Kategorie: Latium

  • Lost Places in Rieti 2022: das Werk Supertessile und Montecatini

    Das verlassene Werk Supertessile, später CISA Viscosa, SNIA Viscosa, dann Nuova Rayon und in den letzten Jahren BembergCell, ist eine ehemalige Textilfabrik für die Herstellung von Viskoseviskose in Rieti.

    Die Eröffnung im Jahr 1928 markierte den endgültigen Übergang der Stadt Rieti zu einer industriellen Wirtschaftsausrichtung und machte sie zu einem der größten Produktionszentren in Latium bis in die 1960er Jahre. Die Produktion wurde 1979 unterbrochen und nach einer teilweisen Reaktivierung im Jahr 1986 wurde das Werk 2006 endgültig geschlossen.

    Die Geschichte des Werks Supertessile in Rieti

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Stadt Rieti noch von einer vorwiegend landwirtschaftlichen Wirtschaft geprägt. Der Prozess der Industrialisierung hatte zwar bereits 1873 mit der Gründung der Zuckerfabrik von Rieti begonnen, der ersten Zuckerfabrik Italiens, aber diese hing mit der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte zusammen und die Produktion war saisonal bedingt, so dass die Zuckerfabrik zwangsläufig nur während der Zuckerrübenernte aktiv war.

    Warum Rieti?

    in den 1920ern Jahren expandierte die Società Generale Italiana della Viscosa (ehemals Cines-Seta artificiale) nach Mittelitalien und errichtete 1923-24 in Rom ein Werk zur Herstellung von Viskose. Die herrschende Klasse in Rieti – allen voran der Bürgermeister Alberto Mario Marcucci und der Fürst Ludovico Spada Potenziani – verhandelten damals mit dem Präsidenten des Viskoseunternehmens, Baron Alberto Fassini, darüber, das neue Werk in Rieti und nicht in Viterbo oder Sulmona errichten zu lassen.

    Während der Verhandlungen, die zwischen Oktober und November 1924 stattfanden, wurden dem Unternehmen Steuererleichterungen und andere Erleichterungen angeboten, und am 14. Januar 1925 wurde der endgültige Vertrag unterzeichnet. Die Gesellschaft, die das Werk Supertessile bauen würde, war geboren.

    Einige Tanks des verlassenen Werks Supertessile - ein Lost Place in Rieti
    Einige Tanks des verlassenen Werks Supertessile – ein Lost Place in Rieti

    Planung und Bau der Anlage

    Für den Bau der Anlage wurde eine Fläche von etwa 30 Hektar festgelegt, die sich an dem Viale Maraini gegenüber der Zuckerfabrik und fast einen Kilometer von der Porta Cintia, dem Tor zum historischen Zentrum, befand. Am Ende der Allee, rund um die Kirche Madonna del Cuore, wurde auf einer Fläche von 20 Hektar eine Arbeitersiedlung mit 7.500 Wohneinheiten errichtet, das die Geburt des Stadtteils Madonna del Cuore darstellte.

    Zusätzlich wurden zur Verpflegung und Unterhaltung der Arbeiter Sozial- und Freizeiteinrichtungen wie Kantinen, Bäder, ein Theater, zwei Kapellen, eine Bibliothek, ein Fußballplatz und ein Club für Arbeiter errichtet. In der Nähe der Fabrik wurden um einen als Grünfläche angelegten Kreisverkehr, die heutige Piazza XXIII Settembre gehobene Behausungen gebaut, in denen die Verwaltungsmitarbeiter untergebracht werden sollte.

    Der Haspelraum auf einer Fotografie aus 1932

    Am 3. Juni 1926 wurde die Eisenbahnverbindung zwischen der Fabrik und dem Güterbahnhof von Rieti eingeweiht. Nach Fertigstellung der Arbeiten wurde die Fabrik am 3. Oktober 1928 in Anwesenheit des Bischofs von Rieti, Massimo Rinaldi, eingeweiht, und wenige Tage später wurde die Produktion aufgenommen.

    Die Ansiedlung einer Fabrik dieser Größenordnung hatte Auswirkungen auf die gesamte damalige Gesellschaft von Rieti: Die Fabrik zog Arbeiter aus dem gesamten Landkreis an, bestätigte auch auf wirtschaftlicher Ebene die Rolle der Provinzhauptstadt, die der Stadt kürzlich zugewiesen wurde, und begünstigte – vielleicht zum ersten Mal – die Einwanderung von Menschen von außerhalb der Region.

    Karte des alten Industriegebiets von Rieti in der Viale Emilio Maraini (Supertessile / SNIA Viscosa, Zuccherificio, Montecatini) – veröffentlicht von Alessandro Antonelli

    Mit der Eröffnung der Fabrik zog nämlich eine beträchtliche Anzahl von Facharbeitern aus Venetien nach Rieti, vor allem Frauen aus den Provinzen Rovigo und Padua, wo das Viskose-Unternehmen bereits eine Fabrik besaß. Diese Familien hatten es schwer, sich zu integrieren, da die für die damaligen Verhältnisse ungehemmten Sitten der Frauen aus dem modernen Norden von der lokalen Bevölkerung, die noch immer eine bigotte und konservative Mentalität hatte, nicht gern gesehen wurden.

    Auch Familien aus den umliegenden Regionen Abruzzen, Apulien und der Emilia Romagna wanderten nach Rieti ein, um im Werk Supertessile zu arbeiten, darunter die des späteren Senatspräsidenten Franco Marini, der hier eine Ausbildung zum Gewerkschafter absolvierte. Bis 1938 stieg die Zahl der Beschäftigten auf 4.500.

    Die Präsenz des Werks Supertessile begünstigte die Entstehung einer darauf bezogenen Aktivität: 1937 errichtete das Unternehmen Montecatini in der Nähe von Supertessile eine Fabrik zur Herstellung von Schwefelsäure, die für die Viskoseherstellung benötigt wurde.[8].

    Das Werk Supertessile 1932

    Im Mai 1938 fusionierten die Werke in Padua, Rom, Rieti und Neapel der Società Generale Italiana della Viscosa zu einem einzigen Unternehmen, der Compagnia industriale società per azioni per la produzione di Viscosa, abgekürzt: CISA Viscosa.

    In den folgenden Jahren wurde die konkurrierende SNIA, die Societa di Navigazione Industria e Commercio, von Franco Marinotti geleitet, der engere Beziehungen zur CISA knüpfte, die sich faktisch der SNIA anschloss. Die Nachfolgegesellschaft nahm den Namen und später umbenannt in Società Navigazione Industriale Applicazione Viscosa (CISA Viscosa) an.

    In der Kriegszeit wurde der Betrieb eingestellt und im Juli 1946 wieder aufgenommen. 1963 beschäftigte das Werk 1.200 Mitarbeiter.

    Verwaltung Durch SNIA Viscosa (1968-1979)

    1968 übernahm SNIA die Anteile der CISA und damit auch das Werk in Rieti, das seinen Namen von CISA Supertessile in SNIA Viscosa änderte.

    Im Laufe der siebziger Jahre drohte aufgrund der Krise im Kunstfasersektor und der immer größer werdenden Verluste der SNIA wiederholt die Schließung des Werks und die Entlassung vieler Beschäftigten. 1972 wurde das Werk Montecatini, das kurz zuvor in Montedison umbenannt worden war geschlossen und stillgelegt.

    Im Februar 1978 schloss die SNIA eine Vereinbarung mit der Federazione Unitaria Lavoratori Chimici (FULC), der Gewerkschaft der Chemiearbeiter, die eine Neuausrichtung der Chemiefaserproduktion vorsah, mit einer Verringerung der Quantität aber einer Steigerung der Qualität. Im Zuge dessen hätten die Anlagen in Rieti umstrukturiert und modernisiert werden. Von den 1.300 Beschäftigten wurden 1.000 entlassen.

    Alle Aufnahmen habe ich mit der Mavic Air 2 von DJI durchgeführt.

    Trotz aller Sanierungsmaßnahmen verschärfte sich die Finanzkrise der SNIA jedoch weiter, und im Mai 1979 legte das Unternehmen der Regierung einen Umstrukturierungsplan vor, um die Zuweisung von staatlichen Hilfsmitteln zu erwirken. Der Zugang zu diesen Mitteln war jedoch an eine finanzielle Sanierungsmaßnahme geknüpft, und es war nicht möglich, ein Bankenkonsortium zu finden, das die Konten des Unternehmens freigeben würde.

    1979 wurde die Produktion von Kunstfasern in allen SNIA-Werken (Pavia, Villacidro, Rieti und Neapel) komplett eingestellt wurde, offiziell wegen Liquiditätsmangels. Während in den anderen Werken auch andere Produktionstätigkeiten ausgeführt wurden, bedeutete die Maßnahme die vollständige Schließung der Anlage in Rieti, die nur Kunstfaser produzierte.

    Das Hauptgebäude des verlassenen Werks Supertessile - ein Lost Place in Rieti
    Das Hauptgebäude des verlassenen Werks Supertessile – ein Lost Place in Rieti

    Nuova Rayon tritt aufs Spielbrett (1986-2002)

    Nach jahrelangen Verhandlungen und Diskussionen wurde das Werk in Viale Maraini 1986 reaktiviert und von Nuova Rayon Italia SpA geleitet, einem Unternehmen, das mehrheitlich der öffentlichen Finanzgesellschaft GEPI gehörte, die gegründet wurde, um private Unternehmen in Schwierigkeiten zu retten, umzustrukturieren und dann zu verkaufen.

    Die Produktion war auf Hochleistungsviskose ausgerichtet, die für spezielle Anwendungen bestimmt war- Für die Wiederaufnahme der Produktion wurde nur ein kleiner Teil der von vor der Krise dort beschäftigten Arbeitnehmer wieder eingestellt, und große Teile des Industriegebiets wurden aufgegeben, so dass die Produktion auf eine viel kleinere Fläche beschränkt wurde.

    Im Mai 1996 verkaufte GEPI seine Beteiligung an Nuova Rayon an die SNIA, die damit wieder alleinige Eigentümerin der Anlage war.

    Im Mai 2002 wurde allerdings die Produktion gestoppt und die 175 Mitarbeiter freigestellt. Nuova Rayon schloss das Jahr 2002 nämlich mit einem Umsatz von 16,7 Millionen Euro und einem Nettoverlust von 8,8 Millionen Euro ab.

    Das verlassene Werk Montecatini, ein Lost Place in Rieti
    Das verlassene Werk Montecatini, ein Lost Place in Rieti

    BembergCell (2003-2006)

    Am 16. Mai 2003 übergab die SNIA, die den Chemiefasersektor als nicht mehr strategisch betrachtet, die Nuova Rayon an das Unternehmen G.Z. Fin. Srl des Unternehmers Maurizio Cimatti für den symbolischen Betrag von 100 Euro. Außerdem zahlte die SNIA angesichts der Kosten für die Wiederinbetriebnahme der Anlagen 15 Millionen Euro in die Kassen von New Rayon ein.

    Die neue Gesellschaft leiteten mehrere Verfahren zur Wiederaufnahme der Produktion ein, indem sie vorübergehend auf den außerordentlichen Entlassungsfonds zurückgriffen, ohne zunächst neue Entlassungen vorzunehmen. Im Oktober 2003 führte G.Z. Fin. einen Zusammenschluss zwischen Nuova Rayon, Bemberg und Novaceta durch, aus dem BembergCell hervorging, mit dem Ziel, einen italienischen Exzellenzpol für Zellulose zu schaffen.

    Dennoch ließ der Erfolg auf sich warten und so wurden im September 2005 57 Mitarbeiter des Werks in Rieti entlassen. Im Laufe des Jahres 2006 geriet BembergCell in eine schwere finanzielle Krise, die so weit ging, dass das Gasunternehmen Enelgas aufgrund unbezahlter Gasrechnungen in Höhe von mehreren Millionen Euro die bevorstehende Unterbrechung der Versorgung des Werks in Rieti ankündigte, weshalb BembergCell gezwungen war, das Werk zu schließen. Noch im selben Jahr wurde die Insolvenz von BembergCell, die Schulden in Höhe von über 100 Millionen Euro angehäuft hatte, angekündigt.

    2007 teilte der Insolvenzverwalter mit, dass es trotz wiederholter Versuche nicht möglich war, Lösungen zu finden, die eine Wiederaufnahme der Produktion ermöglichen würden. Er verfügte die endgültige Einstellung der Tätigkeit und die Entlassung aller Beschäftigten.

    Einige Tanks des verlassenen Werks Supertessile - ein Lost Place in Rieti
    Einige Tanks des verlassenen Werks Supertessile – ein Lost Place in Rieti

    Das Werk Supertessile und Montecatini heute: Lost places in Rieti

    Das Werk Supertessile und Montecatini sind seit Jahren in das Stadtgebiet integriert und von Wohnvierteln umgeben und sind die berühmteste von den vielen Lost Places in Rieti.

    Zusammen mit der ehemaligen Zuckerfabrik teilen sie die Stadt in zwei Hälften: das alte Stadtzentrum und die Stadtteile Città Giardino und Molino della Salce-Regina Pacis im Süden und die neueren Viertel Madonna del Cuore und Micioccoli im Norden. Gerade wegen ihrer zentralen Lage ist ihre Umnutzung für andere Zwecke seit Jahren ein wichtiges Thema der lokalen Politik.

    Die Fläche der beiden Anlagen beträgt mehr als 30 Hektar und müsste saniert werden, da der Boden und die Gebäuden von gefährlichen Stoffen, insbesondere Schwefelkohlenstoff und Pyritasche kontaminiert sind.

    Das Innere des Werks Montecatini in Rieti. Foto von Alessandro Blasi.

    Immerhin wurde der gefährlichste Teil zwischen 2007 und 2011 der kontaminierten Reste entsorgt und das Schwefelkohlenstoffgas entfernt, das aufgrund seiner Gefährlichkeit bis 2011 die Anwesenheit bewaffneter Sicherheitskräfte am Eingang der Anlage erforderte.

    2015 wurde mit der Sanierung der oberirdischen Abfälle und der Entleerung der Tanks für chemische Substanzen begonnen; bis Ende 2016 wurden schon mehr als tausend Tonnen Sondermüll entsorgt.

    Im ehemaligen Montecatini-Gebiet, also im Süden des Industriegeländes, wurde noch nicht mit der Bonifizierung begonnen, da die Eigentümer der Grundstücke, auf denen die Anlage steht, sich gegen die Auflagen wehren. Am 11. April 2011 teilte das Umweltamt ARPA der Gemeinde Rieti mit, dass “eine Verschmutzung des Bodens durch Pyritasche festgestellt wurde”.

  • Das Beste von Rom in 48 Stunden – Ein ernst gemeinter Vorschlag für ein Wochenende in der “Welthauptstadt”

    Es ist kein Wunder, dass Rom die drittmeistbesuchte Stadt in Europa ist, mit lauter archäologischer und künstlerischer Schätze. Mit seinen prächtigen Brunnen, Statuen und Obelisken, könnte ich leicht einen Monat damit verbringen, Rom in seiner Gesamtheit zu erleben.

    Hast Du schon immer von Rom geträumt, die Reise aber wegen der Verpflichtungen oder eines Vollzeitjobs aufgeschoben, solltest Du nicht länger zögern, denn es ist tatsächlich möglich, Rom in 48 Stunden zu erleben!

    Was Du in Rom in 48 Stunden sehen kannst

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe.

    Da die Zeit, Rom in 48 Stunden – ein Wochenende – zu besichtigen, begrenzt ist, wird nicht möglich sein, wirklich alles zu sehen. Mein Vorschlag ist, Dich auf die Sehenswürdigkeiten im Freien zu beschränken, wenn es Dein erstes Mal in der Stadt für Dich ist. Dennoch werde ich Dir im Anschluss auch Vorschläge machen für Gebäuden, die manch einzigartige Kunstwerke beherbergen und an einem kalten Regentag kann es zum Beispiel eine gute Idee sein, im Trockenen die Sixtinische Kapelle zu bewundern.

    In Rom hab ich mich selbst zuerst gefunden, ich bin zuerst übereinstimmend mit mir selbst glücklich und vernünftig geworden.

    Johann Wolfgang Goethe – Zweiter römischer Aufenthalt

    Wie Du Dir vorstellen kannst, gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die die Stadt anbietet, selbst wenn du in Rom nur 48 bleibst. Ich bin öfters in der Welthauptstadt – “Caput Mundi” – gewesen, weil Verwandte von mir dort leben und Rom selbst nicht allzu weit weg von meiner Heimatstadt ist. In Summe bin ich deutlich länger als nur 48 Stunden nur auf den Straßen Roms unterwegs gewesen.

    Damit Du die berühmtesten Sehenswürdigkeiten nicht verpasst, findest Du hier eine Auflistung.

    Das Kolosseum

    Das Kolosseum ist ein absolutes Muss für alle Rom-Besucher, denn es ist ein beeindruckendes Bauwerk, das sogar als Kulisse – oder Inspiration – für spektakuläre Kämpfe in vielen Filmen gedient hat.

    In dem Film "The way of the dragon", in dem Bruce Lee nicht nur Schauspieler, sondern auch Drehbuchautor und Regisseur war, entwarf Lee einen zehnminütigen Kampf zwischen seinem Charakter und Chuck Norris genau im Kolosseum. Der Kampf zwischen Bruce Lee und Chuck Norris in "The way of the dragon" ist nicht zuletzt deshalb in Erinnerung geblieben, weil er Norris' Durchbruch darstellte.
    Die Aufnahmen, die im Hintergrund eingeblendet werden, wurden nach Bestechung der Wärter gedreht, was Bruce Lee selbst vorgeschlagen haben soll.

    Im Kolosseum selbst zu wandern wird ein Erlebnis sein, das Dich umhaut. Dieses unglaubliche Amphitheater im Herzen Roms war nämlich der Ort, an dem sich Scharen von Menschen versammelten, um sich an blutigen Gladiatorenkämpfen und an der Jagd auf exotische Tiere aus eroberten Ländern zu erfreuen. (Weiß ich das aus den Asterix und Obelix-Comics und -Filmen!)

    Wenn ich in solch antiken Überresten stehe, die in einer Zeit gebaut wurden, in der deren Konstruktion nur als genial bezeichnen werden kann, wünsche ich mir, dass diese Mauern sprechen könnten. Und es fällt mir mir echt schwer, mir dieses riesige Bauwerk in seiner ganzen Pracht im antiken Rom vorzustellen.

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Die ersten Spiele im Kolosseum wurden im Jahr 80 n. Chr. unter Kaiser Titus (dem Sohn von Vespasian) abgehalten und dauerten 100 Tage am Stück.

    Kolosseum – Forum Romanum – Palatinhügel | Kosten

    Der normaler Eintritt kostet 16 Euro. Minderjährige zahlen nur die Online-Reservierungsgebühren: 2 Euro und EU-Bürger bis 25 Jahren nur 4 Euro. (Stand 2021.)

    Das Forum Romanum und der Palatinhügel

    Im Eintrittspreis für das Kolosseum ist ein Spaziergang durch das ehemalige Wohnviertel der römischen Aristokratie (Palatinhügel, auf Italienisch “colle Palatino”) und die ursprüngliche Piazza (Forum Romanum) von Rom enthalten.

    Diese antike Gegend voller (leider nicht immer, aber immerhin oft) gut restaurierter Gebäude inmitten umgestürzter Säulen birgt Jahrhunderte politischer und religiöser Geschichte, die ich tatsächlich manchmal zu spüren glaube, wenn ich frühmorgens alleine durch die Jahrtausende alten Ruinen spaziere.

    Ursprünglich war das Forum Romanum ein Marktplatz, doch zusammen mit der weltpolitischen Bedeutung von Rom wuchs dieser Platz in seiner Funktion zu einem Ort, an dem politisch sehr bedeutende Ereignisse stattfanden, von Triumphzügen und Wahlen bis hin zu öffentlichen Reden und Hinrichtungen.

    Große und einflussreiche Männer wie Julius Cäsar selbst, dessen Parodie wir alle aus den vielen Asterix-Filmen kennen, gingen durch diese Straßen, die damals voll von gewaltigen Tempeln zu Ehren aller möglichen Götter und Statuen der großen Herrscher der Stadt gewesen sind.

    Julius Cäsar wurde übrigens im Forum Romanum im Tempel des Divus Iulius nach seiner Ermordung verbrannt.

    Kolosseum – Forum Romanum – Palatinhügel | Kosten

    Kosten: Der Eintritt ist bereits im Preis des Ticket für das Kolosseum inbegriffen.

    Der normaler Eintritt kostet 16 Euro. Minderjährige zahlen nur die Online-Reservierungsgebühren: 2 Euro und EU-Bürger bis 25 Jahren nur 4 Euro. (Stand 2021.)

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Nach dem Untergang des römischen Kaiserreichs verfiel das Forum Romanum und viele seiner Monumente wurden entweder für Stein und Marmor geplündert oder unter Schutt begraben. Schließlich wurde dieses vernachlässigte Stück Land als Viehweide genutzt und erhielt den Spitznamen “Campo Vaccino” (auf Deutsch: Kuhfeld).

    Basilika Sankt Peter im Vatikan

    Die Vatikanstadt ist DIE Sehenswürdigkeit, die ich in Rom nicht verpassen will, auch wenn ich sie schon dutzende Male besucht habe. Diese von Mauern umgebene Stadt, die das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, den Papst, beherbergt und in der der Katholizismus regiert, ist ein eigener, unabhängiger Staat und außerdem das kleinste Land der Welt noch dazu.

    Als souveräner Staat besitzt der Vatikan auch eine eigene Armee, die Du vielleicht schon kennst: die Päpstliche Schweizergarde (auf Italienisch: Guardia svizzera pontificia) mit ihrer charakteristischen Uniform, die mich an einem Faschingskostüm erinnert.
    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Die Gala-Uniform der päpstlichen Schweizergarde, die wahrscheinlich berühmteste Uniform der Welt, verdankt ihre Existenz dem Kommandanten Jules Repond (1910-1921).

    Die Kirche ist auch während der Gottesdienste offen, die in der Kapelle Santissimo Sacramento stattfinden. Bitte beachte, dass hier eine strikte Kleiderordnung herrscht, wie in allen anderen religiösen Gebäuden in Italien auch: Keine kurzen Hosen oder Röcke, die Schultern müssen bedeckt sein.

    Die Kapelle, die einige der berühmtesten Gemälde und Skulpturen der Welt beherbergt, ist an jedem Tag der Woche spektakulär. Ich denke jedoch, dass es etwas Besonderes war, sie an einem Sonntag während des Gottesdienstes zu sehen.

    Falls Du die Ansprache des Papstes erleben möchtest, die üblicherweise sonntags um 12 Uhr am Petersplatz ist, empfehle ich Dir, bereits um 9 Uhr dort zu sein, da sich danach der Platz schnell füllt und Du womöglich nicht mehr hineingelassen wirst.
    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Der Obelisk und die Sonnenwenden: 1817 wurden eine Windrose und ein Meridian in den Boden der Piazza eingelassen. Der Schatten des Obelisken markiert die Tierkreiszeichen zur Mittagszeit und die Sommer- und Wintersonnenwende, wenn der Schatten die zwei Scheiben bedeckt.
    Doch Vorsicht: Sonntags sind sowohl die sixtinische Kapelle als auch die Vatikanischen Museen normalerweise geschlossen; Du hast allerdings die Möglichkeit, die Ansprache des Papstes zu erleben. 

    Basilika Sankt Peter im Vatikan | Kosten

    Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos. Um in die Kuppel zu gelangen, gibt es zwei Optionen: mit Aufzug kostet es 10 Euro, zu Fuß (551 Stufen) 8 Euro (Stand 10/2021).

    Eintritt in die Sixtinische Kapelle und in das Vatikanische Museum: Der volle Preis beträgt 17 Euro; ermäßigt (Minderjährige und Studenten) 8 Euro; Kinder bis inklusive 5 Jahren kostenlos (Stand 10/2021).

    Trevi-Brunnen

    Die Fontana di Trevi ist der größte Brunnen barocker Architektur in Rom und soll einer der schönsten der Welt sein. Bei einem abendlichen Spaziergang ist dieses außergewöhnliche Kunstwerk wegen der Beleuchtung besonders beeindruckend und fotogen.

    Der Brunnen geht auf die römische Antike zurück, seit dem Bau des Aquädukts Aqua Virgo im Jahr 19 v. Chr., das die römischen Bäder und die Brunnen im Zentrum Roms mit Wasser versorgte. Man sagt, dass die Aqua Virgo, also die jungfräulichen Gewässer, zu Ehren eines jungen römischen Mädchens benannt wurde, das durstige Soldaten zum Trinken an die Quelle führte.

    Der Trevi-Brunnen wurde am Endpunkt des Aquädukts errichtet, an der Kreuzung von drei Straßen. Diese drei Straßen (“tre vie”) geben dem Trevi-Brunnen seinen Namen: Drei-Straßen-Brunnen.

    Die beste Zeit, um die volle Schönheit des Brunnens aufzunehmen, ist tatsächlich nachts, denn tagsüber sind nicht nur unzählige Menschenmassen mit dem gleichen Ziel unterwegs, sondern auch aufdringliche Verkäufer von fragwürdiger Ware. Aus diesem Grund ist ein Besuch des Brunnens bei Nacht eines der besten Tipps, die ich Dir für ein Wochenende in Rom geben kann, da Du so den Menschenmassen am Tag entgehst und den majestätischen Anblick noch intensiver genießen kannst.

    Ich kann mich zwar nicht entsinnen, wann ich als Kind das erste Mal in Rom gewesen bin, aber die Erinnerung, wie ich als Sieben- oder Achtjähriger versuche, den Trevi-Brunnen zu erklimmen, ist noch sehr präsent. Denn das Beispiel meines Vaters folgend - der damals zwar am Berg und nicht auf Brunnen kletterte - wollte ich auch meine Kraxelfähigkeiten auf die Probe stellen und bei diesem Rombesuch bot der Brunnen eine hervorragende Möglichkeit dafür. Ich fing also an, auf die über 400 Jahre alten Marmorstatuen zu klettern. Bald darauf schrie jemand in meine Richtung, ich solle herunterkommen, weil der Brunnen nicht zum Klettern da sei, so dass ich glücklicherweise keinen Schaden anrichten konnte.

    Der Besuch ist natürlich kostenlos. Aber vergiss nicht, eine Münze in den Brunnen zu werfen. Das bringt Glück!

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Es werde täglich bis zu 3.000 Euro in den Brunnen geworfen, täglich! Der Grund ist einfach: Die Legende besagt, dass eine Münze, die in den Brunnen geworfen wird, eine Rückkehr nach Rom garantiert. Diese Tradition geht auf die alten Römer zurück, die oft Münzen ins Wasser warfen, damit die Wassergötter ihre Reise begünstigten oder ihnen halfen, sicher nach Hause zu kommen.

    Das Pantheon

    Das Pantheon (griechisch für “alle Götter”) ist ein römischer Tempel, der vor ca. 2.000 Jahren zu Ehren aller Götter des heidnischen Roms erbaut wurde – und es waren viele damals.

    Es ist sehenswert, weil es immer noch das am besten erhaltene und einflussreichste Gebäude des antiken Roms ist und für mich ist es ein Rätsel, wie dieses Bauwerk große Brände, Blitzeinschläge, Gallierüberfälle und die vielen Zerstörungen im Mittelalter überstanden hat.

    Am besten gefällt mir an diesem Gebäude, dass es keine Fenster hat. Nur eine riesige Öffnung an der oberen Spitze der Kuppel. Es heißt, wenn die Sonne einen bestimmten Punkt am Himmel trifft, erhellt ein Sonnenstrahl die Mitte des Tempels und wirkt wie ein Fenster zum Himmel.

    Kosten: Kostenlos!

    Spanische Treppe

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Die Spanische Treppe wurde in den Jahren 1723-1725 nach einem Entwurf des wenig bekannten Architekten Francesco de Sanctis erbaut und aus dem Nachlass des französischen Diplomaten Étienne Gueffier finanziert. Sie wurde gebaut, um die Kirche Trinità dei Monti, die unter der Schirmherrschaft des französischen Königs stand, mit dem darunter liegenden spanischen Platz zu verbinden.

    Die wunderschöne “Scalinata di Spagna”, die Spanische Treppe, ist an sich womöglich nicht sehr aufregend. Schließlich geht es hier nur um 135 Stufen, die von der Piazza di Spagna hinauf zur Kirche Trinità dei Monti führen.

    Okay, sie mag ja die breiteste Treppe Europas sein, aber wer bitte schön möchte damit prahlen, die breiteste Treppe Europas besucht zu haben?

    Nein, ihre Besonderheit ist eine ganz andere, und zwar die kulturelle Umgebung.

    Direkt an der Treppe sind nämlich ehemalige Unterkünfte namhafter Künstler, die als Museum besuchbar sind. Das Keats-Shelley Memorial House ist dort, zwei britischen Schriftstellern zu Ehren. Direkt an der Piazza di Spagna ist das Giorgio de Chirico Museum, das dem gleichnamigen italienischen Maler und Hauptvertreter der Metaphysischen Malerei gewidmet ist.

    Am Fuße der Treppe ist die Fontana della Barcaccia (“Barkassen-Brunnen”), ein barocker Brunnen in Rom, der trotz seiner sehr modernen und eher abstrakten Erscheinungsform aus dem Jahre 1629 entstammt. 

    Fun Fact: Am 20. März 1986 wurde das erste McDonalds-Restaurant in Italien in der Nähe der Spanischen Treppe eröffnet. Die dortigen Proteste gegen Fast Food führten dazu, dass Carlo Petrini drei Jahre später die internationale Slow-Food-Bewegung gründete.

    Die Spanische Treppe ist auch ein traditioneller Treffpunkt und wohl der beliebteste Ort, um in Italien Menschen zu beobachten. Das Spanische Viertel ist auf jeden Fall ein Besuch wert, sei es, um auf den Stufen der Spanischen Treppe oder des Barcaccia-Brunnen zu sitzen und sich eine Pause vom Laufen zu gönnen oder um die Designerläden, Cafés oder die Museen zu besuchen, die hier direkt am Platz sind.

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Ob Du Rom in 48 Stunden oder mehr besuchst: Die Aussicht von Trinità dei Monti zur Vatikanstadt über den Dächern Roms ist atemberaubend.

    Andere Aktivitäten in Rom

    Die Metropole Rom ist ein fraktales, vielschichtiges, vieldimensionales Gebilde, oder nicht mal ein Gebilde, sondern ein unordentlich geordnetes Chaos mit schönen Steinhaufen im Kern und bestürzender Hässlichkeit nicht nur in den Außenbezirken, dazwischen die lethargisch geschäftigen, eher mürrischen als herzlichen Römer, darüber der bekannte blaue oder der verdrängte graue Himmel und die ausgeleierten Umlaufbahnen der abendländischen Ideen und Mythen – schon solche verkrampften Metaphern zeigen, dass sich schnell blamiert, wer so töricht ist, die ewig genannte Stadt auf einen Nenner, in ein Bild, auf eine Linie von ein paar Zeilen bringen zu wollen.

    Friedrich Christian Delius – Einst hatte ich ein Rom-Bild

    Obwohl ich ein ganzes Wochenende nur mit den genannten Sehenswürdigkeiten verbringen könnte, gibt es noch viele andere Möglichkeiten, in Rom eine tolle Zeit zu haben, je nachdem, worauf Du Lust hast.

    Kochkurse

    Warst Du schon öfters in Rom, oder möchtest Du Deinen Kochskills einen italienischen Touch geben wollen, ist ein Kochkurs genau das Richtige für Dich! Es gibt sehr viele Anbieter, die Dir garantiert das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen werden.

    Ein solcher Kochkurs ist die perfekte Möglichkeit, einen besonderen und genüsslichen Abend zu verbringen und dabei neue Menschen bei selbstgemachter Pasta und einem Glas Wein kennenzulernen.

    Folgende Anbieter sind nur eine kleine Auswahl:

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Es war der Tiber, in dem der Legende nach die neugeborenen Romulus und Remus, die Gründer Roms, ertränkt werden sollten. Historiker glauben, dass Rom 753 v. Chr. an den Ufern des Tibers, etwa 25 km von der Küste Ostias entfernt, gegründet wurde. In der Antike diente der Fluss als Grenze zwischen den Etruskern im Westen, den Sabinern im Osten und den Lateinern im Süden.

    Food-Tours

    Für die Naschkatzen unter uns – ich bin selbst eine und weiß, wovon ich spreche , ist eine Food-Tour in Rom etwas Besonderes. Nicht nur, weil Rom Spezialitäten aus ganz Italien bietet, sondern auch, weil Rom als Caput Mundi auch jede Menge exotische und außergewöhnliche kulinarische Erfahrungen bereitstellt.

    Ob alleine, zu zweit oder in einer geführten Gruppe, in Roms Feinschmeckerviertel Testaccio kannst Du viele kulinarischen Stationen vorfinden und dort Verkostungen vornehmen.

    Das Schöne an organisierten Touren ist die Verbindung von der modernen römischen Küche mit der antiken Geschichte der Stadt, denn auf der Tour gibt es nicht nur die Herstellung von Bruschetta zu staunen, sondern Du wirst auch an einiger berühmter Sehenswürdigkeiten Roms geführt.

    Eine solche Tour, bei der Du Neues über die römische Geschichte und die Küche abseits der ausgetretenen Pfade erfährst, ist genau das Richtige, wenn Du Rom wie die Einheimische erleben möchtest.

    Rad- und Segwaytouren

    Rom ist eine Stadt, die sich über eine sehr große Fläche ausgebreitet hat. Im Vergleich dazu sind andere Städte, zum Beispiel Florenz, ja richtige Dörfer. Und so wundert es nicht, dass es unzählige Möglichkeiten gibt, die Stadt auf dem Rad oder dem Segway zu erkunden. Von ganztägigen Radtouren bis hin zu Morgen- oder Abendtouren, die in Länge und Schwierigkeitsgrad variieren, sowie Segwaytouren für jeden Geschmack, in Rom ist alles machbar.

    Circa 50€ kosten größere Radtouren, bei denen Du in knappen 5 Stunden viele der Sehenswürdigkeiten und Hauptplätze Roms sehen und kennenlernen kannst.

    Mit dem Segway die Stadt zu erkunden ist etwas teurer, aber deutlich entspannter. Dabei ist eine solche Aktivität sehr angesagt, und Du wirst unzählige Gruppen sehen, die sich beim Fahren aneinander “kuscheln” oder im Gänsemarsch mit hochkonzentriertem Blick zur nächsten Sehenswürdigkeit fahren.

    Für Preise ab 65 € erhältst Du ein Segway-Training und eine 3-stündige Tour durch Rom. Ein seriöser Anbieter ist zum Beispiel Italy Segway Tours.

    Wenn Du auf der Suche nach etwas Abenteuerlichem bist und beim Sightseeing Zeit sparen möchtest, ist eine solche Tour das Richtige für Dich.

    Rom in 48 Stunden. Das klingt erst einmal nach einer Herausforderung, doch es ist möglich, ohne Hetze die wichtigsten Monumente und Sehenswürdigkeiten des Caput Mundi, der antiken Welthauptstadt, anzuschauen: Kolosseum, Forum Romanum, Palatinhügel, die Basilika Sankt Peter im Vatikan und Vatikanstadt selbst, Trevi-Brunnen, Pantheon und spanische Treppe. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.
    Im antiken Rom durften nur frei geborene Männer Togas tragen, ein Zeichen des römischen Bürgerrechts. Frauen trugen Stolas, die weibliche Version der Togas, die aus Leinen gefertigt waren.

    Tagesausflüge

    Wenn Du mehr von Italien sehen möchtest, kannst Du von Rom aus zahlreiche Tagesausflüge unternehmen. Viele Zielorte kannst Du sogar bereits mit der günstigen Regionalbahn erreichen. Ob Du nun andere große, pulsierende Städte oder winzige, mittelalterliche Dörfer besuchen möchtest, vom glänzendem Rom aus kannst Du fast alles erreichen!

    Mehr dazu in einem neuen Blogartikel, da Tagesausflüge ins Umland nicht von Vorteil sind, wenn du Rom in 48 Stunden sehen möchtest.

    Wo in Rom übernachten

    Mein bester Aufenthalt in Rom war im Bed & Breakfast “La Chiave di Roma” in San Giovanni, einem der ältesten Viertel Roms. Das schöne und modern eingerichtete Bed & Breakfast bot alles, was ich für meinen Aufenthalt brauchte: sehr saubere und ordentliche Zimmer mit allen notwendigen Annehmlichkeiten (natürlich mit schnellem WIFI) und äußerst hilfsbereite und zuvorkommende Betreiber: Veronica und Giovanni.

    Das kontinentale Frühstück war der beste Start in den Tag, nicht nur wegen der leckeren Cornetti, sondern auch der Herzlichkeit des Betreiberpaares, mit denen Du Dich auf Englisch, Spanisch und natürlich Italienisch unterhalten kannst.

    Die Lage ist fantastisch, denn gleich um die Ecke ist die Metrostation San Giovanni, die von den Linien A und C bedient wird! San Giovanni ist der perfekte Startpunkt, auch weil er nur einen kurzen Spaziergang von dem Kolosseum, der Bocca della Verità, den Thermen von Caracalla entfernt ist.

    Das B&B La Chiave di Roma bietet nur drei Zimmer an und ist deswegen oft ausgebucht, aber bei meinem nächsten Besuch möchte ich nicht woanders übernachten!

    Literaturempfehlung

    Stefan Ulrich hat einen sehr schönen Rom-Reiseführer geschrieben, der Dich liebevoll bei Deinem – auch längeren – Besuch in Rom begleiten kann: Rom – Lieblingsorte*. Als ehemaliger Rom-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung konnte er nicht nur als Tourist die Stadt erkunden, sondern auch die Seite Roms kennenlernen, die sich nur den Einheimischen zeigt.

    Sonstiges

    Hast Du fromme Wünsche, Anregungen oder konstruktive Kritik? Dann kontaktiere mich hier und lass mich wissen, was Du von dem Vorschlag, Rom in 48 Stunden zu besuchen, denkst.