Die perfekte Packliste für Wander- und Klettersteigabenteuer

Viele meiner Landschafts- und Naturfotos sind beim Wandern entstanden, einige auch, als ich am Klettersteig hing. Zwar sorgt eine Spiegelreflex-Kamera samt Objektiv nicht unbedingt für einen leichten Rucksack, doch ich habe es kaum bereut, sie dabei zu haben. (Dagegen gab es mehr Gelegenheiten, mich zu ärgern, keine Kamera dabei zu haben.)

Das nehme ich beim Wandern und Klettersteig mit

Damit ich nicht lange überlegen muss, sondern meine Zeit im Freien verbringen kann, habe ich diese Packliste ausgerichtet aufs Wandern und Klettersteig zusammengestellt. Der Schlüssel zu einem erfolgreichen und vergnüglichen Erlebnis liegt nämlich in der Ausrüstung, so wenig wie möglich, so viel wie nötig, und am besten nicht allzu schwer.

Klettersteigset

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Für einen Klettersteig brauchst du einen bequemen und gut sitzenden Klettergurt und ein Klettersteigset, das für dich leicht zu handhaben ist. Außerdem brauchst du einen geeigneten und gut sitzenden Helm. Ich habe den Via Ferrata-Set Ergo Core von Salewa*, einen günstigen Klettergurt von Sportscheck und einen fast antiken Helm, der von meinem Vater schon in den 80ern benutzt wurde. Da ich großer Salewa-Fan bin – und bei jeder Fahrt nach Venedig stocke ich meinen Kleiderschrank im Salewa-Outlet in Montebelluna auf -, habe ich als Gurt den Salewa Via Ferrata Evo* und als Helm den Salewa Toxo* verlinkt. Falls Dein Klettersteigset nicht über eine separate “Ruheschlaufe” verfügt, ist es hilfreich, eine Bandschlinge* mit Schraubkarabiner* mitzuführen und diese zum Ausruhen ins Stahlseil einzuhängen.

Schuhwerk für den Klettersteig

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Der wichtigste Teil deiner Kleidung sind natürlich die Schuhe, die dafür sorgen, dass ich am Felsen nicht den Halt verliere und selbst bei Regen immer einen stabilen Stand habe. Ich benutze sowohl zum Wandern im hochalpinen Gelände als auch im Klettersteig Löwa-Schuhe aus dem Jahre 2011, die ich nach zehn Jahren habe neu besohlen lassen. Das Modell gibt es inzwischen nicht mehr, deswegen schlage ich Dir folgende Modelle vor: Trekkinghalbschuhe von La Sportiva* und niedrige Approach-Schuhe von Salewa*.

Wenn Du Schuhe kaufst, achte bitte auf die Passform, die Bindung, einen robusten Rand der Sohle, eine “Climbing Zone” – das ist eine profillose Zone im Frontbereich – sowie ein fürs Klettern geeignetes Profil.

Bekleidung Fürs Wandern und für den Klettersteig

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Photo by Lalu Fatoni on Pexels.com

Ich empfehlen Dir flexible und robuste Kletterkleidung, die Du am besten nach dem Zwiebelprinzip in mehreren Schichten trägst. Denn auch wenn Du auf dem Weg nach oben schwitzt, willst Du Dich später beim Abstieg bestimmt nicht erkälten.

Rucksäcke Fürs Wandern und für den Klettersteig

Erfahrungsgemäß ist es gut, auf einem Klettersteig einen leichten und kleinen Kletterrucksack zu haben, ohne viele Bänder an der Außenseite. Es sollte eh vermieden werden, Dinge an der Außenseite zu befestigen, denn das führt oft dazu, dass Du Dich im Steig irgendwo verfängst und in unangenehme Situationen gerätst. Für reine Wanderungen ohne Kletterpassagen ist es zwar auch sinnvoll, einen kleinen und leichten Rucksack zu haben, aber dann ist es nicht schlimm, wenn er doch etwas größer ist.

In den letzten Jahren habe ich Rucksäcke von vielen Herstellern gekauft und war bisher mit denen von Deuter und Salewa wegen ihrer langen Lebensdauer und Belastbarkeit sehr zufrieden.

Sonstige nützliche Accessoires

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Photo by cottonbro on Pexels.com

Für (Not-)Fälle aller Art habe ich noch folgende Gegenstände immer bei mir: Nahrhafte und gesunde Verpflegung (besonders bei langen Touren), Sonnenschutz, eine Stirnlampe, ein voll aufgeladenes Handy und ggf. eine volle Powerbank, ein Erste Hilfe-Set und eine Rettungsdecke, die gleichzeitig als Biwaksack verwendet werden kann. Leichte und vor allem verstaubare Wanderstöcke bei langen Wanderungen nicht vergessen!

Verpflegung bei Mehrtagestouren

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Die Verpflegung bei einer Mehrtagestour ist zwar wichtig, vor allem wenn wenige oder gar keine Hütten auf der Stecke liegen und Du von Anfang an das Essen und das Wasser mit Dir herumschleppen musst.

Die Routenplanung

Wenn du dich schließlich für eine Route entschieden hast, empfehlen wir dir, dir das Niveau genau anzuschauen und dich am Anfang nicht zu überschätzen. Das würde dich nicht nur den Spaß und deine gute Laune kosten, sondern es kann einen Klettersteig auch zu einem sehr gefährlichen Unterfangen machen. Wähle deine Tour nach deiner Fitness und Erfahrung. Anders als beim Klettern sind die Schwierigkeitsgrade mit A – E gekennzeichnet. A ist der leichteste, E ist extrem schwierig.

Neben den Schwierigkeitsgraden ist auch die Länge des Klettersteigs ein wichtiger Faktor. Ein kurzer, aber schwieriger Klettersteig kann leichter zu bewältigen sein als ein langer, leichter. Es ist auch wichtig, einen Ausstiegsplan zur Hand zu haben, d.h. du solltest wissen, wo sich die Notausstiege auf der Route befinden. Nicht zuletzt kann es auch nützlich sein, zu wissen, wie lange der Abstieg nach dem Klettersteig dauert oder wie du zur nächsten Hütte kommst.

Bevor du dich auf die Route begibst, solltest du dir auch die Topografie (die Karte der Route) ansehen und dir vielleicht sogar einige Details einprägen, wie z.B. die Ausgänge und Cruxes (schwierigste Stellen). Vor allem bei Klettersteigen, die in höheren Lagen liegen, solltest du auch herausfinden, ob auf der Route eine Schneewahrscheinlichkeit besteht.

Für Mehrtageswanderungen empfehle ich Dir einen Rucksack mit einem Fassungsvermögen von mindestens 48 Litern, und wenn Klettersteige auf dem Weg liegen, ist ein 60-Liter-Rucksack eine sichere Wahl.

Bleibe in Kontakt mit Salvati Photography!



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