellte Dauer das Licht auf den Sensor gefallen ist, schließt der Verschluss und verhindert, dass weiteres Licht den Sensor erreicht.

    Die Dauer des Lichteinfalls hat einige wichtigen Auswirkungen auf Deine Fotos, die ich Dir im Folgenden präsentiere.

    Lange Belichtungszeit

    Langzeitbelichtung (1/3 Sek.) eines Wasserfalls. Dabei kam mir ein Stativ zu Hilfe, damit ich das Bild nicht verwackle und der Wasserfluss etwas verschwommen aussieht, während die statischen Elemente scharf bleiben.

    Wenn Du eine lange Belichtungszeit verwendest, wird Dein Sensor über einen langen Zeitraum belichtet. Die erste wichtige Folge davon ist Bewegungsunschärfe: Sich bewegende Motive erscheinen entlang der Bewegungsrichtung unscharf auf dem Foto.

    Dieser Effekt wird zum Beispiel in der Werbung für Autos und Motorräder verwendet, bei der dem Betrachter ein Gefühl von Geschwindigkeit und Bewegung vermittelt wird, indem die Drehung der Räder absichtlich verwischt erscheint.

    In der Landschaftsfotografie werden lange Verschlusszeiten absichtlich verwendet, um den Wasserstrom von Flüssen und Wasserfällen durch die Unschärfe hervorzuheben und die statischen Objekte weiter scharf abzubilden.

    Lange Belichtungszeiten werden auch verwendet, um Sterne oder andere Objekte nachts oder in dunklen Umgebungen mit einem Stativ zu fotografieren, da die lange Verschlusszeit dafür sorgt, dass viel Licht den Bildsensor erreicht.

    Kurze Belichtungszeit

    Eine sehr kurze Verschlusszeit (1/1.000 Sek.) bewirkt, dass Wasserspritzer wie eingefroren aussehen.

    Andererseits kann die Belichtungszeit auch verwendet werden, um genau das Gegenteil zu bewirken und die Bewegung des abgelichteten Motiv einzufrieren. Wenn Du eine besonders kurze Belichtungsdauer verwenden, kannst Du das Gefühl von Bewegungen auch von sich schnell bewegenden Objekten wie fliegenden Vögeln oder vorbeifahrenden Autos verbannen.

    Wenn Du beim Fotografieren von Wasser eine sehr kurze Belichtungszeit verwendest, hängt jedes Tröpfchen Wasser in der Luft, was wir mit unseren Augen möglicherweise gar nicht wahrnehmen können. Das Wasser sieht dann so aus, als wäre es genau so wie auf dem Foto eingefroren.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass kurze Verschlusszeiten die Bewegungen einfrieren, während lange Belichtungszeiten beim Fotografieren von sich bewegenden Objekten einen Bewegungseffekt erzeugen.

    Wie wird die Belichtungszeit gemessen?

    Belichtungszeit/Verschlusszeit (shutter speed). Wenn Du eine lange Belichtungszeit verwenden, wird Dein Sensor über einen langen Zeitraum belichtet. Die erste wichtige Folge davon ist Bewegungsunschärfe: Wenn Deine Belichtungszeit lang ist, erscheinen sich bewegende Motive entlang der Bewegungsrichtung unscharf auf dem Foto. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Für dieses Foto habe ich eine sehr kleine Blende gewählt und eine lange Belichtungszeit (30 Sek.), um möglichst viele Lichtstreifen zu sammeln.

    Die Belichtungszeit wird typischerweise in Bruchteilen einer Sekunde gemessen, solange sie unter einer Sekunde liegt. Zum Beispiel bedeutet 1/2 eine halbe Sekunde, während 1/250 eine Zweihundertfünfzigstel Sekunde (vier Millisekunden) bedeutet.

    Die meisten modernen DSLRs und spiegellosen Kameras können Verschlusszeiten von 1/4000 aufweisen, einige sogar 1/8000 oder noch weniger. Die längste verfügbare Verschlusszeit bei den meisten DSLRs oder spiegellosen Kameras beträgt normalerweise 30 Sekunden.

    Bei Bedarf kannst Du eine längere Belichtungszeit einstellen, indem Du den Bulb-Modus und einen externen Fernauslöser verwendest.

    Was hat die Verschlusszeit mit der Helligkeit des Fotos zu tun?

    Belichtungszeit/Verschlusszeit (shutter speed). Wenn Du eine lange Belichtungszeit verwenden, wird Dein Sensor über einen langen Zeitraum belichtet. Die erste wichtige Folge davon ist Bewegungsunschärfe: Wenn Deine Belichtungszeit lang ist, erscheinen sich bewegende Motive entlang der Bewegungsrichtung unscharf auf dem Foto. Auf dem Reisefotografieblog von Claudio Salvati Photography.
    Dieses Bild entstand in einer kalten Oktobernacht mit Hilfe eines Stativs. Um das Foto lange genug zu belichten, lag die Verschlusszeit bei 25 Sekunden.

    Der andere wichtige Effekt der Belichtungszeit ist die Auswirkung auf die Helligkeit eines Bildes. Wenn Du eine lange Verschlusszeit verwendest, sammelt der Kamerasensor viel Licht und das resultierende Foto ist ziemlich hell. Durch die Verwendung einer kurzen Belichtungsdauer wird der Kamerasensor nur kurz dem Licht ausgesetzt, was zu einem dunkleren Foto führt.

    Die Belichtungszeit ist jedoch nicht der einzige Parameter, der die Helligkeit eines Bildes beeinflusst. Auch Blende, ISO und die tatsächliche Helligkeit der Szene – ist es ein sonniger Sommertag oder eine mondlose Nacht? – spielen eine große Rolle. Du kannst also die Verschlusszeit mit einer gewissen Flexibilität einstellen, solange Du das Zusammenspiel der anderen Parameter in Deinen Einstellungen berücksichtigst.

    Die Belichtungszeit kann ein wichtiges Werkzeug sein, um für ein Foto die richtige Helligkeit einzustellen. An einem sonnigen Tag musst Du möglicherweise eine kurze Belichtungsdauer verwenden, sonst ist Dein Foto überbelichtet. Wenn es Nacht ist, können eine lange Verschlusszeit und ein Stativ erforderlich sein, um ein zu dunkles Bild zu vermeiden.

    Fotografie lernen mit Claudio Salvati Photography; richtige Verschlusszeit, optimale Belichtungsdauer, brennweite.

  • Das sind meine fünf wichtigsten Tipps

    Das sind die fünf wichtigsten Tipps, die ich selbst befolge und jeder Fotografin und jedem Fotografen bei Reisen ans Herz legen möchte. Glaub mir, sie zahlen sich aus und tragen dazu bei, dass deine Bilder richtig schön und die Eindrücke deines Trips so stark wie möglich eingefangen werden.

    1. Fotografiere in RAW

    Diese Empfehlung ist für alle Bereiche der Fotografie gültig, nicht nur beim Reisen. RAW ist ein Dateiformat, in dem alle Informationen abgespeichert werden, die der Sensor deiner Kamera aufnimmt. Das ermöglicht Bilder hoher Qualität, ohne Komprimierung wie bei JPEG, und die Bilder können leichter und ohne Datenverlust bearbeitet werden. RAW-Formate sind zum Beispiel .CR2 für Canon und .NEF für Nikon.

    Bei vielen neuen Kameramodellen ist es inzwischen möglich, Bilder sowohl in JPEG- als auch in RAW-Format abzuspeichern. Doch weil die hohe Qualität der Fotos ihren Preis bei der Dateigröße hat, rate ich davon ab, beides gleichzeitig zu wollen: Das verlangsamt deine Kamera, und nach der Bearbeitung der RAW-Bilder kannst du selbst entscheiden, in welchem Format du sie haben möchtest.

    So sieht die Menüauswahl bei meiner Canon 5Ds aus. Die Option, Bilder in RAW abzuspeichern, ist womöglich auf deiner Kamera nicht nicht aktiviert.

    Da die Größe der einzelnenRAW-Bilder der der Kameraauflösung entspricht (24 Megapixel Auflösung entsprechen dann einem RAW-Bild von 24MB), ist es ratsam, immer genügend (leere) Speicherkarten mit dir zu tragen.

     

    2. Nutze die goldene und die blaue Stunde

    Eine der einfachsten Möglichkeiten, deine Reisebilder zu verbessern, besteht darin, kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang an deinem bevorzugten Fotospot zu sein und das Licht zu deinen Gunsten zu nutzen. Da die Sonne nicht in ihrer vollen Helligkeit zu sehen ist, können Bilder entstehen, die sich der warmen, orangenen Strahlen eines Sonnenaufgangs bedienen oder in der blauen und melancholischen Atmosphäre kurz nach Sonnenuntergang sehr bunt erscheinen.

    Möchte man dabei die Sonne mit fotografieren, ist wichtig, den Verlauf ihrer Bahn zu kennen und darauf zu achten, dass die Sicht auf den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang nicht durch Gebäude, Berge, herumstreunende Wolken oder Dunstschichten behindert wird. (Während eines viertägigen Aufenthalt in Grado, Italien war es mir nicht möglich, den Sonnenuntergang zu fotografieren, weil immer zwei, kleine Wolken dort am Horizont waren, wo die Sonne untergegangen wäre.)

     

    3. Motivauswahl

    Ein Merkmal der Reisefotografie ist, dass Motive oft statisch sind oder sich so bewegen, dass wir ihre Geschwindigkeit und Richtung vorhersagen können, z.B. ein Bus, der eine Haltestelle anfährt, wird bald darauf wieder losfahren, erst langsam, dann schneller. Dies ist ein mächtiger Vorteil für dich: Du hast nämlich Zeit, über das tatsächliche Bild nachzudenken. Nicht nur das Motiv, sondern auch die Perspektive, die Komposition, eventuell die Objektiv-Auswahl, Blende und Verschlusszeit können bedacht werden. Du kannst dir um die Geschichte Gedanken machen, die du erzählen willst. Storytelling ist das, was deine Bilder zu etwas Außergewöhnlichem machen wird.

     

    4. Vorbereitet sein

    Es kann durchaus aufregend sein, ohne Ortskenntnisse in einem fremden Ort zu sein. Dennoch fand ich es immer hilfreich, bei Buchung der Unterkünfte zu wissen, welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind, wo sich die pittoresken Stadtviertel befinden oder wie die Öffnungszeiten der nahgelegenen Märkte, Kirchen usw. lauten. Manchmal habe ich die Wahl der Unterkünfte von der Nähe besonderer Orte, die ich unbedingt fotografieren wollte, abhängig gemacht. Meistens lässt sich auf Instagram leicht herausfinden, welche die beliebtesten Hotspots sind, und Google ist auch eine große Hilfe. Das erleichtert dir die Entscheidung, welche Ausrüstung du mitnehmen möchtest: Stativ, Blitzlicht, Gimbal, GoPro, Drohne usw.

     

    5. Rechtliche Lage

    Der fünfte Punkt ist vielleicht der unspektakulärste und wohl trotzdem der wichtigste: Jedes Land hat seine eigenen Gesetze, was Datenschutz und die Rechte der zu fotografierende Gegenstände/Gebäude angeht. Deswegen ist es wichtig, sich zumindest mit den Hauptaspekten davon auseinanderzusetzen, besonders wenn du dich in Ecken weit außerhalb des europäischen (Kultur-)Kreises bewegst: Manche Museen, einige religiöse Orte und militärische Anlagen dürfen eventuell nicht fotografiert werden.

    Wenn du Aufnahmen von Menschen nehmen möchtest, ist es ratsam, immer vorher zu fragen, ob das in Ordnung ist, und ein Nein sollte immer akzeptiert werden. Meine Erfahrung ist, dass die angesprochenen Menschen sich normalerweise freuen und auch vor deiner Kamera werden sie gerne stehen.

    In Europa sind die Verbote normalerweise immer gut kennzeichnet, sei es in Florenz vor dem David von Michelangelo, in der Sixtinischen Kapelle in Rom oder im Tower of London. Andere wiederum nicht: Fotos vom Eiffelturm bei Nacht unter eingeschalteter Beleuchtung dürfen nicht ohne Erlaubnis der „Société d’Exploitation de la Tour Eiffel“ veröffentlicht oder sogar gemacht werden.

  • Das sind meine 5 wichtigsten Tipps fürs Fotografieren

    In diesem Artikel findest Du die fünf wichtigsten Tipps, die ich selbst befolge und jeder Fotografin und jedem Fotografen auf Reisen ans Herz legen möchte. Damit kannst du schneller und besser fotografieren lernen, ohne viel Zeit und Geduld zu verlieren. Glaub mir, sie zahlen sich aus und tragen dazu bei, dass Deine Bilder richtig schön und die Eindrücke Deines Trips so stark wie möglich eingefangen werden.

    Wenn Du übers Fotografieren Lernen etwas suchst, helfen Dir die Blogartikeln aus der Reihe “Fotografie lernen”, die Grundlagen zu beherrschen und mehr aus Deinen Fotos rauszuholen.

    Fotografiere in RAW

    Diese Empfehlung ist für alle Bereiche der Fotografie gültig, nicht nur beim Reisen. RAW ist ein Dateiformat, in dem alle Informationen abgespeichert werden, die der Sensor Deiner Kamera aufnimmt. Das ermöglicht Fotos hoher Qualität, ohne Komprimierung wie bei JPEG, und die Bilder können leichter und ohne Datenverlust bearbeitet werden. RAW-Formate sind zum Beispiel .CR2 für Canon und .NEF für Nikon.

    Bei vielen neuen Kameramodellen ist es inzwischen möglich, Fotos sowohl in JPEG- als auch in RAW-Format abzuspeichern. Doch weil die hohe Qualität der Fotos ihren Preis bei der Dateigröße hat, rate ich davon ab, beides gleichzeitig zu wollen: Das verlangsamt Deine Kamera, und nach der Bearbeitung der RAW-Bilder kannst Du selbst entscheiden, in welchem Format Du sie haben möchtest.

    Fotografie Tipps Nr. 1: in RAW-Format fotografieren, RAW Fotos bearbeiten.
    So sieht die Menüauswahl bei meiner Canon 5Ds aus.

    Die Option, Fotos in RAW abzuspeichern, ist womöglich auf Deiner Kamera nicht per Default aktiviert. Da die Größe der einzelnen RAW-Bilder der der Kameraauflösung entspricht (24 Megapixel Auflösung entsprechen dann einem RAW-Bild von ca. 24 MB), ist es ratsam, immer genügend (leere) Speicherkarten mit dir zu tragen. Ich persönlich nutze seit Jahren SanDisk Extreme Pro-Karten und war bisher immer höchstzufrieden damit.

    Nutze die goldene und die blaue Stunde

    Eine der einfachsten Möglichkeiten, Deine Reisebilder zu verbessern, besteht darin, kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang an Deinem bevorzugten Fotospot zu sein und das Licht zu Deinen Gunsten zu nutzen. Da die Sonne nicht in ihrer vollen Helligkeit zu sehen ist, können Fotos entstehen, die sich der warmen, orangenen Strahlen eines Sonnenaufgangs bedienen oder in der blauen und melancholischen Atmosphäre kurz nach Sonnenuntergang sehr bunt erscheinen.

    Möchte man dabei die Sonne mit fotografieren, ist es wichtig, den Verlauf ihrer Bahn zu kennen und darauf zu achten, dass die Sicht auf den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang nicht durch Gebäude, Berge, herumstreunende Wolken oder Dunstschichten behindert wird.

    Während eines viertägigen Aufenthalt in Grado, Italien, war es mir nicht möglich, den Sonnenuntergang zu fotografieren, weil immer zwei kleine Wolken dort am Horizont waren, wo die Sonne untergegangen ist. Sehr ärgerlich...
    Fotografie Tipps Nr. 2: NUTZE DIE GOLDENE UND DIE BLAUE STUNDE
Bild: Hafen von Portoroz, Slowenien
    Hafen von Portoroz, Slowenien, bei Sonnenaufgang.

    Motivauswahl

    Ein Merkmal der Reisefotografie ist, dass Motive oft statisch sind oder sich so bewegen, dass wir ihre Geschwindigkeit und Richtung vorhersagen können, z.B. ein Bus, der eine Haltestelle anfährt, wird bald darauf wieder losfahren, erst langsam, dann schneller. Dies ist ein mächtiger Vorteil für dich: Du hast nämlich Zeit, über das tatsächliche Foto nachzudenken.

    Nicht nur das Motiv, sondern auch die Perspektive, die Komposition, eventuell die Objektiv-Auswahl, Blende und Verschlusszeit können bedacht werden. Du kannst dir um die Geschichte Gedanken machen, die Du erzählen willst. Storytelling ist das, was Deine Fotos zu etwas Außergewöhnliches machen wird.

    Fotografie Tipps Nr. 3: Das Motiv bewusst auswählen

    Vorbereitet sein

    Es kann durchaus aufregend sein, ohne Ortskenntnisse in einem fremden Ort zu sein. Dennoch fand ich es immer hilfreich, bei Buchung der Unterkünfte zu wissen, welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind, wo sich die pittoresken Stadtviertel befinden oder wie die Öffnungszeiten der nahgelegenen Märkte, Kirchen usw. lauten. Manchmal habe ich die Wahl der Unterkünfte von der Nähe besonderer Orte, die ich unbedingt fotografieren wollte, abhängig gemacht. Meistens lässt sich auf Instagram leicht herausfinden, welche die beliebtesten Hotspots sind, und Google ist auch eine große Hilfe. Das erleichtert dir die Entscheidung, welche Ausrüstung Du mitnehmen möchtest: Stativ, Blitzlicht, Gimbal, GoPro, Drohne usw.

    Fotografie Tipps Nr. 4: Vorbereitet sein

    Rechtliche Lage

    Der fünfte Punkt ist vielleicht der unspektakulärste und wohl trotzdem der wichtigste: Jedes Land hat seine eigenen Gesetze, was Datenschutz und die Rechte der zu fotografierende Gegenstände/Gebäude angeht. Deswegen ist es wichtig, sich zumindest mit den Hauptaspekten davon auseinanderzusetzen, besonders wenn Du dich in Ecken weit außerhalb des europäischen (Kultur-)Kreises bewegst: Manche Museen, einige religiöse Orte und militärische Anlagen dürfen eventuell nicht fotografiert werden.

    Wenn Du Aufnahmen von Menschen nehmen möchtest, ist es ratsam, immer vorher zu fragen, ob das in Ordnung ist, und ein Nein sollte immer akzeptiert werden. Meine Erfahrung ist, dass die angesprochenen Menschen sich normalerweise freuen und dann auch vor Deiner Kamera gerne stehen werden.

    In Europa sind die Verbote normalerweise immer gut gekennzeichnet, sei es in Florenz vor dem David von Michelangelo, in der Sixtinischen Kapelle in Rom oder im Tower of London. Andere wiederum nicht: Fotos vom Eiffelturm bei Nacht unter eingeschalteter Beleuchtung dürfen nicht ohne Erlaubnis der „Société d’Exploitation de la Tour Eiffel“ veröffentlicht oder sogar gemacht werden.

    Fotografie Tipps Nr. 5: Rechtliche Lage kennen und sich an Gesetze halten 

Bild: Tour Eiffel in Paris, Frankreich.
    Tour Eiffel in Paris, Frankreich, von der Seine aus gehesen.