Author: Claudio Salvati

  • Venedig – Teil 1: Überlebenstipps

    Von allen Städten, die ich besichtigt habe, fasziniert mich Venedig immer noch am meisten. Venedig ist wegen seiner Geschichte, Architektur und der Tatsache, dass es ins Meer gebaut wurde, vielleicht wirklich „die unwahrscheinlichste der Städte“, wie Thomas Mann schreibt. Andererseits macht sie die Nähe zu Süddeutschland – in 5 Stunden ist man schon an der italienischen Adria –zu einem leicht erreichbaren Ziel.  Ich bin sehr gerne dort und versuche auch, mehrere Tage zu bleiben, vor allem zur Zeit des Karnevals.

    Den nächsten Post über Venedig mit meinen fünf Lieblingsfotospots findest Du hier.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Die venezianische Lagune fernab aller gängigen Klischees und Vorurteilen: Hier kannst Du in die venezianische Geschichte eingetaucht und die Stadt aus neuen Perspektiven kennenlernen.

    Venedig Bilder- Venedig vom Wassertaxi fotografiert

    Ankunft in Venezia

    Da ich in der Nähe Münchens wohne, fahre ich meistens mit dem Auto nach Venedig, da Italien quasi ein Katzensprung entfernt ist. Die Fahrt vergeht recht schnell, es gibt viel zu sehen, und ich verbinde mit dem Venedig-Ausflug noch einige Städtetrips und Verwandschaftsbesuche, so dass ich mit dem Wagen am besten bedient bin.

    Für Wochenendausflüge kannst Du auch mit dem Zug nach Venezia Santa Lucia fahren. Das lohnt sich vor allem, wenn man früh – und vielleicht mit einer günstigen Bahncard 25 – bucht. Reist Du von weiter weg an, ist vielleicht ein Flug zum Aeroporto Marco Polo Tessera (VCE) zeit- und kosteneffizient; von dort gibt es viele Möglichkeiten, zur Lagunenstadt zu kommen.

    Es ist zwar möglich, in Venedig in einem der Riesenparkhäuser direkt bei der Verbindungsbrücke zum Festland zu parken, günstig ist das jedoch nicht. Ich parke entlang der Eisenbahnlinie zwischen Treviso und Venedig an einem kleinen Bahnhof, vor Mestre, mit keinen oder sehr geringen Parkgebühren, und genieße so die zwanzig- oder dreißigminütige Fahrt in die Lagune über den Ponte della Libertà. Am Bahnhof Santa Lucia in Venedig angekommen, gibt es die ersten Möglichkeiten, sich günstig zu verpflegen: Ich bevorzuge den Relax & Caffé, denn Du kannst ordentlich viel essen zu verhältnismäßig niedrigen Preis und eine saubere Toilette ist auch vorhanden – beides sind nämlich nicht überall vorhanden, vor allem zu Coronazeiten.

    Einmal den Bahnhof verlassen, bist Du sofort von der Schönheit der Stadt umgeben.

    Venedig - Zugbahnhof Venezia Santa Lucia

    Fortbewegung

    In Venedig wurden über 400 Brücken gebaut, um die etwa 150 Kanäle passieren zu können. Nur wenige von ihnen sind bequem mit Trolleys oder Kinderwagen zu überqueren. In den engen Gassen ist es manchmal schwierig, größere Tragetaschen neben sich zu schleppen, ohne sie an den Gebäuden zu reiben; ich reise deswegen nur mit dem Allernötigsten im Rucksack, auch an Kameraausrüstung (dazu später mehr).

    Es gibt allerdings die „Vaporetti“, so werden die Wasserbusse genannt, mit denen man viele Punkte an den größeren Kanälen erreichen und so von einer Insel zur anderen fahren kann. Die Tickets sind sogar teurer als so manche Fahrkarte der Münchner S-Bahn, dennoch kann es sich bei viel Gepäck lohnen, diese Alternative zu nutzen. Wer die entfernten Inseln Murano und Burano besuchen will, kann überlegen, ob und wann ein 24-Stunden-Ticket (20 Euro pro Person) sinnvoll wäre. Die Tickets können an vielen Haltestellen an den Automaten erworben werden, und es gibt ebenso viele Schalter oder Geschäfte, wo Du sie kaufen kannst.

    Die öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: Gondeln können fast überall lang fahren, im Gegensatz zu Wasserbussen und -taxis.

    Mehr zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in der venezianischen Lagune hier:



    Venedig wäre ohne die Gondeln undenkbar, und in der Vergangenheit hatte jede Familie der Mittel- und Oberschicht mindestens eine, mit der die Herrschaften durch die Kanäle gefahren wurden, während Dienerschaft und Unterschicht sich durch die dunklen und schmutzigen Gassen zwingen musste. In der Neuzeit sind Gondeln eher eine Touristenattraktion, und für 70-90 Euro je nach Tageszeit wird man eine Stunde lang durch die Stadt gefahren, was aber in Anbetracht der gelangweilten Gesichter vieler Passagiere, die lieber auf ihr Smartphone schauen als um sich herum, eine nicht so spannende Angelegenheit zu sein scheint.

    Wer es eilig hat, kann ein Wassertaxi nehmen. Obwohl ihr Rumpf oft aus Holz besteht und die geölten sowie polierten Oberflächen den Eindruck vermitteln, die Boote seien nur dekorative Objekte, sind sie mit starken Motoren ausgestattet, und sie können außerhalb der Stadt hohe Geschwindigkeiten erreichen.

    Wichtig: Venedig ist an sich eine sehr kleine Stadt, deswegen kommst du auch zu Fuß sehr schnell voran. Ich lasse mich regelmäßig von der Skala in Google Maps täuschen, weil ich von der Weitläufigkeit Münchens ausgehe; dabei dauert der Fußweg vom Bahnhof bis zur Rialtobrücke keine Viertelstunde und allgemein ist alles innerhalb weniger Minuten schnell erreicht.

    Verpflegung

    Viele Lokale in Venedig locken mit ihrem internationalen kulinarischen Angebot und fabelhafter Lage: Wer würde nicht gerne am Canal Grande Martini schlürfen und ein paar Snacks essen? Doch manchmal sollte man lieber erst einen Blick auf die Preisliste werfen, bevor man sich hinsetzt. Denn am Ende des Aperitifs oder der Mahlzeit ist eine böse Überraschung hinsichtlich der Höhe der Rechnung nicht förderlich für die Verdauung.

    Allgemein gilt:

    • In Venedig – sowie in vielen anderen größeren Städten Italiens – gibt es in Bars und Cafés unterschiedliche Preise für Selbstbestellung sowie Verzehr an der Theke und dem Sich Bedienen Lassen am Tisch: Am Tisch können die Preise bis doppelt so hoch sein, dafür kann man bequem sitzen bleiben, die Aussicht genießen und sogar etwas Sonne tanken. So kann ein Espresso plötzlich 3,5 statt 1,5 Euro kosten.
    • In der Nähe der Sehenswürdigkeiten und der Brücken über den Canal Grande kann es sehr schnell sehr teuer werden. Die Betreiber von Restaurants lassen sich die tolle Lage gut bezahlen und in einigen Fällen haben die Gerichte viel mehr mit Fast Food-Massenproduktion gemeinsam als mit italienischer Gourmetküche. Die Qualität des Essen war entgegen allgemeiner Annahmen bisher immer immer zufriedenstellend bis sehr gut.

    Wenn ich neue Lokale aufsuchen will, lasse ich mich von Tripadvisor und ähnlichen Seiten inspirieren, denn die Bewertungen geben ein gutes Bild wider und zeichnen ein realistisches Bild der zu erwartenden Erfahrung in dem einen oder anderen Restaurant. Einen Blogpost über meine Lieblingslokale in Venedig wird folgen.

    Übernachten in Venedig

    Je nachdem, wie Du Venedig erreicht hast, gibt es verschiedene Optionen:

    • Die günstigste, aber unglamouröseste ist auf dem Festland eine Schlafmöglichkeit zu finden, und Venedig mit dem Zug zu erreichen. Die Regionalzüge fahren bis tief in der Nacht, so dass es möglich ist, recht lange in der Lagunenstadt zu bleiben und auch einen romantischen Sonnenuntergang zu beobachten. Ich finde diese Lösung okay für Tagesausflüge, aber ein längerer Aufenthalt wird nicht unbedingt angenehm durch die Fahrerei. Wenn Karneval oder Biennale ist und viele Unterkünfte ausgebucht sind, ist diese Option allerdings durchaus sinnvoll.
    • Ich bevorzuge es jedoch, bei Airbnb nach Wohnungen (manchmal auch nur nach Zimmern), die in dem Viertel (in Venedig ‚Sestiere‘) sind, das ich entdecken möchte. San Polo ist eine gute Wahl, wenn Du noch keine festen Ziele hast und Venedig nicht so gut kennst, da dieses Viertel genau mittig liegt. Für Seebären gibt es auch die Möglichkeit, in einem Segelboot im östlichen Yacht-Hafen zu übernachten, und man findet noch skurrilere Annoncen.
    • Die luxuriösere Art, in Venedig seine Nächte zu verbringen, ist tatsächlich ein Zimmer in einem der vielen Hotel zu buchen. Die Preise variieren stark, von fensterlosen Zimmern bis Kleinapartments direkt am Canal Grande ist alles vertreten und die Preisspanne ist recht groß. Dennoch garantieren die vielen namhaften Hotels auch hohe Standards, und oft präsentieren sie Angebote für feste Zeiträume, die z.B. Airbnb unterbieten. Zur Hochsaison sind die Preise dennoch sehr hoch. Das Hotel Rialto* ist meine erste Wahl, wenn ich in Venedig ein Hotel brauche: Es befindet sich im Zentrum Venedigs, direkt bei der Rialtobrücke, und von dort ist jede Ecke der Stadt in kürzester Zeit erreichbar.

    Die Lage dieses 4-Sterne-Hotel ist ideal, um die Stadt zu erkunden und zu entdecken. Stell Dir vor, Du sitzt am Fenster deiner Junior Suite und bewunderst die Rialtobrücke. Unter dem Brückenbogen überqueren ständig Gondeln und Boote den Canal Grande und die Vaporetti halten nur wenige Schritte vom Hotel entfernt, um ganz Venedig zu Dir zu bringen.

    Lohnt es sich, auch Murano und Burano zu besuchen?

    Murano bei Venedig ist eine der nächstgelegenen Inseln und verfügt über einen eigenen Canal Grande, der dem der Hauptinsel in nichts nachsteht – allerdings mit viel weniger Verkehr.

    Die Torre dell'orologio (der Uhrturm) auf dem Campo Santo Stefano in Murano bei Venedig
    gemacht, ihre Häuser in leuchtenden Neontönen zu streichen, und so sind die bunten Häuser von Burano in der ganzen Welt bekannt. Venedig (Fondamenta Nove) - Insel Murano - Insel Mazzorbo - Insel Torcello - Insel Burano -Treporti - Punta Sabbioni. Auf dem Reisefotografie-Blog von Claudio Salvati Photography.

    Vergiss nicht, neben Murano auch Burano zu besuchen. Diese kleine Gemeinde auf einer Insel im nordöstlichen Teil der venezianischen Lagune hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Häuser in leuchtenden Neontönen zu streichen, und so sind die bunten Häuser von Burano in der ganzen Welt bekannt.

    Fotoausrüstung für Venedig

    Nun zur entscheidenden Frage: Was nehme ich mit nach Venedig? Aus meiner Erfahrung mit APS-C  und DSLR macht es schon einen großen Unterschied, ob ich mit einer Crop- oder Vollformatkamera unterwegs bin.

    APS-C:

    • Mit der Canon EOS 7D hatte ich bei jedem Besuch in Venedig mindestens ein Weitwinkel– und ein Zoomobjektiv dabei (in meinem Fall: Canon EF-S 10-18mm bzw. EF Canon 24-105mm). Damit kannst Du die meisten Motive fotografieren, die Du bei der Erkundung der Stadt entdeckst. In den meisten Fällen hätte allerdings ein EF-S 17-55mm gereicht.

    DSLR:

    • Wegen der Größe des Sensors Deiner Vollformatkamera kannst Du auch mit nur einem Objektiv zurechtkommen; ich habe das Zoomobjektiv (Canon EF 24-105mm) am Häufigsten benutzt und kann damit auch einen Sonnenuntergang oder -Aufgang gut in Szene setzen. Damit kann ich fast alle Motive in Venedig fotografieren.
    • Ich hatte bei der letzten Tour auch ein Weitwinkelobjektiv (Canon EF 16-35mm) bei mir, und selten habe ich die 16mm wirklich gebraucht. (Dafür kam er in den Alpen auf der Rückfahrt gut zum Einsatz, aber das ist eine andere Geschichte.)

    In Venedig fotografieren – Sonstige Tipps

    • Ein kleines und leichtes Stativ für nächtliche Spaziergänge ist nicht schlecht, behelfsmäßig kann man auch Geländer, Treppenstufen o.Ä. nutzen.
    • Möchtest Du die Stadt ohne Menschen fotografieren, kannst Du tagsüber auf einen Graufilter und Einsatz eines Stativs zurückgreifen. Bei Hochsaison kann es dennoch schwierig sein, ein klares Bild ohne Farbstreifen und Leuchtspuren zu haben. Eine gute Möglichkeit, die Touristenmassen nicht auf deinen Bildern zu haben, ist, bei Sonnenaufgang schon unterwegs zu sein und so die Stadt beim Aufwachen zu fotografieren; viele Touristen kommen nämlich vom Festland und sind noch auf den Weg zur Lagunenstadt, die Anwohner frühstücken noch, und nur wenige Menschen sind zusammen mit dir auf den Straßen.
    • Willst Du von den höchsten Punkten der Stadt fotografieren (Markusturm, Glockenturm von San Giorgio uvm.), kann es sich für dich lohnen, ein Teleobjektiv mitzunehmen. Mit dem Canon 75-300mm kann ich alle Wünsche an Bildvergrößerung trotz hoher Blendenzahl erfüllen.

    Wichtig

    Venedig ist, trotz seines städtischen Charakters, im Meer auf Inseln gebaut und vom Meer umgeben. Hohe Luftfeuchtigkeit und Meeresluft mit hohem Salzgehalt können deine Kamera schädigen. Deswegen achte darauf, deine Kamera zu schützen und gut zu pflegen.

    Die appetitlichen Essensangebote, die überall präsent sind, sorgen bei mir dafür, dass meine Hände selten wirklich sauber sind, und oft hinterlasse ich lästige Abdrücke auf Kamera und Objektiv. Aus diesem Grund habe ich – leider nicht immer – Taschentücher, Feuchttücher oder Desinfektionstücher mit mir, damit ich nach einem Leckerbissen wieder saubere Hände habe und mir keine Sorgen machen muss, die Linse damit zu verschmieren.

    Generell sind in Italien die Steckdosen Typ-F noch nicht überall verbreitet; stattdessen ist man häufiger mit dem Typ-L konfrontiert. Für solche Fälle habe ich einen passenden Adapter dabei.

  • Venedig – Teil 1

    Von allen Städten, die ich besichtigt habe, fasziniert mich Venedig immer noch am meisten. Venedig ist wegen seiner Geschichte, Architektur und der Tatsache, dass es ins Meer gebaut wurde, vielleicht wirklich „die unwahrscheinlichste der Städte“, wie Thomas Mann schreibt. Andererseits macht sie die Nähe zu Süddeutschland – in 5 Stunden ist man schon an der Adria –zu einem leicht erreichbaren Ziel.  Ich bin sehr gerne dort und versuche auch mehrere Tage zu bleiben, vor allem zur Zeit des Karnevals. Doch dazu später mehr.

    1. ANKUNFT

    Da ich in der Nähe Münchens wohne, fahre ich meistens mit dem Auto nach Venedig. Die Fahrt vergeht recht schnell, es gibt viel zu sehen, und ich verbinde mit dem Venedig-Ausflug noch einige Städtetrips und Verwandtenbesuche, so dass ich mit dem Wagen am besten bedient bin. Für Wochenendausflüge könntest du auch mit dem Zug fahren. Das lohnt sich vor allem, wenn man früh – und vielleicht mit einer günstigen Bahncard 25 – bucht. Reist du von weiter weg an, ist vielleicht ein Flug zum Aeroporto Marco Polo Tessera (VCE) zeit- und kosteneffizient, von dort gibt es viele Möglichkeiten, nach Venedig zu kommen.

    Es ist zwar möglich, in Venedig in einem der Riesenparkhäuser direkt bei der Verbindungsbrücke zum Festland zu parken, günstig ist das jedoch nicht. Ich parke entlang der Eisenbahnlinie zwischen Treviso und Venedig an einem kleinen Bahnhof, mit keinen oder sehr geringen Parkgebühren, und genieße so die zwanzig- oder dreißigminütige Fahrt in die Lagune über den Ponte della Libertà. Am Bahnhof Santa Lucia angekommen, gibt es die ersten Möglichkeiten, sich günstig zu verpflegen: Ich bevorzuge den  Relax & Caffé, denn du kannst ordentlich viel essen zu verhältnismäßig niedrigen Preis und eine saubere Toilette ist auch vorhanden.

    Aus dem Bahnhof raus bist du sofort von der Schönheit der Stadt umgeben.

    • FORTBEWEGUNG

    In Venedig wurden über 400 Brücken gebaut, um die etwa 150 Kanäle passieren zu können. Nur wenige von ihnen sind bequem mit Trolleys oder Kinderwagen zu überqueren. In den engen Gassen ist es manchmal schwierig, größere Tragetaschen neben sich zu schleppen, ohne sie an den Gebäuden zu reiben; ich reise deswegen nur mit dem Allernötigsten, auch an Kameraausrüstung (auch dazuspäter mehr).

    Es gibt allerdings die „Vaporetti“, so werden die Wasserbusse genannt, mit denen man viele Punkte an den größeren Kanälen erreichen kann. Die Tickets sind sogar teurer als so manche Fahrkarte der Münchner S-Bahn, dennoch kann es sich bei viel Gepäck lohnen, diese Alternative zu nutzen. Wer die entfernten Inseln Murano und Burano besuchen will, kann überlegen, ob und wann ein 24-Stunden-Ticket (20 Euro) sinnvoll wäre. Die Tickets können an vielen Haltestellen an den Automaten erworben werden, und es gibt ebenso viele Schalter oder Geschäfte, wo du sie kaufen kannst.

    Venedig wäre ohne die Gondeln undenkbar, und in der Vergangenheit hatte jede Familie der Mittel- und Oberschicht mindestens eine, mit der die Herrschaften durch die Kanäle gefahren wurden, während Dienerschaft und Unterschicht sich durch die dunklen und schmutzigen Gassen zwingen musste. In der Neuzeit sind Gondeln eher eine Turistenattraktion, und für 70-90 Euro je nach Tageszeit wird man eine Stunde lang durch die Stadt gefahren, was aber in Anbetracht der gelangweilten Gesichter vieler Passagiere, die lieber auf ihr Smartphone schauen als um sich herum, eine nicht so spannende Angelegenheit zu sein scheint.

    Wer es eilig hat, kann ein Wassertaxi nehmen. Obwohl ihr Rumpf oft aus Holz besteht und die geölten sowie polierten Oberflächen den Eindruck vermitteln, die Boote seien nur dekorative Objekte, sind sie mit starken Motoren ausgestattet, und sie können außerhalb der Stadt hohe Geschwindigkeiten erreichen.

    • VERPFLEGUNG

    Viele Lokale in Venedig locken mit ihrem internationalen kulinarischen Angebot und fabelhafter Lage: Wer würde nicht gerne am Canal Grande Martini schlürfen und ein paar Snacks essen? Doch manchmal sollte man lieber erst einen Blick auf die Preisliste werfen, bevor man sich hinsetzt. Denn am Ende des Aperitifs oder der Mahlzeit ist eine böse Überraschung hinsichtlich der Höhe der Rechnung nicht förderlich für die Verdauung.

    Allgemein gilt:

    • In Venedig – sowie in vielen anderen größeren Städten Italiens – gibt es in Bars und Cafés unterschiedliche Preise für Selbstbestellung sowie Verzehr an der Theke und dem Sich Bedienen Lassen am Tisch: Am Tisch sind die Preise meist doppelt so hoch, dafür kann man bequem sitzen bleiben, die Aussicht genießen und sogar etwas Sonne tanken. So kann ein Espresso plötzlich 3,5 statt 1,5 Euro kosten.
    • In der Nähe der Sehenswürdigkeiten und der Brücken über den Canal Grande kann es sehr schnell sehr teuer werden oder die Qualität nicht sonderlich verlockend sein. Die Betreiber von Restaurants lassen sich die tolle Lage gut bezahlen und in einigen Fällen haben die Gerichte viel mehr mit Fast Food-Massenproduktion gemeinsam als mit italienischer Gourmetküche.

    Wenn ich neue Lokale aufsuchen will, lasse ich mich von Tripadvisor und ähnliche Seiten inspirieren, denn die Bewertungen geben ein gutes Bild wider und zeichnen ein realistisches Bild der zu erwartenden Erfahrung in dem einen oder anderen Restaurant. Einen Blogpost über meine Lieblingslokale in Venedig wird folgen.

    • ÜBERNACHTEN

    Je nachdem, wie du Venedig erreicht hast, gibt es verschiedene Optionen:

    • Die günstigste, aber unglamouröseste ist auf dem Festland eine Schlafmöglichkeit zu finden, und Venedig mit dem Zug zu erreichen. Die Regionalzüge fahren bis tief in der Nacht, so dass es möglich ist, recht lange in der Lagunenstadt zu bleiben. Ich finde diese Lösung okay für Tagesausflüge, aber ein längerer Aufenthalt wird nicht unbedingt angenehm durch die Fahrerei. Wenn Karneval oder Biennale ist und viele Unterkünfte ausgebucht sind, ist diese Option allerdings durchaus sinnvoll.
    • Ich bevorzuge es jedoch, bei Airbnb nach Wohnungen (manchmal auch nur nach Zimmern), die in dem Viertel (in Venedig ‚Sestiere‘) sind, das ich entdecken möchte. San Polo ist eine gute Wahl, wenn du noch keine festen Ziele hast und Venedig nicht so gut kennst, da es genau mittig liegt. Für Seebären gibt es auch die Möglichkeit, auf einem Segelboot im östlichen Yacht-Hafen zu übernachten, und man findet noch skurrilere Annoncen.
    • Die luxuriösere Art, in Venedig seine Nächte zu verbringen, ist tatsächlich ein Zimmer in einem der vielen Hotel zu buchen. Die Preise variieren stark, von fensterlosen Zimmern bis Kleinapartments direkt am Canal Grande ist alles vertreten. Dennoch garantieren die vielen namhaften Hotels auch hohe Standards, und oft präsentieren sie Angebote für feste Zeiträume, die z.B. Airbnb unterbieten. Zur Hochsaison sind die Preise dennoch sehr hoch.
    • FOTOAUSRÜSTUNG

    Nun zur entscheidenden Frage: Was nehme ich mit nach Venedig? Aus meiner Erfahrung mit APS-C  und DSLR macht es schon einen großen Unterschied, ob ich mit einer Crop- oder Vollformatkamera unterwegs bin.

    APS-C:

    • Mit der Canon EOS 7D hatte ich bei jedem Besuch in Venedig mindestens Weitwinkel- und Zoom objektiv dabei (meine: Canon EF-S 10-18mm bzw. EF Canon 24-105mm). Damit kannst du die meisten Motive fotografieren, die du bei der Erkundung der Stadt entdeckst. In den meisten Fällen hätte ein EF-S 17-55mm gereicht.

    DSLR:

    • Wegen der Größe des Sensors deiner Vollformatkamera kannst du mit nur einem Objektiv zurechtkommen, und zwar einem Zoomobjektiv (meins: Canon EF 24-105mm).
    • Ich hatte bei der letzten Tour auch ein Weitwinkelobjektiv (Canon EF 16-35), und sehr selten habe ich die 16mm wirklich gebraucht. (Dafür kam er in den Alpen auf der Rückfahrt zum Einsatz, aber das ist eine andere Geschichte.)

    Ansonsten:

    • Ein kleines und leichtes Stativ für nächtliche Spaziergänge ist nicht schlecht, behelfsmäßig kann man auch Geländer, Treppenstufen o.Ä. nutzen.
    • Möchtest du die Stadt ohne Menschen fotografieren, kannst du tagsüber auf einen Graufilter und Einsatz eines Stativs zurückgreifen. Bei Hochsaison kann es dennoch schwierig sein, ein klares Bild ohne Farbstreifen und Leuchtspuren zu haben. Eine gute Möglichkeit, die Touristenmassen nicht auf deinen Bildern zu haben, ist, bei Sonnenaufgang schon unterwegs zu sein und so die Stadt beim Aufwachen zu fotografieren; viele Touristen kommen nämlich vom Festland und sind noch auf den Weg zur Lagunenstadt, die Anwohner frühstücken noch, und nur wenige Menschen sind zusammen mit dir auf den Straßen.
    • Willst du von den höchsten Punkten der Stadt fotografieren (Markusturm, Glockenturm von San Giorgio uvm.), kann es sich für dich lohnen, ein Teleobjektiv mitzunehmen. Mit dem Canon 75-300mm kann ich alle Wünsche an Bildvergrößerung trotz hoher Blendenzahl erfüllen.

    Wichtig:

    Venedig ist, trotz seines städtischen Charakters, im Meer gebaut und vom Meer umgeben. Hohe Luftfeuchtigkeit und Meeresluft mit hohem Salzgehalt können deine Kamera schädigen. Deswegen achte darauf, deine Kamera zu schützen und gut zu pflegen.

    Die appetitlichen Essensangebote, die überall präsent sind, sorgen bei mir dafür, dass meine Hände selten wirklich sauber sind, und oft hinterlasse ich lästige Abdrücke auf Kamera und Objektiv. Aus diesem Grund habe ich – leider nicht immer – Taschentücher, Feuchttücher oder Desinfektionstücher mit mir, damit ich nach einem Leckerbissen wieder saubere Hände habe und mir keine Sorgen machen muss, die Linse damit zu verschmieren.

    Generell sind in Italien die Steckdosen Typ-F noch nicht überall verbreitet; stattdessen ist man häufiger mit dem Typ-L konfrontiert. Für solche Fälle habe ich einen passenden Adapter dabei.

  • Das sind meine 5 wichtigsten Tipps fürs Fotografieren

    In diesem Artikel findest Du die fünf wichtigsten Tipps, die ich selbst befolge und jeder Fotografin und jedem Fotografen auf Reisen ans Herz legen möchte. Damit kannst du schneller und besser fotografieren lernen, ohne viel Zeit und Geduld zu verlieren. Glaub mir, sie zahlen sich aus und tragen dazu bei, dass Deine Bilder richtig schön und die Eindrücke Deines Trips so stark wie möglich eingefangen werden.

    Wenn Du übers Fotografieren Lernen etwas suchst, helfen Dir die Blogartikeln aus der Reihe “Fotografie lernen”, die Grundlagen zu beherrschen und mehr aus Deinen Fotos rauszuholen.

    Fotografiere in RAW

    Diese Empfehlung ist für alle Bereiche der Fotografie gültig, nicht nur beim Reisen. RAW ist ein Dateiformat, in dem alle Informationen abgespeichert werden, die der Sensor Deiner Kamera aufnimmt. Das ermöglicht Fotos hoher Qualität, ohne Komprimierung wie bei JPEG, und die Bilder können leichter und ohne Datenverlust bearbeitet werden. RAW-Formate sind zum Beispiel .CR2 für Canon und .NEF für Nikon.

    Bei vielen neuen Kameramodellen ist es inzwischen möglich, Fotos sowohl in JPEG- als auch in RAW-Format abzuspeichern. Doch weil die hohe Qualität der Fotos ihren Preis bei der Dateigröße hat, rate ich davon ab, beides gleichzeitig zu wollen: Das verlangsamt Deine Kamera, und nach der Bearbeitung der RAW-Bilder kannst Du selbst entscheiden, in welchem Format Du sie haben möchtest.

    Fotografie Tipps Nr. 1: in RAW-Format fotografieren, RAW Fotos bearbeiten.
    So sieht die Menüauswahl bei meiner Canon 5Ds aus.

    Die Option, Fotos in RAW abzuspeichern, ist womöglich auf Deiner Kamera nicht per Default aktiviert. Da die Größe der einzelnen RAW-Bilder der der Kameraauflösung entspricht (24 Megapixel Auflösung entsprechen dann einem RAW-Bild von ca. 24 MB), ist es ratsam, immer genügend (leere) Speicherkarten mit dir zu tragen. Ich persönlich nutze seit Jahren SanDisk Extreme Pro-Karten und war bisher immer höchstzufrieden damit.

    Nutze die goldene und die blaue Stunde

    Eine der einfachsten Möglichkeiten, Deine Reisebilder zu verbessern, besteht darin, kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang an Deinem bevorzugten Fotospot zu sein und das Licht zu Deinen Gunsten zu nutzen. Da die Sonne nicht in ihrer vollen Helligkeit zu sehen ist, können Fotos entstehen, die sich der warmen, orangenen Strahlen eines Sonnenaufgangs bedienen oder in der blauen und melancholischen Atmosphäre kurz nach Sonnenuntergang sehr bunt erscheinen.

    Möchte man dabei die Sonne mit fotografieren, ist es wichtig, den Verlauf ihrer Bahn zu kennen und darauf zu achten, dass die Sicht auf den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang nicht durch Gebäude, Berge, herumstreunende Wolken oder Dunstschichten behindert wird.

    Während eines viertägigen Aufenthalt in Grado, Italien, war es mir nicht möglich, den Sonnenuntergang zu fotografieren, weil immer zwei kleine Wolken dort am Horizont waren, wo die Sonne untergegangen ist. Sehr ärgerlich...
    Fotografie Tipps Nr. 2: NUTZE DIE GOLDENE UND DIE BLAUE STUNDE
Bild: Hafen von Portoroz, Slowenien
    Hafen von Portoroz, Slowenien, bei Sonnenaufgang.

    Motivauswahl

    Ein Merkmal der Reisefotografie ist, dass Motive oft statisch sind oder sich so bewegen, dass wir ihre Geschwindigkeit und Richtung vorhersagen können, z.B. ein Bus, der eine Haltestelle anfährt, wird bald darauf wieder losfahren, erst langsam, dann schneller. Dies ist ein mächtiger Vorteil für dich: Du hast nämlich Zeit, über das tatsächliche Foto nachzudenken.

    Nicht nur das Motiv, sondern auch die Perspektive, die Komposition, eventuell die Objektiv-Auswahl, Blende und Verschlusszeit können bedacht werden. Du kannst dir um die Geschichte Gedanken machen, die Du erzählen willst. Storytelling ist das, was Deine Fotos zu etwas Außergewöhnliches machen wird.

    Fotografie Tipps Nr. 3: Das Motiv bewusst auswählen

    Vorbereitet sein

    Es kann durchaus aufregend sein, ohne Ortskenntnisse in einem fremden Ort zu sein. Dennoch fand ich es immer hilfreich, bei Buchung der Unterkünfte zu wissen, welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind, wo sich die pittoresken Stadtviertel befinden oder wie die Öffnungszeiten der nahgelegenen Märkte, Kirchen usw. lauten. Manchmal habe ich die Wahl der Unterkünfte von der Nähe besonderer Orte, die ich unbedingt fotografieren wollte, abhängig gemacht. Meistens lässt sich auf Instagram leicht herausfinden, welche die beliebtesten Hotspots sind, und Google ist auch eine große Hilfe. Das erleichtert dir die Entscheidung, welche Ausrüstung Du mitnehmen möchtest: Stativ, Blitzlicht, Gimbal, GoPro, Drohne usw.

    Fotografie Tipps Nr. 4: Vorbereitet sein

    Rechtliche Lage

    Der fünfte Punkt ist vielleicht der unspektakulärste und wohl trotzdem der wichtigste: Jedes Land hat seine eigenen Gesetze, was Datenschutz und die Rechte der zu fotografierende Gegenstände/Gebäude angeht. Deswegen ist es wichtig, sich zumindest mit den Hauptaspekten davon auseinanderzusetzen, besonders wenn Du dich in Ecken weit außerhalb des europäischen (Kultur-)Kreises bewegst: Manche Museen, einige religiöse Orte und militärische Anlagen dürfen eventuell nicht fotografiert werden.

    Wenn Du Aufnahmen von Menschen nehmen möchtest, ist es ratsam, immer vorher zu fragen, ob das in Ordnung ist, und ein Nein sollte immer akzeptiert werden. Meine Erfahrung ist, dass die angesprochenen Menschen sich normalerweise freuen und dann auch vor Deiner Kamera gerne stehen werden.

    In Europa sind die Verbote normalerweise immer gut gekennzeichnet, sei es in Florenz vor dem David von Michelangelo, in der Sixtinischen Kapelle in Rom oder im Tower of London. Andere wiederum nicht: Fotos vom Eiffelturm bei Nacht unter eingeschalteter Beleuchtung dürfen nicht ohne Erlaubnis der „Société d’Exploitation de la Tour Eiffel“ veröffentlicht oder sogar gemacht werden.

    Fotografie Tipps Nr. 5: Rechtliche Lage kennen und sich an Gesetze halten 

Bild: Tour Eiffel in Paris, Frankreich.
    Tour Eiffel in Paris, Frankreich, von der Seine aus gehesen.
  • Das sind meine fünf wichtigsten Tipps

    Das sind die fünf wichtigsten Tipps, die ich selbst befolge und jeder Fotografin und jedem Fotografen bei Reisen ans Herz legen möchte. Glaub mir, sie zahlen sich aus und tragen dazu bei, dass deine Bilder richtig schön und die Eindrücke deines Trips so stark wie möglich eingefangen werden.

    1. Fotografiere in RAW

    Diese Empfehlung ist für alle Bereiche der Fotografie gültig, nicht nur beim Reisen. RAW ist ein Dateiformat, in dem alle Informationen abgespeichert werden, die der Sensor deiner Kamera aufnimmt. Das ermöglicht Bilder hoher Qualität, ohne Komprimierung wie bei JPEG, und die Bilder können leichter und ohne Datenverlust bearbeitet werden. RAW-Formate sind zum Beispiel .CR2 für Canon und .NEF für Nikon.

    Bei vielen neuen Kameramodellen ist es inzwischen möglich, Bilder sowohl in JPEG- als auch in RAW-Format abzuspeichern. Doch weil die hohe Qualität der Fotos ihren Preis bei der Dateigröße hat, rate ich davon ab, beides gleichzeitig zu wollen: Das verlangsamt deine Kamera, und nach der Bearbeitung der RAW-Bilder kannst du selbst entscheiden, in welchem Format du sie haben möchtest.

    So sieht die Menüauswahl bei meiner Canon 5Ds aus. Die Option, Bilder in RAW abzuspeichern, ist womöglich auf deiner Kamera nicht nicht aktiviert.

    Da die Größe der einzelnenRAW-Bilder der der Kameraauflösung entspricht (24 Megapixel Auflösung entsprechen dann einem RAW-Bild von 24MB), ist es ratsam, immer genügend (leere) Speicherkarten mit dir zu tragen.

     

    2. Nutze die goldene und die blaue Stunde

    Eine der einfachsten Möglichkeiten, deine Reisebilder zu verbessern, besteht darin, kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang an deinem bevorzugten Fotospot zu sein und das Licht zu deinen Gunsten zu nutzen. Da die Sonne nicht in ihrer vollen Helligkeit zu sehen ist, können Bilder entstehen, die sich der warmen, orangenen Strahlen eines Sonnenaufgangs bedienen oder in der blauen und melancholischen Atmosphäre kurz nach Sonnenuntergang sehr bunt erscheinen.

    Möchte man dabei die Sonne mit fotografieren, ist wichtig, den Verlauf ihrer Bahn zu kennen und darauf zu achten, dass die Sicht auf den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang nicht durch Gebäude, Berge, herumstreunende Wolken oder Dunstschichten behindert wird. (Während eines viertägigen Aufenthalt in Grado, Italien war es mir nicht möglich, den Sonnenuntergang zu fotografieren, weil immer zwei, kleine Wolken dort am Horizont waren, wo die Sonne untergegangen wäre.)

     

    3. Motivauswahl

    Ein Merkmal der Reisefotografie ist, dass Motive oft statisch sind oder sich so bewegen, dass wir ihre Geschwindigkeit und Richtung vorhersagen können, z.B. ein Bus, der eine Haltestelle anfährt, wird bald darauf wieder losfahren, erst langsam, dann schneller. Dies ist ein mächtiger Vorteil für dich: Du hast nämlich Zeit, über das tatsächliche Bild nachzudenken. Nicht nur das Motiv, sondern auch die Perspektive, die Komposition, eventuell die Objektiv-Auswahl, Blende und Verschlusszeit können bedacht werden. Du kannst dir um die Geschichte Gedanken machen, die du erzählen willst. Storytelling ist das, was deine Bilder zu etwas Außergewöhnlichem machen wird.

     

    4. Vorbereitet sein

    Es kann durchaus aufregend sein, ohne Ortskenntnisse in einem fremden Ort zu sein. Dennoch fand ich es immer hilfreich, bei Buchung der Unterkünfte zu wissen, welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind, wo sich die pittoresken Stadtviertel befinden oder wie die Öffnungszeiten der nahgelegenen Märkte, Kirchen usw. lauten. Manchmal habe ich die Wahl der Unterkünfte von der Nähe besonderer Orte, die ich unbedingt fotografieren wollte, abhängig gemacht. Meistens lässt sich auf Instagram leicht herausfinden, welche die beliebtesten Hotspots sind, und Google ist auch eine große Hilfe. Das erleichtert dir die Entscheidung, welche Ausrüstung du mitnehmen möchtest: Stativ, Blitzlicht, Gimbal, GoPro, Drohne usw.

     

    5. Rechtliche Lage

    Der fünfte Punkt ist vielleicht der unspektakulärste und wohl trotzdem der wichtigste: Jedes Land hat seine eigenen Gesetze, was Datenschutz und die Rechte der zu fotografierende Gegenstände/Gebäude angeht. Deswegen ist es wichtig, sich zumindest mit den Hauptaspekten davon auseinanderzusetzen, besonders wenn du dich in Ecken weit außerhalb des europäischen (Kultur-)Kreises bewegst: Manche Museen, einige religiöse Orte und militärische Anlagen dürfen eventuell nicht fotografiert werden.

    Wenn du Aufnahmen von Menschen nehmen möchtest, ist es ratsam, immer vorher zu fragen, ob das in Ordnung ist, und ein Nein sollte immer akzeptiert werden. Meine Erfahrung ist, dass die angesprochenen Menschen sich normalerweise freuen und auch vor deiner Kamera werden sie gerne stehen.

    In Europa sind die Verbote normalerweise immer gut kennzeichnet, sei es in Florenz vor dem David von Michelangelo, in der Sixtinischen Kapelle in Rom oder im Tower of London. Andere wiederum nicht: Fotos vom Eiffelturm bei Nacht unter eingeschalteter Beleuchtung dürfen nicht ohne Erlaubnis der „Société d’Exploitation de la Tour Eiffel“ veröffentlicht oder sogar gemacht werden.

  • Aller Anfang ist schwer – Blogstart 2020

    Aller Anfang ist schwer, so heißt das Sprichwort, und das stimmt: Immer, wenn wir etwas Neues ausprobieren, wenn wir uns auf unbekanntes Terrain wagen, spüren wir ein gewisses Kribbeln in uns, eine subtile Warnung, die vom Körper ausgeht, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. Diese Reaktion ist menschlich, und menschlich ist auch das Verlangen, sich nicht von ihr abhalten zu lassen und stattdessen weiter die Ziele zu verfolgen, die wir uns vorgenommen haben.

    Nun wirst Du Dich fragen: Was hat das mit mir zu tun? Ich möchte doch etwas über Reisefotografie erfahren und nicht in einem Blog mit handfesten psychologischen Tatsachen beworfen werden. Du willst ja fotografieren und Antworten auf Deine Fragen haben!

    Genau deswegen so eine pompöse Einleitung: Das, was ich Dir über Reisefotografie, also übers Fotografieren beim Reisen oder auch übers Reisen wegen des Fotografierens, meine Erfahrungen, meine Fehler und vielleicht meine Glückstreffer erzählen werde, kann Dir auf Deinem Weg zum nächsten Abenteuer helfen. Ich möchte versuchen, Dir die Steine, die auf dem Weg liegen, wegzuräumen zu helfen, damit Dich möglichst wenige bis keine Hindernisse aufhalten und Du Dich weiter auf Deine Ziele konzentrieren kannst.

    Mein erster Kontakt mit der Fotografie war im Kindesalter und seitdem sind viele Kameras durch meine Hände gegangen, viele Länder habe ich in drei Kontinenten gesehen. Mir sind viele Patzer widerfahren, aus denen ich viel gelernt habe. Diesen Erfahrungsschatz möchte ich gerne an Dich weitergeben und Dich an meinen Fortschritten teilhaben lassen. Dieser Blog entstand aus meiner Liebe zur Fotografie und all den schönen Erinnerungen, die ich damit während meiner Reisen auf Bilder festgehalten habe.

    Ich freue mich auf diese neue Reise und auf Deine Begleitung dabei!

    Claudio



  • aller anfang ist schwer

    Aller Anfang ist schwer, so heißt das Sprichwort, und das stimmt: Immer, wenn wir etwas Neues ausprobieren, wenn wir uns auf unbekanntes Terrain wagen, spüren wir ein gewisses Kribbeln in uns, eine subtile Warnung, die vom Körper ausgeht, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. Diese Reaktion ist menschlich, und menschlich ist auch das Verlangen, sich nicht von ihr abhalten zu lassen und stattdessen weiter die Ziele zu verfolgen, die wir uns vorgenommen haben.

    Nun wirst du dich fragen: Was hat das mit mir zu tun? Ich möchte doch etwas über Reisefotografie erfahren und nicht mit handfesten psychologischen Tatsachen beworfen werden.

    Genau deswegen so eine pompöse Einleitung: Das, was ich dir über Reisefotografie, also übers Fotografieren beim Reisen oder auch übers Reisen wegen des Fotografierens, meine Erfahrungen, meine Fehler und vielleicht meine Glückstreffer erzählen werde, kann dir auf deinem Weg zum nächsten Abenteuer helfen. Ich möchte versuchen, dir die Steine, die auf dem Weg liegen, wegzuräumen zu helfen, damit dich möglichst wenige bis keine Hindernisse aufhalten und du dich weiter auf deine Ziele konzentrieren kannst.

    Mein erster Kontakt mit der Fotografie war im Kindesalter und seitdem sind viele Kameras durch meine Hände gegangen, viele Länder habe ich in drei Kontinenten gesehen. Mir sind viele Patzer wiederfahren, aus denen ich viel gelernt habe. Diesen Erfahrungsschatz möchte ich gerne an dich weitergeben und dich an meinen Fortschritten teilhaben lassen.

    Ich freue mich auf diese neue Reise und auf deine Begleitung dabei!

    Claudio

  • Testpost

    Das ist mein erster Post. Po Po PoPo Po Po Po Po Po PoPo.