Mit dem Auto in die Lagunenstadt: die wichtigsten Parkhäuser Venedigs

Ich muss zugegebenermaßen gestehen, dass ich noch nie das Bedürfnis gespürt habe, mit dem Auto in Venedig anzukommen. Denn die Stadt ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen, zum Beispiel mit dem Zug, der Tram oder dem Bus.

Eine Übersicht aller Möglichkeiten, vom Festland aus Venedig zu erreichen, findest Du hier.

Dennoch gibt es rund um das historische Zentrum mehrere Parkhäuser, auf denen du Dein Auto abstellen kannst, wenn Du mit dem Auto nach Venedig hinein fahren willst.

Blick auf Canal Grande aus der Rialtobrücke, Venedig, Italien.

Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

Die Parkhäuser Venedigs

Die nächstgelegenen Parkhäuser am historischen Zentrum sind die am Piazzale Roma, aber eine gute – und günstigere – Alternative ist es, die Parkplätze auf dem Festland in Mestre zu nutzen und Venedig dann mit dem Zug – circa 1,50 Euro für das Regionalzugticket – oder mit dem Bus – 1,50 Euro für das ACTV-Ticket, das auch als 24-, 48- und 72-Stunden-Ticket zu kaufen ist – zu erreichen.

Für die Tarife der Parkhäuser zählt der angefange Zeitraum: Beim Stundentarif zahlst Du für jede angefangene Stunde, beim Tagestarif für jeden angefangenen Tag (=24 Stunden) Plane deswegen im Voraus Deine Ankunftszeit und Deine Abreise so, dass Du möglichst unter dem ausgewählten Zeitraum bleibst. Jeder angefangene Tag muss voll bezahlt werden!

Tronchetto ist auch günstig gelegen, denn obwohl das Parkhaus im Westen der Lagunenstadt ist, kannst Du mit dem Shuttle-Wasserbus “People Mover” in etwas zwei Minuten den Piazzale Roma erreichen oder mit dem ACTV-Ticket direkt den Wasserbus für den Markusplatz nehmen.

Wenn du keine kostenpflichtige Lösung suchst, kannst du es in der Nähe des Bahnhofs Mestre auf der südlichen Seite (Marghera) versuchen, wo es neben den kostenpflichtigen Parkplätzen mit blauen Streifen und Parkuhren auch einige kostenlose Plätze gibt. Von Marghera aus kannst du die Unterführung benutzen, die direkt zu den Bahnsteigen des gleichnamigen Bahnhofs führt. Von dort aus geht es nach Venezia Santa Lucia mit dem Zug oder Bus weiter.

Mit dem Auto in die Lagunenstadt: die wichtigsten Parkhäuser Venedigs. Mit dem eigenen Wagen nach Venedig.

Viele Parkhäuser – sowie andere Dienste – kannst Du in Venedig in voraus reservieren, damit Du nicht vor geschlossenen Türen – oder vollen Parkhäusern – stehst. Ich empfehle Dir, soweit es möglich ist in Voraus zu buchen, denn die Parkhäuser füllen sich vor allem an den vielen Feiertagen und Wochenenden recht schnell.

Die Anreise mit dem Auto nach Venedig

Die Lagunenstadt Venedig ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden, den Ponte della libertà. Diese ist ungefähr vier Kilometer lang und inzwischen zweispurig in jede Fahrtrichtung ausgebaut.

Um genau zu sein, zwei Brücken verbeinden Venedig mit dem Festland. Ponte della libertà („Brücke der Freiheit“) bezeichnet nämlich nur die neue Straßenbrücke, die wegen ihres jungen Alters auch den Namen Ponte Nuovo trägt. Diese wurde erst in den 1930er Jahren unter der Mussolini-Herrschaft gebaut.

Die baulich getrennte Eisenbahnbrücke, viel älter und noch von den austroungarischen Besetzern 1846 gebaut, heißt dementsprechend Ponte Vecchio.

Ich freue mich riesig, wenn ich Mestre verlassen und über die Brücke Venedig erreiche: Links und rechts von der Brücke glitzern die Sonnenstrahlen in der Lagune, einzelne Boote fahren auf dem Wasser und langsam sind die ersten Glockentürme Venedigs sichtbar.

Am Ende der Freiheitsbrücke biegt die Straße leicht nach rechts ab und aus den zwei Spuren werden drei: Die linke Spur führt Dich zu den Parkhäusern am Piazzale Roma, die rechte Spur zum Parkhaus Tronchetto sowie zur Fähre zum Lido. (Die mittlere Spur ist fürs öffentliche Nahverkehr und Taxis reserviert und darf sonst nicht befahren.)

Gut zu wissen: Am Ende der Brücke Ponte della Libertà ist eine Tankstelle, falls der Wagen Kraftstoff braucht. 

Der Transfer zum Hotel

Sowohl direkt vor den Parkhäusern am Piazzale Roma als auch vor dem Parkhaus Tronchetto fährt ein Vaporetto, der venezianische Wasserbus, der Linie 2, der Dich nach Rialto und San Marco bringen kann. Eine Tageskarte kostet 21 Euro und ist für Wasserbusse, normale Busse und selbst für die Regionalzüge zwischen Venezia Mestre Ospedale und Venezia Santa Lucia gültig.

Vergiss bitte nicht, das Ticket zu entwerten, sonst gilst Du als Schwarzfahrer!

Am schnellsten und bequemsten ist immer ein Wassertaxi, welches Dich stilvoll direkt zu Deiner Unterkunft fährt. Allerdings ist es auch die teuerste Variante und kostet bis zu 80 Euro für eine Kurzstrecke.

Piazzale Roma

  • Autorimessa Comunale AVM Venezia – S. Croce 496 – Tel. 0412722394 und 0412722395: Hauptsächlich für Autos (ca. 2.200 Plätze) und Motorräder (300 Plätze), aber du findest auch einen großen Fahrradparkplatz mit Boxen und Ladestationen für Elektrofahrräder. Maximale Höhe: 2.2m. Zur ONLINE-Buchung.
  • Parkplatz Sant’Andrea AVM Venezia – S. Croce 461 – Tel. 0412722384: Achtung, die maximale Höhe beträgt 2m und es sind nur 100 Plätze vorhanden! (Also keine VW-Busse mit Dachträger. Und sehr teuer ist es auch: 7 Euro alle 2 Stunden!)
  • Garage San Marco – Piazzale Roma 467/F – Tel. 0415232213: Dieses Parkhaus bietet 900 Pkw-Parkplätze, die höchstens 2.1m hoch sein dürfen. Ladestationen sind auch vorhanden. Zur ONLINE-Buchung.
Mit dem Auto in die Lagunenstadt: die wichtigsten Parkhäuser Venedigs. Mit dem eigenen Wagen nach Venedig.
Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Die Wasserbusse (“Vaporetti”) an der Rialtobrücke.

Tronchetto

  • Venezia Tronchetto Parking – Tronchetto – Tel. 0415207555: Dort findest Du 4.000 überdachte Parkplätze, sowie 500 Plätze für Busse, Minivans und Wohnmobile. (Die beste Wahl für einen VW-Bus in Venedig.)

Mestre

Sonstiges

Natürlich ist es auch möglich, in anderen nicht kostenpflichtigen oder günstigeren Bereichen zu parken, wie z.B. auf den ebenfalls von ACTV verwalteten Umsteigeparkplätzen, aber diese sind sicherlich weniger geeignet für Reisende und Touristen, die weder die Zeit noch die Lust haben, die Fahrpläne der nicht-touristischen öffentlichen Verkehrslinien (wie z.B. die, die die Industriegebiete von Marghera mit Venedig verbinden) zu erforschen.

Die kostenlosen – sowie die günstigen kostenpflichtigen – Umsteigeparkplätze findest Du in dieser Übersichtskarte von Venezia Mestre. Die Abkürzungen in den nachfolgenden Listen (P1, P2 etc.) findest Du in der Karte wieder.

Mit dem Auto in die Lagunenstadt: die wichtigsten Parkhäuser Venedigs. Mit dem eigenen Wagen nach Venedig.

Die kostenlosen Umsteigeparkplätze

  • P1 – Marghera B in Via Trieste – Marghera (VE)
  • P3 – Miranese B in via Oriago (Ecke via Miranese) – Chirignago – (VE)
  • P4 – Favaro A in via Altinia – Favaro Veneto (VE)
  • P6 – Terraglio A in via Borgo Pezzana (Ecke Via Terraglio) – Mestre (VE)
  • P7 – Miranese A in via Miranese (unter der Umgehungsstraße) – Mestre (VE)
  • P8 – Ceccherini A in via Bella (bei Auchan) – Mestre (VE)
  • P9 – Favaro B in via Buozzi (S.S. 14 bis Kreuzung via S. Donà) – Mestre (VE)
  • P10 – Gazzera in via della Montagnola s.n. (Seitenstraße der via Miranese, in der Nähe der della Giustizia-Überführung) – Mestre (VE)
  • P11 – Trivignano D in via Ca’ Lin – Trivignano (VE)
  • P12 – Favaro C in via Triestina (in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle) – Favaro Veneto (VE)
  • P13 – Trivignano B in via Castellana (in der Nähe der Ecke via Lippi) – Trivignano (VE)
  • P14 – Trivignano C in via Castellana (in der Nähe der Ecke Via Vassillacchi) – Trivignano (VE)
  • P16 – Trivignano A in via Castellana (in der Nähe des Kreisverkehrs der Via Olmo) – Trivignano (VE)

Die kostenpflichtigen Umsteigeparkplätze

Ein Tagesticket kostet 1 Euro an Werktagen, auch samstags.

  • P2 – S. Maria dei Battuti in via S. Maria dei Battuti – Mestre (VE)
  • P5 – Castellana A in via Castellana (unter der Umgehungsstraße) – Mestre (VE)

Mehr über Venedig findest Du in meinem Compendium: Nicht alles, aber vieles, was es über die Lagunenstadt zu wissen gibt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Reiseblog “Mein Venedig”.

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